Nazi Mythen zwischen "Asow" und "Rechter Sektor" in der Ukraine - Nützliche Putschisten für die USA 

Tatsächlich war die Ukraine lange Zeit Teil des Vielvölkerstaates Sowjetunion und somit auch Teil eines souveränen Staates, der die territoriale Integrität und somit auch das Völkerrecht für sich und seinen Bestand  in Anspruch nehmen konnte.

Tatsächlich kam es trotzdem zum Zerfall der Sowjetunion - auch  bezogen auf die drei Kern-Republiken Russland, Weißrussland und Ukraine.

Abgesehen davon, dass Kiew als Kiewer Rus die Geburtsstätte dreier Nationen ist, die sich alle auf diese Stadt historisch berufen , ist es tatsächlich so, dass ein ukrainisches Nationalbewusstsein nicht existierte. Deshalb setzten die USA bei ihren Putschversuchen auf dem Maidan 2014 auf Neonazis, die trotzdem von einem neuen Reich der Ukraine träumten, dass auch russisch besiedelte Gebiete wie den Donbass umfassen sollte und das als Bollwerk gegen Russland  aufgebaut werden konnte. .

Tatsächlich ist das " Völkische" an der Ukraine  allenfalls mit Bayern oder Österreich vergleichbar. Der Österreicher Hitler bezeichnete sich auch als Deutscher - so wie auch auf viele Ukrainer sich als Russen definieren. So sprechen im vom Asow Faschismus  befreiten Mariupol 95 % der Menschen zu Hause russisch. Sie sind also russisch sozialisiert.    

Entsprechend könnte auch Bayern einen eigenen Staat gründen und die Bundesrepublik analog zur Ukraine  die Zugehörigkeit  mit und zu Russland verlassen.

Wenn dann aber Bayern mit russischen oder chinesischen Militärs hochgerüstet und Krieg gegen Preussen und Sachsen führen würde und 14 000 Preussen oder Thüringer ermorden würden, würde auch die BRD genauso wenig zuschauen wie die Nato! .   

Das macht deutlich, dass ein russophober Nationalismus in der Ukraine nur mit Nazis durchgesetzt werden konnte.

Denn entsprechend im bayrischen Politikspektrum wären nicht mal Erzkonservative wie Söder  oder die CSU bereit  die BRD zu verlassen - dazu bräuchte es bayrische separatistische Neonazis. 

In der  Ukraine fanden die USA einige Neonazi-Organisationen vor, die sie unterstützen konnten.

Das Zerbröckeln des "Asow"-Mythos leitet den Zerfall des ukrainischen Staates ein

Das "Asow"-Regiment als die ukrainische Elite-Einheit sitzt in Bunkern des gleichfalls nach der Stadt Asow benannten Stahlwerks in Mariupol kurz vor der kompletten Kapitulation. Da "Asow" derzeit in Sicherheitsstrukturen, Gesellschaft und Politik der Ukraine fest verwurzelt ist, wird diese Niederlage auch weitreichende Folgen für diesen jetzigen ukrainischen Staat haben.
Das Zerbröckeln des "Asow"-Mythos leitet den Zerfall des ukrainischen Staates ein
Quelle: Gettyimages.ru © Leon Klein/Anadolu Agency via Getty Images

Seit nun schon mehr als acht Jahren erfüllen die Angehörigen des sogenannten "Asow-Regiments" eine Reihe wichtiger Funktionen innerhalb des ukrainischen Staates. Zu allererst war es aber die Funktion der "Kettenhunde", die stellvertretend für das damals noch junge nationalistische Regime das "Problem der separatistischen Regionen" im Südosten selbst in die Hand nehmen sollten. So ist Asow aus  den damaligen Charkower Neonazis und Fußball-Ultras gewachsen, die bereits am Ersten Mai 2014 als Gruppe eines bewaffneten und maskierten "schwarzen Korps" in ihrem "Begrüßungsvideo" versprach, kurzerhand alle "Separatisten verschwinden zu lassen".

Für die Putsch-Regierung des "Interimspräsidenten" Turtschinow war es damals höchste Zeit, der drohenden Abspaltung des Südostens der Ukraine nach dem Maidan ein Ende zu setzen. Das Krim-Referendum lag zu diesem Zeitpunkt nur sechs Wochen zurück, die Proklamation der Donezker Volksrepublik nur drei Wochen. Auch in anderen Städten brodelte es. Auch Charkow wagte es, eine Volksrepublik auszurufen, die allerdings nach wenigen Tagen mit tatkräftiger Hilfe solch eines "schwarzen Korps" zerschlagen wurde. In Odessa demonstrierten Zehntausende für eine Föderalisierung des Landes, Proteste gab es auch in anderen Städten. 

Der nationalistische Putsch in Kiew kam im Südosten gar nicht gut an. Die Bandera-Ideologie der Westukrainer wurde Anfang des Jahres 2014 von der überwiegenden Mehrheit der Bevölkerung im Südosten als etwas Fremdes und Feindliches angesehen. Nazi-Kollaborateure als Helden zu verehren, das war schlichtweg ein Albtraum im Osten der Ukraine. 

Dabei war bereits der "Rechte Sektor" wegen seiner maßgeblichen Rolle auf dem Kiewer Maidan und beim Odessa-Massaker am 2. Mai als kampfstärkste neonazistische Formation in aller Munde. Aber die vom "Rechten Sektor" allein wären nicht imstande gewesen, den "Strafvollzug" für die neuen Machthaber in der ganzen Region zu erfüllen: Die schwarz-rote frühere Fahne der OUN und UPA des Rechten Sektors müsste durch etwas anderes ersetzt werden. 

Das Regime verstand – die Rebellion im Südosten müsste dort mit den eigenen Händen erstickt werden, mit einer Ideologie, die akzeptiert wird, wobei die Zielgruppe für Propaganda die marginalisierten Schichten in russischsprachigen Städten sein sollten. Diese Städte spielten einst in der imperialen Premium-Liga der Sowjetunion. Charkow, Dnjepropetrowsk und Donezk konnten auf Augenhöhe mit Sankt Petersburg, Nowosibirsk, Alma-Ata oder Baku in allen Bereichen mithalten – in Industrie, Wissenschaft und Sport.

Mit dem Zerfall der Sowjetunion war es aber vorbei mit dem großen Land. Im Unterschied zum eher ländlich geprägten Westen und Zentrum war für den Süd-Osten die Ukraine nach all dem territorialen Zugewinn der Sowjet-Ära immer noch zu klein. Schließlich hatte auch diese Region ihr Entstehen der imperialen Ausdehnung des russischen Reiches zu verdanken. Mental lebten viele russische Ukrainer noch Jahrzehnte nach 1991 mit den Russen, Weißrussen, Kasachen, Moldawiern, Aserbaidschanern und anderen gefühlt in einem größeren Land. 

Die Charkower Nazis, um deren gerade aus dem Gefängnis freigelassenen Ideologen Andrej Bilezkij geschart, haben den ukrainischen Nationalismus in seiner  Ost-Variante neu entdeckt und modernisiert. Bilezkij träumte von einem noch größeren und stärkeren Land als es die Ukraine insgesamt bereits war, er dachte über Rassen nach, über das Imperium, über das Starksein. Sein Nazismus war nicht rückwärtsgewandt wie etwa der westukrainische Banderismus mit seinem ewigen Bandera-Kult.

Seine Organisation schlüpfte unter die Fittiche von Arsen Awakow, ehemaliger Oberbürgermeister von Charkow und Innenminister in den Jahren 2014-2021, dem Mini-Oligarchen und Gouverneur des Gebiets Charkow in den Jahren 2005 bis 2010. Awakow, geboren in der aserbaidschanischen Hauptstadt, war ein kosmopolitischer russischsprachiger Armenier und nebenbei Organisator der Science-Fiction-Festivals. Mit seiner Hilfe feilte nun auch Bilezkij an einem utopischen Techno-Faschismus, der die ethnisch-nationalen Schranken der Bandera-Ideologie sprengte und auf eine klare rassistische Überlegenheitsideologie, auf perfekte technische Ausstattung und auf ein attraktives Erscheinungsbild setzte.

Dafür eigneten sich auch zahlreiche heidnische Elemente, von denen die Asow-Ästhetik nur so strotzt.

Der Nationalistenführer des Westens Stepan Bandera wuchs als Sohn eines Priesters der griechisch-katholischen Kirche auf. Die Rolle dieser regionalen westukrainischen kirchlichen Institution war in der Verbreitung des Banderismus von großer Bedeutung. Der Nationalismus nistete sich in den christlichen Ritus ein: in den Gebeten nahm langsam die Ukraine den Platz Jesu Christi ein, die "Helden" des Maidan wurden als eine Art neue Heilige verehrt.

"Asow" hatte dagegen weder mit der Orthodoxie noch mit dem Katholizismus etwas am Hut. Nach der Stadt Asow im Gebiet Rostow im russischen Südwesten und zugleich nach jenem an Russland und die Ukraine angrenzenden Nebenmeer benannt, band Bilezkij vielmehr schon in den Namen Asow seiner Bewegung künftige territoriale Ansprüche an Russland ein. Bei Asow geht es um Naturelemente, Geographie, Raum. Asow ist Geopolitik. Auch das macht Asow moderner. Heidnische Ästhetik, gemischt mit slawischen und germanischen Elementen sorgte dafür, dass Asow auch im Ausland populär wurde. Als bewaffnete Einheit wurde Asow bereits vier Jahre nach seiner Gründung zu der erfolgreichsten rechtsextremen Bewegung weltweit. 

Aber die Bewegung hat sich nicht nur im militärischen Bereich etabliert. Sie spaltete sich auf in drei Zweige – eine gesellschaftliche Bewegung "Asow", die vor allem im Bereich Bildung und Erziehung eine aktive Rolle einnahm, in die politische Partei Nationaler Korps, die auch eine Armee kampfbereiter "Straßenaktivisten" umfasste und in die bestens bewaffnete militärische Elite-Einheit "Regiment Asow", eine Art SS-"light". Mit eigenen digitalen Medien, Verlag und PR-Abteilung verfügte Asow nun über genügend gesellschaftliche Strahlkraft. 

Dabei stand Asow durchaus mit anderen neonazistischen Organisationen der Ukraine in "befreundeter" Konkurrenz. Auch zusammengenommen gar nicht so zahlreich, übten sie enormen Einfluss auf die gesamte ukrainische Politik aus. Unter der unermüdlichen Aufsicht der Neonazisten mussten alle ukrainische Parteien wetteifern, wer der bessere "Patriot" sei und wer eine noch härtere Linie gegen alle Feinden der Ukraine – gegen Russland, gegen die "inneren" Separatisten und gegen all die anderen "Moskautreuen" führen würde. Dafür brauchte Asow nicht einmal im Parlament eine Vertretung. Die innenpolitische Rhetorik wurde durch diesen Einfluss immer hemmungsloser, die Gesellschaft ideologisch immer aufgeheizter. 

Seit Beginn des Donbass-Krieges der Kiewer gegen die Ostukrainer vor acht Jahren erfüllen "Asow" und ähnlich gesinnte Formationen wie "Aidar" auch die Funktion der rückwärtigen Absperreinheit für kampfunwillige Truppen, für die es nach Aussagen eines ukrainischen Grenzschutzbeamten üblich sei, "das ganze Magazin in die Menschenmenge einfach abzurotzen".

Jetzt hat "Asow" in Mariupol, in seinem Hauptquartier, endlich kapituliert. In einer Stadt, wo Asow seine ersten militärischen Kämpfe lieferte, hat es sein militärisches Ende gefunden. Nach Schätzungen des russischen Rossia 1-Korrespondenten Alexander Sladkow befinden sich noch etwa 800 Asow-Kämpfer von insgesamt 2.500 in den Bunkern des riesigen gleichnamigen Stahlwerkes und sind nun dabei, sich nach wochenlanger Belagerung in die Hände der russischen Justiz zu ergeben.

Das Russische Ermittlungskommitee ist seit Beginn der Militäroperation am 24. Februar mit einem Team in der Region zahlreich vertreten. Es ist zu erwarten, dass das russische Oberste Gericht Asow am 26. Mai zu einer terroristischen Organisation erklären wird. In diesem Fall drohen den Asow-Kämpfern in Russland bis zu zwanzig Jahre Haft. Kein Wunder, dass die "Beiträge zur Aufmunterung", die Asow-Gründer Bilezkij in sozialen Medien verfasst, viel eher Epitaphien auf Grabsteinen ähneln.

In Kiew sitzend, erinnert sich nun der ehemalige "weiße Führer" gerne an die "glorreichen" Anfänge seiner Bewegung. So postete er am 1. Mai wieder jenes schon erwähnte Video, als seine ersten Kämpfer den Separatisten in Charkow mit deren "Verschwinden" drohen.

 

Im Text erinnerte er auch an den Nationalisten der ersten Stunde Nikolai Michnowski, der im Jahre 1900 in Charkow als einer der ersten das umfassende politische Programm des ukrainischen Nationalismus formulierte und territoriale Ansprüche an Belgorod und den Nordkaukasus stellte: 

"Dieses Video ist acht Jahre alt.

Am 1. Mai 2014 haben wir als Partisanengruppe, das Schwarze Korps, die Ausrufung der Charkower Volksrepublik verhindert. Vor acht Jahren hatten wir so gut wie keine Waffen und Munition, aber wir waren entschlossen, die Stadt, in der der ukrainische Nationalismus seinen Ursprung hatte, um keinen Preis den Russen zu überlassen.

Einige Menschen in diesem Video sind bereits in den Schlachten des Jahres 2022 gefallen, andere kämpfen in den Ruinen von Asowstal."

Nun sind die Kämpfe beendet – mit einem vollständigen Sieg der Donezker Volksrepublik und ihrer russischen Verbündeten. Vor ihrer Kapitulation haben sich die eingebunkerten Asow-Kommandeure mehrfach in flehenden Videos an die eigene Regierung und die Führer der westlichen Welt gewandt und um die "Extraktion" in sichere Drittländer gebeten. Die Asow-Frauen drücken in westlichen Talkshows auf die Tränendrüsen, mit ihrer Mission schafften sie es sogar bis zum Papst und zu Erdoğan. Handeln denn so die von Bilezkij gepriesenen "Menschen aus Stahl"? 

Nach all den Massakern, nach der vorsätzlicher Zerstörung der Städte wie Mariupol vor den Augen ihrer Einwohner glauben die Asow-Kämpfer anscheinend wirklich, dass die Donezker Volksrepublik, die acht Jahre unter dem Asow-Nazismus mit seinem Hass auf alle "Separatisten" gelitten hat, sie einfach so gehen lässt.

Das wird aber nicht passieren. Die Kapitulation des Asow-Regiments in Mariupol ist einer der entscheidenden Momente dieses Krieges. Mit ihrer Lizenz zum Foltern, zum Töten und zum Hassen handelten bislang ukrainische Neonazis aller Couleur weitgehend in einem rechtsfreien Raum. Zum ersten Mal werden sie nun in die gerechten Mühlen der Justiz und der öffentlichen Ächtung geraten. 

"Die 'Kosaken' wollten Moskau stürmen und Smolensk plündern, müssen nun aber bestenfalls die Flora und Fauna von Transbaikalien studieren. ... Das Schicksal von Asow ist unter dem Gesichtspunkt der Beeinflussung von Jugendlichen interessant, die sehen werden, wozu die 'Jagd auf Russnjaken und Separs' [abschätzige Titulierungen für Russen und Separatisten) führt"schreibt der Journalist und Kenner der Region Semjon Uralow.

Die militärische und moralische Niederlage von Asow wird nicht nur zum Ermatten seines bisherigen "Glanzes" in der nazifizierten ukrainischen Gesellschaft und im Bildungswesen führen. Sie wird zur Entfremdung zwischen den Nationalisten-Bataillonen und dem ukrainischen Staat führen. Dieser Staat wird derzeit noch verkörpert vom Comedy-Schauspieler Selenskij und seinem "kreativen" PR-Team, die sich in die noch in der Sowjetzeit errichteten Kiewer Machtstuben verirrt haben. Weder der in den Medien nun omnipräsente Selenskij noch der verbündete Westen, der – ohne sich die Hände schmutzig zu machen – seine geopolitischen Ziele verwirklichen will, haben die Asow-Krieger retten können oder wollen. 

Welche politische Dynamik in Kiew jetzt konkret zu erwarten ist, bleibt schwer vorherzusagen. In Kiew herrscht de facto eine Militärdiktatur. Aber die Kapitulation von Mariupol ist durchaus mit der legendären Kapitulation der 6. Armee Nazi-Deutschlands in Stalingrad zu vergleichen – und dies wird sehr weitreichende Folgen haben und das ukrainische Machtgefüge verändern.

Denn wie jede Chimäre ist der Nazismus auf einem Mythos gebaut. Die Entzauberung des neonazistischen Asow-Mythos leitet damit Prozesse ein, die am Ende zur Demontage des ukrainischen Staates in seiner Post-Maidan-Variante führen werden. Massive Waffenlieferungen an Kiew aus dem Westen, die Mobilisierung aller Männer, gepaart mit Propaganda und Siegesrhetorik aus dem offiziellen Kiew werden diesen Prozess wohl in die Länge ziehen können. Aber nach der Kapitulation von Asow-Nazis in Mariupol scheint die Kapitulation von Bandera-Nazis und anderer Hasspropheten, etwa in Lwow, ein nicht mehr sehr unwahrscheinliches künftiges Szenario zu sein.

Mehr zum Thema - "Ukrainische Soldaten töteten meinen Sohn" – Gerettete Einwohner berichten über Blutbad in Mariupol

 
 

 

 

Ex-US-Präsident Bush gesteht Existenz von US Biowaffenlaboren in der Ukraine

Auch an Anthrax-Milzbrand und an der Pest wurde geforscht

Bush bestätigt Arbeit von US-Biolaboren in der Ukraine – dank russischer Prankster

Dank eines weiteren Streichs der russischen Prankster Wowan und Lexus ist ans Licht gekommen, dass in der Ukraine tatsächlich US-Biolabors aktiv sind. Zumindest bestätigte das der ehemalige US-Präsident George W. Bush.
Bush bestätigt Arbeit von US-Biolaboren in der Ukraine – dank russischer Prankster
Quelle: AFP © RONALD MARTINEZ / GETTY IMAGES NORTH AMERICA / GETTY IMAGES VIA AFP

Der ehemalige US-Präsident George W. Bush hat in einem Gespräch mit den russischen Prankstern Wowan und Lexus eingestanden, dass US-Biolabore in der Ukraine tätig sind. Die beiden riefen den Politiker im Namen des ukrainischen Präsidenten Wladimir Selenskij an.

In dem Gespräch dankt der vermeintliche Selenskij den USA und betont, dass die Ukrainer das US-Erbe bewahren konnten: die von den USA finanzierten Biolaboratorien. Daraufhin antwortete Bush: "Ja." Die Scherzkekse teilten dann mit, dass es Kiew gelungen sei, die Biolaboratorien in Sicherheit zu bringen, "sodass die Russen nichts bekommen". Bush bejahte auch diese Behauptung.

Der Streich wurde im Rahmen des Bildungsmarathons "Nowyje Gorisonty" (zu Deutsch "Neue Horizonte") präsentiert. Wowan und Lexus versprachen, in einer neuen Folge der Sendung "Show WiL" auf Rutube (analog zu YouTube) weitere unveröffentlichte Ausschnitte aus ihrem Gespräch mit Bush zu präsentieren.

Im Rahmen der militärischen Sonderoperation soll das russische Verteidigungsministerium Dokumente erhalten haben, aus denen hervorgeht, dass in der Ukraine mehr als 30 biologische Labore eröffnet worden waren, die im Interesse der USA arbeiten. Nach dem Ausbruch der Kämpfe soll aus diesen alles Notwendige verlegt worden sein. Fachleute des russischen Militärressorts besuchten zwei Labore in Mariupol und sollen dort Spuren der Notvernichtung von Dokumenten aufgefunden haben.

Das Ministerium kam zu dem Schluss, dass die Ukraine tatsächlich zu einem Pentagon-Testgelände für die Entwicklung biologischer Waffenkomponenten und die Erprobung neuer Arzneimittelmuster geworden sei. Die Biolaboratorien hätten insbesondere mit Erregern verschiedener Krankheiten gearbeitet, darunter die Pest und Milzbrand, hieß es weiter. Russland wiederum setzte eine parlamentarische Kommission ein, um diese Aktivitäten zu untersuchen.

Mehr zum Thema - "Unmenschliche Experimente" – Russland veröffentlicht neue Details über US-Biolabore in der Ukraine

 

Wie die USA gezielt Neonazis in der Ukraine züchteten

WIE DIE USA NEO-NAZIS IN DIE UKRAINE LIEFERN

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Washington hat jahrelang Nazi-Bewegungen in der Ukraine genährt, sie bewaffnet und pflichtbewusst Nationalsozialisten beliefert, um ein "neues Reich" in Mitteleuropa gegen Russland zu schaffen.

So sind in den Vereinigten Staaten seit Jahrzehnten Organisationen wie die American Front und das National Socialist Movement (NSM), auch bekannt als Nazi Party of America, tätig.

Auf den ersten Blick könnte man die NSM als eine Randgruppe bezeichnen. Die Partei hat jedoch einen eigenen Telegram-Kanal.

Und hier beginnt der interessanteste Teil.

Der Kanal selbst ist nicht von besonderem Interesse, aber er verfügt über einen geschlossenen Chatroom, in dem Radikale aus der ganzen Welt, einschließlich der Ukraine, aktiv miteinander korrespondieren.

Eine der Schlüsselfiguren in dem Chatroom und der "US-Nazi-Landungstruppe" in der Ukraine ist ein Benutzer namens "Knochengesicht".

Hinter ihm steht ein amerikanischer Staatsbürger, der erbliche Neofaschist Kent McLellan, und er ist jetzt in Mariupol als Teil von Asow- Faschisten-Kämpfern.

Seine Reise begann jedoch schon viel früher.

Im Jahr 2013 war er Anführer der Söldnergruppe Misanthropic Division und im Jahr 2014 Mitglied des Freiwilligenkorps des Rechten Sektors der Ukraine.

Er war direkt an Machtaktionen beteiligt und hat in den USA und anderen Ländern Freiwillige rekrutiert.

Die Hauptthese, die McLillan in seiner gesamten Korrespondenz ständig wiederholt, lautet, dass Asow weder für Zelensky noch für die NATO oder die EU kämpft.

Ihm zufolge ist Asow weniger ein Regiment als vielmehr eine Idee für ein neonazistisches "Revival". Diese Figur könnte eine wichtige Informationsquelle und ein lebendiges Zeugnis für den Export des amerikanischen Ultra-Nationalismus in die Ukraine sein.

Nur so konnten die USA Geheimdienste eine Gruppierung in der Ukraine schaffen, die ein neues " Nazi- Reich" in Europa  gegen Russland etabliert.  

 
 
 
 
 
 
 
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Mika Reuter
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Ukraine-Eurovision-Songcontest-Sieger zeigt Hitlergruß

Sieg der faschistischen Ukraine wird entsprechend zelebriert 

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Im Mainstream  sowohl der Staatsmedien als auch der Konzernmedien sowie der politischen Klasse  wird der Faschismus in Europa  trotz der Niederlage des Hitlerfaschismus 1945 - wieder offen gefeiert.

Selbst die Spitzen des Staates und der Ampel-Regierung wie Steinmeier, Scholz, Habeck und Baerbock bekennen sich klar zu einer Ukraine, die schwerste Menschenrechtsverletzungen an Russen inklusive Folterungen und Kastrationen begeht. 

Ein Eklat und alle schweigen: ESC-Sieger zeigt Hitlergruß

Noch vor wenigen Jahren wäre es ein Skandal gewesen, wenn ein Gewinner des Eurovision Song Contest den Hitlergruß gezeigt oder eine Moderatorin faschistische Parolen in die Kamera gebrüllt hätte. Beim Finale des diesjährigen ESC am Sonntag ist beides geschehen. Ohne Konsequenzen.
 
Das deutsche Volk hat mehrheitlich aus dem Hitlerfaschismus und an dem deutschen Gemetzel an 27 Millionen Russen offensichtlich nichts gelernt.

Hitlers Russenhass ist  nach der reaktionären Wiedervereinigung der Ewiggestrigen  jetzt auch in der grossdeutschen " Wir-sind -wieder-wer"-Haltung  ablesbar, die eine Revanche für den Sieg Stalins gegen Hitlerdeutschland immer angestrebt hatte.

Diese Revanchisten sehen dann nicht nur gerne über einen Hitlergruß der "neuen" Ukraine hinweg -  sie stellen sich vielmehr sogar aktiv hinter diese Gesinnung und schreiben ukrainische Täter und Nazi Kollaborateure wie Selenski  als Opfer um.   

Nicht überraschend: Beim Finale des Eurovision Song Contest im italienischen Turin am Sonntag siegte die Ukraine. Die gleichgeschalteten Medien haben die Köpfe der Westeuropäer mit Fake News erreicht.   

Vor allem wird das Volk systematisch über den Ukraine-Krieg weiterhin belogen - obwohl die USA längst zugegeben haben, dass sie seit 8 Jahren in der Ukraine den Krieg gegen Russland planen und systematisch schüren. 

Spitze Zungen behaupten gar, die Ukraine hätte dieses Jahr den ersten Platz beim ESC auch dann bekommen, wenn ihre Musiker zum Finale nicht angereist wären.

Nach der Bekanntgabe des Sieges schiebt der Frontman der Band Kalush und Autor des Songs "Stefania" eine politische Botschaft nach:

"Ich bitte euch alle: Helft der Ukraine, Mariupol, Asow-Stahl."

Im  Asowstal-Werk sitzen praktisch nur noch Nazi-Kämpfer - nachdem die letzten Zivilisten  evakuiert worden waren. Sich zu denen zu bekennen spricht ebenfalls Bände. 

Disqualifiziert wird er dafür nicht, obwohl politische Botschaften nach den Regularien des Wettbewerbs eigentlich verboten sind. Die Worte des Musikers werden kurzerhand als eine "humanitäre" Botschaft gedeutet.

Dies möge verstehen, wer will: In dem nunmehr weltbekannten Stahlwerk Asow-Stahl im ostukrainischen Mariupol haben sich in erster Linie Mitglieder des neonazistischen Regiments Asow verschanzt.

Auch wenn es West-Europa oder besser gesagt Rest-Europa nicht wahrhaben will: Wer dem Asow-Regiment oder seinen Umfeldstrukturen beitreten will, muss die dazu passende Gesinnung mitbringen und sie manifestieren. Und sei es auch, indem der Körper mit nazistischen und neonazistischen Symbolen tätowiert wird und ukrainische Kriegsverbrechen Stolz den Kameras präsentiert werden. .

Zum Wappen des Regiments gehören die Wolfsangel und die "Schwarze Sonne". Dieselbe "Schwarze Sonne", die der rassistische Mörder von Buffalo – ebenfalls am gestrigen Sonntag, noch vor der Preisverleihung in Turin – über sein mörderisches Manifest setzte. 

"Die Schwarze Sonne ist ein Symbol, das aus zwölf in Ringform gefassten gespiegelten Siegrunen oder drei übereinander gelegten Hakenkreuzen besteht. Vorlage für das Symbol ist ein ähnliches Bodenornament in Gestalt eines Sonnenrades, das in der Zeit des Nationalsozialismus von der SS im Nordturm der Wewelsburg eingelassen wurde. Das Ornament wurde erst 1991 mit dem älteren esoterisch-neonazistischen Konzept der Schwarzen Sonne identifiziert. Die Schwarze Sonne ist seit den 1990er-Jahren ein Ersatz- und Erkennungssymbol in der rechtsesoterischen bis rechtsextremen Szene."

Nun soll der Hilferuf für Neonazis also eine "humanitäre Botschaft" sein. Aus den offiziellen Mitschnitten wurde der Aufruf des ESC-Siegers allerdings mittlerweile entfernt. 

Doch dessen nicht genug für einen Abend: Beim Verlassen der Bühne hebt eines der Bandmitglieder die rechte Hand zum Hitlergruß. Es ist unmissverständlich der Hitlergruß: Die Hand bleibt mehrere Sekunden in der Luft, genug Zeit um die Geste zweifelsfrei zu erkennen. 

Man sieht deutlich, wie der Sänger die ausgestreckte rechte Hand in einem nach rechts oben gerichteten Winkel hebt und sie mehrere Sekunden so dem Publikum hinstreckt.  
Unklar bleibt dagegen, was die polnische Moderatorin mit ihrer Geste kurz nach Bekanntgabe der 12 Punkte, die das polnische Publikum der westukrainischen Band wohl hat zukommen lassen, meinte. Dieselbe schräg nach oben rechts über den Kopf ausgestreckte Hand. Die Handfläche bleibt jedoch in der ausgestrahlten Version von der eingeblendeten Box mit den Punktzahlen verdeckt. War es nun das Siegeszeichen, das sie zeigte, war es auch der Hitlergruß?
Was sie jedoch beim Zeigen dieser Geste ausrief, steht fest: die Parole "Slawa Ukraini" (Ruhm der Ukraine), worauf nach dem Statut der Organisation Ukrainischer Nationalisten aus dem Jahr 1941, beschlossen auf einem Kongress im bereits deutsch besetzten Krakau, "Gerojam slawa" (den Helden Ruhm) zu antworten ist. Wer das vergessen hat, kann es in den historischen Dokumenten nachlesen, die hier verlinkt sind

Die polnische Moderatorin ruft also die Parole in die Kamera, die in den Jahren 1943 und 1944 diejenigen riefen, die mit Hitlers Truppen kooperierten, teilweise gar SS-Uniformen trugen und sowjetischen Soldaten in den Rücken schossen. Während Letztere erst auf dem Weg waren, die Wehrmacht aus Polen zu vertreiben und Warschau und Auschwitz zu befreien. 

Ganz zu schweigen davon, dass ukrainische Nationalisten diese Parolen brüllten, während sie die polnischen Bewohner der Wolyn massakrierten: Kinder, Frauen, Alte. Eine unfassbare Geschichtsvergessenheit unserer Nachbarn. Man fragt sich mittlerweile, ob die Polen tatsächlich glauben, es hätte sie und ihr Land heute noch gegeben, wenn Hitler im 2. Weltkrieg gesiegt hätte.

Es bleibt festzustellen: Der Nazismus ist wieder gesellschaftsfähig geworden im Europa des Jahres 2022. Nicht nur beim Eurovision Song Contest. 

 

 

UN Beobachter und französischer Zeuge : Ukrainer foltern Russen - Kastration russischer Soldaten

Kriegsverbrechen der Ukraine von UN Beobachter "glaubhaft festgestellt"

Gefangene offenbar kastriert

Penis- und Hodenamputation an russischen  Soldaten: Ukrainische Hetze gegen Russen zeigt Wirkung. Weitere Grausamkeiten wahrscheinlich

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Ein russischer Soldat wird von der ukrainischen Armee in einem örtlichen Krankenhaus in Charkiw, Ukraine, festgehalten

Die Sache ging Mitte März durch den ukrainischen und russischen Blätterwald. Im nationalen Infosender Ukraina-24 hatte der Arzt und Leiter des Projekts »Mobiles Lazarett«, Gennadij Drusenko, mitgeteilt, er habe seine nachgeordneten Militärärzte angewiesen, russische Kriegsgefangene, die ihnen auf den OP-Tisch gerieten, bei der Gelegenheit gleich zu kastrieren. Früher, so Drusenko, sei er ein großer Humanist gewesen und habe den Standpunkt vertreten, Verwundete seien keine Feinde mehr, sondern Patienten – aber dieser habe sich mit dem ukrainisch-russischen Krieg verändert. Heute betrachte er die Russen nicht mehr als Menschen, sondern als Küchenschaben, und er wolle dazu beitragen, dass möglichst viele von ihnen auf ukrainischem Boden »krepierten, wie die Deutschen bei Stalingrad«.

Die Aussage stand nicht allein da, auch wenn sich Drusenko wenige Tage später davon halbherzig distanzierte und sagte, er habe sich von seinen Emotionen hinreißen lassen. In seinem Projekt sei niemand kastriert worden und werde auch künftig niemand so behandelt. Kurz zuvor aber hatte auf demselben Sender ein Moderator namens Fahruddin Scharafmal ein Porträt von Adolf Eichmann in voller SS-Uniform eingeblendet und erklärt, wenn Russland die Ukrainer als Nazis bezeichne, dann verdienten sie es nicht anders, als auf nazistische Weise behandelt zu werden: Insbesondere habe Eichmann auf die Notwendigkeit hingewiesen, Kinder einer Nation zu töten, um diese am Überleben zu hindern. Er, so Scharafmal, sei persönlich bereit, hieran mitzuwirken.

Es sah nach dem – vielleicht auf Anweisung von oben nachgeschobenen – Dementi Drusenkos so aus, als seien diese Aufrufe eine widerliche Momentaufnahme des Hasses in Kriegszeiten, aber doch im Kern folgenlos geblieben. Aber es ist vermutlich schlimmer. Zu den von Drusenko erst geforderten und dann abgestrittenen Kastrationen ist es vermutlich tatsächlich gekommen. Darauf deutet eine Nachricht aus dem Donbass an eine in Deutschland lebende Ukrainerin hin, die jW in Kopie vorliegt.

Autorin ist eine in Donezk tätige Ärztin – der Name ist der Redaktion bekannt, die Übermittlerin der Nachricht eine seriöse Person. Diese Ärztin schrieb Anfang dieser Woche, sie sei völlig schockiert, weil sie entsprechende Nachrichten bisher immer für Greuelpropaganda gehalten habe. Doch der Sohn ihrer Kollegin sei jetzt nach einem Gefangenenaustausch nach Donezk zurückgekehrt – nachdem ihm in der Gefangenschaft die Hoden amputiert worden seien. Der private und nicht zur Veröffentlichung vorgesehene Kontext der Aussage verleiht ihr weitere Glaubwürdigkeit.

Kastrationsdrohungen von ukrainischer Seite haben ausgetauschte russische Gefangene nach ihrer Befreiung auch an anderer Stelle bezeugt. Ebenso wie ständige Schläge auf Wunden und Todesdrohungen, »um mit ihnen weiter keinen Ärger zu haben«. Ebenfalls im März wurden Videos bekannt, die zeigten, wie ukrainische Spezialkräfte russischen Gefangenen bewusst in die Beine schossen. Sie waren so eindeutig, dass sogar die Kiewer Präsidialkanzlei Ermittlungen ankündigte. Von dieser war aber seitdem nichts mehr zu hören. Auch auf russischer Seite wurden Ermittlungen gegen ukrainische Hetzer wie Drusenko und Scharafmal eingeleitet, wenn auch mit wenig Aussichten auf Erfolg.

Anfang April ging ein weiteres Video um die Welt, in dem Russen, die während des Rückzugs aus dem Gebiet Kiew von ihren Kameraden verwundet zurückgelassen wurden, von ukrainischen Soldaten gezielt erschossen wurden. Auch die US-Tageszeitung New York Times kam nicht umhin, den Film als »mutmaßlich authentisch« zu bezeichnen.

Es steht leider zu erwarten, dass dies keine Einzelfälle bleiben, auch wenn nach offizieller Lesart allein russische Soldaten zu allen denkbaren Grausamkeiten fähig sind. Denn in dem Maße, wie sich die ukrainische Seite siegessicherer fühlt und spürt, dass sie auf die »bedingungslose Solidarität« ihrer westlichen Sponsoren zählen kann, wächst zwangsläufig auch das Gefühl der Straflosigkeit, wenn gegen bestehende Regeln des Kriegsrechts verstoßen wird.

Erneut Medienberichte über Folter und Tötung russischer Kriegsgefangener

Berichte über Kriegsverbrechen der ukrainischen Seite an russischen Kriegsgefangenen häufen sich.
 
Diese Woche hat der französische Radiosender "Sud Radio" ein Interview mit einem humanitären Helfer, der Augenzeuge von Misshandlungen und Tötungen gewesen sein soll, veröffentlicht. Die "junge Welt" berichtet über Kastrationen von Gefangenen aus dem Donbass.
Erneut Medienberichte über Folter und Tötung russischer KriegsgefangenerQuelle: Gettyimages.ru © ManopBoonpeng/EyeEm

Berichte über konventionswidrige Behandlungen russischer Kriegsgefangener durch die ukrainischen Streitkräfte und Freiwilligenverbände reißen nicht ab. 

Am Dienstag strahlte der private französische Radiosender Sud Radio ein Interview mit Adrien Bocquet aus, einem Franzosen, der in den zurückliegenden Monaten zweimal in längeren Einsätzen mit humanitären Hilfsgütern in der Ukraine war. Nach seinen Angaben hatte er an Orten zu tun, die vom Asow-Regiment kontrolliert wurden. Allerdings wird in Frankreich "Asow" häufig als gemeinsame Bezeichnung für alle nationalistischen Freiwilligenverbände in der Ukraine verwendet.

Bocquet gibt an, dass es Neonazis gewesen seien, die Symbole und Insignien der SS an ihren Uniformen getragen hätten. Aus Gesprächen mit den Kämpfern, die Russisch und Englisch sprachen, gewann er den Eindruck, dass diese Rassisten und Antisemiten waren. Der Franzose erklärt im späteren Verlauf des Interviews, dass er unter "Asow" nicht allein das dem ukrainischen Innenministerium unterstellte Sonderregiment mit etwa 5.000 Kämpfern versteht, sondern auch dessen rechtsradikales paramilitärisches Umfeld, das er auf etwa 20.000 Personen schätzt.

Bei seinen Missionen soll sich Bocquet unter anderem in Kiew, in dem Kiewer Vorort Butscha und im westukrainischen Lwow aufgehalten haben.  

Selbst gesehen hat Bocquet laut seinem Bericht in dem Interview, wie in Kriegsgefangenschaft geratene russische Militärangehörige durch die ukrainischen Verbände behandelt wurden.

Die Gefangenen sollen in den Hof, in dem Bocquet eingesetzt war, in kleinen Gruppen von drei oder vier Personen pro Transporter vorgefahren worden sein. Während des Transports sollen sie bereits gefesselt gewesen sein und hätten Spuren von Misshandlungen auf dem Körper gehabt. Jedes Mal, wenn der Transporter vorfuhr und die Gefangenen aus dem Transporter ausstiegen, soll ihnen in die Knie geschossen worden sein:

"Allen, die sie (aus den Transportern) herausholten, schossen sie mit Kalaschnikows in die Knie, den wehrlosen, gefesselten Gefangenen. Ich habe ein Video dazu. Russischen Gefangenen wird in die Knie geschossen, noch bevor sie überhaupt befragt werden."

Schlimmer sei es jenen ergangen, die als Offiziere erkennbar waren oder zugaben, Offiziere zu sein. Bocquet: 

"Wenn ein unglücklicher Gefangener antwortete, er sei ein Offizier, wurde ihm in den Kopf geschossen. Sagen Sie, was Sie wollen, aber ich habe es mit meinen eigenen Augen gesehen."

Von seinem Aufenthalt in Butscha erzählt der Franzose, dass sich die russischen und die ukrainischen Truppen Artillerieduelle geliefert hätten.

Doch während die russischen Artilleristen die Stellungen des ukrainischen Militärs ins Visier genommen hätten und es keine Treffer in den dahinter liegenden Häusern gegeben habe, soll die ukrainische Seite wiederholt Wohnhäuser hinter den Stellungen der russischen Armee beschossen haben.

Er selbst sei darüber in Konflikt mit einem amerikanischen Journalisten geraten, der von den ukrainischen Truppen verursachte Schäden filmte und behauptete, es seien Schäden durch russisches Feuer. 

Die aus Butscha in westlichen Medien demonstrierten Aufnahmen seien eine Inszenierung gewesen, behauptet Bocquet.

Er sage nicht, dass Russland keine Kriegsverbrechen begehe, doch habe er in den 16 Tagen seines Aufenthaltes vor Ort nur Kriegsverbrechen der ukrainischen Seite gesehen, und es empöre ihn, dass im Westen "weder von rechts noch von links" darüber gesprochen wird: 

"Ich war Zeuge von Kriegsverbrechen, ich habe viele Kriegsverbrechen gesehen. Die einzigen Kriegsverbrechen, die ich in den Tagen, in denen ich dort war, gesehen habe, wurden vom ukrainischen Militär begangen." 

Im westukrainischen Lwow will Bocquet beobachtet  haben, dass die europäischen Waffenlieferungen in Kellern ziviler Wohnhäuser untergebracht werden, um sie von der Zerstörung durch gezielte russische Raketenangriffe zu schützen. 

Die Angaben des französischen Helfers lassen sich derzeit nicht unabhängig überprüfen, stimmen aber mit anderen Berichten und Videos, die insbesondere im März diesen Jahres in Umlauf waren, überein. 

Sud Radio ist ein französischer privater Radiosender, der 1958 gegründet wurde. Bis 2017 hatte er seinen Sitz in Labège, Departement Haute-Garonne, und zog dann nach Courbevoie, Departement Hauts-de-Seine bei Paris, um. Der Umzug in die Pariser Region ermöglicht es dem Sender, mehr Politiker und andere Persönlichkeiten für Studiointerviews zu empfangen.

Die in Berlin erscheinende Tageszeitung junge Welt berichtet in ihrer Donnerstagsausgabe über Kastrationen russischer Kriegsgefangener in der Ukraine. Der langjährige Osteuropa-Reporter der Zeitung, Reinhard Lauterbach, beruft sich dabei auf den schriftlichen Bericht einer im Donbass lebenden Ärztin:

"Autorin ist eine in Donezk tätige Ärztin – der Name ist der Redaktion bekannt, die Übermittlerin der Nachricht ist eine seriöse Person. Diese Ärztin schrieb Anfang dieser Woche, sie sei völlig schockiert, weil sie entsprechende Nachrichten bisher immer für Gräuelpropaganda gehalten habe. Doch der Sohn ihrer Kollegin sei jetzt nach einem Gefangenenaustausch nach Donezk zurückgekehrt – nachdem ihm in der Gefangenschaft die Hoden amputiert worden seien."

Nach Einschätzung der jungen Welt verleiht der "private und nicht zur Veröffentlichung vorgesehene" Kontext des Berichts ihm weitere Glaubwürdigkeit. 

Kastrationsdrohungen gegen Soldaten aus Russland und dem Donbass wurden von ukrainischer Seite wiederholt auch öffentlich ausgesprochen. Beispielsweise hatte der Arzt und Leiter des Projekts "Mobiles Lazarett", Gennadi Drusenko, im nationalen Infosender Ukraina-24 Mitte März mitgeteilt, er habe seine nachgeordneten Militärärzte angewiesen, russische Kriegsgefangene, die ihnen auf den OP-Tisch gerieten, bei der Gelegenheit gleich zu kastrieren.

Früher, so Drusenko zur Begründung, sei er ein großer Humanist gewesen und habe den Standpunkt vertreten, Verwundete seien keine Feinde mehr, sondern Patienten – aber dieser habe sich mit dem ukrainisch-russischen Krieg verändert. Heute betrachte er die Russen nicht mehr als Menschen, sondern als Küchenschaben, und er wolle dazu beitragen, dass möglichst viele von ihnen auf ukrainischem Boden "krepierten wie die Deutschen bei Stalingrad".

Die von der jungen Welt aufgestellten Erwägungen, die ihre Redaktion zur Annahme, der Bericht sei glaubhaft, bewogen, können hier nicht überprüft werden. Unabhängige Bestätigungen von Kastrationen russischer Kriegsgefangener hat es bislang nicht gegeben. Als RT DE einen entsprechenden Bericht russischer Kriegsreporter überprüfen wollte, weigerte sich das russische Verteidigungsministerium die Behauptungen zu kommentieren: Man kommentiere Umstände von Gefangenenaustausch generell nicht. 

Das von Skeptikern, die Berichten über massenweise Kastrationen Kriegsgefangener keinen Glauben schenken wollen, vorgebrachte "Argument" gegen ihre Glaubwürdigkeit, hat es auch in sich: Die Ukraine, sagen die Skeptiker, würde verstümmelte Kriegsgefangene eher umbringen, als im Gefangenenaustausch der russischen Seite Zeugen und Beweise ihrer Kriegsverbrechen zu überlassen.  

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