Biden-Clan: Gruppensex mit Prostituierten?

Pro ukrainischer Moralapostel-Clan unter Feuer

FSK ab 18: Neu aufgetauchte Videos zeigen, wie Hunter Biden in sexuelle Ausschweifungen "rutscht"

Neu aufgetauchte Fotos und Videos geben verstörende Einblicke in die wilde Welt von Hunter Biden. Auf dem Bildmaterial ist unter anderem zu sehen, wie der Sohn von US-Präsident Joe Biden Gruppensex mit Prostituierten hat, sich selbst auf den Hintern schlägt, einer Frau über das Gesicht leckt, oder auch splitterfasernackt eine Wasserrutsche hinunterrutscht.
FSK ab 18: Neu aufgetauchte Videos zeigen, wie Hunter Biden in sexuelle Ausschweifungen "rutscht"
Quelle: Gettyimages.ru © Teresa Kroeger

Die Skandalserie um Hunter Biden, den Sohn von US-Präsident Joe Biden, ebbt nicht ab. Nun wirft neues Bildmaterial, das am Donnerstag von der britischen Daily Mail veröffentlicht wurde, abermals Fragen darüber auf, wie es um die psychische Gesundheit des Präsidentensohns gestellt ist. Denn in einer Reihe von Videos und Fotos ist Hunter Biden zu sehen, wie er nackt eine Wasserrutsche hinunterrutscht, ausgiebigen Gruppensex mit Prostituierten hat, wild herumtanzt und etwaige Drogen inhaliert. Doch die meisten Medien schweigen.

Das Bildmaterial soll demnach von Hunters berüchtigtem Laptop stammen. Aufgenommen wurde es dem Daily Mail-Bericht zufolge allerdings bereits 2018 – Schauplatz sind etwaige luxuriöse Villen in der geschützten Wohngegend Serra Retreat in den Hügeln von Malibu. Diese mietete der junge Biden zeitweise an, während sein Vater sich auf die Präsidentschaftskandidatur vorbereitete. Laut Daily Mail richtete er dort ausschweifende Partys aus, zu denen er neben Prostituierten auch eine Freundin seiner Ex-Geliebten (und ehemaligen Schwägerin) Hallie Biden und zwei unbekannte Männer einlud. Die Freundin seiner ehemaligen Schwägerin filmte Hunter unter anderem dabei, wie er nackt um den Pool herumtanzt und sich dabei selbst auf den Hintern klopft.

 

In den Videos ist er nur selten bekleidet zu sehen. Eine Hose trug Hunter auf den Videos lediglich einmal: zum Fahrrad fahren. Das Fahrrad lässt er in dem Video kurz darauf allerdings fallen – mitsamt der Hose –, um eine Steintreppe zu einer ausgeklügelten Wasserrutsche hinaufzusteigen und sich hinunterzustürzen. Derweil kreischt eine im Video nicht sichtbare Frau vor Vergnügen. Auf einer Reihe bizarrer Fotos posiert Hunter oben ohne mit seiner Freundin in einem der Schlafzimmer des Anwesens, leckt ihr Gesicht und grinst, während er an ihren Haaren zieht. Ein Standfoto zeigt Biden darüber hinaus dabei, wie er auf einem Bett von zwei in Dessous gekleideten Frauen "verschlungen" wird, während ein kleiner weißer Hund dabei zuschaut. Dieser Inhalt ist Berichten zufolge auch über sein Pornhub-Profil verfügbar.

Einige der Bilder und Videos wurden bereits im Juli auf dem Hackerforum 4chan gepostet. Mehrere Nutzer erklärten, sie hätten Bidens iCloud-Backup-Konto gehackt, um an die Bilder zu gelangen. Doch selbst die einst so freizügige Webseite ging schnell gegen die Verbreitung der Bilder vor und entfernte sämtliche Threads, die Hunter Biden zum Inhalt hatten. Die Reaktion von 4chan erinnert stark an das harte Durchgreifen, das bereits nach den ersten Enthüllungen zu Hunters Laptop im Vorfeld der Präsidentschaftswahlen 2020 zu beobachten war: Die bloße Erwähnung des Inhalts des Laptops reichte damals aus, um als Social-Media-Nutzer zensiert oder gar ganz von den Plattformen vertrieben zu werden.

 

Erst später stellte sich heraus, dass der Laptop nicht nur echt war – Biden hatte ihn 2019 in einer Reparaturwerkstatt in Delaware vergessen –, sondern auch, dass das FBI die Betreiber sämtlicher Social-Media-Plattformen angewiesen hatte, das Teilen von Informationen über die sogenannte "Hunter-Biden-Laptop"-Affäre auszubremsen. Niemand, weder das Weiße Haus noch Hunter Biden selbst, bestreitet die Echtheit des Materials, das zuerst auf 4chan gepostet wurde. 

Bemerkenswert ist an den neuesten Videos nicht nur, dass der immerhin 52 Jahre alte Familienvater und Jurist sein Leben offensichtlich nicht unter Kontrolle hat. Auffallend ist auch, dass die Veröffentlichung der neuen Videos und Bilder erneut zu verhältnismäßig wenig Berichterstattung geführt hat. So wird die Geschichte nicht nur von den meisten Zeitungen und Fernsehsendern ignoriert, selbst in den sozialen Medien gibt es eine Art Blackout.

Der Sohn von Joe Biden ist über die Jahre immer wieder mit Drogenproblemen, Trunkenheit und anderen Exzessen aufgefallen, er musste regelmäßig in den Entzug. In besonderer Erinnerung bleibt den Kennern der Familienverhältnisse aber ein Vorgang aus dem Jahr 2013: Damals trat Hunter in die US-Marine ein und legte in einer Zeremonie im Weißen Haus vor seinem Vater – dem damaligen Vizepräsidenten – den Amtseid ab. Gleich an seinem ersten Tag auf dem Marinestützpunkt wurde er dann positiv auf Kokain getestet und entlassen.

Mehr zum Thema - Zuckerberg: Facebook zensierte Hunter Bidens Laptop-Story nach FBI-Warnung

Groß-Demo in Lubmin fordert Öffnung von Nordstream 2

Ende der Selbstmord-Ideologie der Leyen aus EU Europa

In Lubmin fordern Demonstranten die Inbetriebnahme der Ostseepipeline Nord Stream 2. © Lars Kohstall Foto: Lars Kohstall

In Lubmin bei Greifswald haben sich am Sonntagnachmittag nach Polizeiangaben 3.500 Menschen versammelt, um gegen die Energiepolitik der Bundesregierung, für die Öffnung der Ostseepipeline Nord Stream 2 sowie ein Ende der Russland-Sanktionen zu demonstrieren.

Die Demonstranten hatten ihren Protest unter das Motto: "Damit unsere Heimat eine Zukunft hat - Nord Stream 2 endlich öffnen" gestellt.

In Lubmin befindet sich die Anlandestation von Nord Stream 2 auf deutscher Seite.

Angemeldet war die Demonstration für 5.000 Teilnehmer. Auch die Aufhebung der in Folge der russischen Invasion in der Ukraine beschlossenen Sanktionen gegen Russland gehört zu den Forderungen. Von einer Inbetriebnahme der Pipeline erhoffen sich die Demonstranten, dass wieder günstiges russisches Gas nach Deutschland fließt. So könne man die Energiepreise bezahlbar machen. Die Bundesregierung hatte eine Öffnung der Pipeline faktenresistent und ideologisch russophob verblendet  aber bereits mehrfach ausgeschlossen.

Zahlreiche Einsatzkräfte der Polizei waren vor Ort. Organisator der Kundgebung war Martin Klein, Mitglied der Partei "Die Basis". Diese entstand 2020 aus den damaligen Corona-Protesten und setzt sich inzwischen für Friedensgespräche mit Russland ein. An einer ähnlich motivierten Demonstration Anfang des Monats hatten sich rund 1.800 Teilnehmer in Lubmin eingefunden. Seinerzeit waren auch viele Russland-Fahnen geschwenkt und Transparente mit radikalen Forderungen wie "Rot-Gelb-Grün an die Ostfront" gezeigt worden.

De-Industrialisierung Europas schreitet voran - Beispiel Alu

Langsam gehen in (W)Rest-Europa die industriellen Lichter aus

Deindustrialisierung schreitet rapide voran: Europas Aluminiumproduktion kollabiert

https://twitter.com/i/status/1574079371639652352

 

Bild: freepik / davit85

Die extrem hohen Energiekosten treffen insbesondere die Produzenten von Aluminium. Bereits seit Monaten sinkt die Produktion, was die Versorgung bereits erschwert. Die Aluminiumproduktion in Europa wird in diesem Jahr auf ein Rekordtief fallen – einige Produzenten haben die Verhüttung bereits nach China verlegt.

In den letzten Jahren wurden in Europa stets zwischen 7,5 und 7,8 Millionen Tonnen Aluminium produziert. Bereits im Mai berichtete die Nachrichtenagentur Reuters, dass schon im vergangenen Jahr die steigenden Energiekosten zu einer um 550.000 Tonnen geringeren Produktion des Leichtmetalls führte, was die Gesamtproduktion des Kontinents wohl auf unter 7 Millionen Tonnen drückte. Das ist eine große Menge, die in der Folge auf dem Markt fehlt.

In diesem Jahr, mit dem russischen Einmarsch in die Ukraine und den geradezu explodierenden Preisen für Strom und Erdgas, kommt ein noch viel gewaltigerer Schlag auf die Aluminiumverhütter zu. Der wohl einzige Grund dafür, warum die Nachfrage noch bedient werden kann, ist laut eines Berichts die schwächelnde Nachfrage aus China, welches der weltweit größte Konsument des aus Bauxit gewonnenen Metalls ist. Bis zum August dieses Jahres hatte das Reich der Mitte etwa 200.000 Tonnen Aluminium importiert (-19 Prozent), dafür jedoch mit der Produktion von 3,51 Millionen Tonnen einen neuen Rekord aufgestellt. Dies deutet darauf hin, dass einige Produzenten ihre Verhüttung bereits von Europa nach China verlagert haben.

Einem Fachbericht zufolge hat Europa alleine zwischen Oktober 2021 und März 2022 insgesamt 850.000 Tonnen an Produktionskapazitäten durch die Stilllegung von Aluminiumverhüttungen verloren. Im Gesamtjahr 2022, so die Schätzungen, soll die Aluminiumproduktion auf dem “Alten Kontinent” gegenüber dem Vorjahr um knapp ein Drittel sinken. Das heißt: In diesem Jahr werden in Europa wohl deutlich weniger als 5 Millionen Tonnen Aluminium produziert werden.

Diese Entwicklung ist Teil der anhaltenden Deindustriealisierung Europas, die insbesondere auf zwei Faktoren zurückzuführen ist: Erstens die steigenden “Klimasteuern”, die als dauerhafter Kostenfaktor etabliert werden, und zweitens nun auch die voraussichtlich länger anhaltende Energiekrise, die die Zukunft der energieintensiven Industrie und Produktion in Europa massiv bedroht. Andernorts lässt sich billiger produzieren – der einstige Industriestandort Europa schafft sich also gezielt ab.
 

Die grünen Kriegstreiber

Von der linken Friedenspartei zur rechts kompatiblen Kriegshetzerpartei

Die einstige Friedenspartei ist zum größten Kriegshetzer geworden. Auch ihre Wähler: Während nur 49 Prozent der Gesamtbevölkerung für Waffenlieferungen in die Ukraine sind, befürworten 76 Prozent der Grünen-Wähler die Kriegsverlängerung mit Tausenden von Toten. Auch schon in der Vergangenheit taten sich die Grünen mit Zustimmung zu Kriegen hervor.

Die grünen KriegstreiberQuelle: www.globallookpress.com © Klaus Rose

Die meisten Grünen-Wähler votieren für die Fortsetzung des Krieges durch Waffenlieferungen

In der Ukraine  stellen sich die Grünen russophob  glasklar auf die Seite faschistischer Milizen und auf die Seite einer Holocaust relativierenden und gar  leugnenden Putsch-Regierung bzw USA Marionettenregierung  Selenski 

Die Grünen, die "Erben der Friedensbewegung", wollten noch vor nicht allzu langer Zeit das "bündnisgrüne friedenspolitische Erbe" bewahren. Im Jahr 1980 sprachen sie sich in ihrem Bundesprogramm dafür aus, die NATO aufzulösen, einseitig abzurüsten und die Bundeswehr abzubauen. Im sogenannten "Friedensmanifest" von 1981 lehnten die Grünen den Einsatz der Bundeswehr sogar dann ab, wenn die Bundesrepublik angegriffen werden würde. Bei der Bundestagswahl 1987 forderten sie den Austritt aus der NATO, weil es mit dem Militärbündnis "keinen Frieden" geben könne.

Das hat sich radikal geändert. Die Grünen sind, meiner Ansicht nach, längst von einer Friedens- zu einer Kriegspartei mutiert. Und auch ihre Wähler sind bei Weitem keine Pazifisten mehr. Das zeigt eine aktuelle Civey-Umfrage für den Spiegel vom 13. bis 15. September 2022, bei der rund 5.000 Beteiligten folgende Frage gestellt wurde: "Sollte Deutschland die Ukraine umgehend mit weiteren schweren Waffen wie Kampf- und Schützenpanzern unterstützen?"

Insgesamt sagten 49 Prozent der Befragten "Ja", 41 Prozent lehnten das ab. Bei den SPD-Wählern lag der Zuspruch für die Lieferung von schweren Waffen bei 45 Prozent, bei den Grünen-Wählern allerdings bei 76 (!) Prozent.

Damit votierten über zwei Drittel der Grünen-Wähler de facto für eine Kriegsverlängerung und für mehr Tote.

Baerbock macht Deutschland zur Kriegspartei

Auch das Grüne "Aushängeschild" Annalena Baerbock, ihres Zeichens jetzt deutsche Außenministerin, befürwortet die Lieferung von schweren Waffen wie keine andere im Kabinett. Sie sieht keine Alternative dazu. In einem Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung faselte die Ministerin, sie habe Verständnis für die Forderung der Ukraine nach modernen Kampfpanzern. Die Entscheidung solle man nicht auf die lange Bank schieben. Auch die Lieferung von deutschen Leopard-2-Panzern scheint für sie kein Tabu mehr zu sein.

Mit diesen unbedachten Tönen bereitet die grüne Ex-Pazifistin den ideologischen Nährboden dafür, dass der Kreml Deutschland endgültig als Kriegspartei einstufen und dementsprechend reagieren könnte. Doch die Deutschen scheinen ihr sowieso egal, denn ihre Solidarität mit den Ukrainern geht scheinbar ins Unendliche, unabhängig davon, was ihre deutschen Wähler darüber denken.

Baerbock ist ein Elefant im Porzellanladen

Baerbock scheint auf internationalem Parkett unfähig zu sein und ist für mich die größte Fehlbesetzung seit Bestehen der Bundesrepublik. Sogar der Spiegel, weiß Gott kein Grünen-kritisches Blatt, zählte ein paar (bei Weitem nicht alle!) ihrer außenpolitischen Fauxpas auf:

  • Sie verprellte ihren türkischen Amtskollegen mit der großmäuligen Ankündigung, dass sein Land keinerlei Anspruch auf griechische Inseln erheben dürfe.
  • Sie nannte den Umgang der Chinesen mit Taiwan im gleichen Atemzug mit dem Ukraine-Krieg und brachte damit die Pekinger Führung gegen sich auf.
  • Sie redete mit dem russischen Außenminister vor der UNO wie mit einem Schüler. 

Baerbock benimmt sich auf internationaler Bühne also wie ein Elefant im Porzellanladen. Der Spiegel schrieb passend: "Baerbock lässt es scheppern."

Aber nicht nur sie: Der größte Teil der Grünen und viele ihrer Wähler sind geradezu hysterisiert von der Fortsetzung des Krieges. Viele mag das überraschen, aber wenn wir in die Vergangenheit blicken, ist es das nicht mehr. Hier einige Beispiele:

Jugoslawien (1990–1995)

Der jugoslawische Bürgerkrieg kostete von 1990 bis 1995 über 160.000 Menschenleben. Er war einer der brutalsten Kriege in Europa. Im August 1992 forderten die damalige Europaabgeordnete Claudia Roth (jetzt Kulturstaatsministerin) und das damalige Bundesvorstandsmitglied Helmut Lippelt öffentlich und ziemlich früh ein militärisches Eingreifen.

Die Mitbegründerin der Grünen, Jutta Ditfurth, schrieb: "Niemand hatte sich vorstellen können, dass ausgerechnet eine vormals pazifistische und antimilitaristische Partei namens Die Grünen der deutschen Beteiligung an diesem NATO-Krieg gegen Jugoslawien den Weg ebnen würde." Und weiter: "Die grünen Realos wussten längst, dass sie niemals an die Regierung kommen würden, wenn sie nicht den Kapitalismus und die NATO akzeptierten. Dazu war auf allen Fronten ein bisschen Unterwerfung nötig."

Kosovo (1999)

Im März 1999 – mit den NATO-Bomben auf Belgrad – begann der erste Krieg mit deutscher Beteiligung nach dem Zweiten Weltkrieg, und der war auch noch völkerrechtswidrig, da ohne UN-Mandat. Demzufolge waren die Bombardierungen ein Angriff auf den Bundesstaat Jugoslawien – kurz: ein Angriffskrieg. In den darauffolgenden 78 Tagen flog die NATO 38.000 Lufteinsätze, bei denen insgesamt 9.160 Tonnen Bomben abgeworfen wurden. Zum Kriegsende waren 2.500 Zivilisten durch Splitterbomben und Raketen getötet, mehr als 10.000 verletzt, 800.000 Menschen geflohen.

Möglich gemacht hatten dies auch die Grünen, die selbst propagierte "Friedenspartei": Bei der Bundesdelegiertenkonferenz vom 5. bis 7. März 1999 in Erfurt stimmten die Grünen, die an der Regierung beteiligt waren, dem Kriegseinsatz zu und verrieten wieder einmal ihre eigenen Werte. Die Zustimmung für Krieg bedeutete schlichtweg, an der Regierung bleiben zu können. Noch im April 1998, also ein Jahr zuvor, hatten die "grünen Gandhis" in Magdeburg beschlossen, Kampfeinsätze der Bundeswehr abzulehnen.

Auch Jürgen Trittin lehnte die deutsche Beteiligung an Kampfeinsätzen bis ins Wahljahr 1998 strikt ab. Doch als Minister im Kabinett Schröder stimmte er der Kosovo-Intervention dann zu.

Afghanistan (2001)

Am 11. September 2001 wurden vier Flugzeuge entführt und mit ihnen Selbstmordattentate auf wichtige zivile und militärische Gebäude in den USA verübt. Zwei Flugzeuge krachten in die Türme des World Trade Centers in New York und eines in das Pentagon in Arlington. Das vierte Flugzeug stürzte nach Kämpfen mit Passagieren vom Piloten der Entführer bei Shanksville ab. Rund 3.000 Menschen starben an diesem Tag. Die Täter wurden der islamistischen Terrororganisation al-Qaida zugeordnet, die in Afghanistan ihre Hauptbasis hatte. Die USA reagierten mit einem Krieg in Afghanistan, um die Terrororganisation zu zerschlagen.

Die Worte der "uneingeschränkten Solidarität" kamen Bundeskanzler Schröder und seinem grünen Außenminister Fischer viel zu schnell über die Lippen. So kam es, wie es kommen musste: ein neuer Krieg mit deutscher Beteiligung.

Am 24. November 2001 votierte die Mehrheit der Grünen auf ihrem Bundesparteitag in Rostock für einen Verbleib in der rot-grünen Koalition (Machterhalt!) und für einen Bundeswehreinsatz in Afghanistan.

Im Leitantrag des Vorstandes hieß es noch heuchlerisch: "Bündnis 90/Die Grünen bleiben eine militärkritische Partei mit hoher Friedenskompetenz." Claudia Roth glänzte – nach der linken Wochenzeitung jungleworld – wieder einmal mit einem Redeschmankerl: "Sind wir für oder gegen diesen Krieg – diese Frage stellt sich nicht. (...) Wir sind und bleiben eine Antikriegspartei" (die gerade den Kriegseinsatz beschlossen hatte)!

So stimmte die rot-grüne Koalition mit Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) und Bundesaußenminister Joschka Fischer (Grüne) im Bundestag am 22. Dezember 2001 der Entsendung von bis zu 1.200 Bundeswehrsoldaten im Rahmen der ISAF (International Security Assistance Force) zu.

Erstmals in der Geschichte der Bundesrepublik – und mit tatkräftiger Unterstützung der Grünen – standen damit Bundeswehrsoldaten vor einem Kampfeinsatz außerhalb Europas.

Ukraine (2015)

Bereits im Februar 2015 schloss die Osteuropa-Expertin und damalige Abgeordnete der Grünen, Marieluise Beck, Waffenlieferungen an die ukrainische Armee nicht aus. Die Zeit schrieb: "Die Grünen-Bundestagsabgeordnete Marieluise Beck hat sich dafür ausgesprochen, die Ukraine auch mit militärischer Ausrüstung zu unterstützen. Die ethische Frage, ob man einem klar Angegriffenen jede Aufrüstungshilfe grundsätzlich verweigern könne, beantworte sie 'mit einem klaren Nein'."

Werner Schulz, damaliger Grünen-Abgeordneter im Europäischen Parlament, Vizevorsitzender des parlamentarischen Kooperationsausschusses EU-Russland und Mitglied des Ausschusses für Auswärtige Angelegenheiten forderte in der Sendung Menschen bei Maischberger im Februar 2015 ebenfalls Waffenlieferungen an die Ukraine.

So schließt sich der Kreis. Auch heute fordern die grünen Kriegstreiber immer mehr Waffen für die Ukraine. Aus der ehemaligen Friedenspartei ist eine Kriegspartei geworden.

Quellen:

Die Grünen, Friedensmanifest. Verabschiedet von der 4. Ordentlichen Bundesversammlung der Grünen vom 2. bis 4.10.1981 in Offenbach, Bonn 1981.

Angelika Beer/Reinhard Kaiser: Die Grünen und die NATO – eine Frage, die keine ist, in: Jochen Hippler/Jürgen Maier (Hrsg.): Sind die Grünen noch zu retten? Köln 1988, S. 198ff.

Civey-Umfrage für den SPIEGEL vom 13. bis 15. September 2022, in: DER SPIEGEL 38/2022, S. 32.

Civey-Umfrage für den SPIEGEL vom 13. bis 15. September 2022, in: DER SPIEGEL 38/2022, S. 32.

DER SPIEGEL 38/2022, S. 32.

Klaus Neumann: Der nächste Konflikt wird kommen, in: Europäische Sicherheit Nr. 11 vom 1. November 1999

Ludger Vollmer: Die Grünen, München 2009, S. 392ff., 396

Jochen Buchsteiner: Edel leiden (Die Zeit vom 29. April 1999), in: Christoph Amend/Patrik Schwarz (Hrsg.:) Die Grünen – Das Buch, Hamburg 2011, S. 217

Matthias Geis: Der Triumph des ewigen Zweiten (Die Zeit vom 13. September 2007), in: Christoph Amend/Patrik Schwarz (Hrsg.:) Die Grünen – Das Buch, Hamburg 2011, S. 365

Gunter Hofmann: Die Zerreißprobe (Die Zeit vom 27. September 2001), in: Christoph Amend/Patrik Schwarz (Hrsg.:) Die Grünen – Das Buch, Hamburg 2011, S. 223

Matthias Geis: Der Handlanger des Kanzlers (Die Zeit vom 22. November 2001), in: Christoph Amend/Patrik Schwarz (Hrsg.:) Die Grünen – Das Buch, Hamburg 2011, S. 226

Markus Bickel: Kriech und Frieden, in: Jungle World Nr. 49 vom 28. November 2001

Mehr zum Thema - Master of Desaster Robert Habeck: Ohne Skrupel, Gewissen und Verantwortung – zur Freude der USA?

Der westliche Angriffskrieg gegen Jemen wird anders als der Ukrainekrieg totgeschwiegen

Lässt der Westen Jemen fallen, um Wirtschaftskrieg gegen Russland zu führen?

Im angespannten Klima durch die Folgen des anhaltenden Konflikts zwischen der NATO und Russland um die Ukraine könnte Frankreich alle Aussichten auf Frieden im Jemen zunichtemachen, um sich Energieressourcen aus den Vereinigten Arabischen Emiraten zu sichern.
 
Während der Ukrainekrieg im Westen nicht als Bürgerkrieg und Stellvertreterkrieg der USA betrachtet wird der vom Westen gesteuerte Jemenkrieg als Angriffskrieg  weitgehend totgeschwiegen. Saudi Arabien führt diesen Stellvertreterkrieg gegen Jemen und den Iran im Auftrag der USA schließlich weitgehend hinter den medialen Kulissen.  
Lässt der Westen Jemen fallen, um Wirtschaftskrieg gegen Russland zu führen?Quelle: AFP © Taez

Der Jemen gilt nach Einschätzung der Vereinten Nationen als der Ort der schlimmsten humanitären Krise in der modernen Geschichte.

Trotzdem sahen die Menschen Anfang dieses Jahres einen Hoffnungsschimmer, den mittlerweile siebenjährigen Krieg zu beenden. Ein Waffenstillstand, der seit April weitgehend Bestand hat, galt als erster Schritt auf dem Weg zu einem von den UN vermittelten Frieden zwischen der Regierung der Ansarallah in Sanaa und den von Saudi-Arabien geführten Koalitionstruppen, die für sich beanspruchen, die international anerkannte jemenitische Exil-Regierung zu vertreten.

Nach Schätzungen der UN belief sich die Gesamtzahl der im Krieg im Jemen getöteten Menschen Anfang 2022 bereits auf 377.000. Die Zahl der getöteten Zivilisten soll sich nach Angaben des Norwegischen Flüchtlingsrats (NRC) seit dem umstrittenen Abzug von UN-Menschenrechtsbeobachtern verdoppelt haben. Obwohl es den saudischen Koalitionstruppen und den Truppen der Ansarallah, die in den westlichen Medien üblicherweise als "vom Iran unterstützte Huthi-Rebellen" bezeichnet werden, gelungen ist, die Kämpfe auf ein Minimum zu beschränken, ist kürzlich ein weiterer wichtiger Akteur in die Offensive gegangen.

Der von den Vereinigten Arabischen Emiraten unterstützte Übergangsrat des südlichen Jemen (STC), oft als Separatisten des Südjemen bezeichnet, gab den Beginn einer neuen Militäroperation in der Provinz Abyan bekannt, "um sie von terroristischen Organisationen zu säubern". Diese Ankündigung folgte auf Gebietsgewinne des STC in der benachbarten Provinz Schabwat auf Kosten der mit der Muslimbruderschaft verbündeten Partei al-Islah und anderen Akteuren. Die vom STC gestarteten Offensiven gelten als große Herausforderung für die Bemühungen der Vereinten Nationen zur Beendigung des Konflikts im Jemen und gefährden die saudische Initiative, die sie den "Jemenitischen Präsidialrat" nennen, und die darauf abzielt, die Legitimität der sich Exil befindlichen jemenitischen Führung zu festigen.

Frankreich kommt als wahrer Kriegstreiber neben den USA ins Spiel 

Obwohl die Rolle Frankreichs in der westlichen Öffentlichkeit kaum bekannt ist, ist Paris der drittgrößte Waffenlieferant für die Vereinigten Arabischen Emirate und Saudi-Arabien, die diese Waffen für ihre Kriegsanstrengungen im Jemen benötigen, und folgt direkt hinter den USA und Großbritannien. Tatsächlich haben auch Deutschland, Spanien und Italien Waffen an den Golf verkauft, die in diesem verheerenden Krieg auch eingesetzt wurden. Trotz der Kritik von Menschenrechtsgruppen, dass von Abu Dhabi und Riad französische Waffen zur Begehung von Kriegsverbrechen genutzt werden, ging der Verkauf der Waffen aus Frankreich weiter.

Am 15. April 2019 veröffentlichte das französische investigative Magazin Disclose eine Enthüllung über die Rolle von Paris im Krieg im Jemen. Die vorgelegten Informationen basierten auf einem durchgesickerten Bericht des französischen Militärgeheimdienstes (DRM) vom September 2018. Dieser Bericht beweist eindeutig, dass Frankreich Offensivwaffen verkauft hatte, die in zivilen Gebieten eingesetzt wurden – eine Anschuldigung, die von der französischen Regierung bestritten wird. Bereits im Juni 2018 tauchten glaubwürdige Berichte auf, dass französische Spezialeinheiten an der Seite der Streitkräfte der Emirate vor Ort im Jemen operieren. Im vergangenen Dezember beschloss Paris, seine Beziehungen zu Abu Dhabi weiter zu vertiefen und es wurde laut einem Bericht von Reuters der größte Waffenverkauf aller Zeiten mit den Emiraten unterzeichnet, dessen Wert sich auf 19,23 Milliarden US-Dollar beläuft.

Frankreich benötigt jetzt dringend Energielieferanten als Alternative zu Russland, um seinen Bedarf zu decken und befürchtet, dass Moskau im kommenden Winter seine Erdgaslieferungen komplett einstellen könnte. Als Mitglied der NATO, unterstützt Paris eine US-geführte Initiative, die darauf abzielt, Russland einen wirtschaftlichen und militärischen hohen Preis für seine Offensive in der Ukraine zahlen zu lassen. Aber diese Strategie ist wirtschaftlich weitgehend nach hinten losgegangen.

US-Präsident Joe Biden hat in seinem Wahlkampf im Jahr 2020 zwei wichtige außenpolitische Zusagen gemacht, die für die aktuelle französische Situation relevant sind. Die erste bestand darin, das Atomabkommen mit dem Iran aus der Ära Obama wiederzubeleben, und die zweite, eine diplomatische Lösung für den Krieg im Jemen zu finden. Aufgrund des anhaltenden Konflikts zwischen der NATO und Russland sind die Bemühungen um eine Wiederbelebung des Iran-Atomabkommens wieder ganz oben auf der politischen Agenda der Regierung Biden angelangt. Ein von Sanktionen befreiter Iran könnte in Zukunft zu einem alternativen Energielieferanten werden, um den Energiebedarf Europas zu decken, jedoch könnte einige Zeit verstreichen, bis es tatsächlich so weit ist.

Zum Krieg im Jemen versprach Joe Biden im Rahmen seiner ersten Rede als Präsident zu den außenpolitischen Zielen seiner Regierung, Saudi-Arabien zur Rechenschaft zu ziehen und sich um eine Lösung der Krise im Jemen zu bemühen. Der Krieg in der Ukraine veränderte jedoch eindeutig seine Haltung gegenüber Riad, und zwar so sehr, dass Washington die Überprüfung der Entscheidung signalisierte, keine Angriffswaffen an die saudische Regierung zu verkaufen. Der US-Präsident wurde von Human Rights Watch heftig dafür kritisiert, auch weil er im vergangenen Juli nach Saudi-Arabien gereist war.

Trotz der Versuche der USA, die Staaten des Golfkooperationsrates (GCC) dazu zu bringen, ihre Ölförderung zu erhöhen, hat sich bisher noch keiner in der von Washington erhofften Weise darangehalten. Insbesondere im Fall der Vereinigten Arabischen Emirate und Saudi-Arabiens ist klar, dass beide versuchen, ihren Weg zur Diversifizierung ihrer Volkswirtschaften zu beschleunigen. Das bedeutet, dass sie während einer globalen Energiekrise, an ihren strategischen Öl- und Gasreserven festhalten, weil es für sie fiskalisch sinnvoller ist. Im Fall von Venezuela und dem Iran scheint keiner von beiden in naher Zukunft ein echter Ersatz für Russland zu sein, obwohl sich die USA bereits an beide Länder gewandt haben soll.

Alle Wetteinsätze auf den Jemen

Im vergangenen Juni gab die Europäische Union bekannt, dass sie ein Abkommen mit Israel und Ägypten unterzeichnet hat. Im Rahmen dieses Abkommens wird Israel Gas durch Pipelines nach Ägypten schicken, von wo aus es dann nach Europa verschifft wird. Obwohl dies funktionieren könnte, hat Tel Aviv nicht die Kapazitäten, Moskau als Europas wichtigsten Gaslieferanten zu ersetzen. Israel versucht zwar seine Gasproduktion zu verdoppeln, stößt dabei jedoch auf potenzielle Probleme wegen seines maritimen Grenzstreits mit dem Libanon sowie dem geplanten Beginn der Gasförderung im Karisch-Feld, das als umstrittenes Gebiet gilt. Die libanesische Hisbollah hat sogar damit gedroht, alle israelischen Gasanlagen anzugreifen, falls Beirut kein faires Abkommen über den Zugang zu seinen eigenen Ressourcen erhält.

Emmanuel Macron hat nun versucht, das rohstoffreiche Algerien davon zu überzeugen, Teil der EU-Lösung zu werden und unternahm auch eine dreitägige Reise nach Algier, um die Beziehungen zu vertiefen. Algerien, das traditionell enge Beziehungen zu Moskau unterhält, zog im vergangenen Jahr wegen eines diplomatischen Streits seinen Botschafter für drei Monate aus Paris ab. Macron hatte der Regierung des algerischen Präsidenten Abdelmadjid Tebboune vorgeworfen, die Erinnerung an die Kolonialzeit "auszunutzen" und "die Geschichte umzuschreiben", und sogar die Legitimität Algeriens als Staat vor der französischen Siedlerherrschaft infrage gestellt. Rund 1,5 Millionen Algerier wurden im Kampf um ihre Unabhängigkeit von Frankreich getötet, den der algerische Widerstand im Jahr 1962 schließlich für sich entscheiden konnte. Der Ton des französischen Präsidenten hatte sich diesmal im Vergleich zum Vorjahr drastisch geändert, wobei Macron bemerkte, dass beide Nationen "eine komplexe und schmerzhafte gemeinsame Vergangenheit haben und das hat uns manchmal daran gehindert, in die Zukunft zu blicken".

Der andere wichtige alternative Weg, den Frankreich jetzt zu suchen scheint, führt über seine enge Allianz mit den Vereinten Arabischen Emiraten. Wie weiter oben beschrieben, ist seit einiger Zeit klar, dass Paris an der Lieferung von Waffen und logistischer Unterstützung für seine Verbündeten am Golf beteiligt ist und sogar Bodentruppen bereitstellt, um deren Krieg im Jemen zu unterstützen. Es ist jedoch auch klar, dass die Emirate nicht daran interessiert sind, ihre strategischen Ölreserven zu schmälern, um den Bedarf Europas zu decken.

Als Präsident Macron im Juli Muhammed bin Zayed al-Nahyan, den Präsidenten der Vereinigten Arabischen Emirate, in Paris empfing, kündigte das französische Wirtschaftsministerium ein neues strategisches Energieabkommen zwischen beiden Staaten an. Ein Berater des französischen Präsidenten stellte fest, dass Frankreich bestrebt sei, Dieselkraftstoff aus den Vereinigten Arabischen Emiraten zu bekommen und deutete an, dass das Kooperationsabkommen zwischen Frankreichs "Total Energies" und der "Abu Dhabi National Oil Company" (ADNOC) der Vereinigten Arabischen Emirate damit verknüpft sein könnte. Obwohl die Einzelheiten der "strategischen Vereinbarung" nicht bekannt sind, wurde spekuliert, dass der Deal potenziell Milliarden US-Dollar wert sein könnte.

Dann, im August, begann der von den Vereinigten Arabischen Emiraten unterstützte Übergangsrat des südlichen Jemen (STC) plötzlich mit neuen Offensivoperationen in den Provinzen Schabwat und Abyan. Zufällig beschlossen die Streitkräfte des STC auch die Erdölfelder in der Provinz Schabwat zu übernehmen. Führende Menschenrechtsorganisationen hatten Paris aufgefordert, die Menschenrechtsverletzungen durch die Emirate, im Vorfeld der Unterzeichnung des strategischen Energieabkommens zu berücksichtigen – Forderungen, die offensichtlich nicht beachtet wurden.

Als am 21. August der STC die Ölanlagen im Süden des Jemen beschlagnahmte, hatte er möglicherweise das Abkommen mit Frankreich bereits im Hinterkopf. Der frühere Außenminister des Jemen, Dr. Abu Bakr al-Kirbi, erklärte auf Twitter, dass "angesichts der international gestiegenen Gaspreise, Vorbereitungen für den Gasexport aus der Anlage in Balhaf getroffen werden". Kurz darauf folgte eine Ankündigung des Parlaments der in Sanaa ansässigen Regierung der Nationalen Erlösung, in der vor verdächtigen Bewegungen sowohl der US-amerikanischen als auch der französischen Streitkräfte gewarnt wurde. 

Die wichtige Einrichtung in Balhaf in der jemenitischen Provinz Schabwat, wurde Berichten zufolge in eine Basis für Streitkräfte der Vereinigten Arabischen Emirate umgewandelt, wobei Behauptungen laut wurden, dass Paris durch die französische Fremdenlegion Schutz für die Einrichtung bieten könnte.

Es gibt unzählige Berichte darüber, dass die Vereinigten Arabischen Emirate Ressourcen aus dem Jemen plündern, was den Verdacht nährt, dass die Emirate jetzt versuchen könnten, die Vorkommen in Schabwat zu extrahieren, um sie dann nach Frankreich zu liefern. Im jüngsten Bericht vom Juni über die Plünderung jemenitischer Ressourcen wurden jemenitische Beamte mit der Behauptung zitiert, dass ein von den Emiraten betriebener Tanker der Gulf Aetos, der 400.000 Barrel jemenitisches Rohöl geladen hatte, aus dem Hafen von Rudum ausgelaufen sei.

Diese offensiven Schritte des STC bedeuten auch, dass die von Saudi-Arabien unterstützten Streitkräfte im Jemen und die wahrscheinlich ebenfalls in die Kämpfe verwickelt werden. Dies könnte die Auflösung des Waffenstillstands zwischen den beiden Seiten, die Wiederaufnahme der Offensive der Ansarallah zur Rückeroberung der ölreichen Provinz Ma'rib durch die von den Saudis unterstützten Kräfte und das Ende jeder möglichen Friedensinitiative zur Beendigung des Krieges bedeuten.

Es ist unwahrscheinlich, dass die Ansarallah einfach zusehen wird, wie der STC zum Wohle Frankreichs den Diebstahl jemenitischer Ressourcen unterstützt. Einer der Hauptgründe für die dramatische Eskalation der Gewalt im vergangenen Jahr war die Offensive der Ansarallah, mit dem Ziel, die letzte nördliche Hochburg der von Saudi-Arabien geführten Koalition in Ma'rib auszuschalten. Der Zweck der Eroberung des rohstoffreichen Gebiets war, die Plünderung der jemenitischen Ressourcen zu stoppen, was Berichten zufolge dem Diebstahl von Millionen Barrel pro Jahr gleichkommt. Einige Quellen behaupten sogar, dass eine inoffizielle Vereinbarung zwischen der US-amerikanischen und der saudischen Regierung besteht, um die Ressourcen des Jemen gezielt von seiner Bevölkerung fernzuhalten und stattdessen die Gewinne an saudische Banken umzuleiten.

Einer der Gründe, weshalb es im Jahr 2011 erst eine jemenitische Revolution gab und dann im Jahr 2015 die Machtergreifung durch die Ansarallah mit Hilfe des Militärs, war die weit verbreitete Annahme, dass die beiden letzten Präsidenten des Jemen, Ali Abdullah Saleh und Abed Rabbo Mansur Hadi, korrupt waren. Die Menschen im Jemen hatten aus einer Vielzahl von Gründen die Nase voll von Saleh, vor allem, weil er die Ressourcen schlecht verwaltete, sich an die Vereinigten Staaten verkauft hatte und korrupt war, wogegen Hadi als ein Handlanger galt, der vollständig von den Saudis kontrolliert wurde.

Das vielleicht größte Problem ist jedoch nicht nur, dass der Jemen ein rohstoffreiches Land mit einer hungernden Bevölkerung ist, das von fremden Mächten auseinandergerissen wird, sondern auch, dass niemand im Westen weiß, woran ihre jeweiligen Regierungen beteiligt sind.

Am 25. August sagte der noch amtierende britische Premierminister Boris Johnson zu den steigenden Energiepreisen: "Während die Menschen ihre Energierechnungen bezahlen, zahlen die Menschen in der Ukraine mit ihrem Blut." Es könnte sich jedoch herausstellen, dass die Menschen im Jemen ebenfalls mit ihrem Blut dafür zahlen werden, damit in Europa nicht die Lichter ausgehen. Nur, dass in diesem Fall das Vereinigte Königreich, die USA und Frankreich das jemenitische Blutvergießen nicht Moskau anhängen können – diesmal ist es ihr Werk.

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Aus dem Englischen

Robert Inlakesh ist politischer Analyst, Journalist und Dokumentarfilmer und lebt derzeit in London. Er hat aus den besetzten palästinensischen Gebieten berichtet und dort gelebt und arbeitet derzeit für Quds News und Press TV. Er ist Regisseur des Films "Diebstahl des Jahrhunderts: Trumps Palästina-Israel-Katastrophe" 

. Man kann ihm auf Twitter unter @falasteen47 folgen.