Virologe Bossche: Massenimpfungen erzeugen neue Pandemie-Wellen

Geert Vanden Bossche: Anstatt eine Herdenimmunität zu erzeugen, lösen Covid-Massenimpfungen eine Kettenreaktion neuer Pandemien und Epidemien mit erheblichen Auswirkungen auf die globale Gesundheit aus

Zusammenfassung

Die folgenden Vorhersagen ergeben sich aus einer eingehenden Analyse der Art und Weise, wie die ausgeprägte Evolutionsdynamik von SARS-CoV-2 (SC-2) in hochgeimpften Populationen das Virus in die Lage versetzt, das zellbasierte angeborene Immunsystem (CBIIS) zu umgehen und die adaptive Immunkapazität der Geimpften zu erschöpfen, während es dem CBIIS der Ungeimpften ein „Krafttraining“ ermöglicht. Das Verständnis der immunologischen Folgen dieses komplexen Phänomens liefert neue Erkenntnisse darüber, warum die Ausschaltung des CBIIS die Anfälligkeit der Geimpften für eine erneute Infektion mit infektiöseren Varianten dramatisch erhöht. Darüber hinaus erklärt es, wie diese Personen nun ein asymptomatisches Reservoir von „virulenteren“ SC-2-Varianten (BA.4 und BA.5) und bis zu einem gewissen Grad auch von anderen glykosylierten Viren bilden, die eine akute selbstlimitierende (virale) Infektion (ASLVI) oder Krankheit (ASLVD) verursachen. Hochgeimpfte Populationen lösen derzeit neue virale Pandemien aus (z. B. die derzeitige Pandemie der „virulenteren“ SC-2-Varianten [d. h. BA.4 und BA.5]; eine bevorstehende Pandemie der Vogelgrippe; die derzeitige Pandemie des Affenpockenvirus).

Aufgrund dieser asymptomatischen Reservoirs können viele Viren nun beginnen, in Tierpopulationen überzuschwappen. Dies gilt insbesondere für hochinfektiöse Viren bei Tieren, die dem Menschen nahe stehen (z. B. Nutztiere, Zootiere). Das Verständnis der evolutionären Virusdynamik und der entsprechenden Verschiebung in der Immunantwort des Wirts liefert auch eine überzeugende Erklärung dafür, wie die infektionsverstärkenden Antikörper bei Geimpften deren erhöhte Anfälligkeit für eine SC-2-Wiederinfektion ermöglichen und sie gleichzeitig paradoxerweise vor schweren Erkrankungen schützen. Eine Analyse des kontinuierlichen Zusammenspiels zwischen Virusinfektion und der anschließenden Immunreaktion des Wirts verdeutlicht auch, wie der hohe Infektionsdruck durch infektiösere SC-2-Varianten die Wahrscheinlichkeit einer vorübergehenden angeborenen oder adaptiven Immunsuppression bei einer Minderheit junger ungeimpfter Kinder bzw. anderer ungeimpfter Altersgruppen erhöht. Das Verständnis dieses Phänomens ist von entscheidender Bedeutung, da es wahrscheinlich für den begrenzten, aber bedauerlichen Anstieg der Inzidenzrate schwerer Erkrankungen (aufgrund von ASLVI [einschließlich SC-2], ASLVD oder anderen akuten oder chronischen mikrobiellen Infektionen oder Immunpathologie [Hepatitis]) bei jungen ungeimpften Kindern verantwortlich ist. In der Erwägung, dass die Verdrängung des CBIIS (aufgrund der erhöhten viralen Infektiosität) und die anhaltende S(pike)-vermittelte Aktivierung des adaptiven Immunsystems (AIS) nun Epidemien anderer akuter (d. h. anderer als ASLVI oder ASLVD) und chronischer mikrobieller Infektionen oder immunvermittelter Krankheiten (z. B., Krebs und Immunpathologien), die eine große Zahl von Geimpften betreffen, wird nur eine begrenzte Zahl ungeimpfter älterer (oder gefährdeter[1]) Menschen und Kleinkinder von diesen Epidemien betroffen sein.

Wenn man sich die oben beschriebene Dynamik vergegenwärtigt, wird klar, dass die Impfung von Kleinkindern gegen C-19 einen höchst kurzlebigen Nutzen (kurzzeitiger Schutz vor einer schweren C-19-Erkrankung) gegen ein immenses Risiko einer schweren Erkrankung an einer Vielzahl anderer akuter oder chronischer mikrobieller Infektionen oder Immunpathologien eintauscht, deren Folgen einfach dramatisch sind. Da die genannten Krankheiten in erster Linie die Geimpften und die hochgeimpften Länder betreffen werden, kann man davon ausgehen, dass die Ungeimpften und die Länder mit niedriger C-19-Impfquote den pandemischen Stürmen weitgehend widerstehen werden, da ihre Fähigkeit, eine natürliche Immunität und eine Herdenimmunität aufzubauen, nicht beeinträchtigt wurde („Afrika wird gewinnen“). Das Hauptaugenmerk der hochgeimpften Länder sollte nun auf der frühzeitigen C-19-Behandlung der Geimpften und der massiven Verteilung von Virostatika liegen, die sicher und wirksam sind und in ausreichender Menge zu erschwinglichen Kosten an diese Personen abgegeben werden können.

Meine Vorhersagen beruhen auf einer multidisziplinären Analyse aus den Bereichen Immunologie, Vakzinologie, Virologie, Evolutionsbiologie und biophysikalische Wissenschaften. Der Endpunkt, der durch die Konvergenz der herrschenden Prinzipien dieser wissenschaftlichen Disziplinen in Verbindung mit einer überwältigenden Anzahl von Beweisen beschrieben wird, erfordert, dass diese Schlussfolgerungen sehr ernst genommen werden, selbst wenn sie zu düster erscheinen, um wahr zu sein („Wie oft habe ich Ihnen gesagt, dass, wenn Sie das Unmögliche ausgeschlossen haben, das, was übrig bleibt, wie unwahrscheinlich es auch sein mag, die Wahrheit sein muss?)

Pandemien und Epidemien von besorgniserregender oder (?) großer Tragweite

I. Die anhaltende Pandemie der „virulenteren“ SC-2-Varianten

Krankenhauseinweisungen und Sterblichkeitsraten aufgrund von (nicht mit!) SARS CoV-2 (SC-2) gehen weiter zurück, da die Ungeimpften zunehmend ihre angeborene Immunantwort (in erster Linie auf der Basis von NK-Zellen) trainieren, während Geimpfte zunehmend nicht nur gegen schwere C-19-Erkrankungen geschützt sind (aufgrund der hemmenden Wirkung hoher Titer von infektionsfördernden Antikörpern [Abs], die die virale Transinfektion in der Lunge blockieren; https://www. voiceforscienceandsolidarity.org/scientific-blog/predictions-gvb-on-evolution-c-19-pandemic), sondern jetzt auch zunehmend gegen leichte bis mittelschwere C-19-Erkrankungen (durch starke Aktivierung [nicht Priming!] polyspezifischer MHC-Klasse-I-unbeschränkter zytotoxischer T-Zellen[2], die natürlich eine Erholung von der C-19-Erkrankung ermöglichen). Da jedoch keiner der Immunmechanismen, die derzeit bei diesen Personen im Spiel sind, eine produktive Infektion verhindern kann (siehe Abbildung 1), werden die Geimpften nun zunehmend zu asymptomatischen Ausscheidern von SC-2. Dies gilt für alle geimpften Subpopulationen/Altersgruppen. Die Immunmechanismen, die schwere Erkrankungen verhindern, sind ausschließlich adaptiver Natur (d. h. sie werden durch Antigen [Ag]-spezifische infektionsverstärkende Abs vermittelt und sind daher unabhängig vom angeborenen Immunstatus des Geimpften).

Da die infektionsverstärkenden Abs bei den Geimpften bei jeder erneuten Exposition gegenüber dem infektiöseren zirkulierenden Virus verstärkt werden, erhöhen diese Abs den Immundruck auf die virale Virulenz, die – im Moment – noch in der Lage ist, schwere Erkrankungen zu verhindern (wenn auch nur für eine begrenzte Zeitspanne!). Dieser steigende Immundruck auf Populationsebene hat jedoch bereits zu einer erhöhten intrinsischen Virulenz des Virus geführt (BA.4 und BA.5 sind „virulentere“ Varianten; https://www.biorxiv.org/content/10.1101/2022.05.26.493539v1.full.pdf). Der allerletzte Schritt, den das Virus unternehmen muss, um der virulenzneutralisierenden Wirkung dieser Abs vollständig zu entgehen, besteht darin, eine Variante (der konservierten infektionsfördernden Stelle[3]) zu wählen, die die infektionsfördernden Abs nicht mehr ausreichend bindet, wenn sie an wandernde dendritische Zellen (DCs; siehe Abb. 1) gebunden ist. Eine unzureichende oder mangelhafte Bindung dieser Abs an DC-Oberflächen-gebundene SC-2-Virionen ermöglicht es diesen nicht mehr, eine Transinfektion zu verhindern (was zu einer Transfusion führt, die für die Bildung von Synzytien und schwere Krankheiten verantwortlich ist; https://www.voiceforscienceandsolidarity.org/scientific-blog/predictions-gvb-on-evolution-c-19-pandemic). Wenn dies geschieht, verschwindet der Schutz vor schweren Krankheiten. Ein ähnlicher Prozess ist bereits bei den „infektiöseren“ SC-2-Varianten des S-RBD (rezeptorbindende Domäne des S-Proteins) eingetreten, die von zuvor neutralisierenden Abs nicht mehr ausreichend gebunden wurden. Als dies geschah, verschwand der Schutz vor (mäßigen) Krankheiten.

Ich gehe davon aus, dass es nur noch wenige Monate dauert (je nach Auffrischungsimpfungen[4]), bis das Virus diese letzte Hürde überwunden hat. Dann werden hochgeimpfte Bevölkerungsgruppen von massiven C-19-Morbiditäts- und C-19-Sterberaten heimgesucht, wenn sie nicht massiv mit antiviralen Mitteln behandelt werden. Sobald SC-2 gegen die virulenzhemmende Wirkung der infektionsfördernden Abs resistent geworden ist, werden letztere nur noch dazu beitragen, schwere Krankheiten auszulösen und zu beschleunigen. Folglich wird das Ab-abhängige Enhancement der Infektion (ADEI) nun das Ab-abhängige Enhancement der Krankheit (ADED) auslösen. ADED wird sich zuerst bei Geimpften mit hohen Titern infektionsfördernder Abs manifestieren, die in einer frühen Phase des Impfprogramms geimpft wurden (d. h. bevor sie die Gelegenheit hatten, ihr CBIIS zu trainieren). Daher werden ältere und gefährdete Geimpfte zuerst betroffen sein. Vorausgesetzt, sie hatten vor der Impfung ausreichend Gelegenheit, ihr angeborenes Immunsystem zu trainieren, haben einige Geimpfte vielleicht noch genügend natürliche Immunkapazität, um zu überleben – aber werden die Krankenhäuser dann noch in der Lage sein, sie zu behandeln? Wenn wir nicht sofort sichere und wirksame Virostatika in ausreichender Menge und zu erschwinglichen Kosten[5] für die prophylaktische Anwendung bei den Geimpften bei den ersten Anzeichen dieser drohenden Welle zur Verfügung stellen, werden wir mit einem massiven Verlust an Menschenleben rechnen müssen. Das erste Anzeichen, auf das man achten sollte, wird eine Rückkehr zu einem verbesserten Schutz der Geimpften vor Krankheiten insgesamt sein (aber diesmal aufgrund einer anhaltenden Aktivierung zytotoxischer CD8+ T-Zellen!), gefolgt von einem dramatischen Anstieg des Verhältnisses von Geimpften, die aufgrund von SC-2 ins Krankenhaus eingeliefert werden, zu den ungeimpften, die aufgrund von SC-2 ins Krankenhaus eingeliefert werden (insbesondere im Alter von 20-60 Jahren). In einem späteren Beitrag werde ich erläutern, warum dies der wichtigste zu überwachende Parameter ist.

Bei Exposition gegenüber infektiöseren SC-Varianten können ungeimpfte Personen mit einem durch SC-2 geschulten angeborenen Immunsystem immer noch an einer leichten bis mittelschweren C-19-Erkrankung erkranken (abhängig von der erhöhten Infektiosität[6] der Variante und der Stärke und dem Trainingsgrad ihres zellbasierten angeborenen Immunsystems; CBIIS), aber die Häufigkeit dieser Erkrankung wird bald abnehmen. Neue Varianten, die sich durch einen Antigenshift auszeichnen (d. h. eine Resistenz gegen die virulenzhemmende Wirkung von infektionsfördernden Antikörpern bei Geimpften), werden in hochgeimpften Ländern bald vorherrschen und die Ungeimpften resistent gegen eine produktive Infektion machen (https://www.voiceforscienceandsolidarity.org/scientific-blog/predictions-gvb-on-evolution-c-19-pandemic). Bei ungeimpften Personen mit einem unreifen CBIIS (Kleinkinder) verursachen SC-2-Infektionen jetzt jedoch einen begrenzten Anstieg der Inzidenz schwerer Erkrankungen. Letzteres lässt sich nur durch eine rasche Reexposition nach einer asymptomatischen Primärinfektion erklären, die es bei Kleinkindern ermöglicht, dass kurzlebige, nicht neutralisierende S-spezifische Antikörper (die infolge einer solchen asymptomatischen Infektion gebildet werden) ihre angeborenen, neutralisierenden Antikörper bei der Bindung an das Virus verdrängen.

II. Neue Pandemien mit anderen glykosylierten Viren (siehe Abb. 2)

MHC-Klasse-I-unbeschränkte zytotoxische T-Zellen, die – bei Vorhandensein hoher Titer infektionsfördernder Abs – Impflinge vor einer C-19-Erkrankung schützen können, sind auf ein konserviertes CTL-Epitop gerichtet, das auch andere[7] glykosylierte Viren aufweisen, die akute selbstlimitierende Virusinfektionen8 oder akute selbstlimitierende Viruserkrankungen9 verursachen. Eine anhaltende Aktivierung dieser T-Zellen könnte daher auch C-19-Impflinge vor Krankheiten schützen, wenn sie mit diesen anderen glykosylierten Viren in Kontakt kommen. In diesem Fall hängt das Ausmaß, in dem die Geimpften und die Ungeimpften die produktive Infektion (d. h. die Krankheit) kontrollieren, jedoch auch davon ab, inwieweit ihre Effektorzellen des angeborenen Immunsystems (d. h. NK-Zellen, siehe Abb. 1) eine zusätzliche Virusabwehr leisten. Wiederholte Reinfektionen machen daher gesunde[10] C-19-Impflinge mit einem reifen CBIIS zu einem asymptomatischen Reservoir[11] auch für diese anderen glykosylierten Viren[12]. Geimpfte mit einem geschwächten CBIIS (Abb. 2: ?) sind jedoch anfälliger für wiederkehrende moderate Erkrankungen, die durch diese anderen glykosylierten Viren verursacht werden. In einer gut gemischten und hoch geimpften Population dürfte daher eine verstärkte Übertragung aus dem asymptomatischen Reservoir die Inzidenzrate mittelschwerer Erkrankungen durch ASLVI- oder ASLVD-aktivierende glykosylierte Viren in dieser C-19-geimpften Teilpopulation deutlich erhöhen. Bei Geimpften mit einem unreifen CBIIS und einem naiven adaptiven Immunsystem AIS (junge Kinder; Abb. 2: ?) werden diese anderen glykosylierten Viren jedoch wahrscheinlich eine schwere Erkrankung verursachen.

Im Gegensatz dazu ist es bei gesunden, ungeimpften Personen mit einem ausgereiften angeborenen Immunsystem wahrscheinlicher, dass sie in Abhängigkeit von ihrer Anfälligkeit[13] und der Stärke ihres CBIIS eine vorübergehende Episode einer asymptomatischen bis leichten (Abb. 2: ?) oder mittelschweren bis schweren (Abb. 2: ?) Erkrankung durch diese anderen glykosylierten Viren entwickeln. In einer gut gemischten und hoch geimpften Population dürfte daher eine verstärkte Übertragung aus dem asymptomatischen Reservoir die Inzidenzrate schwerer Erkrankungen durch ASLVI- oder ASLVD-fähige glykosylierte Viren in dieser ungeimpften C-19-Subpopulation deutlich verringern.

Bei einer begrenzten Anzahl von Ungeimpften mit einem unreifen CBIIS (Kleinkinder; Abb. 2: ?) ist die Wahrscheinlichkeit einer schweren Erkrankung durch diese anderen glykosylierten Viren aus demselben Grund höher, der bereits für SC-2 erläutert wurde (siehe Abschnitt I.). In einer gut gemischten und hoch geimpften Population dürfte die verstärkte Übertragung aus dem asymptomatischen Reservoir daher zu einem begrenzten Anstieg der Inzidenzrate schwerer Erkrankungen durch ASLVI- oder ASLVD-aktivierende glykosylierte Viren in dieser ungeimpften C-19-Subpopulation führen.

III. Laufende Epidemien anderer mikrobieller oder immunvermittelter Krankheiten

In der Zwischenzeit macht die Verarmung/Erschöpfung der Effektorzellen des adaptiven Immunsystems (d. h. der IgG-produzierenden B-Zellen und der zytotoxischen CD8+ T-Zellen) gesunde Geimpfte anfälliger für wiederkehrende moderate Erkrankungen durch glykosylierte Krankheitserreger, die in drei Kategorien unterteilt werden können:

  • Glykosylierte bakterielle Krankheitserreger, die normalerweise andere[14] akute selbstlimitierende mikrobielle Infektionen (ASLMI) verursachen, wie Haemophilus influenzae (Hib), Meningokokken, die zur Gattung Neisseria meningitidis gehören (z. B. Serogruppen A, C, W und Y; Men ACWY), und Pneumokokken, die zur Gattung Streptococcus pneumoniae gehören.
  • Glykosylierte mikrobielle Krankheitserreger, die normalerweise eine chronische selbstkontrollierte mikrobielle Infektion (CSCMI) verursachen, wie HSV-1/HSV-2, EBV, CMV, HIV und Tuberkulose.
  • Glykosylierte Selbstproteine, die normalerweise eine selbstkontrollierte Toleranz gegenüber Selbstantigenen ermöglichen

Der zu erwartende Anstieg der Inzidenz dieser Krankheiten spiegelt einfach das Ausmaß der adaptiven Immunressourcen (in Form von S-spezifischen Abs und zytotoxischen CD8+ T-Zellen) wider, die das Immunsystem der Geimpften benötigt, um den notwendigen Immundruck zu erzeugen, der verhindert, dass SC-2 den Schutz durch die infektionsverstärkenden Abs durchbricht – die im Moment noch Schutz vor viraler Virulenz (d. h. schwerer Krankheit) gewähren. Folglich werden wir wahrscheinlich weiterhin einen starken Anstieg der Inzidenzrate mittelschwerer Erkrankungen durch diese Krankheitserreger in geimpften Bevölkerungsgruppen erleben (da diese Untergruppe die meisten Altersgruppen umfasst).

Bei Geimpften mit einem unreifen (Kleinkinder; Abb. 2: ?) oder geschwächten (Abb. 2: ?) CBIIS führt eine übermäßige SC-2-vermittelte Stimulation von S-spezifischen Abs und zytotoxischen CD8+ T-Zellen jedoch wahrscheinlich zu einer Verarmung von IgGs, die gegen andere Antigene gerichtet sind, und zu einer Erschöpfung von CD8+ T-Zellen, die gegen andere Erreger als diejenigen gerichtet sind, die das polyspezifische CTL-Epitop im S-Protein teilen. Es ist davon auszugehen, dass dies bei geimpften Kleinkindern und älteren Menschen zu einem dramatischen Anstieg der Inzidenz schwerer Erkrankungen durch ASLMI- oder CSCMI-fähige glykosylierte Viren führen wird. Die Inzidenz schwerer Erkrankungen wird wahrscheinlich auch durch immunpathologische oder krebsfördernde glykosylierte Eigenproteine bei geimpften Kleinkindern und älteren Menschen ansteigen.

Obwohl die Geimpften als Nährboden für diese Infektionen dienen, sind sie keine asymptomatischen Ausscheider, und die Verbreitung dieser glykosylierten mikrobiellen Infektionen kann daher nur Epidemien und keine Pandemien auslösen. Ungeimpfte Personen mit einem ausgereiften angeborenen Immunsystem, die den oben genannten Krankheitserregern ausgesetzt sind, entwickeln je nach ihrer Empfänglichkeit[15] und der Stärke ihres CBIIS mit größerer Wahrscheinlichkeit eine vorübergehende Episode einer leichten bis mittelschweren (Abb. 2: ?) oder mittelschweren bis schweren Erkrankung (Abb. 2:?) an diesen anderen glykosylierten Viren. In einer stark geimpften Bevölkerung dürfte daher die Inzidenzrate mittelschwerer bis schwerer Erkrankungen durch glykosylierte ASLMI- oder CSCMI- oder krebserregende Erreger steigen.

Bei einer begrenzten Anzahl von Ungeimpften mit einem unreifen CBIIS (Kleinkinder; Abb. 2: ?) ist die Wahrscheinlichkeit einer schweren Erkrankung durch diese glykosylierten Krankheitserreger aus demselben Grund höher, wie er bereits für SC-2 erläutert wurde (siehe Abschnitt I.). In einer hochgeimpften Population ist daher mit einem begrenzten Anstieg der Inzidenzrate schwerer Erkrankungen durch glykosylierte ASLMI- oder CSCMI- oder Immunpathologie ermöglichende Krankheitserreger in dieser ungeimpften C-19-Subpopulation zu rechnen.

IV. Wie werden sich diese Pandemien/Epidemien entwickeln, und welche Bevölkerungsgruppen werden davon betroffen sein?

Während aufkommende Pandemien anderer ASLVIs (z. B. Influenza, RSV) oder ASLVDs (z. B. Affenpocken und Vogelgrippe) Bevölkerungen, die – mit Ausnahme von Kleinkindern – hoch geimpft sind, relativ wenig Schaden zufügen werden (da es einen Kreuzschutz durch zytotoxische CD8+ T-Zellen gibt), werden Epidemien anderer mikrobieller Krankheiten und Krebs größeren Schaden anrichten, da sie sich aufgrund der relativen Erschöpfung des adaptiven Immunsystems in diesen Bevölkerungen stärker ausbreiten. Wenn jedoch die Gemeinden mit der Impfung von Kleinkindern fortfahren, werden alle aufkommenden Pandemien und laufenden Epidemien diesem Teil der Bevölkerung unglaublichen Schaden zufügen, möglicherweise sogar bevor die Pandemie der „virulenteren“ SC-2-Varianten in ihr letztes dramatisches Stadium der ADED übergeht. In Anbetracht meiner Vorhersagen über die Zeitspanne, in der Letzteres eintreten wird, würde dies insbesondere für die C-19-Impfung von Kindern in Ländern mit einer relativ niedrigen Durchimpfungsrate gelten.

Inzwischen sind auch viele Tierarten für hochinfektiöse SC-2- und andere „antigenisch verschobene“ glykosylierte Viren (z. B. Vogelgrippe) anfällig geworden, weil es an Ag-spezifischen Antikörpern und einer angemessen ausgebildeten zellbasierten angeborenen Immunität fehlt. Diese Situation bedroht wahrscheinlich nicht nur Zootiere, sondern auch Nutztiere, da diese in unmittelbarer Nähe zum Menschen leben und aufgrund ihrer kurzen Lebensspanne keine robuste angeborene Immunität (und damit keine Herdenimmunität) entwickeln können (da glykosylierte Viren nicht endemisch zirkulieren). Darüber hinaus können eine hohe Besatzdichte oder andere ungünstige Management- oder Umweltbedingungen Stressfaktoren erzeugen, die sich negativ auf die angeborene Immunfunktion auswirken können (z. B. bei Geflügel, Rindern und Schweinen).

Länder mit einer niedrigen Durchimpfungsrate, einer gut ausgebildeten angeborenen Immunität und einer jüngeren Bevölkerung werden am besten abschneiden (Afrika wird gewinnen!). Der Verlust von Menschenleben wird wahrscheinlich in Ländern mit hohem SC-2-Impfgrad am schwersten sein, während ungeimpfte Personen in diesen Regionen ihre angeborene Immunität ausreichend trainiert haben, um neu auftretenden SC-2-Varianten zu widerstehen, die gut an den Immunstatus der Geimpften angepasst sind. In Ländern wie China beispielsweise, wo nicht nur ein hoher Prozentsatz der (älteren) Bevölkerung geimpft ist, sondern auch die Ungeimpften aufgrund einer schlecht ausgebildeten angeborenen Immunität infolge strenger Maßnahmen zur Infektionsprävention gefährdet sind, wird die Situation katastrophal sein.

Allgemeine Schlussfolgerung

Der massive suboptimale Immundruck, den hochgradig C-19-geimpfte Populationen auf den Lebenszyklus von SARS-CoV-2 ausüben, führt zu einer natürlichen Selektion und dominanten Ausbreitung hochinfektiöser Varianten, die das zellbasierte angeborene Immunsystem ausschalten und das adaptive Immunsystem untergraben und aushöhlen, so dass neue Pandemien und Epidemien mit dramatischen Folgen entstehen. Sowohl die Menschen als auch die Tierpopulationen sind erheblich gefährdet, vor allem in Ländern mit hohen C-19-Impfquoten und insbesondere bei geimpften Kindern. Diese Länder werden stark unter der Pandemie „virulenterer“ SC-2-Varianten leiden, sobald diese gegen die virulenzhemmende Wirkung der impfstoffinduzierten infektionsverstärkenden Abs resistent geworden sind.

Abbildungen

Abb. 1: Akute, selbstlimitierende Virusinfektionen, die nicht zu einer systemischen/schweren Erkrankung (und möglicherweise zum Tod) führen, werden durch M(ajor) H(istokompatibilität) C(omplex)-unbeschränkte, zytotoxische CD8+ T-Zellen beendet, die kein Gedächtnis haben und deren Aktivierung durch ein universelles, pathogen-unspezifisches Tc-Epitop im Spike (S)-Protein ausgelöst wird. Sofern eine infizierte Person nicht zu einer schweren Erkrankung fortschreitet, ermöglicht dies eine relativ rasche Erholung von der Krankheit nach einer produktiven Primärinfektion (und sicherlich bevor voll funktionsfähige virusneutralisierende Abs ihren Höhepunkt erreichen) [gemäß 2a-2b-2c-Weg]. Anstatt jedoch die de novo-Bildung neuer neutralisierender Abs gegen Varianten zu stimulieren, die der neutralisierenden Aktivität der durch Impfung induzierten Abs entkommen sind, wird die Exposition der Geimpften gegenüber diesen Immun-Escape-Varianten die nicht-neutralisierenden, die Infektion verstärkenden Abs rasch verstärken (diese sind gegen eine antigene Stelle gerichtet, die in der N-STD aller SC-2-Varianten konserviert ist und daher die Lizenz zur „antigenen Sünde“ hat, sobald sie das Immunsystem des Wirts vorbereitet hat).

Bei Geimpften, die vor der C-19-Impfung nur wenig Erfahrung in der Bekämpfung produktiver Infektionen (und damit ein schlechtes Training ihrer angeborenen Immunabwehr) hatten (vgl. A: 1a-1b-1c), werden infektionsfördernde Abs[16] (vgl. A: 1a-1b-1c) gebildet. C: ), die für die Verhinderung einer schweren Erkrankung durch Bindung an DC-gebundene Viren verantwortlich sind (gemäß 3a-3b), können mit der kontinuierlich aktivierten zytotoxischen CD8+ Tc-vermittelten Abtötung (vgl. B) synergieren, um eine Erkrankung sogar ganz zu verhindern und somit die Geimpften trotz ihrer hohen Anfälligkeit für eine erneute Infektion asymptomatisch zu machen (vgl. D). Da die Verhinderung einer Erkrankung nicht auf die Verhinderung einer produktiven Infektion, sondern auf eine beschleunigte Beseitigung der Infektion zurückzuführen ist, werden diese Geimpften bei einer erneuten Infektion weiterhin SC-2 ausscheiden und übertragen. Während die Effektorzellen des angeborenen Immunsystems MHC-unbeschränkt und polyspezifisch sind (z. B. NK-Zellen) und daher keine Immunflucht fördern, sind die infektionsfördernden Antikörper Ag-spezifisch (d. h. S-spezifisch) und werden – wenn sie von einem großen Teil der Population in hohen Titern produziert werden – die natürliche Selektion von Varianten der Immunflucht fördern, die der virulenzhemmenden Kapazität dieser Antikörper widerstehen können. Der Grund dafür ist, dass die Geimpften eine produktive virale Infektion nicht verhindern können; folglich ist der Immundruck, den sie auf die virale Virulenz ausüben, insofern suboptimal, als er die dominante Ausbreitung von SC-2-Varianten, die diesen Immundruck überwinden können, nicht verhindern kann. Die Resistenz viraler Varianten gegen die virulenzhemmende Wirkung von infektionsfördernden Abs führt unweigerlich zu ADEI-vermittelter ADED.

Abb. 2: Die nachstehende Tabelle fasst zusammen, welche Art von Krankheit die im Text beschriebenen Pandemien in einer gut gemischten, hoch geimpften Bevölkerung voraussichtlich auslösen werden und wie sich die Inzidenzrate der verschiedenen Arten schwerer Krankheiten (und damit die Hospitalisierungsrate) in der geimpften im Vergleich zum ungeimpften Teil der Bevölkerung entwickeln wird, je nach Reife/Stärke der CBIIS und dem Grad der Immunerfahrung der AIS. Eine verstärkte Virusübertragung von der asymptomatisch infizierten Gruppe der C-19-Geimpften auf andere Teile der Bevölkerung wird drei neue Arten von Pandemien verursachen[17], nämlich eine Pandemie von antigenisch verschobenen, „virulenteren“ Immun-Escape-SC-2-Varianten, die ADEI bei Geimpften ermöglichen (P1), eine Pandemie von akuten, selbstlimitierenden Virusinfektionen (P2), eine Pandemie von akuten, selbstlimitierenden Viruserkrankungen (P3) und eine „Pseudo-Pandemie“ von „virulenteren“ Immun-Escape-SC-2-Varianten, die ADEI-vermittelte ADED bei Geimpften ermöglichen (P4).

P1 und P4 (werden) nur hoch geimpfte Länder betreffen. Die gesundheitlichen Auswirkungen der laufenden Pandemien (d. h. P1, P2, P3) und der bevorstehenden Pseudopandemie (d. h. P4) auf immunologisch unterschiedliche Gruppen einer gut gemischten, hoch geimpften Bevölkerung werden im Text beschrieben.

P1 = Lila

P2 = Rot

P3 = Schwarz

P4= Grün

Abkürzungen:

ADED: Antikörper-abhängige Verstärkung von Krankheiten

AIS: Adaptives Immunsystem

ASLMI: Akute selbstlimitierende mikrobielle Infektion (andere als ASLVI oder ASLVD)

Baerbock kann nach 4 fach Corona Impfung kaum noch Treppen steigen

Die Genspritzen schienen auch für Deutschlands angeblich extrem beliebte Außenministerin ein voller Erfolg gewesen zu sein. Anfang Juni wurde sie positiv auf das gefürchtete Virus getestet – und noch jetzt kämpft Annalena Baerbock laut eigener Aussage mit Einschränkungen. Dabei hatte sie sich bereits vier der gepriesenen Injektionen abgeholt.

Medienberichte zitieren: „Es hat mich wirklich niedergestreckt, trotz Vierfachimpfung. Ich lag zwei Wochen lang flach.” Die Nachwirkungen der Infektion bemerkt die 41-Jährige im Alltag offenbar noch immer: „Mehr als zwei Etagen schaffe ich auch jetzt kaum zu Fuß.“

Für die deutschen Bürger hat sie eine wichtige Message: „Ich kann nur appellieren: Maske tragen, wo es nötig ist, und testen, testen, testen.“ Das hat bei ihr offensichtlich mindestens so gut funktioniert wie der Vierfach-Schuss.
Manche Politiker lernen niemals was hinzu 

Gaspreis ist seit 2020 um 1300 % gestiegen

Aber auch in den USA stieg die Inflation aktuell um 9,1 %

Wie die US-Elite mit Habecks Hilfe den "deutschen Michel" verdummen und verarmen will

Wollen die Deutschen wirklich ökonomischen und nationalen Selbstmord begehen? Gleich ein paar Fakten dazu. Äußerungen eines ehemaligen CIA-Mitarbeiters und Stimmen der Vernunft aus Deutschland. 

Wussten Sie, dass der Preis für Erdgas in Europa seit Anfang 2020 um über 1.300 Prozent gestiegen ist? Noch mal: 1.300 Prozent. In den USA stieg er an der Börse in New York jedoch nur um 183 Prozent seit Anfang 2020. In Europa hat sich der Preis also vervierzehnfacht und in den USA noch nicht einmal verdreifacht. Noch deutlicher fällt der Vergleich seit dem 8. Juni 2022 aus. Bis heute ist der Preis für Erdgas in Europa um weitere 113 Prozent gestiegen, aber in den USA, an der New Yorker Börse ist er um 28 Prozent gefallen. Jeder kann diese Entwicklungen überprüfen, anhand von Charts der US-Nachrichtenagentur Bloomberg.

US-Präsident Joe Biden sagte beim G7-Gipfel Ende Juni: "Was kann Russland aushalten und was ist Europa bereit auszuhalten?" Richtig, denn die USA müssen nichts davon "aushalten". Europa und vor allem Deutschland und Russland müssen was aushalten, nicht Nordamerika. Die US-Elite lacht sich praktisch ins Fäustchen.

Und ja: die Gaspreise explodieren in Europa beispiellos. Selbst die Bild klagt nun, wie die Bürger das bezahlen sollen. Die Politiker wollen ja nun die Schwächsten – vielleicht – schützen: mit einer Gaspreisobergrenze. Nun gut. Aber viel wichtiger: Wie soll denn die deutsche Wirtschaft das aushalten? Der deutsche Mittelstand? Selbst der BASF-Chef, von dem deutschen Chemiekonzern schlechthin, warnte bereits im März davor, dass das gesamte Werk von BASF in Ludwigshafen stillgelegt werden müsste – ohne russisches Erdgas. Wir reden über den weltgrößten Chemiestandort, der allein bereits für rund 3,7 Prozent des gesamten deutschen Erdgasverbrauchs steht.

Die deutsche Wirtschaft war bereits 2020 mit den höchsten Strompreisen der Welt konfrontiert, die jetzt aber auch nochmals kräftig zulegen. Übrigens hatten "wir" Ende 2021 drei Atomkraftwerke abgeschaltet, Ende 2022 folgen weitere drei, die letzten drei. Tja, und Ursula von der Leyen, die EU-Kommissionspräsidentin, postete am 30. Juni, sie sei sehr erfreut, verkünden zu können, dass nun die Ukraine Atomstrom in die Europäische Union liefern könne:

Deutsche Politiker, wacht endlich auf! Lasst Euch nicht vor den Karren der USA spannen, die nichts auszuhalten haben. Beendet die Unvernunft deutscher Politik schnellstens, bevor uns das alles um die Ohren fliegt.

Um es ganz deutlich zu sagen – und ich hätte nicht gedacht, mal in einem Punkt so zum Merkel-Versteher zu werden: Es war volkswirtschaftlich, ökonomisch völlig richtig, preiswertes russisches Erdgas zu nutzen. Merkel hat da den richtigen Kurs gesteuert. Die Wirtschaft konnte dank des russischen Erdgases, welches immer – selbst im Kalten Krieg – verlässlich von dort geliefert wurde, sehr konkurrenzfähig auf den Weltmärkten zum Exportweltmeister werden. Im April 2016 hatte Deutschland in seiner Handelsbilanz noch einen Überschuss in Höhe von 23,3 Milliarden Euro. Wir haben also viel mehr Waren an das Ausland verkauft (exportiert), als aus dem Ausland eingekauft (importiert). Noch im vergangenen Juli 2021 waren es über 17 Milliarden Euro Überschuss. Jetzt, im Mai 2022, waren es minus 1 Milliarde Euro! Seit Mitte 1991 gab es niemals ein Minus in der Außenhandelsbilanz – jetzt aber ist Schluss mit lustig für Deutschland. 

Oskar Lafontaine, Ex-SPD-Chef und Mitgründer der Linkspartei, aus der er inzwischen austrat, hat treffend vor wenigen Tagen in Facebook geschrieben:

"Deutsche Politiker wollen nicht begreifen, obwohl es US-Strategen immer wieder sagen, dass die US-Politik seit 100 Jahren das Ziel hat, das Zusammengehen von deutscher Technik und russischen Rohstoffen zu verhindern. Es ist logisch: Das erklärte Ziel, die einzige Weltmacht zu bleiben, verlangt, dass man nicht nur die chinesische oder russische, sondern auch die deutsche und europäische Wirtschaft schwächt, damit keine Konkurrenz zu stark wird. Damit das funktioniert, braucht man Politiker, die dumm genug sind, diese Strategie nicht zu durchschauen und zu unfreiwilligen Helfern dieser Politik werden."

Ich empfehle allen dringend, die das hier lesen, hören oder sehen, einen Beitrag des ehemaligen CIA-Mitarbeiters Graham E. Fuller zu lesen, den die NachDenkSeiten übersetzt und am 1. Juli mit dem Titel "Wann endlich erwacht Europa?" veröffentlicht haben. Daraus einige wichtige Sätze:

"Die amerikanischen Sanktionen gegen Russland haben sich für Europa als weitaus verheerender erwiesen als für Russland."

"Es gibt bereits tiefe Risse in der europäischen Fassade der sogenannten 'NATO-Einheit'. Westeuropa wird zunehmend den Tag bereuen, an dem es dem amerikanischen Rattenfänger blindlings in den Krieg gegen Russland gefolgt ist.

Im Gegensatz zu optimistischen Erklärungen könnte auch die NATO am Ende echt geschwächt daraus hervorgehen. Die Westeuropäer werden lange und gründlich über die 'Weisheit' und die hohen Kosten nachdenken, die mit der Provokation tieferer, langfristiger Konfrontationen mit Russland oder anderen 'Konkurrenten' der USA verbunden sind.

Europa wird früher oder später zum Kauf von preiswerter russischer Energie zurückkehren. Russland liegt vor der Haustür, und eine natürliche Wirtschaftsbeziehung zu Russland wird letztlich von überwältigender Logik sein.

Europa nimmt die USA bereits als eine im Niedergang begriffene Macht mit einer unberechenbaren und heuchlerischen außenpolitischen 'Vision' wahr, die auf der verzweifelten Notwendigkeit beruht, die 'amerikanische Führungsrolle' in der Welt zu erhalten. Amerikas Bereitschaft, zu diesem Zweck Krieg zu führen, ist für andere Staaten aber zunehmend gefährlich."

Dies sind nur einige der wesentlichen Sätze dort.

Und noch einmal zum Mitschreiben: Es ist der Westen, es sind hauptsächlich die USA, Kanada und die Europäische Union, die für den Raub der russischen Währungsreserven stehen. Ungefähr die Hälfte dieses Vermögens ist eingefroren. Der Westen versucht, Russland auch in den Staatsbankrott zu treiben. Die US-Nachrichtenagentur Bloomberg schrieb kürzlich:

"Bisher hat es Moskau immer wieder geschafft, die Beschränkungen zu umgehen und seine internationalen Schulden zu bedienen, aber das wird sich nun wohl ändern, nachdem die USA einen weiteren Pfad zu den Gläubigern geschlossen haben."

Angenommen, man nimmt euch eure Möglichkeit von Geldtransfers an andere Menschen, die euch etwas verkaufen, oder man stiehlt euch noch all euer Geld bei ausländischen Banken. Genau das hat man nämlich jetzt mit den Russen gemacht und ihre Währungsreserven im Ausland beschlagnahmt. Ihr könnt dann gegebenenfalls Eure Kredite einfach nicht mehr bezahlen – und folglich erklärt man euch für bankrott. Was kann dann euer Gläubiger, dem ihr Geld schuldet tun? Er kann euer sonstiges Eigentum, euer Haus, euer Auto pfänden, beschlagnahmen lassen.

Bloomberg berichtet in diesem Artikel, dass – wenn Russland jetzt nicht mehr die Zinsen auf Anleihen zahlen kann, weil ihren die Zahlungsmöglichkeit fehlt – dass dann russische Vermögenswerte weltweit beschlagnahmt werden könnten. Wörtlich heißt es: "Investoren müssten nach Werten wie Flugzeugen, Aktienbesitz, Immobilien und Bankkonten des russischen Finanzministeriums suchen und sie in Ländern finden, in denen ein Urteil eines englischen oder US-amerikanischen Gerichts vollstreckt werden kann."

Wie würdet Ihr reagieren, wenn ihr praktisch dieses Russland von heute wärt? Ich will ganz eindeutig erklären – auch wenn man sich damit bei der deutschen Politik und den deutschen Medien Zorn zuzieht: Der russische Präsident Putin hat sehr besonnen auf die Hetze gegen ihn und sein Land, auf all die räuberischen Maßnahmen und Sanktionen gegen Russland reagiert. Hätte er Deutschland und die gesamte Europäische Union im März nach diesen Schritten mit einem Öl- und Erdgaslieferstoff konfrontiert, wäre wohl schnell das Chaos ausgebrochen. Jeder möge die Reaktion Putins hinterfragen. Wäre er der gemeingefährliche Despot, hätte er doch genau das getan. Wird hier also ein Feindbild von westlichen Medien entworfen, welches nichts, aber auch rein gar nichts mit der Wirklichkeit zu tun hat? Für mich lautet die Antwort: JA!

Der ehemalige Bundeswehrgeneral Gerd Schultze-Rhonhof zitierte unlängst den alten deutschen Reichskanzler Otto von Bismarck, der gesagt habe:

"Ewigen Frieden hat man durch Interessenausgleich, aber nicht dadurch, dass man seine Interessen durchsetzt."

Wie wahr! Ich fordere uns Deutsche auf, für einen Interessenausgleich, für die Rückkehr der Vernunft einzutreten. Auf der letzten Seite meines Buches "Fremdbestimmt" schreibe ich u. a.:

"Der in Deutschland vom Mainstream verhasste ehemalige Wahlkämpfer Donald Trumps, Steve Bannon, sagte im Mai 2019: 'Russland ist ein natürlicher Verbündeter, um den gesamten Westen zu vereinen.' Wohin die Sanktionen der EU gegen Russland im Jahr 2014 führten, zeigte ich Ihnen. Horchen wir Deutschen bei solchen Gedanken bitte auf und lernen wir aus der Geschichte. Wie sagte der deutsche Reichskanzler Otto von Bismarck noch? 'Deutschland und Russland ist es früher immer schlecht gegangen, wenn sie Feinde waren, aber gut, wenn sie Freunde waren.'"

Für die Rückkehr der Vernunft müssen wir alle gemeinsam arbeiten.

Thorsten Schulte ist eine Stimme der Vernunft zu Wirtschaft und Politik in Europa. Er ist der Autor von Büchern wie "Kontrollverlust – Wer uns bedroht und wie wir uns schützen" (Spiegel-Bestseller Platz 1 mit Vorwort von Willy Wimmer) und "Fremdbestimmt: 120 Jahre Lügen und Täuschung", redet Tacheles, deckt auf, klagt an und entwirft einen besseren Weg für Deutschland.

Mehr zum Thema - Umfrage: Inflation größte Sorge der Deutschen – Forderungen nach Steuersenkungen werden lauter

 

Sahra Wagenknecht fordert Aufhebung der Sanktionen gegen Russland

Im Wortlaut

Der Wirtschaftskrieg mit Russland entwickelt sich mehr und mehr zum Albtraum. Sollten die Gaslieferungen tatsächlich eingestellt werden, droht uns eine Katastrophe, wie wir sie seit der Weltwirtschaftskrise zu Zeiten der Weimarer Republik nicht mehr erlebt haben. Und was machen unsere Oberhäuptlinge? Scholz redet vom Unterhaken, der Arbeitgeberpräsident träumt von einem „nationalen Notstand“, in dem Streiks nicht mehr ohne weiteres möglich sind, Habeck wirbt für kürzeres Duschen - und irgendwelche Experten erzählen uns, dass es sowieso gesünder ist, die Wohntemperatur auf 16 Grad abzusenken, denn wenn man friert, schmelzen immerhin die Fettpolster.
Statt solche aberwitzigen Debatten zu führen, sollten wir lieber der Wahrheit ins Auge sehen: Die westlichen Sanktionen ruinieren nicht Russland, sondern Deutschland. Putin verkauft seine Rohstoffe an andere Länder und seine Taschen sind durch die steigenden Energiepreise prall gefüllt, während die Portemonnaies der Menschen hierzulande immer leerer werden. Deshalb: Schluss mit diesem Wahnsinn! Wir können und müssen den Wirtschaftskrieg beenden und die Sanktionen aufheben. Dann bekommen wir auch wieder genug Öl und Gas zu moderaten Preisen. Mein Video der Woche über die Folgen eines Gas-Lieferstopps, die erfolglose Suche nach alternativen Lieferanten und warum die Bundesregierung den Sanktions-Irrsinn beenden muss:
 
„Putin lacht sich tot über uns“
Der Gaskrieg ruiniert Deutschland und trägt in keiner Weise dazu bei, den russischen Angriffskrieg zu beenden - im Gegenteil: Putins Taschen sind durch die Sanktionen jetzt voller denn je, während wir so kurzfristig nicht genügend alternative Gaslieferanten finden. Die Bundesregierung ist aber in der Verantwortung, die Energieversorgung für diesen Winter sicherzustellen und ich sehe nicht, wie man das ohne russisches Öl und Gas schaffen will. Im Interview mit der Welt begründe ich, warum ich es für sinnvoll halte, mit Russland über eine Deeskalation in diesem zerstörerischen Wirtschaftskrieg zu verhandeln:
 
Sahra Wagenknecht fordert Inbetriebnahme von Nord Stream 2
Die Sanktionspolitik ruiniert uns, nicht Russland
Der Wirtschaftskrieg gegen Russland hilft nicht, den Ukraine-Krieg zu beenden, sondern ruiniert unsere Industrie und unseren Wohlstand. Bei Viertel nach Acht habe ich u.a. mit Gloria von Thurn und Taxis über die westliche Sanktionspolitik diskutiert und über nötige Schritte, die uns aus der Eskalationsspirale herausführen können:
 

Die Linke macht sich überflüssig

Ein Beitrag von Gert Ewen Ungar

Der Beitrag spiegelt nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder - wird aber als wichtiger Beitrag zur Diskussion in der Linkspartei betrachtet 

Die Linke macht sich überflüssig – ein Abgesang

Seit dem Parteitag der Partei "Die Linke" in Erfurt sind bereits einige Wochen vergangen. Auf ihrem Parteitag hat sich die Partei überflüssig gemacht. Die Wochen danach zeigen: Sie wird nicht vermisst. Linke Politik in Deutschland dagegen schon.
Die Linke macht sich überflüssig – ein Abgesang
Quelle: www.globallookpress.com © Steffen Proessdorf / IMAGO

Der Parteitag der Partei "Die Linke" hat deutlich gemacht: Es gibt in Deutschland faktisch keine linke, sozialistische oder auch nur tatsächlich sozialdemokratische Alternative im Parteienspektrum mehr. Der deutschen Parteienlandschaft fehlt damit ein wichtiger Bestandteil, den es aber braucht, um in einer Demokratie angemessen breit diskutieren zu können. Das Spektrum unterschiedlicher Positionen zu gesellschaftspolitischen und volkswirtschaftlichen Themen ist in Deutschland besonders eng. Insbesondere im Hinblick auf Wirtschaftspolitik, aber auch im Hinblick auf außenpolitische Positionen ist die politische Diskussion in Deutschland auf wenige, kaum kontrovers zu nennende Positionen verengt.

Die Linke, einst gegründet, um eine sozialistische Alternative zu genau diesen Themen zu bieten, hat sich inzwischen angepasst. Sie stößt, was Russland- und Identitätspolitik angeht, ins gleiche Horn wie die Grünen, die SPD, die FDP und sogar die CDU. Sie hat sich mit dieser Anpassung allerdings auch überflüssig gemacht. Eine echte linke Partei von relevanter Größe mit tatsächlich linken Positionen gibt es in Deutschland nicht mehr.

Diese Feststellung wird Protest bei denjenigen provozieren, die schon der CDU unter Angela Merkel einen massiven Linksrutsch attestierten und die in der aktuellen Regierung die Auferstehung des Sozialismus wittern. Das ist allerdings alles fernab der Realität, denn alle an den Regierungen beteiligten Parteien der letzten 30 Jahre vertraten wirtschaftspolitisch im Kern marktradikale Positionen. Ehe für alle und ein bisschen LGBT ist noch lange kein linkes Programm. Das ist lediglich preisgünstige politische Kosmetik. Marktradikalismus aber höhlt die Demokratie aus, indem er Wirtschaftsmacht gegen Gemeinwohl ausspielt. Es ist einerseits der Weg in den Totalitarismus, andererseits von tatsächlich linken Positionen himmelweit entfernt. Um es in eine einfache Formel zu gießen: Bei uns hat der Mensch der Wirtschaft zu dienen. Eine linke Position aber wäre, die Wirtschaft dient dem Menschen.

Die Partei "Die Linke" gibt klassisch linke Programmatik zugunsten identitätspolitischer Positionen auf. Sie verweigert ihrer eigentlichen Klientel, den Arbeitern, Angestellten, den von Armut bedrohten und den tatsächlich armen Menschen in Deutschland die politische Repräsentation. Damit hat diese immer größer werdende Gruppe in der deutschen Parteienlandschaft keine Fürsprecher mehr. Das ist ein eklatanter Mangel, denn die Parteien in einem demokratischen Staat haben die Aufgabe, die unterschiedlichen Interessen gesellschaftlicher Gruppen abzubilden. Der demokratische Staat hat die Pflicht, diese unterschiedlichen Interessen auszugleichen, um das Maximum an Freiheit bei größtmöglichem Schutz des Einzelnen zu erreichen.

Die deutsche Parteienlandschaft mit ihrer Fokussierung auf die ausschließliche Repräsentation einer bürgerlichen Mitte ist dazu nicht mehr in der Lage. Das politische System erodiert. Dass diese umfassende politische Repräsentation möglichst aller gesellschaftlicher Gruppen in der Bundesrepublik nicht mehr existiert, zeugt von einer Fehlentwicklung, die auch vor der Partei "Die Linke" nicht haltgemacht hat. Große gesellschaftliche Gruppen fallen einfach aus der politischen Repräsentation raus.

Dass die Staaten des Westens und damit auch Deutschland diese Aufgabe des Interessenausgleichs zwischen Einzelinteressen einerseits und Gemeinschaftsinteresse andererseits immer weniger übernehmen, es dadurch zu einer Zunahme von Spannungen und gesellschaftlichen Ungleichgewichten kommt, ist vielfach belegt. Dass auch Parteien mit sozialistischem Anspruch nicht davor gefeit sind, nach rechts zu rutschen und sich neoliberaler Logik zu ergeben, davon legt die Entwicklung der Partei "Die Linke" und zuletzt ihr Parteitag ein bedrückendes Zeugnis ab.

Zentrale linke Werte wirft die Partei mit zunehmender Geschwindigkeit über Bord und passt sich in vorauseilendem Gehorsam dem an, was sie für linke Mitte halten mag, was aber faktisch einen Rechtsrutsch und die Preisgabe der Interessen der eigenen Klientel bedeutet.

Schon im Dekor des Parteitags verzichtete die Partei auf klassisch linke Ästhetik. Die Linke präsentiert sich nicht in Rot, sondern macht auf bunt. Mit der Annäherung ihres Corporate Designs an die Regenbogenfahne macht die Linke auch gleich deutlich, was parteiintern schiefläuft. Mit der Hinwendung zu identitätspolitischen Positionen macht die Partei den gleichen Fehler, den auch die Grünen gemacht haben: Sie versucht die Integration einer im Kern reaktionären Ideologie in ihre Strukturen.

Identitätspolitik war historisch die reaktionäre Antwort auf den Universalismus der Aufklärung. Werte wie internationale Solidarität und überbordender Individualismus können nicht einfach so versöhnt werden, indem man beide programmatisch bedient. Die Linke versucht aber genau das, behauptet, die Interessenvertretung von Menschen mit niedrigem Einkommen, zu sein und versucht gleichzeitig, die Interessen einer urbanen Lifestyle-Linken zu bedienen, deren Lebensrealität sich fundamental von der ersten Gruppe unterscheidet. Mittelfristig musste sich die Partei zwangsläufig entscheiden – inzwischen hat sie es getan. Die Linke hat sich ähnlich wie die Grünen in ihrer Entwicklung inzwischen für Individualismus, Konformität und damit die Preisgabe von linken Prinzipien entschieden.

Besonders deutlich wird das in der Auseinandersetzung mit Russland. Der Leitantrag liest sich unter diesem Gesichtspunkt wie eine gut ausgearbeitete Vorlage für eine Runde Bullshitbingo. Er ist eine Aneinanderreihung populistischer Floskeln in der offenkundigen Absicht, künftige Koalitionsgespräche mit den Grünen und der SPD nicht zu gefährden. Es ist absolut beschämend, diese Anbiederung an das Vokabular des herrschenden Narrativs lesen zu müssen, das mit der Realität absolut nichts zu tun hat. Der Leitantrag dekliniert die Phrasen durch: Putin-Regime, russischer Angriffskrieg, die russische Zivilgesellschaft stärken, Kriegsgegner in Russland unterstützen usw. usf. "Die Linke" gibt Denken in Abläufen und Zusammenhängen zugunsten populistischer Phrasendrescherei auf.

Wie auch die anderen Parteien setzt sie auf die Einmischung in die inneren Angelegenheiten Russlands und meint, die russische Zivilgesellschaft gegen Wladimir Putin mobilisieren zu müssen. Das hört man in Deutschland sicherlich gerne, denn es bedient das herrschende Klischee über Russland, es geht aber an der Realität völlig vorbei.

Die Mehrheit der Russen steht hinter dem Einsatz in der Ukraine. Putin muss sich im Gegenteil den Vorwurf gefallen lassen, zu zögerlich gewesen zu sein, dem Westen zu sehr vertraut zu haben. Aber solche Differenzierungen passen nicht ins Bild von der grausamen Putin-Diktatur, das inzwischen auch "Die Linke" für sich als willkommenes Feindbild angenommen hat. Das primitive Bild vom Putin-Regime, das die Opposition im eigenen Land grausam unterdrückt, eignet sich bestens für die eigene moralische Selbstüberhöhung. Die Partei reiht sich wie schon die Grünen ein in den Kampf gegen angebliche Autokraten und für die liberale Demokratie. Mit Fakten, den aktuellen, ganz konkreten historischen Abläufen hat diese absolut unterkomplexe Sicht natürlich nichts zu tun – die Linke wird daher auch gemeinsam mit den Grünen an dieser Realität scheitern.

Die Partei "Die Linke" hat sich abgeschafft. Sie ist aufgegangen in den Phrasen des Mainstreams und wird daher auch nicht weiter benötigt. Alles, was die Partei noch zu sagen hat, hat man schon tausendfach von anderen Parteien gehört. Ihre Programmatik hat sie selbst zur Unkenntlichkeit verwischt. Sie bietet keine Lösungen an, sondern trällert eifrig im Mainstream mit.

Eine Diskussion über die Öffnung von Nord Stream 2, so lässt uns beispielsweise der Fraktionsvorsitzende der Bundestagsfraktion Dietmar Bartsch via Twitter wissen, fordert "Die Linke" jedenfalls nicht. Warum auch? Das würde zwar die bestehenden Probleme hinsichtlich der Gasknappheit lösen, aber den möglichen Koalitionspartner vergraulen. Man wird die Partei "Die Linke" nicht vermissen. Was man aber in Deutschland vermissen wird, ist eine Partei mit einer echten linken Programmatik, die jene Gruppen politisch repräsentiert, deren Repräsentation "Die Linke" verweigert. ( Oskar Lafontaine hatte eine solche Inbetriebnahme von Nordstream 2 gefordert, Anm. der Rexdaktion).