Wahlbetrug in den USA

Klassenkampf der Millionäre und Milliardäre 

Inzwischen kann man in der oligarchistischen Zweiparteiendiktatur der USA nur Präsident werden, wenn man mit einem Milliardenetat mithalten und über genug Ressourcen für einen landesweiten Präsidentschaftwahlkampf verfügt.   

Bei den US-Präsidentschaftswahlen wird  trotzdem bei Republikanern und Demokraten getrickst, was das Zeug hält.

Greg Palast beschreibt das Ausmaß und die Methoden des chronischen Wahlbetrugs. Er folgt der Spur des Geldes und enttarnt die Männer und Unternehmen, die den Kandidaten zum Sieg verhelfen – ein Muss für Amerika-Fans.

„Die Vereinigten Staaten belehren die restliche Welt gern über Demokratie, wir haben aber keinerlei Wahlstandards, die mit Europa vergleichbar wären. Dem politischen Gegner die Stimmen abzujagen, und sei es auf betrügerische Art und Weise, sehen viele als Kavaliersdelikt. Mehr wie einen Sport.“

Greg Palast recherchiert über Wahlbetrug in den USA, seitdem er während der Präsidentschaftswahl im Jahr 2000 für die BBC Manipulationen in Florida aufdeckte. 56.000 schwarze Wähler waren dort aus den Wahlregistern gestrichen worden, weil sie angeblich vorbestraft waren. Die meisten Schwarzen sind, wie andere Minderheiten, Stammwähler der Demokratischen Partei. Floridas republikanische Regierung gab später die Unrechtsmäßigkeit der Namensliste zu. Doch zu der Zeit war der Bruder von Gouverneur Jeb Bush, George W., längst Präsident geworden – nicht zuletzt dank der Mehrheit von nur 537 Stimmen im entscheidenden Swing-State Florida.

„Jeder Bundesstaat hat seinen offiziellen Wahlleiter und seine eigenen Wahlregeln und Methoden. Diese Wahlleiter gehören der jeweils regierenden Partei an und ändern die Regeln dann zu ihren Gunsten.“         

Sie übermitteln in den meisten Fällen auch das "Endergebnis" . So erklärt sich, dass es in vielen Staaten nie zu einem Machtwechsel kommt. 

Krasse Benachteiligung von Stimmen schwarzer Wähler

Ein weiterer Schritt im Wahlbetrug sei es, so Greg Palast, Briefwahlunterlagen mit dem Vermerk „Nicht weitersenden“ zu versehen. Oder anschließend die Briefwahlzettel wegen unzureichender Frankierung oder falscher Faltung nicht zu werten. Zunehmend beliebt sei auch, nicht registrierten Wählern „provisorische“ Stimmzettel zu geben. Greg Palast nennt sie Placebo-Stimmen, da die Wahlleiter entscheiden, ob sie gezählt werden oder nicht. Nächster Schritt: Per Wahlcomputer massenhaft unliebsame Wählerstimmen aussortieren. Denn in ärmeren Stadtbezirken brächen die Maschinen immer wieder zusammen oder könnten Wahlzettel nicht lesen. Die Chancen, eine ungültige Stimme abzugeben, sei für schwarze Wähler 900 Mal höher als für weiße. 

„Wir haben in den USA ein System der Apartheid“

Sagt Palast bei einem öffentlichen Auftritt.

„So wie schwarze Viertel schlechte Schulen bekommen und schlechte Krankenhäuser, bekommen sie auch schlechte Wahlcomputer - und ihre Stimmen kommen auf den Müll.“

Nach einer aktuellen Umfrage von Reuters glaubt mehr als die Hälfte der Amerikaner an Unregelmäßigkeiten bei den Wahlen. Greg Palast war der Erste, der in USA darüber berichtete, wie genau der Wahlbetrug funktioniert. Sein Buch „Billionaires & Ballot Bandits. How to Steal an Election in 9 Easy Steps“ (Milliardäre und Wahlbanditen. Wie man in 9 einfachen Schritten eine Wahl stiehlt") wurde ein Bestseller. Für die deutsche Ausgabe hat er seine Liste um einen 10. Schritt erweitert: den „Interstate Crosscheck“ oder „zwischenstaatlichen Datenabgleich“. 29 Bundesstaaten, überwiegend von Republikanern regiert, gleichen dabei ihre Wählerlisten ab. Auf Fox News gab Donald Trumps Berater Dick Morris bekannt, sie hätten  „wahrscheinlich über 1 Million Doppelwähler gefunden“.

„Sie haben inzwischen eine Liste von sieben Millionen Menschen, die angeblich doppelt gewählt haben. Mein Team und ich brauchten Monate, um an diese Listen heranzukommen. Wir haben nun drei Millionen Namen. Es sind alles sehr häufige Namen von Schwarzen, Latinos und Amerikanern asiatischer Herkunft. Und sogar, wenn sich ihre zweiten Vornamen unterscheiden, wenn sie unterschiedlich alt sind oder Vater und Sohn, werden sie trotzdem von der Wählerliste gestrichen.“

Weitere Problematik der Wahlcomputer: 

Bei den Zwischenwahlen in den USA "warnen" Geheimdienste und Politiker erneut vor Hackerangriffen und Wahlmanipulationen, vor allem bei den leicht manipulierbaren Wahlcomputern. In vielen Bundeststaaten programmieren Machthaber die Wahlcomputer und könnten Hacker-Hintereingänge einbauen oder Wahlstimmen so umpolen.  In West-Virginia können Bürger per Smartphone-App wählen, doch auch hier gibt es Sicherheitslücken.

Die Wahl-App ist unsicher, über die Betriebssysteme der Smartphones kann per Schadsoftware die Stimmabgabe manipuliert werden. Die Datenübertragung ist angreifbar. Aber ja, Wahl-Apps sind modern. In den USA sollen sie die vielen Probleme mit den völlig veralteten Wahlcomputern lösen. Und auch hierzulande finden viele Wahl-Apps einfach schick und modern. Sicherheitsfragen interessieren dann nicht.

 Der Wähler installiert die App auf seinem Smartphone, fotografiert seinen Ausweis und lädt dieses Foto per App hoch. Dann dreht er ein kurzes Selfie von seinem Gesicht, lädt auch das hoch. Per Gesichtserkennung wird dann entschieden, ob Video und Ausweisfoto übereinstimmen. Ist das der Fall, darf er wählen.

Übertragen wird der digitale Stimmzettel auf die Server von Voates, und die Datenpäckchen werden eben per W-LAN oder Mobilfunknetz übertragen. Und hier gibt es eine Menge Angriffspunkte, aber auch eine Menge Fragen, die Voates bisher nicht beantwortet hat. Auch auf die zwölf Fragen des Deutschlandfunks zu Schadsoftware, Absicherung der Datenübertragung und verwendeter Blockchain haben wir bisher keine Antworten bekommen.

Schwachstelle Nummer eins: Auf dem Smartphone ist eine Schadsoftware, die die Stimmabgabe manipuliert. Das lässt sich recht aufwändig durch Abschottung der App und ständige Sicherheitsanalyse des Smartphones einigermaßen einschränken. Zur Abschottung der App äußert sich Voatz aber nicht. Schwachstelle Nummer zwei: Die Datenübertragung nach der Stimmabgabe. Wie die Datenpäckchen hier gesichert werden – ebenfalls Schweigen bei Voatz. Auch die Sicherungsmaßnahmen des digitalen Stimmzettels bleiben unbekannt. Schwachstelle Nummer drei: Wo Voatz die Stimmabgabe dann speichert, wie diese Daten gesichert werden, verrät uns der App-Hersteller ebenfalls nicht.

Traditionell passiert bei einer Blockchain-Transaktion ja folgendes: Der digitale Stimmzettel wird in eine Datei geschrieben. Diese Datei wird verschlüsselt an die Wahl-Blockchain geschickt und dort an die anderen Dateien mit den anderen digitalen Stimmzetteln angehängt. Man kann sich das so vorstellen, als würde der digitale Stimmzettel eingeschweißt, damit ihn niemand mehr verändern kann. Und dieses eingeschweißte Blatt Papier wird in einen Stapel, Blockchain genannt eingeheftet. Jedes Mal wenn so etwas passiert, müsste dann der gesamte Stapel mit allen eingeschweißten digitalen Stimmzetteln an alle Beteiligten geschickt. Denn nur wenn der Aufwand für eine nachträgliche Manipulation der digitalen Stimmzettel enorm hoch ist, dann ist die Manipulation erschwert, heißt konkret: Wenn es unmöglich ist, alle Blockchain-Kopien auf allen Servern der Welt zu ändern, dann ist eine Manipulation so gut wie ausgeschlossen. Das ist aber bei der Blockchain, mit der Voatz für seine Wahl-App wird, eben nicht der Fall. Die liegt auf den Servern von Voatz kann also leicht manipuliert werden. Klar, Blockchain klingt total modern. Deshalb haben die Politiker die Wahl-App mit der Blockchain auch total gelobt. Aber hier wird ein zentrales Sicherungselement der Blockchain gerade nicht angewendet.

Republikaner und Demokraten tricksen

Bei den letzten beiden Wahlen wurden mindestens sechs Millionen Stimmen für „ungültig“ erklärt. Soviel errechnete die „US Election Assistance Commission“, die den offiziellen Stand der nicht gezählten Stimmen ermittelt.

Cover von Greg Palast: Gern geschehen, Mr. President! (Haffmans & Tolkemitt)

Cover von Greg Palast: Gern geschehen, Mr. President! (Haffmans & Tolkemitt)Greg Palast macht klar, dass beide großen Parteien tricksen, die Republikaner aber mehr davon profitieren. In seinem Buch folgt er der Spur des Geldes, das hinter der Wahlmaschinerie steckt, und enttarnt die Männer und Unternehmen, die den Präsidentschaftkanditaten zur Wahl verhelfen: alte Bankenmacht bei den Demokraten und neureiche Hedgefonds-Milliardäre mit Spitznamen wie „Eismann“ und „Aasgeier“ auf Republikanischer Seite. Auch die amerikanischen Medien, schreibt Palast, seien in den Händen einer rechten Wirtschaftslobby und wagten deshalb nicht, frei zu berichten.

„Menschen, die nicht so viel Geld haben, haben auch nicht die Macht, das System zu ihrem Schutz zu beeinflussen. Deshalb ist Wahlbetrug für mich ein Klassenkampf mit anderen Mitteln.“

Für alle Amerika-Fans und -Kenner ist Greg Palasts Buch ein Muss. Kein trockenes Sachbuch, Quellennachweise finden sich nur spärlich. Mehr als 40 Seiten Comic von Ted Rall lockern das Buch weiter auf. Und: Greg Palast weiß zu erzählen, mitzureißen und zu unterhalten – letzteres mitunter allerdings auf Kosten der Verständlichkeit. Für weniger Landeskundige werden sich viele der komplexen Zusammenhänge erst im Lauf der Lektüre erschließen. Gegen den chronischen Wahlbetrug sieht der investigative Autor und ehemalige Dozent für Statistik letztendlich nur ein Mittel:

„Die amerikanische Kultur muss sich ändern. Wir müssen uns dafür entscheiden, so wie die Europäer, dass Wahlbetrug einfach nicht akzeptabel ist. Das ist keine Frage von neuen Gesetzen und Regeln. Dann wird es nur immer neue Betrügereien geben. Wir Amerikaner müssen die Vorstellung aufgeben, dass solche Tricks okay sind.“

Aktuel machte US Präsident Trump nebulös  nach dem Wahlkampfabend um 2 Uhr nachts darauf aufmerksam, dass er nicht möchte, dass irgendwelche Stimmen mitgezählt werden, die um 4 Uhr morgens" gefunden" werden ( oder  in Wackelstaaten womöglich zusätzlich angefertigt wurden?) .  Und da meinte er  wohlnicht die noch nicht ausgewerteten und schon abgegebenen Briefwahlstimmen. 

Es stellt sich also die Frage, ob in  Staaten mit ungewissem Ausgang  wie Michigan, Wisconsin oder Pennsylvania nachträglich noch Stimmen  dazu addiert werden, bis das Ergebnis passt . 

So war un Michigan auffällig, dass am Ende der Demokrat um 0,1 % vorne lag - während bis zum Wahlabend der Republikaner in Führung lag.  

https://www.deutschlandfunk.de/manipulationen-bei-us-wahlen-marode-wahlcomputer-und.684.de.html?dram:article_id=425848

Das Wahlbetrugssystem der USA

Aus dem Innenleben einer oligarchen Zweiparteiendiktatur

Entzug des Wahlrechtes, frisierte Wählerlisten, Aufpasser in Wahllokalen und undurchsichtige Auszählungen von Briefwählern sowie womöglich manipulierte Wahlautomaten sind nicht die einzigen Wahlmanipulationsmöglichkeit der Machthaber in den USA und in  den Bundesstaaten.

Es hing an 78.000 Stimmen. Donald Trump wurde bei der Wahl 2016 Präsident, weil er in drei entscheidenden Bundesstaaten diesen hauchdünnen Vorsprung gegenüber Hillary Clinton erreichte. Wenn das Ergebnis vom Wahlausgang in wenigen umkämpften Staaten abhängt, kann es für den Sieg reichen, wenn die Gegenseite gezielt von der Stimmabgabe abgehalten wird. Vieles spricht dafür, dass die Republikaner und Präsident Trump gerade genau das versuchen.

Diese Voter-Suppression-Strategie ist nicht neu. Die Wahlrechtsreform von 1965 sollte Minderheiten vor diskriminierenden Wahleinschränkungen schützen. Vor sieben Jahren entkernte der Supreme Court jedoch das Gesetz und überließ es den Bundesstaaten, ungeprüft ihre eigenen Regelungen zu erlassen. Viele republikanisch regierte Staaten begrenzten für viele Bürgerinnen und Bürger seitdem die Möglichkeit zu wählen. Das Argument für diese Maßnahmen, das auch Donald Trump immer wieder anführt: So soll einem angeblichen Wahlbetrug vorgebeugt werden - den immer nur die andere Seite begeht.

Briefwahl beschneiden

Die Republikaner verwenden viel Energie darauf, das Wählen per Briefwahl zu erschweren – mitten in einer Pandemie, in der Umfragen zufolge vor allem demokratische Wählerinnen und Wähler auf diesem Wege ihre Stimme abgeben wollen. Die Bundespost wird von einem Trump-Spender geleitet, der zahlreiche Einschnitte vollzogen hat, die die Auszählung der Stimmen verlangsamen: Briefkästen wurden entfernt, Sortiermaschinen demontiert, Überstunden der Belegschaft nicht mehr genehmigt. Viele Bundesstaaten haben knappe Fristen für die Einsendung der Stimmzettel: In Michigan und Georgia werden Stimmzettel zum Beispiel nicht mehr gezählt, wenn sie nach dem Wahltag eingehen. Für Wisconsin hat der Supreme Court gerade eine verlängerte Einsendefrist abgelehnt.

Zur gültigen Auszählung gelten teilweise strenge formelle Regeln, so muss etwa die Unterschrift deckungsgleich mit alten Unterschriften der Person sein oder der richtige Umschlag bei der Rücksendung verwendet werden. Offizielle Einwurfstellen für Wahlzettel wurden in einigen Bundesstaaten stark reduziert. In Texas darf es zum Beispiel nur eine Einwurfstelle pro Bezirk geben. Das wird nicht nur in weitläufigen ländlichen Gegenden absurd, sondern auch in Metropolbezirken wie Harris County: Elf Einwurfstellen mussten dort schließen, 4,7 Millionen Menschen können nur eine einzige nutzen. In einigen Bundesstaaten wie Texas ist es nur Senioren und Menschen mit Behinderung erlaubt, per Briefwahl zu wählen – Schutz vor der Pandemie reicht nicht als Grund.

  Schließen von Wahllokalen

In den vergangenen Jahren haben republikanisch geführte Bundesstaaten Hunderte Wahllokale geschlossen. Für Menschen, die am Wahltag arbeiten und weite Wege zurücklegen müssen, kann das lange Warten vor den verbliebenen Wahllokalen abschreckend sein. So haben laut einem Medienbericht bei einer Vorwahl in Georgia dieses Jahr Bürgerinnen und Bürger, die in weißen Bezirken leben, durchschnittlich sechs Minuten auf ihre Stimmabgabe warten müssen. Menschen aus nicht-weißen Nachbarschaften mussten durchschnittlich 51 Minuten warten, manche den ganzen Tag lang. In Milwaukee standen Wählerinnen und Wähler zu einer Vorwahl bei Hagel in Schlangen vor den fünf geöffneten Wahllokalen. Es gibt 180 in der Stadt. Das drückt mehreren Studien zufolge die Wahlbeteiligung bestimmter Bevölkerungsgruppen.

Strenge Gesetze, wie sich Wähler identifizieren müssen

In den USA bekommt nicht einfach jede oder jeder Volljährige die Wahlunterlagen zugeschickt, jeder Wähler muss sich registrieren. Und genau das erschweren viele republikanisch geführte Bundesstaaten, zum Beispiel mit strengen Regeln für die Vorlage eines Ausweises. Insbesondere jüngere oder ärmere Menschen, oft mit Migrationshintergrund, haben nicht die nötigen Dokumente, wodurch viele Millionen Amerikanerinnen und Amerikaner von der Wahl ausgeschlossen werden.  Migrantische Namen bewirken auch oftmals, dass man keine Registrierung bei Wahlen  in den USA bekommt.  Denn eine Ausweispflicht gibt es nicht, und den zu beantragen, ist für manche zu teuer. Eine Studie  kam zu dem Schluss, dass Trump 2016 Wisconsin mit dem gleichen Vorsprung an Stimmen gegenüber Clinton gewann wie Wähler durch die strengen Ausweisgesetze vom Wählen abgehalten wurden.

Ausschluss bestimmter Wählergruppen

Unliebsame Wählergruppen kann man auch gezielt von der Wahl ausschließen. In Texas mussten beispielsweise Wahllokale auf den College-Campussen schließen, während im Staat ein Stimmzettel mit einer Waffenerlaubnis, aber nicht mit Studentenausweis eingereicht werden kann. In Florida sollen ehemalige Häftlinge keine Wahlerlaubnis bekommen, wenn sie noch Schulden aus ihrem Verfahren haben. Der ehemalige New Yorker Bürgermeister Michael Bloomberg will ihnen zu Hilfe kommen und stellt 30.000 Ex-Häftlingen 16 Millionen Dollar bereit, damit sie ihre Schulden abbezahlen und wählen können. Insgesamt sind knapp 800.000 Erwachsene in Florida deswegen nicht wahlberechtigt.

 Säuberung der Wahllisten

Manche Bundesstaaten nutzen die Aktualisierung ihrer Wählerlisten und entfernen nicht nur Verstorbene und Weggezogene, sondern einfach auch Menschen, die bei den vorigen Wahlen nicht gewählt haben oder die sich auf Anfragen nicht zurückmelden. Hunderttausende Namen wurden so von den Listen gestrichen, insbesondere in schwer umkämpften Bundesstaaten wie Ohio, Georgia und Wisconsin – in einem äußerst fehleranfälligen Verfahren. Viele Wählerinnen und Wähler erfahren erst davon, wenn sie im Wahllokal ankommen. Zu spät.

Einschüchterung

Bis vor Kurzem war es per Gerichtsbeschluss nicht erlaubt, dass Anhänger einer Partei in Wahllokalen aufmarschieren, um dort während der Abstimmung Oberaufseher in Wahllokalen zu spielen. Nun dürfen sie wieder, und die Republikaner wittern eine Chance: 50.000 Freiwillige wollen sie zu den Wahlorten entsenden. Viele dieser Anhänger haben vermutlich den Präsidenten im Ohr, der zigfach vor Wahlbetrug der Demokraten warnte. Zudem will Trump illegalerweise Ordnungskräfte an die Urnen schicken.

Sein Sohn Donald junior rief seine mitunter schwer bewaffneten Anhänger auf, eine "Armee für Trump" bei den Wahlen zu bilden. Beim vorzeitigen Wählen haben in Fairfax im Bundesstaat Virginia Trump-Anhänger bereits den Zugang zu einem Wahllokal blockiert. Es könnte zu chaotischen Szenen am 3. November kommen. So kann es zum Einsatz bewaffneter  rechtsgerichteter Trump-"Partisanen" in den Wahllokalen für den Präsidenten kommen, die darauf achten, dass die Bürger "richtig wählen". 

Desinformation und andere Eingriffe

Wählerinnen und Wähler abschrecken kann man auch anders – durch Lügen und Desinformation. Und darin ist der Präsident bekanntlich ein Virtuose. So hat er vielfach fälschlicherweise behauptet, es gäbe massenhaften Wahlbetrug gegen ihn. Zu Wahlbetrug rief er seine Anhänger auch gleich auf, nur zu seinen Gunsten: Sie sollten doppelt abstimmen für ihn. Sein Justizminister William Barr, der das Amt wie kaum ein Vorgänger politisiert hat, hat seine Staatsanwälte damit beauftragt, sich mit öffentlichkeitswirksamen Betrugsermittlungen am Wahltag entgegen bisheriger Regeln nicht zurückzuhalten.

Zehntausende Wähler in Minderheiten-Bezirken erhielten von Trump-Anhängern in automatisierten Anrufen Fehlinformationen über die Briefwahl. Gegen erneute Wahleingriffe wie 2016 von Russland, vor denen das FBI aktuell warnte, haben die Republikaner dagegen kaum Vorkehrungen treffen wollen. Bisherige Warnungen der Geheimdienste versuchten sie zunächst unter Verschluss zu halten und den Nutzen für Trump herunterzuspielen. Nötige Investitionen in die anfällige Wahl-Infrastruktur wurden blockiert. Auch diese Methoden könnten sich als erfolgreich herausstellen, Stimmen für die Demokraten zu unterdrücken und damit dem Präsidenten die Wiederwahl zu sichern.

In Staaten wie Florida gab  es  bei früheren Wahlen zudem den Verdacht der Manipulation der Wahlautomaten, die im Auftrag der Republikaner "programmiert" wurden. 

Abgerundet wird das System der Zweiparteiendiktatur in der Oligarchie durch die Tatsache, dass man nur miteinem Milliarden-Etat überhaupt Präsident werden kann, Das entlarvt das politische System der USA als Oligarchie der Geldeliten und der Wallstreet.

Immer mehr Geld strömt in den US-Wahlkampf. Die Summen sind schwindelerregend – und bei einem Teil weiß niemand, wo es herkommt. Das hat Folgen.

Um zu erahnen, welche außergewöhnliche Rolle Geld in amerikanischen Wahlkämpfen spielt, lohnt ein Blick auf Donald Trump. Der US-Präsident agiert im Allgemeinen eher kurzfristig und impulsiv statt langfristig und strategisch. Doch in einer Hinsicht ließ Trump keine Zeit verstreichen.

Mit dem Einsammeln von Spenden für seine Wiederwahl begann er wenige Stunden, nachdem er den Amtseid abgelegt hatte. Seit Januar 2017 bittet sein Team die Unterstützer Woche für Woche um Geld oder veranstaltet Spendengalas, auf denen ein Foto mit Trump schon einmal 580.000 Dollar kostet.

Geld ist allgegenwärtig, unverzichtbar und strömt auch aus undurchsichtigen Quellen in den US-Wahlkampf. Vor allem wird es immer mehr. Bei der Wahl 2016 wurden 6,5 Milliarden US-Dollar ausgegeben (rund 5,5 Milliarden Euro). Ein Großteil von 4,1 Milliarden entfiel auf die Wahlen zum Kongress, während 2,4 Milliarden in das Rennen ums Weiße Haus flossen.

Geld ist Ticket für  freie Meinungsäußerung

2020 wird dieser Rekord fallen. Allein für das Rennen um die Präsidentschaft wurden bis Ende August bereits 6,2 Milliarden Dollar ausgegeben. Zum Vergleich: In Deutschland gaben die Parteien im Bundestagswahlkampf 2017 rund 100 Millionen Euro aus.

Geld hat in US-Wahlkämpfen immer eine wichtige Rolle gespielt, schließlich sind die USA ein großes Land. Es muss etwa in vielen regionalen Märkten Wahlwerbung geschaltet werden, es braucht einen Mitarbeiterstamm und der Kandidat reist mit eigenem Wahlkampfflieger. Da es keine staatliche Parteienfinanzierung gibt, verwenden die Kandidaten und Parteien viel Zeit aufs Spendensammeln und eine große Menge des gespendeten Geldes wiederum darauf, neue Spender aufzutun.

Seit zehn Jahren fließt schlagartig noch viel mehr Geld ins System. Das hat mit einem Grundsatzurteil des US-Verfassungsgerichts zu tun. 2010 verfügte die konservative Mehrheit am Supreme Court, dass Firmen dieselben Rechte hätten wie Bürger und dass jede Obergrenze für Wahlkampfspenden gegen den ersten Verfassungszusatz verstieße. Übersetzt heißt das: Geld ist freie Meinungsäußerung.

Das Problem des dunklen Geldes 

Das hatte heftige Folgen. Zwar sind Direktspenden von Bürgern an Kandidaten nach wie vor begrenzt – auf 2.800 Dollar pro Jahr. Doch es sprossen neue Lobbyorganisationen aus dem Boden, die keine Grenze kennen: die Super Political Action Committees, kurz Super PACs. Privatpersonen, Unternehmen, Gewerkschaften oder andere SuperPACs können ihnen so viel Geld spenden, wie sie wollen.

Die einzige Einschränkung: Ein Super PAC darf das Geld nicht direkt an den Kandidaten weiterleiten. Es kann aber unendlich Werbung für ihn schalten. Auch politische gemeinnützige Vereine können unbegrenzt Spendengelder annehmen – sie werden nicht einmal gezwungen, die Urheber zu veröffentlichen. So flossen zuletzt auch Hunderte Millionen Dollar an "dark money" in den Wahlkampf: dunkles Geld aus unbekannten Quellen. So kann Einflussnahme auf Kandidaten verschleiert werden.

Die Kritik an den Zuständen nimmt zu. Im Vorwahlkampf der Demokraten sperrte sich etwa der linke Kandidat Bernie Sanders gegen die Unterstützung von Super PACs. Er setzte stattdessen auf ein Netzwerk an Einzelspendern – mit beachtlichem Erfolg. Mit Abstand am meisten Geld in diesem Vorwahlkampf gab Multimilliardär Mike Bloomberg aus: Er zahlte aus eigener Tasche mehr als eine Milliarde Dollar. Je wichtiger Geld wurde, desto mehr witterten Multimilliardäre wie Bloomberg und Trump ihre Chancen.

Bei der Wahl 2016 hatte Hillary Clinton doppelt so viele Spenden eingesammelt wie Trump. Die Demokraten konnten zwar mehr Werbung im Fernsehen schalten, doch Trump dominierte die Berichterstattung, erreichte mit günstiger Werbung im Internet Wähler und seine Botschaft verfing besser. Bis zum Sommer 2020 wiederum hatte Trump sehr viel mehr Geld zur Verfügung als Joe Biden, ohne dass sich dies in den Umfragen niedergeschlagen hätte. Am Ende gewinnt nicht, wer am meisten Geld hat, sondern wer sich als Kandidat besser inszeniert.

Über die starke Polarisierung im Land lässt sich weiterhin hervorragend Geld eintreiben, vor allem über die Sorge, die verhasste Gegenseite könnte vorn liegen. Manche Beobachter hatten erwartet, dass im Zuge der Pandemie und Wirtschaftskrise die Spendenbereitschaft nachlassen würde, doch das ist nicht der Fall. Allein im August sammelte Biden 364 Millionen Dollar ein – auch das ein neuer Rekord in der Geschichte der US-Wahlen.

Der Präsident behauptet seit Monaten, dass Briefwahl Wahlbetrug Vorschub leiste. Seine Kritikerinnen und Kritiker befürchten, er könnte sich auf Basis vorläufiger Ergebnisse noch in der Wahlnacht zum Sieger erklären. Trump hat bislang offengelassen, ob er das Wahlergebnis anerkennen wird.

Aber er wiederholte am Montag seine Überzeugung, dass er die Wahl am Dienstag kommender Woche nur verlieren könne, wenn die Demokraten sie manipulierten. "Das ist meiner Meinung nach der einzige Weg, wie wir verlieren können: massiver Wahlbetrug", sagte der Präsident in Pennsylvania. 

Pippi-Langstrumpf-Wahlverfahren: 

Bild

 Erläuterung: In Pennsylvania gibt es nur 6,46 Mio registrierte Wähler also Wahlberechtigte. Es wurden aber soweit über 7 Mio. Stimmen ausgezählt bzw. berücksichtigt!! Wo kommen die nachträglichen über 500 000 zusätzlichen Wählerstimmen her? Wurden sie nachträglich gedruckt und hinzugefügt, damit das Ergebnis passt oder passend gemacht wird ?! P S Die im Netz kursierende Statistik ist zeitlich nicht datiert. Sie könnte auch aus 2016, 2012 oder 2008 stammen. Das machte es allerdings nicht besser. Es deutete vielmehr auf mögliche jahrzehntelange Systematik der manipulativen Vorgehensweise hin. 
 
Aber auch anderswo gibt es mehr Wählerstimmen als registrierte  Wähler.

The claim: Wisconsin shows more counted votes than registered voters. 

Ballot counting remains underway in several key battleground states. While former Vice President Joe Biden appears to have won Wisconsin, some on social media are calling foul when looking at vote tallies.

"WISCONSIN REPORTING 101+% VOTER TURNOUT," reads a heading within a meme containing a chart tabulating the number of registered voters in select states and what percentage they comprise of the state's population. The meme then claims the number of Wisconsin votes counted is 3,170,206 and registered voters only at 3,129,000, indicating a discrepancy of a little over 41,000 between the two.

"The Democrats have officially committed #Election 20202 fraud. This crime is a felony and falls under 18 US Code Chapter 115: Sedition & Treason," the text declares. https://www.realclearpolitics.com/ 

Demnach gibt es 2020 in Wisconsin bei knappem Wahlausgang bei den Präsidentschaftswahlen  41 000 mehr Wählerstimmen als registrierte Wähler.

Mainstreammedien wie "USA today" bestreiten das Zahlenwerk natürlich und sie sprechen von zuletzt 3,6 Mio. Registrierten und von über 3,2 Mio. abgegebenen Stimmen. https://eu.usatoday.com/story/news/factcheck/2020/11/04/fact-check-wisconsin-has-more-registered-voters-than-ballots-cast/6161713002/?fbclid=IwAR35o66ZmGQ-_vrv0Yqc0BTWdpvlC_pXtGyYH8nuFFMB1tU-A1xOdCCOtNs

Währenddessen legt der Trump Clan nach und Donald Trump Jr. fordert den totalen Krieg. Zudem verortet er bei den registrierten Wählern viele tote Wähler, die bereits verstorben seien oder die früher mal in diesem Bundesstaat  gewohnt haben. Da stellt sich die Frage, wer sie registriert und den Wahlzettel ausgefüllt hat? Ein Wähler wurde angeblich zurückgewiesen, weil unter ihrem Namen schon eine Stimmenabgabe erfolgt sei.     

Twitter hat wieder Mal dem Teilen von Donald-Trump-Tweets technisch den Riegel vorgeschoben und viele seiner kürzlich geposteten Inhalte zensiert. Interessant ist nachfolgender (gesperrter) Tweet: wenn man beide Auswertungen miteinander vergleicht, erkennt man sehr gut, dass die in der Zwischenzeit ca. nächsten 128.000 ausgezählten Stimmen im Swing-State Michigan zu 100% an Joe Biden gegangen sind. Nicht eine einzige Stimme an Donald Trump. Das bekräftigt natürlich diejenigen in ihrer Theorie des Wahlbetrugs zugunsten von Joe Biden in dem Sinne, dass nachträglich manipuliert würde. Natürlich kann es dafür auch andere "technische" Erklärungen geben. Wir werden sehen, wie die Dinge weiter laufen, vor allem auch gerichtlich.

 
Bild könnte enthalten: 1 Person, Text „Donald Trump hat retweetet Matt Mackowiak @MattMackowiak 1Std. Std. An update gives Biden 100% of new votes 128k+ MN 。ㅇㅇ ME Michigan MN 51.64% ME 1.15% Michigan electorat votes) IA DonaldJ MO 59.02% 49.196 1,12% 10,559 0.24% Blankenship MO 5.718 Estimated79.8% 93.8%in 25.644 45.926“
 Später war von einem angeblichen "typographischen" Fehler der Grafik die Rede. 
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    Greg Palast: Gern geschehen, Mr. President!

Wie man die US-Wahl manipuliert in 10 einfachen Schritten
Haffmans & Tolkemitt, Berlin 2016
288 Seiten, 14,95 Euro

Sind Islamisten oftmals Agenten westlicher Geheimdienste? 

Die Machenschaften des spanischen Geheimdienstes INI?

Oftmals stellten sich angebliche Al Kaida Führer wie der Chef der Sauerlandzelle in Deutschland als damals grösste Terror-Zelle als eine von einem "Chef" geführt wurde, der im Auftrag westlicher Geheimdienste tätig war. Er war CIA Agent. https://www.stern.de/panorama/stern-crime/sauerland-zelle-mutmasslicher-cia-mann-war--der-chef--3434518.html

Schon Al Kaida Gründer Osama Bin Laden selber hatte lange Zeit für den Westen in Afghanistan gegen die Russen gearbeitet  und war auch noch zur Zeit der Anschläge vom 11. September 2001 nach Aussage der FBI Übersetzerin Sibel Edmonds für die USA in China aktiv. https://war-is-illegal.livejournal.com/7359.html 

Auch der Berlin -Attentäter vom Breitscheidplatz Anis Amri hatte Geheimdienstkontakte, deren Offenlegungen immer wieder verhindert oder zumindest behindert werden. https://www.zeit.de/politik/deutschland/2019-10/anis-amri-video-anschlag-breitscheidplatz-berlin-bnd

Da stellt sich zumindest  die Frage, ob bei dem aktuellen Anschlag in Wien auch westliche Regierungen oder deren Geheimdienste involviert sind! 

Bild könnte enthalten: Text „Ich verfluche die „islamistischen" Terrormorde von Paris, Nizza und Wien. Genauso wie die "christlichen" Terrorkriege des Westens in Afghanistan, Irak, Libyen, Jemen usพ. Sie haben 1000 mal mehr unschuldig Menschen ermordet als der IS und AI Qaida im Westen. Unsere Kriege sind die Hauptursache dieses Terrorismus. JT“

 Aber auch spanische Geheimdienste wurden durch Recherchen von  "Politico" dabei überführt eine spanische al Kaida Zelle geführt zu haben. 

Spanischer Geheimdienst kontrollierte Terrorzelle bis zu Anschlag in Barcelona

Der spanische Regierungschef Pedro Sánchez und der CNI-Direktor im Hauptquartier des Geheimdienstes. Bild: Moncloa

Die Zeitung Público legt schon Mitte 2019  erschreckende Dokumente vor, die zeigen, dass der CNI permanent mit dem Chef der islamistischen Terrorzelle in Kontakt stand und die Terroristen umfangreich "überwacht"  oder "betreut" hat. 

Die Fortsetzungsgeschichte über die Verstrickungen des spanischen Geheimdienstes CNI, der allen Hinweisen nach auch in Deutschland sehr aktiv war, erreichte  später in der Zeitung Público einen zweiten Höhepunkt.

Sie veröffentlicht brisante Daten und Dokumente zu Anschlägen islamistischer Terroristen vor knapp zwei Jahren im katalanischen Barcelona und Cambrils.

Längst war bekannt, worüber  beispielsweise Telepolis berichtete, dass der Chef der Terrorzelle ein Geheimdienstspitzel war.

Längst war auch bekannt, dass auch andere spanische Sicherheitskräfte in Kontakt mit dem Imam Abdelbaki Es Satty standen.

Später legte der Journalist Carlos Enrique Bayo - hier ein sehr interessantes Interview mit ihm - das Ergebnis seiner einjährigen Recherchen vor.

Er zeigt auf, wie der CNI über einen toten Briefkasten im Internet mit dem Terrorchef kommunizierte.

Beide hatten Zugriff auf das Email-Konto Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Kommuniziert wurde so, wie auch schon Bin Laden mit seinen Anhängern kommunizierte. Es wurden nur Online-Nachrichten im Postfach geschrieben, die aber nicht als Email verschickt, sondern dort nur als Entwürfe abgelegt wurden.

 
Das Email-Konto

So konnte CNI und Es Satty kommunizieren, ohne dass ein Emailverkehr entstand. "ICH SEHE, DASS DU ZUGANG HAST, DU MUSST JETZT NUR EINE NACHRICHT WIE DIESEN ENTWURF SCHREIBEN UND ICH LESE ES. JETZT KANNST DU ANFANGEN, MIR SACHEN MITZUTEILEN. DANKE MEIN FREUND", ist in einem Screenshot aus diesem Konto vom 24. Mai zu lesen.

Knapp einen Monat später, als die Vorbereitung auf ein Massaker mit zwei Transporter-Bomben auf Hochtouren liefen, fragt der Kontaktmann den Imam: "HAST DU MIR NICHTS ZU SAGEN ODER KANNST DU NICHT."

 
Zwei Entwürfe

Die Transporter sollten mit mehr als 100 mit Sprengstoff befüllten Gasflaschen im Zentrum Barcelonas und bei einem Spiel des FC Barcelona explodieren, um ein noch größeres Massaker als 2004 in Madrid mit 191 Toten anzurichten. 500 Liter Aceton hatte die Truppe zur Herstellung von Acetonperoxid bestellt. Das dient bekanntlich für den beim IS beliebten Sprengstoff, der wegen seiner Gefährlichkeit vom IS "Mutter des Teufels" genannt wird.

Der CNI war auch bei Fahrten der Truppe dabei. So schreibt er, dass das Ziel einer Reise war, "in Freiburg einen gebrauchten Subaru Impreza" kaufen. Da das schief ging, wurde ein Flug aus Zürich nach Barcelona für den 22.12.2016 reserviert. Die Telefone der Zellenmitglieder wurden noch mindestens vier Tage vor den Anschlägen abgehört. Die Schlapphüte wussten auch von den Fahrten aus Ripoll mit dem Audi A3 in die Bombenwerkstatt in Alcanar.

 
Protokoll über die Paris-Fahrt

Dort flog Es Satty mit anderen Zellenmitgliedern am 16. August 2017 gegen 23 Uhr beim Bombenbau in die Luft.

Das brachte den Rest der Zelle dazu, vor der Aufdeckung durch die katalanische Polizei zur Form von Autoattentaten in Barcelona mit einem Kleintransporter und in Cambrils mit dem Audi zu greifen.

Insgesamt 16 Menschen wurden dabei ermordet. Mit dem A3 waren zwei Terroristen kurz zuvor noch in Paris. Der CNI war wieder live dabei. Akribisch listet er auf, wo sie übernachten wollten, wo sie "21 Minuten" parkten und in einem Geschäft eine Kamera kauften und welche falschen Namen sie benutzten.

Untersuchungsausschuss wird blockiert

Die Zeitung klärt auf, dass am Tag nach dem Anschlag in Barcelona am 18. August der Eintrag zu Es Satty in den Computern des Geheimdienstes gelöscht wurde, will aber aus Schutz ihrer Quellen dazu keine näheren Angaben machen. Das Löschen der Einträge über Es Satty aus der CNI-Datenbank, so unterstreicht die Zeitung, "ist nur in der Geheimdienstzentrale in Madrid möglich". Der Zeitpunkt ist auch schon deshalb wichtig, weil bis zum 21. August nicht über DNA-Test geklärt war, wer in der Bombenwerkstatt in Alcanar ums Leben kam.

Die katalanische Regionalpolizei verkündete, was in Madrid offenbar längst bekannt war. Die Mossos d'Esquadara klärten die Hintergründe sehr schnell auf, wie auch international anerkannt wurde. Das geschah, obwohl die Mossos von allen erdrückenden Hinweisen auf den Imam und die Zelle von spanischen Sicherheitskräften abgeschnitten worden waren. Dass Es Satty wegen Drogenhandel vorbestraft war, dass er auch Verbindungen zu radikalen Islamisten in Belgien hatte, wurde vorenthalten. Aber spanische Sicherheitskräfte, die alles wussten, sogar die Zelle unter Kontrolle hatten, versuchten, den Mossos die Schuld zuzuschieben.

Angesichts aller Erkenntnisse aus zwei Jahren drängt sich der Eindruck auf, dass man sogar verhindern wollte, dass die Mossos gegen die Zelle und deren Geheimdienstspitzel-Chef ermitteln. Zudem muss es viel zu verbergen geben, denn die regierenden Sozialdemokraten (PSOE), die rechte Volkspartei (PP) - unter deren Regierung sich die Vorgänge abspielten - und der rechts-ultraliberalen Ciudadanos (Cs) haben gemeinsam die Bildung eines Untersuchungsausschusses verhindert.

Weitere Fakten werden aber zum Vorschein kommen. Público kündigte an aufzuzeigen, wie der Imam angeworben wurde und welche Vorgänge er verraten hat. Längst war klar, dass der Mann, der nach einem Urteil nach Marokko hätte abgeschoben werden sollen, im Gefängnis Kontakt zu Sicherheitskräften hatte und danach eine Vorzugsbehandlung bekam. Die Vorgänge waren sehr ähnlich wie im Fall des Massakers 2004 in Madrid. Es Satty hatte auch Kontakt zu dessen Autoren. Auch deshalb zog Telepolis schnell Parallelen zu dem Anschlag 2004, in den auch Spitzel und die Sicherheitskräfte verwickelt waren. Spitzel lieferten damals sogar den Sprengstoff an diese Zelle, die unter Kontrolle stand.

Über die Aussagekraft von PCR-Tests

Die PCR-Tests und die Feststellung einer Infektion
 
Im Jahre 1993 erhielten der US-amerikanische Biochemiker Kary Banks Mullis (1944−2019) und der kanadische Chemiker Michael Smith (1932−2000) den Nobelpreis für Chemie für die Entwicklung der Polymerase-Kettenreaktion (PCR), welche den Wissenschaftlern 10 Jahre zuvor gelang. Dieses brandneue Verfahren entwickelte sich rasend schnell zu einem zentralen Baustein innerhalb der modernen Molekularbiologie.
Die PCR wurde als Methode konzipiert, um DNA (Desoxyribonukleinsäure) in einer künstlichen und kontrollierten Umgebung außerhalb eines lebenden Organismus (in vitro) zu vervielfältigen. Dazu verwendeten die beiden Forscher Enzyme (sogenannte DNA-Polymerasen), um eine chemische Verbindung (Synthese) von einzelnen Molekülen der DNA herbeizuführen. Die fluoreszierenden Moleküle konnten durch eine Lichtrückstrahlung gemessen werden. Der Vermehrungsprozess wurde zyklisch wiederholt. Zur Vervielfältigung ist das PCR-Verfahren damit bestens geeignet.
Heute uminterpretiert man das PCR-Verfahren zu einer Nachweismethode, um einen vermeintlichen Erreger in vivo (in lebenden Zellen) aufzuspüren. Dazu nehmen Forscher Abstriche aus dem Mund-, Nasen- oder Rachenraum von Patienten. Ein solcher Abstrich könnte das Erbgut des angenommenen Virus enthalten. Dieses Erbgut versucht man nun durch den empfindlichen PCR-Test nachzuweisen. Der eigentliche Test basiert auf der Detektion von zwei Nukleotid-Sequenzen, welche man als ‹E Gen› und ‹RdRp Gen›bezeichnet. Nukleotide sind Bausteine, aus denen das Biomolekül Nukleinsäure, ein sogenanntes Makromolekül, gebildet wird. Diese Moleküle gelten bei allen Organismen als Träger der genetischen (Erb-)Information. Beim PCR-Test handelt es sich demnach um einen Nukleinsäure-Nachweis. Die bekanntesten Vertreter dieser Nukleinsäuren sind die DNS/DNA sowie die Ribonukleinsäure (RNS bzw. RNA).[1] − Das SARS-CoV-2-Virus ist ein sogenanntes RNA-Virus, da es keine DNA besitzt. Der PCR-Test, der die RNA des Virus nachweisen soll, muss demzufolge über einen vorgeschalteten Schritt (‹reverse transcription, kurz: RT) die RNA in eine DNA überführen. Der SARS-CoV-2-Test ist also genaugenommen ein RT-PCR-Test. –
Man macht sich beim PCR-Test die genannte Eigenschaft zu Nutze, dass sich Erbinformation mit speziellen Enzymen vervielfältigen lässt. Das ist in im Prinzip dasselbe, was die Zelle tut, wenn sie sich teilt oder aber sogenannte mRNA vervielfältigt, um körpereigene Proteine herzustellen.
Um die fluoreszierenden Moleküle, die durch das Verfahren an der DNA haften, zu messen, werden diese mit einem Licht einer ganz bestimmten Wellenlänge angestrahlt, woraufhin Licht einer anderen Wellenlänge zurückstrahlt. Diese Lichtmenge (das Surrogat) misst man. Sie zeigt an, wie viel DNA vorhanden ist. Wichtig: Hat man bei einer bestimmten Anzahl von Vermehrungszyklen noch nicht genug Fluoreszenz erhalten, gilt der Proband bei einem PCR-Test als negativ. Wurde die Fluoreszenz unter der geforderten – jedoch von Forschern willkürlich festgelegten – Höchstzahl an Zyklen (dem sogenannten Cut-Off) erreicht, wird der Test positiv gewertet.
Der PCR-Test multipliziert also einen kleinen Genabschnitt − eine bestimmte Sequenz − von definierten Molekülen aus einer ausgewählten Region des Virusstranges, ohne damit aber sagen zu können, ob das mutmaßliche Full-Length-Virus tatsächlich vorhanden ist. Das bedeutet, dass selbst dann, wenn das Virus als solches nicht in den Zellen zugegen ist, sondern nur Fragmente desselben, die PCR-Tests trotzdem positiv ausschlagen können. − Entscheidend hierbei: ein positiver Test bedeutet faktisch nicht, dass man eine Infektion oder den Befall eines intakten Virus nachgewiesen hätte. Man hat mit einem solchen Test nichts gemessen, was den Menschen und dessen immunologische Situation betrifft, sondern schlicht ein passives Puzzleteil (die Nukleinsäure) eines mutmaßlichen Virus. Das ist vergleichbar damit, wenn ein Forensiker Genspuren an Knochen findet. Kurzum: Ein solcher Test sagt nichts über mögliche, durch einen vermeintlich aktiven Virus innerlich geschädigte Wirtszellen und eine etwaige Erkrankung aus. Dies ist deshalb der Fall, weil ein PCR-Test keine Infektion (lateinisch ‚īnficere‘ = hineintun) nachweisen und nichts darüber aussagen kann, ob die Spuren des Virus im Organismus darauf hindeuten, dass ein Virus in die Zellen eingedrungen ist und dort repliziert werden könnte. Eine Aussage, ob sich die Viruspartikel im Leib vermehren können oder nicht, wird durch ein positives Ergebnis eines PCR-Tests nicht getroffen. Der Test zeigt – allerdings nur bei ausreichender Spezifität, vorhergehender Isolierung und Vervielfältigung des Virus – lediglich an, dass Nukleinsäure des Virus im Körper vorhanden sein kann. Ob der Patient erkranken oder ansteckend werden könnte, ist durch einen PCR-Test nicht nachweis- oder erkennbar.
Die vielversprechende neue Methode hat also – je nachdem, wie und wofür man sie verwenden möchte – einige Haken. So wiesen im Jahr 2001 ein Wissenschaftsjournalist des ‹Science Magazine›, Martin Enserink sowie 13 weitere Forscher, unter ihnen hochrangige Namen der damaligen US-Virologie-Elite, darauf hin, dass es zwar grandios sei, dass nun ein Virus dadurch ‹nachweisbar› würde, das einfach nach Partikeln seiner DNA in menschlichen oder tierischen Proben gesucht werde, dass dies jedoch dazu führte, dass man eine ganze Reihe neuer Viren postuliert und beschrieben habe, ohne sie jemals zu isolieren. Die Wissenschaftler mahnten nachdrücklich an, dass eine Kette von DNA-Buchstaben in einer Datenbank wenig bis gar nichts darüber aussagen könne, wie sich ein Virus vermehrt, welches Tier dieses Virus trägt oder wie es Leute krank macht. Die Forscher verwiesen darauf, dass dies in etwa der unsinnigen Idee gleich käme, durch einen Blick auf die Fingerabdrücke einer beliebigen Person feststellen zu wollen, ob diese Mundgeruch hat.[2]
Schon frühzeitig wiesen demnach Forscher auf den essentiellen Faktor hin, dass anhand der PCR-Methode zwar charakteristische Abschnitte im vermeintlichen Erbgut des postulierten Virus nachgewiesen werden können, dass man damit aber nicht mehr als eine zirkuläre Definition unternommen hätte, da man keine Antwort auf die wesentliche Frage geben könne, ob das anhand seiner spezifischen Erbgut-Abschnitte proklamierte Virus eigentlich Ursache oder Folge einer auftretenden Krankheit ist. Der exponentiellen Vervielfältigung einer angeblich viralen Erbsubstanz, die das erklärte Ziel der PCR-Tests ist, bedarf es im Grunde genommen ausschließlich dann, wenn nur minimale Spuren vorhanden sind, die sich ohne eine Vermehrung gar nicht analysieren ließen. Man bedenke: Dieses Testverfahren war allein dafür gedacht, bestimmte Partikel, die in kleinstmöglichen Spuren vorhanden sind, so zu vermehren, dass diese in einer ausreichenden Menge zur labormäßigen Verarbeitung zur Verfügung stehen.
Auch der Erfinder des PCR-Verfahrens, Kary Mullis, gab brieflich zu Protokoll, dass der PCR-Test nicht zum Nachweis der Existenz eines Virus verwendet werden kann. Dies könne nur dann stattfinden, wenn die Existenz eines Virus bereits mit anderen Mitteln nachgewiesen worden sei. Wie es die modifizierten Kochschen Postulate fordern, muss ein Viruspartikel isoliert und sodann in Reinkultur gezüchtet werden. Nachdem seine RNA sequenziert wurde, wäre seine Pathogenität zu testen. Sodann wären Negativkontrollen und eine Re-Isolierung durchzuführen. Wären diese Schritte vollbracht, könnte die PCR-Reaktion zu einem Werkzeug werden, um das Vorhandensein der gleichen Nukleinsäure-Sequenz zu erkennen.[3]
Es ist somit evident, dass das PCR-Verfahren nicht dazu taugt, nachzuweisen, ob ein Mensch mit einem Virus infiziert oder erkrankt ist. Bereits im Jahr 2007 wies die US-amerikanische Mathematikerin, Molekularbiologin und Wissenschaftsjournalistin Gina Kolata (*1948) in einem denkwürdigen Aufsatz in der ‹New York Times› darauf hin, dass der Glaube an einen Schnelltest zu einer Epidemie führen kann, die es in Wirklichkeit gar nicht gibt.[4] Wie Kary Mullis selbst bekannte, muss ein Virus zuerst nachgewiesen, d.h. isoliert worden sein, damit das PCR-Verfahren zum Nachweis von Sequenzen nützlich werde. Doch selbst wenn der Test validiert wäre, erscheint der Nutzen des Tests mehr als fraglich. Das lässt sich sogar anhand einer Studie[5], die am 3. März 2020 im Journal der ‹American Medical Association› erschien, belegen. Dort finden wir eine aufschlussreiche Grafik im Nachtrag der Studie (Supplement) unter ‹eFigure 3A›:
 
 
Was sehen wir in dieser Grafik? Die Diagramme zeigen die Schwellenwerte für den seriellen Zyklus nach Krankheitstag für Patienten. Es sind 18 Diagramme, für je eine Person. Letztere wurden in einem Krankenhaus in Singapur täglich per PCR auf das SARS-CoV-2-Virus getestet. Die Forscher erfassten die Anzahl der PCR-Zyklen, die für den Nachweis der Fluoreszenz erforderlich waren. Wenn sie die Fluoreszenz nach 37 Zyklen (Zyklen-Anzahl = vertikale Spalte) nicht nachweisen konnten, setzten sie einen Punkt auf der blauen Linie, welche die Grenze der 37 Zyklen angibt. In diesem Falle wurde das PCR-Testergebnis als negativ bewertet. Schauen wir uns genau diese Grafiken an, sehen wir, dass bei der Mehrheit der 18 Personen das Testergebnis an jedem Tag schwankte. Mal war der Test positiv, mal negativ. Wenden wir die Lesart unserer Medien und der Politik an, waren die Personen mal infiziert und mal nicht. Selbst wenn wir den Cut-Off-Wert auf 35 Zyklen setzen würden, erhielten wir diese schwankenden Ergebnisse. Wie ist das zu erklären? Vermehrt und verringert sich die Virenlast in jedem Menschen etwa täglich? Welche Einflüsse bedingen dies? Aufgrund welcher Hinweise legt man überhaupt die notwendige Anzahl an Zyklen fest, nach welcher sich entscheidet, ob ein Test positiv oder negativ ausfällt – und mit welcher Begründung? Wir statuieren: Selbst gesetzt dem Falle, das Virus wurde korrekt isoliert, gereinigt und vermehrt, und damit nachgewiesen, wie können wir sicher sein, dass eine willkürlich festgelegte Anzahl von Zyklen ein auch nur approximativ wahrscheinlicher Richtwert dafür sein könnte, ob eine Person mit dem Erreger infiziert ist oder nicht?
Dieses ist eines der großen Probleme der PCR-Tests bzw. des wissenschaftlichen Umgangs damit. Denn in den Arbeiten und Studien wird der Cut-Off meist nicht definiert und schon gar nicht begründet. Dieser Wert müsste aber zwingend – wie in der chinesischen Studie vorbildlich geschehen − angegeben werden. Bedauerlicherweise wird zudem nicht immer bekannt gegeben, mit welchem PCR-Test unter welchen Bedingungen die Ergebnisse erzielt wurden. Die Virologin und Biologin Prof. Ulrike Kämmerer stellt klar, dass man diese Testergebnisse daher im Grunde nicht bewerten könne und das Vorgehen einer Kaffeesatzleserei entspreche.[6]
Das PCR-Testverfahren ist kein valides Nachweisverfahren in Bezug auf die Frage, ob jemand mit einem Virus infiziert ist oder nicht. Denn wenn dem so wäre, wie sollte es dann möglich sein, dass innerhalb eines Krankenhauses mit strengen Hygienebedingungen und effizienten Antiinfektionsmaßnahmen, Patienten von einem Tag auf den anderen einmal infiziert sind und dann wieder nicht? Und weiter fragt sich: Wie kann es sein, dass die sechs Patienten (Fall/Case 1, 5, 10, 13, 15 und 17), die – trotz mehreren negativen Testergebnissen − beatmet werden mussten, eindeutig keine höhere Virenlast aufwiesen als die anderen Personen, bei denen der Verlauf nach Aussagen der Forscher sehr mild war? Deutet das nicht nachdrücklich darauf hin, dass die Menge an RNA, also die gemessene Virenlast, keinerlei Einfluss auf die Schwere der Erkrankung hat? Hat die Virenlast überhaupt Aussagewert in Bezug darauf, ob jemand an COVID-19 erkrankt oder nicht? Die Forscher der chinesischen Studie fühlten sich jedenfalls veranlasst, resümierend zu schreiben, dass «[u]nter den ersten 18 Patienten, bei denen in Singapur eine SARS-CoV-2-Infektion diagnostiziert wurde, die klinische Präsentation häufig eine leichte Infektion der Atemwege [war].»[7]
Dem PCR-Test liegt kein moderner Goldstandard zugrunde, wie es sonst üblich ist. Das gab auch Prof. Sanjaya Senanayake, ein Mediziner und Spezialist auf dem Gebiet der Infektionskrankheiten an der ‹Australian National University› kürzlich in einem TV-Interview zu bedenken:
«Wenn wir zum Beispiel einen neuen Test zur Feststellung von Staphylococcus aureus in Blut haben, dann liegen uns bereits entsprechende Blutkulturen vor − und diese sind unser Goldstandard, den wir auch schon seit Jahrzehnten verwenden. Und wir könnten einen neuen Test (für Staphylococcus aureus) auf Basis dieses Goldstandards eichen. Doch für COVID-19 haben wir keinen solchen Goldstandard-Test.»[8]
Dies wurde auch in einem Aufsatz, mit dem Titel ‹Interpreting a COVID-19 test result›, der kürzlich im Fachmagazin ‹The British Medical Journal› veröffentlicht wurde festgestellt. Dort schreibt die Autorin Jessica C. Watson von der ‹Bristol University›, dass ein eindeutiger Goldstandard für die COVID-19-Tests fehlt, was diese jedoch zum Anlass nimmt, das fragwürdige PCR-Verfahren als eben diesen Goldstandard vorzuschlagen.[9]
Ein weiteres Problem ist, dass es keine unverwechselbaren spezifischen Symptome für COVID-19 gibt. Diese und weitere essentielle Aspekte zusammengenommen, machen mehr und mehr deutlich, dass nur eine Virus-Isolierung sowie eine vollständige Partikel-Reinigung zu einem eindeutigen Virus-Nachweis und damit zu einem wirklichen Goldstandard führen können und dass der PCR-Test dazu mitnichten in der Lage ist.[10]
Warum ist das wichtig? Um das zu beantworten, muss man verstehen, dass die PCR-Tests extrem empfindlich sind. Sie erkennen selbst kleinste RNA- oder DNA-Bruchstücke. Allerdings sagen diese Tests nichts darüber aus, zu welcher Art von Partikel diese Gensequenzen zugehören. Das müsste vorab in einem gesonderten Prozess bestimmt werden. Da die PCR-Tests auf Gensequenzen geeicht werden, muss eindeutig erwiesen sein, dass diese Gen-Bruchstücke tatsächlich Teil des behaupteten Full-Length-Virus sind. Um dies zweifelsfrei feststellen zu können, ist die besagte vollständige Isolation und Reinigung des vermuteten Virus unabdingbar, da sonst die Frage im Raume verbleibt, woher die RNA stammt. Sie könnte sogar ein Hinweis darauf sein, dass im Körper des Menschen gewisse Heilungs- bzw. Stoffwechselprozesse ablaufen, durch welche diese RNA endogen erzeugt wird. Es könnte sich aber auch um ein verunreinigtes Testkit handeln, wie an einem Beispiel aus England publik wurde.[11] Was, wenn die Verunreinigung bereits im Labor entstand? Auch dies ist nicht auszuschließen.
Es ist von essentieller Bedeutung die Zusammenhänge in Bezug auf die PCR-Diagnostik grundlegend zu verstehen, wenn man die Tragweite dessen begreifen will, was gerade weltweit geschieht. Dabei ist es beinahe nebensächlich, obschon bezeichnend, dass ein für das abgeschlossene System Labor entwickeltes Verfahren am umweltoffenen Lebewesen Mensch eingesetzt wird. Die Art und Weise der Diagnose-Ermittlung ist nicht für die Wirklichkeit geeignet. Je nach Durchseuchungsgrad innerhalb einer Bevölkerungsgruppe wird eine horrende Anzahl falsch-positiver oder falsch-negativer Testergebnisse auftreten. In Verbindung mit der mittlerweile durch zahlreiche Veröffentlichungen nachgewiesenen dilettantischen Zählweise der Toten, kann dies – zwar auf die Spitze getrieben, aber faktisch durchaus nicht von der Hand zu weisen – uns zu einem vorstellbaren Szenario führen, bei dem in Wirklichkeit innerhalb des typischen Grippe-Zeitraumes von Spätherbst 2019 bis in den Mai 2020 hinein, sehr viele Menschen an der saisonalen Erkältung verstarben, aber durch falsch-positive Testungen auf SARS-CoV-2 positiv getestet und somit als COVID-19-Tote gewertet wurden! Der Untersuchung von Yoon Loke und Carl Heneghan zufolge war es z.B. in England so, dass eklatante Fehler bei den Zahlenerhebungen gemacht worden sind ― aufgrund einer haltlosen Zählweise wie sie ebenfalls in Belgien und bei uns in Deutschland ähnlich angewandt wurde.[12]In England ist es tatsächlich so, dass das PHE (Public-Health-England, die Exekutivagentur des Ministeriums für Gesundheit und Sozialfürsorge im Vereinigten Königreich) regelmäßig in der Datenbank des NHS (National Health Service) nach all jenen Personen sucht, die jemals positiv auf COVID-19 getestet wurden und sodann überprüft, ob diese noch am Leben sind oder nicht. Man berücksichtigt dabei weder, wie lange das Ergebnis des COVID-Tests zurückliegt noch ob die Person erfolgreich im Krankenhaus behandelt und gesundet wieder entlassen wurde. Jeder, der ein positives COVID-19-Testergebnis erhielt, im Nachgang jedoch aus irgendeinem Grund verstarb, wurde in die PHE-COVID-19-Todeszahlenstatistik aufgenommen. Es kann demnach niemals jemand, der irgendwann einmal einen positiven COVID-19-Test hatte, egal ob er Symptome zeitigte oder nicht, wieder genesen. Selbst wenn er wieder vollkommen gesund wurde und bereits seit Wochen oder Monaten normal arbeitete − oder er aber die ganze Zeit gesund war − und dann plötzlich erschossen worden ist: er wird als ein an COVID-19 Verstorbener gewertet!
Spätestens an dieser Stelle sollte jedem Leser klargeworden sein, wie tragisch der Umgang von Politik und Medien mit der von der WHO ausgerufenen Pandemie – und vor allen Dingen auch mit den Kritikern der Maßnahmen, ganz egal aus welcher Ecke diese auch auftraten − ist. Man stelle sich nur einmal vor, in einigen Jahren kämen Untersuchungen zu dem Ergebnis, dass 90% aller angenommenen COVID-Toten in Wirklichkeit Opfer einer üblichen saisonalen, wenn auch kräftigen und mit einigen neuen Symptomen einhergehenden Grippesaison geworden sind. Es ist gar nicht auszudenken, was das für die Weltgemeinschaft und das Vertrauen in Wissenschaft, Medien und Politik bedeuten würde.

Einige Beispiele für PCR-Szenarien

Wir sahen: Testen wir 20 Menschen, die allesamt keine Symptome zeigen und testen dieselben Menschen erneut, können alle Tests einmal positiv und danach negativ – oder umgekehrt − ausfallen.
Auch ist es leider so, dass sich sowohl das ‹Robert Koch-Institut› als auch das nationale Konsiliarlabor am ‹Institut für Virologie der Charité› bei den Angaben zu Sensitivität und Spezifitätder in Deutschland verwendeten PCR-Tests bedeckt halten. Die oft zitierte, nahezu 100-prozentige Sensitivität, die man vielleicht unter Laborbedingungen im Optimalfall erreichen könnte, dürfte in der Praxis faktisch nie erreicht werden, schon deshalb nicht, weil beim Testvorgang erhebliche Unsicherheitsfaktoren bestehen. Wir haben einige davon behandelt. Auch weist, wie Prof. Ulrike Kämmerer zu bedenken gibt, jeder Test die Viren nur innerhalb eines bestimmten Zeitfensters nach. Daher wird stets eine Testwiederholung angeraten. Um dem Leser einen erweiterten praktischen Eindruck zu vermitteln, wie unsicher die PCR-Testungen sind − abgesehen von ihrem nicht vorhandenen Aussagewert bezüglich einer Erkrankung, selbst im Falle eines korrekt positiven Tests – möchte ich einige wenige Rechenexempel präsentieren.
Ein systematischer Review, bei dem 957 negativ getestete Personen durch einen wiederholten Abstrich überprüft wurden, fand in fünf Einzelstudien eine Rate falsch-negativer Ersttestungen zwischen 2% und 29%. Das entspricht einer effektiven (tatsächlichen) Sensitivität der Tests zwischen 71% und 98%.[13]
Was bedeutet das? Um das herauszufinden, müssen wir drei zentrale Begriffe der Virologie behandeln: PrävalenzSensitivität und Spezifität. Die Prävalenz ist die angenommene Anzahl der Erkrankten und gibt die Durchseuchungsrate einer bestimmten Bevölkerungsgruppe an. Diese aber kann letztlich nur durch Tests zuverlässig ermittelt oder aber grob geschätzt werden. Strenggenommen müssen wir statuieren, dass wir für den ersten Fall einem Zirkelschluss unterliegen, da die Anzahl der Erkrankten durch die Tests ja erst ermittelt werden soll, die Tests aber, um effektiv zu sein, schon die Anzahl der Erkrankten als bekannt voraussetzen – und die Tests, wie wir aufgezeigt haben, gar keine zuverlässigen Werte zur Ermittlung erkrankter oder ansteckender Personen liefern.
Für unser Beispiel gehen wir von 100 Personen aus, die wir testen wollen. Aus einem nicht näher zu bestimmenden Grund wissen wir, dass die Anzahl der Erkrankten bei 100% liegt. Auch erreicht unser Test die optimale Sensitivität von 100%. Der Begriff Sensitivität bezeichnet die Empfindlichkeit eines Testsystems. Das heißt, dieser Wert sagt aus, wie viele der ein vermeintliches Virus tragenden Personen auch wirklich als positiv erkannt werden. Ein Beispiel von Prof. Martin Haditsch[14]: Beim HIV-Test werde jeder, der wirklich HIV-positiv ist, auch als solcher erkannt. Aber: nicht alle Personen, die ein positives Testresultat erhalten, sind auch zwingend HIV-positiv. Das heißt, bei 100 Menschen, von denen 99 HIV-positiv sind, werden alle 99 Infizierten korrekt erkannt. Doch Achtung: auch die hundertste Person wird als positiv ausgewiesen, obwohl sie es nicht ist! Ein alleiniger Verlass auf einen solchen Test kann daher schwerwiegende Folgen für das weitere Leben dieser Person mit sich bringen. Um das zu verhindern, benötigt ein Test neben einer hohen Sensitivität auch eine ausreichend hohe Spezifität. Diese sagt aus, wieviel der HIV-negativen Personen auch korrekt negativ erkannt werden. Hätten wir bei unseren Tests eine Sensitivität und eine Spezifität von je 100% und zudem eine bekannte Durchseuchung (Prävalenz) von 100%, würde uns der Test alle 100 Personen korrekt als positiv, aber niemanden fälschlicherweise als falsch-positiv oder falsch-negativ ausweisen. Läge die Durchseuchung niedriger, etwa bei 50%, würden entsprechend 50 Personen als positiv und 50 als negativ erkannt werden.
In Wirklichkeit erreichen aber die Tests bei den Werten der Sensitivität und Spezifität nie ganz 100%. Sagen wir, wir hätten aber eine Sensitivität von 99% und eine Spezifität von 100%. Wir wüssten, dass wieder alle 100 Personen wirklich infiziert sind, sodass die Prävalenz bei 100% läge. Wir erhielten in dem Fall von 100 tatsächlich infizierten Personen 99 als positiv ausgewiesen. Eine Person würde uns jedoch als negativ angezeigt und wäre damit falsch-negativ. Läge nun zusätzlich die Durchseuchung bei nur 99% (von 100 Personen wären 99 infiziert), erhielten wir nur 98 korrekte positive Ergebnisse. Das heißt, ein nicht Infizierter würde aufgrund der Spezifität von 100% treffend als nicht infiziert erkannt werden, ein weiterer Infizierter aber würde unerkannt bleiben.
Gehen wir nun von den Werten der obigen Studie aus und wählen den dort errechneten Sensitivitäts-Höchstwert. Dieser lag bei 98%. Sagen wir, die Durchseuchung läge relativ hoch, etwa bei 80%. Die Spezifität legen wir erneut bei 100% an. Von 100 getesteten Personen (von denen wir annehmen, 80 seien infiziert) werden 78 als positiv erkannt, 2 werden als falsch-negativ ausgewiesen. Die 20 ‹gesunden› Personen würden aufgrund der Spezifität von 100% alle erkannt werden. Nun setzen die Autoren der obigen Studie aber die Spezifität bei nur 70% an. Damit wird es spannend: Von den 100 Personen, von denen 80 infiziert sind und 20 nicht, erkennt der Test weiterhin 78 korrekt als positiv, zwei hingegen nicht. Aber: der Test weist von den verbleibenden 20 gesunden Personen nun ganze 6 falsch-positiv aus. Wir hätten von 100 getesteten Probanden 6 irrtümlich als positiv ermittelt. Läge die Durchseuchungsrate zusätzlich bei nur noch 10% (10 von 100 Menschen sind infiziert) wird es haarig. Dann erkennt der Test mit Sensitivität 98% und Spezifität 70% zwar alle 10 Positiven, aber, von den 90 Nicht-Positiven weist der Test ganze 27 als falsch-positiv aus!
Nun ist es so, dass beispielsweise der Münchner Medizin-Journalist Ralf L. Schlenger in einem Artikel, der im ‹Deutschen Ärzteblatt 24/2020›[15] erschien, von einer bevölkerungsweiten Durchseuchung (Prävalenz) von nur 3% ausgeht. Dann erhalten wir von 97 eigentlich negativ zu statuierenden Personen (also von nicht Infizierten) ganze 29 falsch-positiv angezeigt. Man stelle sich das einmal hochgerechnet auf nur eine Kalenderwoche vor. Werden wöchentlich in Deutschland 500.000 Menschen getestet, erhielten wir bei den in der obigen Studie errechneten Werten für Sensitivität 98% und Spezifität 70% folgende Werte:
- Getestete Personen: 500.000
- Durchseuchung (Prävalenz): 3%
- Bedeutet: positiv wären real 15.000, negativ 485.000 Menschen
Der Test würde uns indessen 14.700 Positive anzeigen, bei 300 falsch-negativen und sage und schreibe 145.500 falsch-positiven Befunden! Das wäre ein wahnwitziger Falsch-Positiv-Wert! Der positive Voraussagewert (positiv predictiv value = PPV) läge dann lediglich bei 9,18%!
Ein Gedankenspiel: Die hypothetische Annahme vorausgesetzt, wir hätten mittlerweile in Deutschland eine Durchseuchungsrate von 0,0%. Niemand wäre mehr infiziert. Wir setzen eine sehr hohe Sensitivität von 99% voraus, ebenso eine sehr hohe Spezifität von 99,4%. Wir würden bei einer wöchentlichen Testanzahl von 500.000 dennoch ganze 3.000 falsch-positive Ergebnisse produzieren. 497.000 (99%) Ergebnisse würden korrekt negativ angezeigt, aber 3.000 Befunde wären falsch-positiv – bei exakt 0% an Fällen! Also auch dann, wenn niemand mit Träger der Nukleinsäuren wäre, würden wöchentlich − je nach konkreter Testanzahl − zwischen 3.000 und 3.500 positive Befunde produziert werden.
Ich denke auch dem letzten Leser dämmert hier, wie unglaublich dilettantisch die andauernden Forderungen nach mehr Tests sind und wie wirklichkeitsverzerrend die Darstellungen und Zahlenmeldungen in den Medien sich ausnehmen.
Die Wirklichkeit sieht so aus, dass von etwa 500.000 wöchentlich in Deutschland getesteten Personen tatsächlich zuletzt knapp 3.000 einen positiven Befund erzeugten, was einer Positiv-Rate von 0,6% gemessen an der gesamten Testanzahl entspricht. Das könnte verschiedene Gründe haben. Es könnte beispielsweise bedeuten, dass tatsächlich niemand mehr mit Partikeln des mutmaßlichen Virus unterwegs ist, oder aber, dass die Sensitivität − was nicht unwahrscheinlich ist − bei ca. 98% liegt und die Spezifität bei einem angenommenen Ideal-Wert von 99,9%. Unter der Voraussetzung, dass die Prävalenz nicht 0% beträgt, sondern ca. bei 0,5% liegt, erhalten wir 2.948 positive Tests − davon wären 500 (jeder sechste) falsch-positiv.
Betrachtet man die offizielle Testanzahl aus KW 28, könnte es durchaus sein, dass die Tests relativ genau sind. Läge die Sensitivität bei 96,65% und die Spezifität bei 99,9%, erhielten wir bei der offiziellen Testanzahl aus KW 28 von 504.596 Tests exakt jene 2.938 positiven Befunde, die das RKI tatsächlich für diese Woche veröffentlicht hat. Das aber würde bedeuten, dass wir nur noch einen Durchseuchungsgrad von 0,4995% haben. Wir erhielten dann auf 504.596 Tests 502 falsch-positive Befunde und 2.436 korrekt positive Ergebnisse. Zudem ergäben sich etwa 84 falsch-negative Testungen. Der positive Voraussagewert läge dann bei 82,91%. Für die KW 29 ergäbe sich Ähnliches, namentlich ein Durchseuchungsgrad von ca. 0,56%.

Schlussfolgerung zu den PCR-Tests

Es ist notwendig all das oben Ausgeführte zu durchdenken. Wir stellten fest, dass selbst ein positives Testergebnis nichts darüber aussagt, ob die Person tatsächlich Symptome zeigt oder entwickelt und ob sie folglich überhaupt ansteckend für andere Menschen war, ist oder werden kann. Auch ist nicht gesagt, dass ein negativer Test zuverlässig ist. Wir sind daher angehalten, auf echte Symptome zu achten – so wie vor 2020 auch. Bedenken wir ferner was in den ersten Kapiteln dieses Aufsatzes beschrieben wurde, offenbart sich die Unhaltbarkeit des radikalen politisch-medialen Gebarens.
Dargestelltes Szenario würde bedeuten, dass wegen eines Bruchteils der Bevölkerung restriktive Maßnahmen nie dagewesenen Ausmaßes aufrechterhalten werden. Wir stehen vor einer schwerwiegenden Problematik: Wir statuieren ein Virusgeschehen, dass, um überhaupt eine signifikante Anzahl an positiven Befunden (Hinweisen auf mögliche Infektionen) zu erzeugen, eine halbe Million Tests pro Woche benötigt. Wir müssen nach mutmaßlich infizierten Personen mit einem ungekannten Aufwand suchen, von denen jetzt, in der hiesigen Sommersaison, nur ein winziger Bruchteil überhaupt Symptome zeigt. Dabei vergessen die Medien regelmäßig zu erwähnen, dass 99,9% der Bevölkerung nicht durch das Virus erkrankt ist. Die Tests aber kosten viel Geld und dieses Geld erhalten die Testhersteller.
Hinzu kommt, dass der in Deutschland am Häufigsten verwendete Test der ‹Charité› faktisch auch andere Viren erkennt, wie in der Originalpublikation zugegeben worden ist: «Der Nachweis dieser phylogenetischen Ausreißer innerhalb der SARS-verwandten CoV-Gruppe lässt vermuten, dass wahrscheinlich alle asiatischen Viren entdeckt werden.»[16] Zudem fand man sogar im Abwasser von Barcelona Sequenzen des vermuteten SARS-CoV-2-Erregers. Prof. Kämmerer gibt zu bedenken, dass niemand weiß, was genau diese verschiedenen im Einsatz befindlichen PCR-Tests alles nachweisen. Diese können also durchaus auch andere Corona-Viren anzeigen und damit zusätzlich irreführende Ergebnisse zeitigen, sodass die Werte der Sensitivität und Spezifität weiter verwischt werden. Das gesamte Prozedere ist absolut intransparent. Wir erfahren nicht die Sequenzen, auf die konkret getestet wird und können diese auch nicht in den Gendatenbanken überprüfen. Nur dann, wenn die genauen Sequenzen der verwendeten Primer-Proben angegeben werden, haben wir eine Chance, zu überprüfen, welches proklamierte Virus der Test als ‹vorhanden› anzeigt, aber auch dann tappen wir weiterhin im Dunkeln ob der Aussagekraft dieses Befunds.
Heute existieren wohl ca. 30.000 Sequenzen. Wir aber suchen konkret nach dem SARS-CoV-2-Virus. Bedenken wir, dass SARS-CoV-2 ein RNA-Virus ist. Diese mutieren unglaublich schnell. Wird weltweit sequenziert, werden enorm viele – jedoch nicht isolierte und gereinigte − Varianten des Virus gefunden. Das ist logisch, da jedes Virus in jedem Organismus mehr oder weniger stark individualisiert wird. Was das über die Chancen einer sinnvollen Impfstofflösung aussagt, kann sich wohl jeder selbst erklären.
Wir stehen hier letztendlich vor einer anderen Welt, als jene es ist, die wir phänomenologisch anhand unserer gesunden Wahrnehmung, im Verbunde mit einem konsequenten Denken und einer langen diagnostischen Erfahrung erfassen und verstehen können, und die wir als Wirklichkeit bezeichnen. In der molekularen Welt finden wir Molekülketten, Zellinformationen usw., aber wir erkennen in dieser Welt nicht, ob ein Mensch sich mit einem Agens tatsächlich infiziert hat, wie dieser dorthin kam und noch weniger, ob er an der ‹Infektion› erkrankt (ist). Das aber ist es doch, was im Infektionsschutzgesetz geregelt werden soll: Krankheit und Infektion.
Ein besonders tragisch-bedeutungsvoller Punkt ist jener, dass bislang innerhalb der wissenschaftlichen Gemeinde vergleichsweise wenig Interesse bezüglich einer systematischen Untersuchung der Corona-Viren gezeigt worden ist. Diese Viren kommen seit jeher in den jährlichen Grippewellen vor. Sie gehören zu den üblichen Erkältungsviren. Es gibt sehr wenige Datenerhebungen, in denen systematisch in den Grippewellen nach Corona Viren und deren Auswirkungen auf den Menschen geforscht worden wäre. Diese mangelnden Erhebungen fehlen an allen Ecken und Enden, denn ihre Absenz öffnet Tür und Tor für eine Überdramatisierung des derzeitigen Geschehens. Die wenigen Datenerhebungen, die existieren, zeigen hingegen solide, dass vermutete CoV-Viren in jedem Jahr vorkommen. Das hat den einfachen Grund, dass diese Erreger bislang als harmlose Begleitviren – als Beiwerk zu allen Arten der Influenza − galten. Wenn von den vielen jährlich gefundenen Virenstämmen einer seltener auftritt, kommen eben die anderen Virenstämme vermehrt zur Geltung. Das bedeutet, dass gerade nicht die Maßnahmen der Politik dafür sorgten, dass in diesem Jahr die Influenza sprichwörtlich ins Wasser fiel, sondern dass es ein normaler Werdegang ist, dass in influenzaschwachen Jahren, wie es in diesem Jahr der Fall sein könnte – sollten denn die Zählungen und Mutmaßungen der Wissenschaftler halbwegs korrekt sein −, andere Virentypen vermehrt auftreten. Wie durch Abwasserproben in Frankreich[17], Spanien[18] und Italien[19] aus 2019 sowie durch eine kanadische Studie[20] aus 2020 bekannt wurde, ist SARS-CoV-2 nicht annähernd so neu, wie anfänglich vermutet – höchstens in seiner derzeitigen Ausprägung −, sondern kursiert schon einige Jahre unter den Menschen, den kanadischen Forschern zufolge bereits seit 2013.
[1] Vgl.: Roll, Ulrike: Nukleinsäuren. In: Enzyklopädie Medizingeschichte. Berlin, New York, 2005. S. 1060 f.
[2] Vgl.: Enserink, Martin et al.: Old Guard Urges Virologists to Go Back to Basics. In: Science 06 Jul 2001. Vol. 293, Issue 5527, S. 24 f. DOI: 10.1126/science.293.5527.24
[3] Vgl.: Mail von Kary Mullis an Maria Oeser vom 31.07.2007. Zuletzt abgerufen am 03.08.2020 unter: http://webseiten.dyndns.org:8086/blauzunge/PCR_Mullis.htm
[4] Vgl.: Kolata, Gina: Faith in Quick Test Leads to Epidemic That Wasn’t. 22. Januar 2007. Zuletzt abgerufen am 03.08.2020 unter: https://www.nytimes.com/2007/01/22/health/22whoop.html
[5] Young, B. E. & Ong, S. W. X. & Kalimuddin, S. et al.: Epidemiologic Features and Clinical Course of Patients Infected With SARS-CoV-2 in Singapore. JAMA. 2020;323(15). S. 1488 ff.
[6] Vgl. Corona-Ausschuss-Sitzung IV vom 24.07.2020. Abrufbar unter: https://corona-ausschuss.de
[7] Young, B. E. & Ong, S. W. X. & Kalimuddin, S. et al.: Epidemiologic Features and Clinical Course of Patients Infected With SARS-CoV-2 in Singapore. JAMA. 2020;323(15). S. 1488
[8] Vgl.: https://vimeo.com/417500646. Zuletzt abgerufen am 03.08.2020
[9] Vgl.: Watson, Jessica: Interpreting a covid-19 test result. BMJ 2020. 369. 12. Mai 2020.
[10] Solche Nachweise werden von zahlreichen namhaften Wissenschaftlern als unbedingt notwendig angesehen. Vgl. dazu u.a.: Engelbrecht, Torsten & Köhnlein, Claus: Virus-Wahn. Wie die Medizin-Industrie ständig Seuchen erfindet und auf Kosten der Allgemeinheit Milliarden-Profite macht. Lahnstein, 2020
[11] Vgl.: Gardener, Bill & Yorke, Harry: Coronavirus testing effort hampered by kits contaminated with Covid-19. 30. März 2020. https://www.telegraph.co.uk/news/2020/03/30/uks-attempt-ramp-coronavirus-testing-hindered-key-components/
[12] Vgl. Loke, Yoon K. & Heneghan, Carl: Why no-one can ever recover from COVID-19 in England – a statistical anomaly. Centre for Evidence-Based Medicine. 16. Juli 2020. Zuletzt abgerufen am 03.08.2020 unter: https://www.cebm.net/covid-19/why-no-one-can-ever-recover-from-covid-19-in-england-a-statistical-anomaly/
[13] Vgl.: Arevalo-Rodriguez, I. & Buitrago-Garcia, D. & Simancas-Racines, D. et al.: False-negative results of initial RT-PCR assays for covid-19: a systematic review. medRxiv 2020 Apr 21.
[14] Vgl.: Narrative #3 – Livestream mit Prof. Dr. Dr. Martin Haditsch. Zuletzt abgerufen am 03.08.2020 unter: https://www.youtube.com/watch?v=RFzBG_XMn_E
[15] Vgl.: Schlenger, Ralf L.: PCR-Tests auf SARS-CoV-2: Ergebnisse richtig interpretieren. In: Deutsches Ärzteblatt 2020; 117(24): A-1194 / B-1010.
[16] «Detection of these phylogenetic outliers within the SARS-related CoV clade suggests that all Asian viruses are likely to be detected.» Vgl.: Corman, Victor M. & Landt, Olfert & Drosten, Christian et al.: Detection of 2019 novel coronavirus (2019-nCoV) by real-time RT-PCR. Euro Surveill. 2020;25(3)
 
  • Haltloses „Testen, testen, testen…“-Mantra

    Am 16. März 2020 veranstaltete die Weltgesundheitsorganisation (WHO) eine Pressekonferenz zu COVID-19, auf der ihr Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus die Weltgemeinde beschwor:

    „Wir haben eine einfache Botschaft für alle Länder: Testen, testen, testen“ (1).

    Diese Botschaft wurde medial bis in die hinterste Ecke der Erde verbreitet, darunter von Reuters und der BBC (2, 3). Und am 3. Mai 2020 gab auch hierzulande etwa der Moderator des heute journal das Mantra des Corona-Dogmas mit mahnenden Worten an sein Publikum weiter:

    „Testen, testen, testen — das ist das Credo in dieser Pandemie. Nur so kann wirklich klar werden, wie stark sich das Virus verbreitet und wo“ (4).

    Derlei Beteuerungen offenbaren, dass der Glaube an die Aussagekraft der Polymerase-Chain-Reaction-Tests, kurz PCR, in Sachen COVID-19 so stark ist, dass er geradezu religiöse Züge angenommen hat und praktisch keinen Widerspruch toleriert.

    Doch Religionen basieren bekanntermaßen auf Glauben — und nicht auf wissenschaftlichen Fakten. Und Walter Lippmann, zweifacher Pulitzer-Preisträger und als einflussreichster Journalist des 20. Jahrhunderts bezeichnet, schrieb der Welt schon vor mehr als 100 Jahren ins Stammbuch: „Where all think alike, no one thinks very much“ — also:

    „Wo alle gleich denken, denkt niemand sehr viel“ (5, 6).

    In Sachen PCR ist es daher höchst bemerkenswert, dass kein Geringerer als Kary B. Mullis, der für die Erfindung der PCR-Technologie 1993 den Chemie-Nobelpreis erhielt, nicht „gleich dachte“. Leider verstarb Mullis letztes Jahr im Alter von 74 Jahren. Es besteht jedoch kein Zweifel daran, dass der Biochemiker die PCR als völlig untauglich erachtete, um eine Virusinfektion nachzuweisen (7). Im Übrigen war und ist sie auch gar nicht darauf ausgelegt, ein diagnostisches Instrument zum Nachweis von Virusinfektionen zu sein, sondern darauf, eine Herstellungstechnik zu sein, die dazu dient, Genbruchstücke millionen- oder gar milliardenfach vervielfältigen zu können.

    Wie es in einem Desaster enden kann, wenn man auf Basis von PCR-Tests eine Virus-Pandemie ausruft, beschreibt zum Beispiel die Journalistin Gina Kolata 2007 in ihrem Arikel für die New York Times mit dem Titel „Faith in Quick Test Leads to Epidemic That Wasn‘t“ („Der Glaube an einen Schnelltest führt zu einer Epidemie, die es nie gab“) (8).

    Valider Goldstandard? Fehlanzeige!

    Das kann freilich nicht überraschen. Denn die PCR-Tests, die massenhaft verwendet werden, um sogenannte COVID-19-Patienten, die angeblich mit SARS-CoV-2 infiziert sind, ausfindig zu machen, haben nicht einmal einen gültigen Goldstandard, mit dem sie verglichen werden könnten. Dies ist ein absolut grundlegender Punkt. Denn Tests müssen, damit man ihre Genauigkeit — beziehungsweise ihre Sensitivität und Spezifität — bestimmen kann, durch einen Vergleich mit der akkuratesten Methode, die zur Verfügung steht — dem sogenannten Goldstandard — evaluiert werden (9).

    Als Beispiel sei hier ein Schwangerschaftstest genannt, bei dem der Goldstandard die Schwangerschaft selbst ist. Doch was COVID-19 angeht, gibt es so etwas nicht, wie auch Sanjaya Senanayake, australischer Spezialist für Infektionskrankheiten, in einem Interview mit ABC-TV bestätigte. So antwortete er auf die Frage „Wie genau ist der [COVID-19]-[PCR-]Test?“ wie folgt:

    „Wenn wir zum Beispiel einen neuen Test haben zur Feststellung von (dem Bakterium) Staphylococcus aureus in Blut, so liegen uns bereits entsprechende Blutkulturen vor — und die sind unser Goldstandard, den wir auch schon seit Jahrzehnten verwenden. Und wir könnten einen neuen Test (für Staphylococcus aureus) auf diesen Goldstandard ‚eichen‘. Doch für COVID-19 haben wir keinen solchen Goldstandard-Test“ (10).

    Jessica C. Watson von der Bristol University in Großbritannien bestätigt dies. In ihrem Artikel „Interpreting a COVID-19 test result“, kürzlich veröffentlicht im Fachmagazin The British Medical Journal, BMJ, schreibt sie, dass „ein eindeutiger ‚Goldstandard’ für die COVID-19-Tests fehlt“. Doch Watson schlussfolgert daraus nicht etwa das einzig Logische, nämlich dass die Tests ungeeignet sind für den Nachweis von SARS-CoV-2 und zur Diagnose von COVID-19 — und dass nur ein Virus, das durch Isolierung und vollständige Reinigung („purification“) nachgewiesen wurde, ein solider Goldstandard sein kann. Stattdessen behauptet Watson allen Ernstes, dass, „pragmatisch“ betrachtet, die COVID-19-Diagnose — inklusive, man höre und staune, die PCR-Tests selbst — „vielleicht der beste zur Verfügung stehende Goldstandard ist“ (11). Eine solche Aussage ist jedoch ohne jegliches wissenschaftliche Fundament.

    Zum einen muss man kein Superwissenschaftler sein, um zu erkennen, dass es geradezu absurd ist zu sagen, die PCR-Tests selbst könnten Teil eines Goldstandards sein, mit dem die PCR-Tests evaluiert werden. Zum anderen gibt es für COVID-19 keine unverwechselbaren spezifischen Symptome. Dies bestätigte uns auch Thomas Löscher, orthodoxer Mediziner und ehemaliger Leiter der Abteilung für Infektions- und Tropenmedizin der Universität München (12). Und wenn es keine unverwechselbaren Symptome für COVID-19 gibt, kann die COVID-19-Diagnose — entgegen Watsons Aussage — logischerweise auch nicht als valider Goldstandard für die PCR-Tests dienen.

    Zudem übersehen angebliche Experten wie Watson die Tatsache, dass nur Virus-Isolierung und komplette Virus-Reinigung beziehungsweise nur ein eindeutiger Virus-Nachweis ein valider Goldstandard sein kann.

    Aus diesem Grund haben wir Watson gefragt, wie sie dazu kommt zu schreiben, dass die COVID-19-Diagnose „vielleicht der beste zur Verfügung stehende Goldstandard ist“, wo es doch für COVID-19 keine unverwechselbaren Symptome gibt, und auch, ob denn nicht allein das Virus selbst der bestmögliche Goldstandard sein könne. Watson hat diese Fragen bis dato leider nicht beantwortet, trotz mehrfacher Nachfrage. Und sie hat auch noch nicht auf unseren Rapid-Response-Kommentar auf der BMJ-Website zu ihrer Studie geantwortet, in dem wir exakt die gleichen Punkte ansprechen. Dabei schrieb sie uns sogar noch am 2. Juni 2020:

    „Ich werde versuchen, Ende dieser Woche eine Antwort zu Ihrem [Rapid-Response-] Kommentar zu posten, wenn ich Gelegenheit dazu finde“ (13).

    Kein Beweis dafür, dass die RNA viralen Ursprungs ist

    Es stellt sich natürlich die Frage: Was ist für einen soliden Virus-Nachweis erforderlich? Und die Antwort lautet: Um einen solchen erbringen zu können, müssen wir zuallererst wissen, woher die RNA stammt, auf die dann auch die PCR-Tests „geeicht“ werden. Und Lehrbücher, beispielsweise das von White/Fenner: Medical Virology, 1986, wie auch weltweit führende Virusforscher wie Luc Montagnier oder Dominic Dwyer stellen in diesem Zusammengang unmissverständlich fest, dass hierfür die vollständige Partikelreinigung (purification) eine wesentliche Voraussetzung für den Existenznachweis eines Virus ist (14).

    „Purification“ bedeutet wohlgemerkt die Trennung eines Objekts von allem, was nicht zu diesem Objekt gehört — so wie etwa die Nobelpreisträgerin Marie Curies 1898 Radium isoliert hat aus Tonnen von Pechblende. Nur auf Basis einer solchen kompletten Reinigung eines Partikels kann man einwandfrei beweisen, dass die gefundene RNA des betreffenden Partikels von einem neuen Virus stammt.

    In diesem Zusammenhang muss man sich noch mal vergegenwärtigen, dass die PCR extrem empfindlich ist. Das heißt, mit ihr kann man selbst kleinste Schnipsel — also DNA- oder RNA-Bruchstücke — „auflesen“. Doch mit ihr kann man eben nicht feststellen, zu welcher Art von Partikel diese Gensequenzen gehören. Das muss vorher oder in einem gesonderten Prozess bestimmt werden. Und da die PCR-Tests auf Gensequenzen „geeicht“ werden, in diesem Fall auf RNA-Sequenzen, da angenommen wird, dass SARS-CoV-2 ein RNA-Virus ist, muss natürlich klar erwiesen sein, dass diese Gen-Schnipsel auch tatsächlich Teil des behaupteten Virus sind. Und um das ohne Zweifel beweisen zu können, ist eben die korrekte Isolierung und vollständige Reinigung des vermuteten Virus unabdingbare Voraussetzung.

    Aus diesem Grund haben wir die Forscherteams der relevanten Arbeiten, die im Zusammenhang mit dem behaupteten Nachweis von SARS-CoV-2 genannt werden, unter anderem gefragt, ob die in ihren In-vitro-Studien abgebildeten elektronenmikroskopischen Aufnahmen vollständig gereinigte (purified) Viren zeigen. Doch kein einziges Team konnte diese Frage mit ja beantworten — und wohlgemerkt schrieb auch niemand zurück, die vollständige Reinigung sei kein notwendiger Schritt für einen soliden Virusnachweis. Wir erhielten nur Antworten wie „unsere elektronenmikroskopische Aufnahme zeigt kein vollständig gereinigtes Virus“ (siehe Tabelle).

    Bild

    Antworten von Autoren einschlägiger Studien auf die Frage: „Zeigen Ihre elektronenmikroskopischen Aufnahmen vollständig gereinigte (purified) Viren?“ (Quelle: Torsten Engelbrecht)

    Das, was in diesen Arbeiten in den elektronenmikroskopischen Aufnahmen an Partikeln zu sehen ist, sind wohlgemerkt Abbildungen vom Endergebnis des jeweiligen Experiments. Und diese Studien warten auch nicht mit einem anderen Versuchsergebnis auf, von dem hätten Aufnahmen gemacht werden können. Das bedeutet: Wenn die Autoren dieser Studien zugestehen, dass ihre veröffentlichten elektronenmikroskopischen Aufnahmen keine vollständig gereinigten Partikel zeigen, dann haben sie definitiv auch keine solchen „purified“ Partikel gefunden — womit der Behauptung, die gezeigten Partikel seien nachweislich viral, der Boden entzogen ist.

    Diesbezüglich sei noch angemerkt, dass einige Forscher in ihren Arbeiten den Begriff „Isolierung“ verwenden, obwohl die darin beschriebenen Verfahren keinen ordnungsgemäßen Prozess der Isolierung inklusive vollständiger Reinigung darstellen. Folglich verwenden sie den Begriff „Isolierung“ in ihren Veröffentlichungen missbräuchlich.

    In diesem Zusammenhang haben wir übrigens auch den namhaften Virologen Charles Calisher kontaktiert. So hatte das Fachmagazin Science im Jahr 2001 ein „leidenschaftliches Plädoyer… von erfahrenen Virologen“, darunter Calisher, an die jüngere Generation veröffentlicht. Die Stoßrichtung dieses Appells: Die modernen Methoden für das Aufspüren von Viren wie die „schnittige PCR… sagen wenig oder gar nichts darüber aus, wie sich ein Virus vermehrt, welche Tiere Träger desselben sind [oder] wie es Menschen krank macht… Es ist so, als wolle man durch einen Blick auf die Fingerabdrücke einer Person feststellen, ob sie Mundgeruch hat“ (15).

    Und so haben wir Calisher gefragt, ob er eine einzige Veröffentlichung kennt, in dem SARS-CoV-2 isoliert und schließlich vollständig gereinigt worden ist. Seine Antwort: „Ich kenne keine solche Arbeit. Und ich habe nach ihr Ausschau gehalten“ (16).

    Dass die RNA-Gensequenzen, die die Wissenschaftler aus den in ihren In-vitro-Studien präparierten Gewebeproben entnommen haben und auf die die sogenannten SARS-CoV-2 RT-PCR-Tests schlussendlich „geeicht“ worden sind, zu einem neuen pathogenen Virus namens SARS-CoV-2 gehören, beruht also nur auf Glauben, nicht auf Fakten.

    Erschwerend kommt hinzu, dass so oder so — also auch jenseits des Themas „purification“ — bis dato kein wissenschaftlicher Beweis dafür erbracht worden ist, dass diese als SARS-CoV-2 bezeichneten Partikel Erreger sind, die das verursachen, was als COVID-19 bezeichnet wird. Denn um hier einen fundierten Kausalzusammenhang belegen zu können, wäre es unabdingbar notwendig gewesen, ein Experiment durchzuführen, dass die vier Kochschen Postulate erfüllt. Es gibt jedoch kein solches Experiment, wie beispielsweise Amory Devereux und Rosemary Frei kürzlich für den OffGuardian dargelegt haben (17).

    Die Notwendigkeit, dass auch in Bezug auf das, was SARS-CoV-2 genannt wird, diese vier Kochschen Postulate erfüllt sein müssen, um es als pathogenes (krankmachendes) Virus zu deklarieren, ergibt sich auch aus dem Umstand, dass entsprechende Versuche unternommen wurden, diese zu erfüllen. Doch auch die Forscher, die behaupten, sie hätten aufgezeigt, dass SARS-CoV-2 die vier Postulate erfüllt, sind mit ihren Versuchen in Wahrheit kläglich gescheitert. Ein Beispiel hierfür ist eine Studie, die am 7. Mai 2020 in Nature veröffentlicht wurde. Diese Arbeit weist nicht nur Unzulänglichkeiten auf, die sie unter wissenschaftlichen Gesichtspunkten schon als null und nichtig dastehen lässt, auch erfüllt sie kein einziges der vier Postulate.

    So zeigten die Labormäuse in dieser Arbeit, die mutmaßlich „infiziert“ wurden, keine relevanten klinischen Symptome, die eindeutig auf eine Lungenentzündung hätten schließen lassen können. Doch genau diese Symptome hätten gemäß dem dritten Kochschen Postulat bei den Mäusen auftreten müssen, wenn sie tatsächlich von einem gefährlichen und potenziell tödlichen Virus befallen worden wären, das mit COVID-19 eine Krankheit verursachen soll, die per definitionem primär die Atemwege befällt (18).

    Das einzige, was bei den Tieren beobachtet wurde, war leichter Borsten- und Gewichtsverlust. Doch der ist vernachlässigbar, und zwar nicht nur deswegen, weil er durch die Behandlung der Mäuse selbst verursacht worden sein könnte, sondern auch, weil er nur vorübergehend auftrat und sich das Gewicht der armen Tiere im Verlauf der Versuche wieder normalisierte. Zudem starb auch keines der Tiere — bis auf diejenigen, die getötet wurden, um an ihnen Autopsien durchzuführen. Und vergessen wir nicht: Derlei Experimente hätten definitiv vor der Inverkehrbringung der PCR-Tests durchgeführt und vor allem auch erfolgreich abgeschlossen werden müssen, was nicht geschehen ist.

    Da kann es kaum noch verwundern, dass keiner der führenden Repräsentanten der offiziellen Theorie zu COVID-19 in diesem Land — also weder das Robert Koch-Institut (RKI) noch Alexander S. Kekulé von der Universität Halle noch Hartmut Hengel und Ralf Bartenschlager von der Deutschen Gesellschaft für Virologie noch der erwähnte Thomas Löscher noch Ulrich Dirnagl von der Charité Berlin noch Georg Bornkamm, Virologe und Professor emeritus am Helmholtz-Zentrum München — unsere folgende Frage beantworten konnte:

    Wenn die Partikel, von denen behauptet wird, sie stellten Viren eines neuen Typs, genannt SARS-CoV-2, dar, nicht komplett gereinigt wurden, wie können Sie da sicher sein, dass die RNA-Gensequenzen dieser Partikel einem bestimmten neuen Virus zugeordnet werden können? Insbesondere wenn auch noch Studien zeigen, dass Substanzen wie Antibiotika, die in den zwecks Virusnachweis durchgeführten In-vitro-Experimenten den Zellkulturen zugesetzt werden, diese Zellkulturen so „stressen“ können, dass dadurch neue Gensequenzen entstehen, die zuvor nicht existent waren — ein Aspekt, auf den bereits die Nobelpreisträgerin Barbara McClintock 1983 in ihrem Nobelpreis-Vortrag aufmerksam gemacht hat (19, 20).

    Nicht unerwähnt bleiben soll hier, dass wir diese Frage auch an die Charité gerichtet haben — also an den Arbeitgeber von Christian Drosten, Deutschlands einflussreichstem Virologen und Berater der Bundesregierung in Sachen COVID-19 sowie Mitverfasser des PCR-Test-Protokolls, das weltweit als erstes von der WHO „akzeptiert“, nicht validiert!, wurde (21). Über Monate haben wir immer wieder um eine Antwort gebeten, doch ohne Erfolg. Erst am 18. Juni 2020 erhielten wir Antwort von der Charité — doch nur unter Zuhilfenahme der Berliner Rechtsanwältin Viviane Fischer.

    In Bezug auf unsere Frage, ob sich die Charité davon überzeugt hat, dass im Zusammenhang mit den von ihrem Team um Victor Corman entwickelten PCR-Protokolle eine angemessene und vollständige Partikelreinigung durchgeführt worden sei, sah sich die Charité aber nicht in der Lage, dies mit ja zu beantworten (22). Und obwohl die Charité behauptete, man sei sich „sicher, dass sie auf das Virus und nicht auf anderes testen, was in einem infizierten Patienten vorkommen kann”, heißt es in besagter Charité-Studie von Corman:

    „RNA was extracted from clinical samples with the MagNA Pure 96 system (Roche, Penzberg, Germany) and from cell culture supernatants with the viral RNA mini kit (QIAGEN, Hilden, Germany).“

    Das heißt, die Autoren dieser Studie nehmen einfach nur an, dass die RNA viral ist.

    Außerdem hat die am 23. Januar 2020 veröffentlichte Studie von Corman und Kollegen nicht einmal einen ordnungsgemäßen Peer-Review-Prozess durchlaufen — und zu den darin beschriebenen Verfahren wurden auch keine soliden Kontrollexperimente durchgeführt. Beides ist aber unabdingbar, damit eine wissenschaftliche Arbeit als wirklich solide bezeichnet werden kann.

    Sinnlose Testergebnisse

    Unabhängig davon steht fest, dass wir die Falsch-Positiv-Rate der PCR-Tests — also die Anzahl an Personen, die „positiv“ getestet wurden, obwohl sie definitiv nicht an der zu diagnostizierenden Virusinfektion leiden — gar nicht kennen können. Der Grund: Es wurden keine umfassenden Studien durchgeführt mit Menschen, die zweifelsfrei nicht von diesem Virus befallen sind. Dabei muss dies wohlgemerkt mit einer von den Tests unabhängigen Methode erwiesen werden, sprich mit einem soliden Goldstandard.

    Es ist somit kaum überraschend, dass Studien zu Ergebnissen kommen, die die Tests als völlig sinnlos dastehen lassen. So berichtete die Gesundheitsbehörde der chinesischen Provinz Guangdong bereits im Februar 2020, dass „positiv“ getestete Menschen, nachdem sie von ihren Krankheitssymptomen vollständig genesen waren, zunächst „negativ“, aber dann wieder „positiv“ getestet wurden (23).

    Einen Monat später zeigte eine im Journal of Medical Virology veröffentlichte Studie, dass in einem Krankenhaus im chinesischen Wuhan 29 von 610 Patienten drei bis sechs Testergebnisse hatten, die zwischen „negativ“, „positiv“ und „zweifelhaft“ hin- und herschwankten (24). Ein drittes Beispiel ist eine Studie aus Singapur, in der an 18 Patienten fast täglich Tests durchgeführt wurden. Dabei zeigte sich, dass bei der Mehrheit der Betroffenen die Testergebnisse mindestens einmal von „positiv“ zu „negativ“ und zurück zu „positiv“ wechselten, bei einem Patienten sogar viermal (25).

    Selbst Wang Chen, Präsident der Chinese Academy of Medical Sciences, räumte im Februar ein, dass die PCR-Tests „nur 30 bis 50 Prozent akkurat sind“, während Sin Hang Lee vom Milford Molecular Diagnostics Laboratory am 22. März 2020 einen Brief an das Coronavirus-Response-Team der WHO und an Anthony S. Fauci, die „graue Eminenz“ der US-Virusforschung (26), schickte, in dem es hieß, dass „in den sozialen Medien weithin berichtet wurde, dass die RT-qPCR Testkits, die zum Nachweis von SARS-CoV-2-RNA in menschlichen Proben verwendet werden, viele falsch positive Ergebnisse erzeugen und nicht empfindlich genug sind, um einige wirklich positive Fälle nachzuweisen“ (27, 28).

    Mit anderen Worten:

    Selbst wenn wir theoretisch davon ausgehen würden, dass diese PCR-Tests wirklich eine Virusinfektion nachweisen können, wären die Tests praktisch wertlos und würden somit bei den „positiv“ getesteten Personen nur unbegründete Panik auslösen.

    Dies wird auch angesichts des positiven Vorhersagewertes — des „Positive Predictive Value“, kurz PPV — deutlich. Der PPV gibt die Wahrscheinlichkeit an, dass eine Person mit einem „positiven“ Testergebnis wirklich „positiv“ ist, also mit dem vermeintlichen Virus wirklich infiziert ist.

    Der PPV hängt von zwei Faktoren ab: Von der Verbreitung, im Fachjargon „Prävalenz“ genannt, des Erregers in der Allgemeinbevölkerung sowie von der Spezifität des Tests. Die Spezifität ist definiert als der Anteil beziehungsweise der Prozentsatz der Menschen, die tatsächlich nicht krank sind und bei denen der Test auch korrekterweise „negativ“ ausschlägt. Wenn ein Test also zum Beispiel eine Spezifität von 95 Prozent aufweist, so bedeutet dies, dass 5 Prozent der gesunden Menschen fälschlicherweise „positiv“ getestet werden.

    Wenn man nun eine konkrete Spezifität zugrunde legt, so gilt: Je höher die Prävalenz (Verbreitung), desto höher die PPV. In diesem Zusammenhang veröffentlichte die Zeitschrift Deutsches Ärzteblatt am 12. Juni 2020 einen Artikel, in dem die PPV mit drei verschiedenen Prävalenzszenarien berechnet wurde (29). Die Ergebnisse müssen sehr kritisch betrachtet werden. Erstens, weil es nicht möglich ist, wie dargelegt, die Spezifität ohne einen soliden Goldstandard zu berechnen. Und zweitens, weil die Berechnungen in dem Ärzteblatt-Artikel auf der Spezifität basieren, die in besagter Studie von Jessica Watson ermittelt wurde. Doch diese Studie ist, wie ebenfalls erwähnt, letztendlich wertlos.

    Doch selbst wenn man von diesen beiden Punkten einmal abstrahiert und annimmt, dass die zugrunde liegende Spezifität von 95 Prozent korrekt ist und dass wir die Prävalenz kennen, dann kommt sogar das dem Mainstream zuzurechnende Ärzteblatt zu folgendem Ergebnis: Die sogenannten SARS-CoV-2 RT-PCR-Tests können „ein erschreckend niedriges“ PPV haben. In einem der drei im Ärzteblatt-Artikel durchgespielten Szenarien, in dem eine Prävalenz von 3 Prozent angenommen wird, ergibt sich ein PPV von gerade einmal 30 Prozent. Demnach wären dann sage und schreibe 70 Prozent der „positiv“ getesteten Personen fälschlicherweise „positiv“.

    Dennoch würde auch in so einem Fall den Betroffenen „Quarantäne verordnet“ werden, wie selbst das Ärzteblatt kritisch anmerkt. In einem zweiten Szenario wird eine Prävalenz der Krankheit von 20 Prozent angenommen. In diesem Fall kommt es zu einem PPV von 78 Prozent, sprich hier wären dann 22 Prozent der „positiven“ Tests falsch „positiv“ (30). Auf die Realität übertragen würde dies bedeuten: Von den aktuell rund 10,5 Millionen Menschen, die derzeit weltweit als „positiv“ gelten, wären 2,3 Millionen falsch „positiv“.

    All dies passt zur Tatsache, dass sogar die US-Seuchenbehörde CDC und die amerikanische Medikamentenzulassungsbehörde FDA einräumen, dass die sogenannten „SARS-CoV-2 RT-PCR-Tests“ für die SARS-CoV-2-Diagnose nicht geeignet sind. Im Dokument „CDC 2019-Novel Coronavirus (2019-nCoV) Real-Time RT-PCR Diagnostic Panel“ vom 30. März 2020 zum Beispiel heißt es: „Detection of viral RNA may not indicate the presence of infectious virus or that 2019-nCoV is the causative agent for clinical symptoms“ und „This test cannot rule out diseases caused by other bacterial or viral pathogens“ (31). Und die FDA gesteht ein, dass „positive results… do not rule out bacterial infection or co-infection with other viruses. The agent detected may not be the definite cause of disease“(32).

    Selbst in den Gebrauchsanweisungen von PCR-Tests heißt es explizit, dass sie gar nicht dafür vorgesehen sind, wofür sie permanent benutzt werden: für die Diagnose. Genau so lesen wir es etwa in den Manuals von Altona Diagnostics und Creative Diagnostics (33, 34). Oder nehmen wir die vom Pharmariesen Roche vertriebenen LightMix Modular Assays. Assays sind elementarer Bestandteil eines PCR-Tests. Und in der Produktankündigung zu diesen LightMix Modular Assays heißt es: „These assays are not intended for use as an aid in the diagnosis of coronavirus infection“ und „For research use only. Not for use in diagnostic procedures“ (35, 36). Übrigens werden die LightMix-Assays von der Berliner Firma TIB Molbiol produziert, und zwar anhand des in der Corman Studie beschriebenen Protokolls. Zugleich gehört der Geschäftsführer von TIB Molbiol, Olfert Landt, zu den Mitautoren des Corman et al. Papers. Dieser Interessenkonflikt wird als solcher nicht in der Studie ausgewiesen.

    Doch damit nicht genug, denn in der Gebrauchsanweisung des erwähnten RT-qPCR-Tests von Creative Diagnostics zum Beispiel steht auch noch ausdrücklich, dass sie auf viele Keime „anschlagen“, darunter „Influenza A Virus (H1N1), Influenza B Virus (Yamagata), Respiratory Syncytial Virus (type B), Respiratory Adenovirus (type 3, type 7), Parainfluenza Virus (type 2), Mycoplasma Pneumoniae, Chlamydia Pneumoniae“.

    Wo ist der Nachweis, dass die Tests die „Viruslast“ messen können?

    In den Produktbeschreibungen der RT-qPCR-Tests für SARS-COV-2 heißt es zudem, dass es sich um „qualitative“ Tests handelt, obwohl das „q“ in „qPCR“ für „quantitativ“ steht. Tatsächlich handelt es sich bei ihnen also gar nicht um „quantitative“ Tests. Das bedeutet, dass sie gar nicht anzeigen, wie viele Viruspartikel sich im Körper befinden (37, 38). Und das ist entscheidend. Denn um überhaupt sicher feststellen zu können, dass jemand nicht nur laut Laborbefund, sondern in der realen Welt wirklich an einem Virus erkrankt ist, müsste dieser Kranke tatsächlich Millionen oder gar Abermillionen von Viruspartikeln in sich tragen, die sich aktiv in seinem Körper vermehren. Doch die PCR-Tests ermöglichen eben keine solche „quantitative“ Messung.

    Damit können die CDC, die WHO, die FDA oder auch das RKI noch so sehr und oft behaupten, dass die PCR-Tests die sogenannte „Viruslast“ messen können — also wie viele Viruspartikel sich im Körper einer Person befinden —, „bewiesen wurde dies nie, was ein enormer Skandal ist“, wie der Journalist Jon Rappoport kritisiert (39, 40). Und in der Tat ist schon der Begriff „Viruslast“ eine Irreführung. Wenn man zum Beispiel bei einer Dinner-Party die Anwesenden fragt, was „Viruslast“ bedeute, so bekommt man in der Regel die Antwort, dass mit ihr die Menge an Viren, die im Blutkreislauf zirkulieren, angezeigt werde. Doch wenn man dann erwidert, dass die „Viruslast“ gar keine Viren, sondern lediglich Genmoleküle anzeigt, sind die Leute in der Regel baff.

    Um eindeutig zu beweisen, dass die PCR messen kann, wie stark eine Person mit einem krankmachenden Virus „belastet“ ist, hätte auch das folgende Experiment durchgeführt werden müssen — was bemerkenswerterweise bisher noch nicht geschehen ist:

    Man nimmt, sagen wir, ein paar hundert oder sogar tausend Menschen und entnimmt ihnen Proben. Dabei vergewissere man sich, dass die Personen, die die Proben entnehmen, nicht dieselben sind, die die PCR-Tests durchführen. So werden die Forscher nie wissen, wer die Patienten sind und in welchem Gesundheitszustand sie sich befinden. Dann führen die Wissenschaftler die PCR an den Proben durch und notieren, welches Virus sie in welcher Menge gefunden haben.

    Anschließend kommen sie zum Beispiel zu dem Ergebnis, dass sie bei den Patienten 29, 86, 199, 272 und 293 einen Haufen von dem gefunden haben, was sie als Virus bezeichnen. Im nächsten Schritt wird geschaut, wie fit die Patienten sind. Dabei sollten die Patienten 29, 86, 199, 272 und 293 natürlich sehr krank sein, da sich ja gemäß PCR-Testergebnis in ihrem Körper unglaublich viele Viren vermehren. Aber sind sie wirklich krank — oder sind sie womöglich sogar fit wie ein Turnschuh?

    Mithilfe von Rechtsanwältin Viviane Fischer konnten wir die Charité auch dazu bewegen, die Frage zu beantworten, ob das von Corman und Kollegen, also praktisch von ihrem „hauseigenen“ Team inklusive Christian Drosten, entwickelte PCR-Test-Protokoll ein quantitativer Test ist. Die Charité war aber nicht bereit, diese Frage mit ja zu beantworten. Im Übrigen schrieb die Charité:

    „Wenn es sich um Real-Time-RT-PCR handelt, sind diese nach Kenntnis der Charité in den meisten Fällen ... auf den qualitativen Nachweis beschränkt.“

    Darüber hinaus sieht das Protokoll von Corman und Team („Drosten-PCR-Test“) den E-Gen-Assay als Vortest vor, während das Institut Pasteur den gleichen Assay als Bestätigungstest verwendet (41, 42). Schon das ist fragwürdig, weil laut Corman und Kollegen mit dem E-Gen-Assay „wahrscheinlich alle asiatischen Viren nachgewiesen werden“. Und so ist es auch sehr problematisch, dass Anfang April 2020 die WHO den Algorithmus änderte und empfahl, dass fortan ein PCR-Test als „positiv“ angesehen werden kann selbst für den Fall, dass nur der E-Gen-Assay ein „positives“ Ergebnis liefert (43), obgleich dieser ja sogar laut Corman und Kollegen wahrscheinlich alle asiatischen Viren „aufspürt“.

    Dadurch wird ein erwiesenermaßen unspezifisches Testergebnis offiziell als spezifisch verkauft. Somit erhöhte diese Änderung des Algorithmus durch die WHO auf geradezu wundersame Weise auch die Zahl der „positiv“ Getesteten. Tests mit dem E-Gen-Assay werden zum Beispiel von Roche, TIB Molbiol und R-Biopharm hergestellt (44, 45, 46).

    Hohe Cq-Werte führen die Testergebnisse endgültig ad absurdum

    Ein weiteres wesentliches Problem ist, dass viele PCR-Tests einen Cq von über 35 haben — und einige, zum Beispiel auch der „Drosten-PCR-Test“, haben sogar einen Cq von 45. „Cq“ steht für „Cycle Quantification“-Wert, und er gibt an, wie viele Zyklen der Vermehrung (Replikation) von DNA (Erbsubstanz) erforderlich sind, um mit der PCR ein wirkliches Signal von einer biologischen Probe zu erzielen. Und „Cq values higher than 40 are suspect because of the implied low efficiency and generally should not be reported“, wie es in den MIQE-Richtlinien heißt (47).

    MIQE ist die Abkürzung für „Minimum Information for Publication of Quantitative Real-Time PCR Experiments“. Dabei handelt es sich um eine Reihe von Richtlinien, die gewährleisten sollen, dass Studien mit der Real-Time PCR, auch quantitative PCR oder qPCR genannt, wirklich solide Ergebnisse abliefern. Der Erfinder selbst, Kary Mullis, erklärte in diesem Zusammenhang ebenfalls:

    „If you have to go more than 40 cycles to amplify a single-copy gene, there is something seriously wrong with your PCR“ (48).

    Die MIQE-Richtlinien wurden unter der Ägide von Stephen A. Bustin entwickelt, Professor für Molekulare Medizin, weltweit anerkannter Experte für qPCR und Autor des Buches „A-Z of Quantitative PCR“, das als „die Bibel der qPCR“ bezeichnet wurde (49, 50). Kürzlich wies Bustin in einem Interview darauf hin, dass es alles andere als ideal sei, willkürlich hohe Cq-Werte zu verwenden, weil sie dann entweder zu niedrig ausfallen können, wodurch eigentlich valide Ergebnisse eliminiert würden, oder zu hoch, was die Wahrscheinlichkeit falsch „positiver“ Ergebnisse erhöht (siehe Audio-Interview unten). Seiner Meinung nach sollte ein Cq in den 20ern bis 30ern angestrebt werden. Bei einem Cq über 35 würde er jedoch Bedenken anmelden, was die Zuverlässigkeit der erzielten Ergebnisse angeht (51).

    Bild

    Audio-Interview, Bild: OffGuardian.com

    Überdies gibt es so einige Faktoren, die die Resultate der Tests entscheidend verändern können. Dazu gehört auch die Umwandlung von RNA in komplementäre DNA (cDNA). So muss vor dem Start mit der PCR, sofern nach mutmaßlichen RNA-Viren wie SARS-CoV-2 gesucht wird, die RNA mit dem Enzym Reverse Transkriptase in cDNA umgewandelt werden, daher steht in den Testbezeichnungen auch ein „RT“, also die Abkürzung für „Reverse Transcriptase“, vor „PCR“ oder „qPCR“. Doch dieser Umwandlungsprozess gilt „weithin als ineffizient und variabel“, wie Jessica Schwaber vom Centre for Commercialization of Regenerative Medicine in Toronto zusammen mit zwei Forscherkollegen in einer 2019 veröffentlichten Studie feststellten (52).

    Stephen A. Bustin sieht hier vergleichbare Probleme. So wies er darauf hin, dass im Verlauf des Umwandlungsprozesses der RNA zu cDNA die DNA-Menge, die man am Ende erhält, stark variieren kann, und zwar sogar bis um den Faktor 10 — bei gleich hoher RNA-Ausgangsbasis wohlgemerkt (53). Und wenn man nun bedenkt, dass die Gensequenzen bei jedem Zyklus verdoppelt werden, wird klar, dass selbst eine geringfügige Abweichung beim Erhalt der cDNA-Menge das Endresultat extrem verändern kann, was schon für sich genommen die Aussagekraft des Tests de facto zunichte macht.

    In Bezug auf Publikationen zur RT-qPCR — und die COVID-19-Tests sind ja RT-qPCR-Tests! — stellte Bustin außerdem fest:

    „We demonstrate that elementary protocol errors, inappropriate data analysis and inadequate reporting continue to be rife and conclude that the majority of published RT-qPCR data are likely to represent technical noise“ (54).

    Und „technical noise“ bedeutet letztlich nichts anderes als — um es mal salopp zu formulieren — „gequirlter Mist“.

    Wie kann es also sein, dass diejenigen, die behaupten, die PCR-Tests seien für die sogenannte COVID-19-Diagnose absolut aussagekräftig, die fundamentalen Unzulänglichkeiten dieser Tests praktisch ausblenden — und dies selbst dann tun, wenn sie mit kritischen Fragen zur Validität dieser Tests konfrontiert werden? Fest steht doch: Die Apologeten der Coronavirus-Hypothese hätten sich mit diesen Fragen beschäftigen müssen, bevor sie die Tests auf den Markt warfen und im Grunde der ganzen Welt einen Lockdown verpassten. Zumal die Kritik und die aufgeworfenen Fragen schlicht jedem, der auch nur einen Funken wissenschaftlichen Verstand für sich in Anspruch nimmt, sofort in den Sinn kommen müssten.

    So drängt sich unweigerlich der Gedanke auf, dass für diesen zu beobachtenden Widerwillen, den wissenschaftlichen Verpflichtungen nachzukommen, finanzielle und politische Interessen eine entscheidende Rolle spielen.

    Wohlgemerkt hat zum Beispiel die WHO enge finanzielle Verbindungen zur Pharmaindustrie, wie etwa das British Medical Journal 2010 aufzeigte (55). Und Experten kritisieren, „dass die offenkundige Korruption und die Interessenkonflikte bei der WHO seither nicht nur fortdauern, sondern sogar zugenommen haben“ (56). Und um die CDC, um nur einen weiteren wichtigen Player im Virus-Theater zu nennen, ist es offensichtlich nicht besser bestellt (57).

    Letztlich mag, was die Gründe und möglichen Motive für das Verhalten der Akteure angeht, so manches spekulativ sein, und viele Beteiligte handeln sicherlich in gutem Glauben. Doch die wissenschaftliche Faktenlage ist klar: Die Fallzahlen, die hinausposaunt werden, nachdem man mit den PCR-Tests durch die Lande zieht, rechtfertigen nicht im Geringsten, „positiv“ getestete Menschen zu verängstigen und Lockdown-Maßnahmen zu verhängen, die unzählige Menschen in Armut und Verzweiflung stürzen oder sie sogar in den Selbstmord treiben.

    Und ein „positives“ Ergebnis kann für die Patienten auch dadurch schwerwiegende Konsequenzen haben, weil bei der Ursachenforschung de facto alle nicht-viralen Faktoren ausgeblendet werden und im Zuge dessen die Patienten mit hochtoxischen Medikamenten experimentell behandelt sowie invasiv beatmet werden. Besonders für ältere Menschen und Patienten mit Vorerkrankungen kann eine solche Behandlung tödlich sein, wie wir in dem Rubikon-Artikel „Fatale Therapie“ dargelegt haben (58).

    Wenn es also irgendwo tatsächlich zu einer signifikanten Übersterblichkeit gekommen ist, dann dürfen Faktoren wie die Therapie und die Lockdown-Maßnahmen bei der Suche nach den Ursachen auf keinen Fall unberücksichtigt bleiben. Dies gilt umso mehr, wenn man bedenkt, dass die „COVID-19“-Todesfallstatistiken voll sind mit Patienten, die bereits todkrank waren und in dieser Statistik nur gelandet sind aufgrund eines „positiven“ Testergebnisses, das ja nicht zweifelhafter sein könnte. Der Test ist die eigentliche Pandemie, nicht ein angeblich neues und außergewöhnlich gefährliches Virus.


    Quellen und Anmerkungen:

    (1) WHO Director-General's opening remarks at the media briefing on COVID-19 — 16 March 2020, WHO-Pressekonferenz, 16. März 2020
    (2) Emma Farge; John Revill, 'Test, test, test': WHO chief's coronavirus message to world, Reuters, 16. März 2020
    (3) WHO head: 'Our key message is: test, test, test', BBC, 16. März 2020
    (4) Siehe ab Min. 20:45 unter https://www.zdf.de/nachrichten/heute-journal/heute-journal-vom-3-05-2020-100.html
    (5) Harry C. McPherson, Jr. Review Essay: Walter Lippmann and the American Century, foreignaffairs.com, Herbst 1980
    (6) Walter Lippmann. The Stakes of Diplomacy, Henry Holt and Company, 1915
    (7) Celia Farber. The Corona Simulation Machine: Why the Inventor of The “Corona Test” Would Have Warned Us Not To Use It To Detect A Virus, uncoverdc.com, 7. April 2020
    (8) Gina Kolata. Faith in Quick Test Leads to Epidemic That Wasn’t, New York Times, 22. Januar 2007
    (9) Die Sensitivität ist definiert als der Anteil der Patienten mit Krankheit, bei denen der Test positiv ausfällt; und die Spezifität ist definiert als der Anteil der Patienten ohne Krankheit, bei denen der Test negativ ausfällt.
    (10) Siehe https://vimeo.com/417500646
    (11) Jessica Watson. Interpreting a covid-19 test result, The BMJ, 12. Mai 2020
    (12) E-mail von Prof. Thomas Löscher vom 6. März 2020
    (13) Siehe https://www.bmj.com/content/369/bmj.m1808/rr-15
    (14) Siehe www.torstenengelbrecht.com
    (15) Martin Enserink. Virology. Old guard urges virologists to go back to basics, Science, 6. Juli 2001, S. 24
    (16) E-Mail von Charles Calisher vom 10. Mai 2020
    (17) Amory Devereux; Rosemary Frei. Scientists Have Utterly Failed to Prove that the Coronavirus Fulfills Koch’s Postulates, OffGuardian, 9. Juni 2020
    (18) Linlin Baoet al. The Pathogenicity of SARS-CoV-2 in hACE2 Transgenic Mice, Nature, 7. Mai 2020
    (19) Edit I. Buzás et al. Antibiotic-induced release of small extracellular vesicles (exosomes) with surface-associated DNA, Scientific Reports, 15. August 2017
    (20) Barbara McClintock. The Significance of Responses of The Genome to Challenge, Nobelpreis Rede, 8. Dezember 1983
    (21) Siehe https://www.who.int/emergencies/diseases/novel-coronavirus-2019/technical-guidance/laboratory-guidance
    (22) Victor M. Corman et al. Detection of 2019 novel coronavirus (2019-nCoV) by real-time RT-PCR, Eurosurveillance, 23. Januar 2020
    (23) Fermin Koop. A startling number of coronavirus patients get reinfected, zmescience.com, 26. Februar 2020
    (24) Yafang Li et al. Stability issues of RT-PCR testing of SARS-CoV-2 for hospitalized patients clinically diagnosed with COVID-19, Journal of Medical Virology, 26. März 2020
    (25) Barnaby Edward Young et al. Epidemiologic Features and Clinical Course of Patients Infected With SARS-CoV-2 in Singapore, JAMA, 3. März 2020
    (26) Torsten Engelbrecht, Konstantin Demeter. Fatale Therapie: Die Behandlung von positiv auf SARS-CoV-2 getesteten Patienten mit hochtoxischen Medikamenten und riskanten Intubationen kann tödlich sein., Rubikon, 2020
    (27) Coco Feng; Minghe Hu. Race to diagnose coronavirus patients constrained by shortage of reliable detection kits, scmp.com, 11. Februar 2020
    (28) Sin Hang Lee. Letter to the WHO’s coronavirus response team, to the WHO regional Office for the Americas and to Dr. Anthony S. Fauci „Extremely sensitive, no false-positive tests needed for SARS-CoV-2“, 22. März 2020
    (29) Ralf L. Schlenger. PCR-Tests auf SARS-CoV-2: Ergebnisse richtig interpretieren, Deutsches Ärzteblatt, 12. Juni 2020
    (30) Ralf L. Schlenger. PCR-Tests auf SARS-CoV-2: Ergebnisse richtig interpretieren, Deutsches Ärzteblatt, 12. Juni 2020
    (31) CDC 2019-Novel Coronavirus (2019-nCoV) Real-Time RT-PCR Diagnostic Panel, March 30. März 2020
    (32) Siehe https://www.fda.gov/media/136151/download
    (33) Altona Diagnostics, Instructions for Use RealStar®SARS-CoV-2 RT-PCR Kit 1.0, S. 6
    (34) SARS-CoV-2 Coronavirus Multiplex RT-qPCR Kit, creative-diagnostics.com
    (35) Victor M. Corman et al. Detection of 2019 novel coronavirus (2019-nCoV) by real-time RT-PCR, Eurosurveillance, 23. Januar 2020
    (36) Roche, Product Announcement: LightMix® Modular Assays for the Detection of Wuhan/2019 novel coronavirus (2019-nCoV), April 2020, updated
    (37) Siehe https://www.fda.gov/media/136049/download
    (38) SARS-CoV-2 Coronavirus Multiplex RT-qPCR Kit, creative-diagnostics.com
    (39) Siehe zum Beispiel Christian Drosten et al. An analysis of SARS-CoV-2 viral load by patient age, Charité Berlin
    (40) Jon Rappoport. Corona: creating the illusion of a pandemic through diagnostic tests, 8. April 2020
    (41) Siehe https://www.who.int/docs/default-source/coronaviruse/protocol-v2-1.pdf
    (42) Siehe https://www.who.int/docs/default-source/coronaviruse/real-time-rt-pcr-assays-for-the-detection-of-sars-cov-2-institut-pasteur-paris.pdf?sfvrsn=3662fcb6_2
    (43) Siehe https://web.archive.org/web/20200417112824/http:/www.labor-augsburg-mvz.de/de/aktuelles/coronavirus
    (44) COBAS SARS-CoV-2 Test
    (45) Siehe https://www.rapidmicrobiology.com/news/roche-distribute-tib-molbiol-wuhan-coronavirus-assays-for-rnap-envelope-and-nucleocapid-genes
    (46) Siehe https://clinical.r-biopharm.com/wp-content/uploads/sites/3/2020/02/pg6815ruo_ridagene_sars-cov-2-ruo_en_2020-02-12_final.pdf
    (47) Stephen A. Bustin et al. The MIQE Guidelines: Minimum Information for Publication of Quantitative Real-Time PCR Experiments, Clinical Chemistry, April 2009, S. 612
    (48) Michael A. Innis et al. PCR Protocols. A Guide to Methods and Applications, Academic Press, 1990, S. 8-9
    (49) Siehe Professor Stephen Bustin, Website der Anglia Ruskin University ARU
    (50) Siehe https://en.wikipedia.org/wiki/Stephen_Bustin
    (51) Stephen A. Bustin, interview von David Crowe, 14. April 2020, ab Min. 27:00
    (52) Jessica Schwaber et al. Shedding light: The importance of reverse transcription efficiency standards in data interpretation, Biomolecular Detection and Quantification, 12. Februar 2019
    (53) Stephen A. Bustin, interview von David Crowe, 14. April 2020, ab Min. 16:00
    (54) Stephen A. Bustin Talking the Talk, but Not Walking the Walk: RT-qPCR as a Paradigm for the Lack of Reproducibility in Molecular Research, European Journal of Clinical Investigation, 2017; 47 (10): 756-774
    (55) Fiona Godlee [Conflicts of interest and pandemic flu], (https://childrenshealthdefense.org/wp-content/uploads/Godlee-2010-Conflicts-of-interest-and-pandemic-flu.pdf), British Medical Journal, 3. Juni 2010
    (56) F. William Engdahl Can we trust the WHO?, Global Research, 3. April 2020
    (57) CDC and WHO Corrupt Financial Entanglements with the Vaccine Industry, childrenshealthdefense.org
    (58) Torsten Engelbrecht, Konstantin Demeter. Fatale Therapie: Die Behandlung von positiv auf SARS-CoV-2 getesteten Patienten mit hochtoxischen Medikamenten und riskanten Intubationen kann tödlich sein., Rubikon, 2020
    (59) Torsten Engelbrecht, Konstantin Demeter. COVID19 PCR Tests are Scientifically Meaningless, OffGuardian, 27. Juni 2020

    Redaktionelle Anmerkung: Dieser Artikel ist ursprünglich am 27. Juni 2020 im OffGuardian auf Englisch erschienen (59). Die Übersetzung erfolgte durch die Autoren.

    • Die Nonsens-Tests

      Entgegen den Beteuerungen von Medizinestablishment und Politik sind PCR-Tests nicht geeignet, um eine angebliche „SARS-CoV-2-Infektion“ zu diagnostizieren.

     
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Das Wahlbetrugssystem der USA

Aus dem Innenleben einer oligarchen Zweiparteiendiktatur

Entzug des Wahlrechtes, frisierte Wählerlisten, Aufpasser in Wahllokalen und undurchsichtige Auszählungen von Briefwählern sowie womöglich manipulierte Wahlautomaten sind nicht die einzigen Wahlmanipulationsmöglichkeit der Machthaber in den USA und in  den Bundesstaaten.

Es hing an 78.000 Stimmen. Donald Trump wurde bei der Wahl 2016 Präsident, weil er in drei entscheidenden Bundesstaaten diesen hauchdünnen Vorsprung gegenüber Hillary Clinton erreichte. Wenn das Ergebnis vom Wahlausgang in wenigen umkämpften Staaten abhängt, kann es für den Sieg reichen, wenn die Gegenseite gezielt von der Stimmabgabe abgehalten wird. Vieles spricht dafür, dass die Republikaner und Präsident Trump gerade genau das versuchen.

Diese Voter-Suppression-Strategie ist nicht neu. Die Wahlrechtsreform von 1965 sollte Minderheiten vor diskriminierenden Wahleinschränkungen schützen. Vor sieben Jahren entkernte der Supreme Court jedoch das Gesetz und überließ es den Bundesstaaten, ungeprüft ihre eigenen Regelungen zu erlassen. Viele republikanisch regierte Staaten begrenzten für viele Bürgerinnen und Bürger seitdem die Möglichkeit zu wählen. Das Argument für diese Maßnahmen, das auch Donald Trump immer wieder anführt: So soll einem angeblichen Wahlbetrug vorgebeugt werden - den immer nur die andere Seite begeht.

Briefwahl beschneiden

Die Republikaner verwenden viel Energie darauf, das Wählen per Briefwahl zu erschweren – mitten in einer Pandemie, in der Umfragen zufolge vor allem demokratische Wählerinnen und Wähler auf diesem Wege ihre Stimme abgeben wollen. Die Bundespost wird von einem Trump-Spender geleitet, der zahlreiche Einschnitte vollzogen hat, die die Auszählung der Stimmen verlangsamen: Briefkästen wurden entfernt, Sortiermaschinen demontiert, Überstunden der Belegschaft nicht mehr genehmigt. Viele Bundesstaaten haben knappe Fristen für die Einsendung der Stimmzettel: In Michigan und Georgia werden Stimmzettel zum Beispiel nicht mehr gezählt, wenn sie nach dem Wahltag eingehen. Für Wisconsin hat der Supreme Court gerade eine verlängerte Einsendefrist abgelehnt.

Zur gültigen Auszählung gelten teilweise strenge formelle Regeln, so muss etwa die Unterschrift deckungsgleich mit alten Unterschriften der Person sein oder der richtige Umschlag bei der Rücksendung verwendet werden. Offizielle Einwurfstellen für Wahlzettel wurden in einigen Bundesstaaten stark reduziert. In Texas darf es zum Beispiel nur eine Einwurfstelle pro Bezirk geben. Das wird nicht nur in weitläufigen ländlichen Gegenden absurd, sondern auch in Metropolbezirken wie Harris County: Elf Einwurfstellen mussten dort schließen, 4,7 Millionen Menschen können nur eine einzige nutzen. In einigen Bundesstaaten wie Texas ist es nur Senioren und Menschen mit Behinderung erlaubt, per Briefwahl zu wählen – Schutz vor der Pandemie reicht nicht als Grund.

  Schließen von Wahllokalen

In den vergangenen Jahren haben republikanisch geführte Bundesstaaten Hunderte Wahllokale geschlossen. Für Menschen, die am Wahltag arbeiten und weite Wege zurücklegen müssen, kann das lange Warten vor den verbliebenen Wahllokalen abschreckend sein. So haben laut einem Medienbericht bei einer Vorwahl in Georgia dieses Jahr Bürgerinnen und Bürger, die in weißen Bezirken leben, durchschnittlich sechs Minuten auf ihre Stimmabgabe warten müssen. Menschen aus nicht-weißen Nachbarschaften mussten durchschnittlich 51 Minuten warten, manche den ganzen Tag lang. In Milwaukee standen Wählerinnen und Wähler zu einer Vorwahl bei Hagel in Schlangen vor den fünf geöffneten Wahllokalen. Es gibt 180 in der Stadt. Das drückt mehreren Studien zufolge die Wahlbeteiligung bestimmter Bevölkerungsgruppen.

Strenge Gesetze, wie sich Wähler identifizieren müssen

In den USA bekommt nicht einfach jede oder jeder Volljährige die Wahlunterlagen zugeschickt, jeder Wähler muss sich registrieren. Und genau das erschweren viele republikanisch geführte Bundesstaaten, zum Beispiel mit strengen Regeln für die Vorlage eines Ausweises. Insbesondere jüngere oder ärmere Menschen, oft mit Migrationshintergrund, haben nicht die nötigen Dokumente, wodurch viele Millionen Amerikanerinnen und Amerikaner von der Wahl ausgeschlossen werden.  Migrantische Namen bewirken auch oftmals, dass man keine Registrierung bei Wahlen  in den USA bekommt.  Denn eine Ausweispflicht gibt es nicht, und den zu beantragen, ist für manche zu teuer. Eine Studie  kam zu dem Schluss, dass Trump 2016 Wisconsin mit dem gleichen Vorsprung an Stimmen gegenüber Clinton gewann wie Wähler durch die strengen Ausweisgesetze vom Wählen abgehalten wurden.

Ausschluss bestimmter Wählergruppen

Unliebsame Wählergruppen kann man auch gezielt von der Wahl ausschließen. In Texas mussten beispielsweise Wahllokale auf den College-Campussen schließen, während im Staat ein Stimmzettel mit einer Waffenerlaubnis, aber nicht mit Studentenausweis eingereicht werden kann. In Florida sollen ehemalige Häftlinge keine Wahlerlaubnis bekommen, wenn sie noch Schulden aus ihrem Verfahren haben. Der ehemalige New Yorker Bürgermeister Michael Bloomberg will ihnen zu Hilfe kommen und stellt 30.000 Ex-Häftlingen 16 Millionen Dollar bereit, damit sie ihre Schulden abbezahlen und wählen können. Insgesamt sind knapp 800.000 Erwachsene in Florida deswegen nicht wahlberechtigt.

 Säuberung der Wahllisten

Manche Bundesstaaten nutzen die Aktualisierung ihrer Wählerlisten und entfernen nicht nur Verstorbene und Weggezogene, sondern einfach auch Menschen, die bei den vorigen Wahlen nicht gewählt haben oder die sich auf Anfragen nicht zurückmelden. Hunderttausende Namen wurden so von den Listen gestrichen, insbesondere in schwer umkämpften Bundesstaaten wie Ohio, Georgia und Wisconsin – in einem äußerst fehleranfälligen Verfahren. Viele Wählerinnen und Wähler erfahren erst davon, wenn sie im Wahllokal ankommen. Zu spät.

Einschüchterung

Bis vor Kurzem war es per Gerichtsbeschluss nicht erlaubt, dass Anhänger einer Partei in Wahllokalen aufmarschieren, um dort während der Abstimmung Oberaufseher in Wahllokalen zu spielen. Nun dürfen sie wieder, und die Republikaner wittern eine Chance: 50.000 Freiwillige wollen sie zu den Wahlorten entsenden. Viele dieser Anhänger haben vermutlich den Präsidenten im Ohr, der zigfach vor Wahlbetrug der Demokraten warnte. Zudem will Trump illegalerweise Ordnungskräfte an die Urnen schicken.

Sein Sohn Donald junior rief seine mitunter schwer bewaffneten Anhänger auf, eine "Armee für Trump" bei den Wahlen zu bilden. Beim vorzeitigen Wählen haben in Fairfax im Bundesstaat Virginia Trump-Anhänger bereits den Zugang zu einem Wahllokal blockiert. Es könnte zu chaotischen Szenen am 3. November kommen. So kann es zum Einsatz bewaffneter  rechtsgerichteter Trump-"Partisanen" in den Wahllokalen für den Präsidenten kommen, die darauf achten, dass die Bürger "richtig wählen". 

Desinformation und andere Eingriffe

Wählerinnen und Wähler abschrecken kann man auch anders – durch Lügen und Desinformation. Und darin ist der Präsident bekanntlich ein Virtuose. So hat er vielfach fälschlicherweise behauptet, es gäbe massenhaften Wahlbetrug gegen ihn. Zu Wahlbetrug rief er seine Anhänger auch gleich auf, nur zu seinen Gunsten: Sie sollten doppelt abstimmen für ihn. Sein Justizminister William Barr, der das Amt wie kaum ein Vorgänger politisiert hat, hat seine Staatsanwälte damit beauftragt, sich mit öffentlichkeitswirksamen Betrugsermittlungen am Wahltag entgegen bisheriger Regeln nicht zurückzuhalten.

Zehntausende Wähler in Minderheiten-Bezirken erhielten von Trump-Anhängern in automatisierten Anrufen Fehlinformationen über die Briefwahl. Gegen erneute Wahleingriffe wie 2016 von Russland, vor denen das FBI aktuell warnte, haben die Republikaner dagegen kaum Vorkehrungen treffen wollen. Bisherige Warnungen der Geheimdienste versuchten sie zunächst unter Verschluss zu halten und den Nutzen für Trump herunterzuspielen. Nötige Investitionen in die anfällige Wahl-Infrastruktur wurden blockiert. Auch diese Methoden könnten sich als erfolgreich herausstellen, Stimmen für die Demokraten zu unterdrücken und damit dem Präsidenten die Wiederwahl zu sichern.

In Staaten wie Florida gab  es  bei früheren Wahlen zudem den Verdacht der Manipulation der Wahlautomaten, die im Auftrag der Republikaner "programmiert" wurden. 

Abgerundet wird das System der Zweiparteiendiktatur in der Oligarchie durch die Tatsache, dass man nur miteinem Milliarden-Etat überhaupt Präsident werden kann, Das entlarvt das politische System der USA als Oligarchie der Geldeliten und der Wallstreet.

Immer mehr Geld strömt in den US-Wahlkampf. Die Summen sind schwindelerregend – und bei einem Teil weiß niemand, wo es herkommt. Das hat Folgen.

Um zu erahnen, welche außergewöhnliche Rolle Geld in amerikanischen Wahlkämpfen spielt, lohnt ein Blick auf Donald Trump. Der US-Präsident agiert im Allgemeinen eher kurzfristig und impulsiv statt langfristig und strategisch. Doch in einer Hinsicht ließ Trump keine Zeit verstreichen.

Mit dem Einsammeln von Spenden für seine Wiederwahl begann er wenige Stunden, nachdem er den Amtseid abgelegt hatte. Seit Januar 2017 bittet sein Team die Unterstützer Woche für Woche um Geld oder veranstaltet Spendengalas, auf denen ein Foto mit Trump schon einmal 580.000 Dollar kostet.

Geld ist allgegenwärtig, unverzichtbar und strömt auch aus undurchsichtigen Quellen in den US-Wahlkampf. Vor allem wird es immer mehr. Bei der Wahl 2016 wurden 6,5 Milliarden US-Dollar ausgegeben (rund 5,5 Milliarden Euro). Ein Großteil von 4,1 Milliarden entfiel auf die Wahlen zum Kongress, während 2,4 Milliarden in das Rennen ums Weiße Haus flossen.

Geld ist Ticket für  freie Meinungsäußerung

2020 wird dieser Rekord fallen. Allein für das Rennen um die Präsidentschaft wurden bis Ende August bereits 6,2 Milliarden Dollar ausgegeben. Zum Vergleich: In Deutschland gaben die Parteien im Bundestagswahlkampf 2017 rund 100 Millionen Euro aus.

Geld hat in US-Wahlkämpfen immer eine wichtige Rolle gespielt, schließlich sind die USA ein großes Land. Es muss etwa in vielen regionalen Märkten Wahlwerbung geschaltet werden, es braucht einen Mitarbeiterstamm und der Kandidat reist mit eigenem Wahlkampfflieger. Da es keine staatliche Parteienfinanzierung gibt, verwenden die Kandidaten und Parteien viel Zeit aufs Spendensammeln und eine große Menge des gespendeten Geldes wiederum darauf, neue Spender aufzutun.

Seit zehn Jahren fließt schlagartig noch viel mehr Geld ins System. Das hat mit einem Grundsatzurteil des US-Verfassungsgerichts zu tun. 2010 verfügte die konservative Mehrheit am Supreme Court, dass Firmen dieselben Rechte hätten wie Bürger und dass jede Obergrenze für Wahlkampfspenden gegen den ersten Verfassungszusatz verstieße. Übersetzt heißt das: Geld ist freie Meinungsäußerung.

Das Problem des dunklen Geldes 

Das hatte heftige Folgen. Zwar sind Direktspenden von Bürgern an Kandidaten nach wie vor begrenzt – auf 2.800 Dollar pro Jahr. Doch es sprossen neue Lobbyorganisationen aus dem Boden, die keine Grenze kennen: die Super Political Action Committees, kurz Super PACs. Privatpersonen, Unternehmen, Gewerkschaften oder andere SuperPACs können ihnen so viel Geld spenden, wie sie wollen.

Die einzige Einschränkung: Ein Super PAC darf das Geld nicht direkt an den Kandidaten weiterleiten. Es kann aber unendlich Werbung für ihn schalten. Auch politische gemeinnützige Vereine können unbegrenzt Spendengelder annehmen – sie werden nicht einmal gezwungen, die Urheber zu veröffentlichen. So flossen zuletzt auch Hunderte Millionen Dollar an "dark money" in den Wahlkampf: dunkles Geld aus unbekannten Quellen. So kann Einflussnahme auf Kandidaten verschleiert werden.

Die Kritik an den Zuständen nimmt zu. Im Vorwahlkampf der Demokraten sperrte sich etwa der linke Kandidat Bernie Sanders gegen die Unterstützung von Super PACs. Er setzte stattdessen auf ein Netzwerk an Einzelspendern – mit beachtlichem Erfolg. Mit Abstand am meisten Geld in diesem Vorwahlkampf gab Multimilliardär Mike Bloomberg aus: Er zahlte aus eigener Tasche mehr als eine Milliarde Dollar. Je wichtiger Geld wurde, desto mehr witterten Multimilliardäre wie Bloomberg und Trump ihre Chancen.

Bei der Wahl 2016 hatte Hillary Clinton doppelt so viele Spenden eingesammelt wie Trump. Die Demokraten konnten zwar mehr Werbung im Fernsehen schalten, doch Trump dominierte die Berichterstattung, erreichte mit günstiger Werbung im Internet Wähler und seine Botschaft verfing besser. Bis zum Sommer 2020 wiederum hatte Trump sehr viel mehr Geld zur Verfügung als Joe Biden, ohne dass sich dies in den Umfragen niedergeschlagen hätte. Am Ende gewinnt nicht, wer am meisten Geld hat, sondern wer sich als Kandidat besser inszeniert.

Über die starke Polarisierung im Land lässt sich weiterhin hervorragend Geld eintreiben, vor allem über die Sorge, die verhasste Gegenseite könnte vorn liegen. Manche Beobachter hatten erwartet, dass im Zuge der Pandemie und Wirtschaftskrise die Spendenbereitschaft nachlassen würde, doch das ist nicht der Fall. Allein im August sammelte Biden 364 Millionen Dollar ein – auch das ein neuer Rekord in der Geschichte der US-Wahlen.

Der Präsident behauptet seit Monaten, dass Briefwahl Wahlbetrug Vorschub leiste. Seine Kritikerinnen und Kritiker befürchten, er könnte sich auf Basis vorläufiger Ergebnisse noch in der Wahlnacht zum Sieger erklären. Trump hat bislang offengelassen, ob er das Wahlergebnis anerkennen wird.

Aber er wiederholte am Montag seine Überzeugung, dass er die Wahl am Dienstag kommender Woche nur verlieren könne, wenn die Demokraten sie manipulierten. "Das ist meiner Meinung nach der einzige Weg, wie wir verlieren können: massiver Wahlbetrug", sagte der Präsident in Pennsylvania. 

Trump sagt für den Fall seiner Niederlage massiven Wahlbetrug der US Wahlen voraus

Briefwahlen sind manipuliert - Trump wiederholt Manipulationsverdacht 

In einer Oligarchie und Zweiparteiendiktatur zählen die Machthaber in den Bundesstaaten die Wählerstimmen selber aus - oft hinter verschlossenen Türen mit ausgesuchten Auszählern und Wahlhelfern. Kader-Rechtspopulisten wie Trump wissen eben, dass in ihrem Politsystem es nicht mit rechten Dingen zugeht. Nach der Wahl fragt niemand, ob sie korrekt gelaufen ist . Solche Fragen stellt man sich medial nur bei Wahlen in Russland, Iran oder Weissrussland. 

Trump ist selber ein zweifelhafter republikanischer "Demokrat", der die Machenschaften in den USA seit Jahrzehnten bestens kennt. Kritik kommt aber nur wenn er eine Benachteiligung für sich selber wittert.      

So nutzt er die dubiose Handhabung der Auszählung der wegen Corona diesmal aussergewöhnlich hohen Briefwahlstimmen um hier einen möglichen Wahlbetrug der Demokraten zu vermuten. 

Da viele Wahlzettel wahllos verschickt werden und auch auf dem Postweg abhanden kommen, kann hiermit   durch massenhaft selbst ausgefüllte Wahlzettel das Ergebnis massiv manipuliert werden. 

Es gibt zwar eue Wählerregistrierung  - aber bei rückgesendeten Wahllisten  findet keine Einzelkontrolle der Wahlscheine mehr statt. 

In Florida vor 4 Jahren waren zudem  von Machthabenden  Republikanern  programmierte Wahlautomaten beispielsweise  in Florida unter Verdacht der Manipulation der Wahlstimmen geraten.

In den USA herrscht  zudem ein  undemokratisches Mehrheitswahlrecht, dass dem Sieger alle Lorbeeren erteilt ( The Winner takes it all)  und alle anderen Stimmen unter den Tisch fallen lässt und seien es 46 % der Stimmen gegen einen Kandidaten der 47 % der Stimmen auf sich vereinigen konnte. 

So kann jemand US-Präsident werden, der weniger Wahlstimmen insgesamt hat als der Haupt-Konkurrent. 

Trotzdem bleibt den US Bürgern wie bei jeder US Präsidentschaftswahl in der Zweiparteiendiktatur bisher nur die Wahl zwischen Pest und Cholera und die Befürchtung, dass ihre Wahl nicht oder nicht richtig gewertet wird. 

Es wird in einigen Bundestaaten ganz sicher wohl auch Wahlmanipulationen zugunsten von Trump und den Republikanern geben. Interessant sind die Swing-States, wo ein Kopf-an-Kopf Rennen der beiden Hauptkandidaten vermutet wird. 

 

 

  

 


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