Linke Europa-Parteitag in Berlin 

Die Linkspartei gibt der schwarz-roten Bundesregierung eine Mitschuld an der Zuspitzung des Konflikts in der Ukraine. Deutschland müsse auf jede "weitere Eskalation verzichten", heißt es in einem Beschluss des Vorstands für den Bundesparteitag an diesem Wochenende in Berlin. Insbesondere wirft die Linke der Regierung vor, in der Ukraine faschistische Kräfte wie die Swoboda-Partei "salonfähig" gemacht zu haben. Sanktionen gegen Russland lehnt sie weiterhin ab.

 

In dem Dringlichkeitsantrag zum Ukraine-Konflikt, zu dem es im Vorstand nur eine Gegenstimme gab, heißt es mit Blick auf die russische Führung unter Kremlchef Wladimir Putin: "Wir lehnen alle Drohungen mit wirtschaftlichen Sanktionen, mit militärischer Intervention oder gar den unmittelbaren Einsatz von Militär ab." Bei der Abstimmung auf dem Parteitag an diesem Samstag wird dafür ebenfalls eine klare Mehrheit erwartet.

Die Spitzenkandidatin für die Europawahl am 25. Mai, Gabi Zimmer, warf der Europäischen Union in der Ukraine-Krise Versagen vor. "Die EU hat alles falsch gemacht in den letzten Monaten, was auch nur falsch zu machen ging", sagte die frühere Vorsitzende der Linke-Vorgängerpartei PDS.

Die scheidende stellvertretende Parteichefin Sahra Wagenknecht sieht sogar die Hauptschuld für eine weitere Eskalation beim Westen. "Während Putin dazu auffordert, das Referendum abzusagen, gibt es von Seiten der Nato und der EU Säbelrasseln, Truppenverlegungen, Rufe nach verschärften Sanktionen", sagte die Wortführerin des linken Flügels der Nachrichtenagentur dpa. Auf eine nochmalige Kandidatur als Parteivize hat Wagenknecht verzichtet. Sie will sich künftig auf die Bundestags-Fraktion konzentrieren, wo sie stellvertretende Vorsitzende ist.

Am Sonntag wird  der komplette Parteivorstand neu gewählt. 

Wolfgang Gehrcke verurteilt die Kooperation mit den Faschisten in Kiew. So werde Faschismus enttabuisiert. Es ist unerträglich, dass die Armee auf das eigene Volk in der Ost-Ukraine schießt. Er fordert mehr Respekt vor Rußland, wo 27 Mio Menschen in Kampf gegen Hitlerfaschismus ums Leben gekommen waren. Er forderte die Enteignung aller Oligarchen in der Ukraine.  

Wolfgang Gehrcke hat unter großem Beifall einen 4 oder 5-Punkte-Friedensplan für die Ukraine ausgeführt.

1. Es muss ein Runder Tisch in der Ukraine eingerichtet werden, an dem alle Parteien und gesellschaftliche Gruppen teilnehmen.  

2. Soziale Wende in der Ukraine, die die Linke dort im Lande selber realisieren muss.

3. Blockfreiheit der Ukraine.. Keine Nato an der Ostgrenze Russlands. Noch besser wäre die Abschaffung der  Nato.

4. Neue Ost-Entspannungspolitik- nachdem die SPD völlig versagt. 

Viel Kritik wurde immer wieder am neoliberalen Freihandelsabkommen TTIP geäussert. Heinz Bierbaum lehnte alle solche Abkommen ab - auch CETA mit Kanada u.aa. Keine Politik im Interesse der Großkonzerne.

Sevim Dagdelen kritisiert die pro- faschistische und Faschismus verniedlichende Unterstützung der Medien . Erstmals wird auf dem Parteitag auch Medien-Kritik sehr deutlich. Die versprochene Nicht-Ost-Erweiterung der Nato wurde immer wieder gebrochen. Keine Nato-Ostrerweiterung . Austritt aus der  Nato. Bundesregierung unterstützt faschistische Regierung. Das Massaker von Odessa werde von der Regierung totgheschwiegen .  Das sei unerträglich.  

 

 

Die Linke werde in der Ukraine verfolgt. Linke werden aus dem Parlament geprügelt. Die Fraktion der Linken wird im Plenum des Parlaments immer wieder von Debatten ausgeschlossen, sagte Carste Schulz aus Berlin.

  

Ein Mitglied der Linksjugend Hamburg verurteilt den Imperialismus in der Ukraine und betont, dass Kapitalismus Krieg bedeute. Ein Austritt aus der Nato sei überfällig. 

Katja Kipping hatte schon im Vorfeld des Parteitages gesagt, dass sie Rot-Rot- Grün anstrebe, es aber ein paar Grundsätze gibt, von denen wir nicht abweichen werden. Wir machen bei weiteren Privatisierungen und bei Kampfeinsätzen der Bundeswehr nicht mit. Obwohl das Streben nach Rot-Rot-Grün als naiv  bezeichnet werden kann, stirbt die Hoffnung natürlich immer erst zuletzt. 

 

Linken-Kurs: Katja Kippings  Geisterfahrt durch das neoliberale Parteiensystem 

Nach Angaben von T-Online fordert die Linken-Vorsitzenmde eine klare Perspektive für Rot - Rot - Grün bzw. für eine entsprechende Regierungsmehrheit auf den bald beginnenden Berliner Parteitag der Linkspartei.

Bernd Riexinger macht jedoch deutlich, dass es keinen Regierungswechsel als Selbstzweck oder gar für Postenschacher geben werde. Vielmehr komme es eben auf einen wirklichen Politikwechsel und nicht auf einen puren Regierungswechsel ohne inhaltliche Perspektive an.

Es gehe nach Ansicht von Katja Kipping nun darum, für dieses Bündnis gesellschaftliche Kräfte ins Boot zu holen.

Eine Linksregierung, die für "richtige Umverteilung" sorge, werde heftigen Gegenwind vom reichsten Zehntel der Gesellschaft bekommen, so Kipping.

"Deshalb hat Rot-Rot-Grün nur dann eine Chance, wenn es einen breiten gesellschaftlichen Wunsch nach Veränderung gibt", sagte Kipping der "Rheinischen Post".

Energiewende nur mit Rot-Rot-Grün

"Eine Energiewende, die nicht auf Kosten der Ärmsten geht, könnten nur wir mit SPD und Grünen zusammen hinkriegen", ließ sich Kipping weiter zu den Gründen einer Zusammenarbeit mit SPD und Grünen aus.

Keine Bundeswehreinsätze

Die Linke habe unaufweichbare Grundpositionen. "Das Nein zu Kampfeinsätzen der Bundeswehr ist für mich eine klare rote Linie", sagte die Parteivorsitzende. Außenminister Steinmeier ( SPD)  bewege sich mit einer Militarisierung der deutschen Außenpolitik in die falsche Richtung.

Linke will "grundlegenden Politikwechsel"

Riexinger, der mit Kipping die Doppelspitze bei der Linken bildet, hat eine Zusammenarbeit mit den Grünen und der SPD allerdings an Bedingungen geknüpft:

"Wir wollen einen grundlegenden Politikwechsel im Land mit mehr sozialer Gerechtigkeit, mit mehr Verteilungsgerechtigkeit, mit Friedenspolitik", sagte er im ARD-"Morgenmagazin". Zögen Grüne und die SPD da mit, sei die Linke bei einer Koalition nach der nächsten Bundestagswahl dabei. "Es muss aber um eine grundsätzlich andere Politik gehen und nicht nur um einen Regierungswechsel", betonte Riexinger.

Nur ist diese Vorstellung von Bernd Riexiunger und von Katja Kipping zu naiv, denn die neoliberale und kriegsbefürwortende SPD wird genausowenig wie die olivgrünen Kriegsbefürworter ihre Position grundsätzlich ändern.

Vielmehr hat die SPD Hardcore-Faschisten der Swoboda-Partei in der Ukraine zur Macht verholfen und unterstützt diese Regierung weiter. Diese rechtsoffene Querfrontpolitik ist mit linker  Politik völlig unvereinbar . Der Russland-Beauftragte der SPD, Erler, hatte erst vor Tagen zur Entmutigung des Widerstandskampfes gegen Faschismus in der Ukraine durch Putin aufgerufen. Das ist kein Signal für einen glaubhaften " Politikwechsel" und da ist nicht ansatzweise die Bereitschaft zur Verwirklichung von linker Politik zu erkennen. . 

Personalentscheidungen auf Berliner Bundesparteitag

Mehr als 500 Delegierte der Linken kommen am Wochenende zusammen. Im Mittelpunkt steht die Wahl eines neuen Vorstands. Eröffnet wird die dreitägige Konferenz mit einer Rede der Spitzenkandidatin für die Europawahl, Gabi Zimmer. Am Samstag stellen sich Kipping und Riexinger dann zur Wiederwahl als Parteivorsitzende.

Die linke Linke der AKL erklärt im Vorfeld des Parteitages: 

Nein, die Europäische Union hat sich nicht als friedlich, demokratisch, nicht-militaristisch und nicht neoliberal in der Ukraine-Frage verhalten. Während an ihrer Südgrenze immer weiter Tausende von Flüchtlingen im Meer verrecken, spielt die EU an ihrer Ostgrenze mal wieder Supermacht, mit allen ökonomischen, politischen und militärischen Druckmitteln, die sie hat, und im eifersüchtigen Wettbewerb mit dem Nato-Bruder USA.  Die LINKE täte gut daran, ihre eilfertige Beschlussfassung vom Hamburger Parteitag im Lichte der jüngsten Entwicklung deutlich zu revidieren. Und ein gutes Stück geschieht dies in den Wahlkundgebungen ja auch. Etwas mehr und etwas selbstbewusster ginge es aber noch...Und ja, eine wirkliche neue Friedensbewegung wird höchste Zeit.

Hier hat die Linke das schwerste europolitische Versäumnis zu verantworten nämlich die fehlende massive Unterstützung einer Friedensbewegung gegen Eurofaschismus und Krieg. Und es ist eine Schande, dass Nichtlinken die Führung der Montags-Friedensbewegung überlassen wird und die Bundesgeschäftsführung der Linken erklärt, dass man sich daran lieber nicht beteiligen und besser Wahlkampf machen sollte. Das ist eine Bankrott-Erklärung linker Politik. 

Stattdessen hätte sich die Linke mit eigenen Zugpferden wie Gregor Gysi und Sahra Wagenknecht an die Spitze der Bewegung gegen Faschismus und  Kriegsgefahr in Europa stellen müssen. Wenigstens hätte man eigene Parallelveranstaltungen organisieren können. Das ist ein schweres strategischers Versäumnis der Parteispitze, die lieber Rechtspopulisten wie Jürgen Elsässer die Bewegung überlässt, die wöchentlich tausende Demonstranten anzieht.   Dieser berechtigte Protestpotenzial könnte jetzt von Rechten abgefischt werden, weil Linke hier wieder einmal eklatant und ganz massiv versagt haben.  Die Grünen iunterstützen gar offen faschistische Kräfte auf dem Maidan, was eine Koperation mit den Olivgrünen ebenfalls völlig unrealistisch erscheinen lässt. 

Auch die hessische Fraktionsvorsitzende Janine Wissler kandidiert: Sie soll Sahra Wagenknecht als stellvertretende Bundesvorsitzende in den Bundesvorstand folgen.

 

 
 

Ukrainisches Faschisten - Massaker an 20 bis 30  Freiheitskämpfer in Mariupol 

An dem Gedenk-Tag an dem  Russland und die Ukraine den Tag der Befreiung von Hitlerfaschismus traditionell begangen haben, setzte die neue Kiewer Nazi-Regierung, die mit Rechtspopiulisten und Ultranationalisten koaliert und regiert,  den Krieg gegen das eigene Volk und gegen antifaschistische Widerstandslämpfer in  Mariupol fort.  Dabei wurde der Einsatz des Militärs wie von Faschistenmilizen des SA ähnlichen Rechten Sektor genutzt.

Die Kiewer Machthaber haben den »Tag des Sieges«, den Jahrestag des sowjetischen Triumphs über den Hitlerfaschismus am 9. Mai, auf ihre Weise begangen.

Angehörige der ukrainischen aus Faschistenmilizen udn Freiwilligen rekrutierte Nationalgarde haben am Freitag in der ostukrainischen Stadt Mariupol aus Granatwerfern auf Polizisten geschossen, weil die sich zuvor geweigert hatten, auf Ortseinwohner zu schießen. So schilderte Pjotr Komissarow, ein Augenzeuge der Zusammenstöße und Mitglied des örtlichen Antifa-Komitees, die Ereignisse in Mariupol. 

„In die Stadt zogen neun Schützenpanzerwagen und eine Kompanie von Soldaten ein“, so Komissarow in einem Interview für den lettischen Radiosender Baltkom. „Sie waren mit Schusswaffen und Granatwerfern bewaffnet. Diese Waffen wurden gegen Polizisten eingesetzt, die sich im Gebäude der Polizeizentrale verschanzt hatten.“

Nach seinen Worten handelte es sich bei Angehörigen der Nationalgarde um „Söldner“. „Sie kämpfen für Geld und sind zu allem fähig. Wir haben diese Menschen gesehen und mit ihnen gesprochen.“

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Die Intensität und Planmäßigkeit des Beschusses der  Akteure in Mariupol  lässt dieses Video erahnen

Ein anderes Bild schilderte der ukrainische Innenminister Arsen Awakow.  Awakow hatte vor Tagen angekündigt, Faschistenmilizen im Osten und Südosten des Landes einsetzen zu wollen, nachdem die reguläre Armee scheiterte und zum Teil gemeutert hatte.  

Wie er via Facebook mitteilte, hatten rund 60 Volkswehr-Milizen am Freitagmorgen  angeblich versucht, das Gebäude der Polizeizentrale der Stadt zu erstürmen. Ein Drittel von ihnen wurde dabei getötet, berichtet Ria. Die Rebellen haben diese Verluste nicht bestätigt. 

Am Vormittag rückten Truppen des Regimes mit Panzerunterstützung in die Stadt Mariupol im südlichen Donbass ein. Bei Kämpfen um das von Aufständischen besetzte Polizeipräsidium kamen nach unterschiedlichen Medienberichten bis zu 30 Menschen ums Leben, es gab etliche Verletzte, darunter einen Kameramann des russischen Fernsehsenders RT. Bewaffnete, die offenbar nicht der offiziellen Kiewer Armee angehörten, sollen gezielt auf Zivilisten geschossen haben.

Beim Kampf um das Polizeipräsidium gingen die Angreifer offenbar nach dem Szenario des Massakers von Odessa vor und legten Feuer, während sich im Inneren noch Menschen aufhielten. Das Gebäude brannte weitgehend aus. »Innenminister« Arseni Awakow sprach von 20 »Terroristen«, die »liquidiert« worden seien. Aus dem etwa 150 Kilometer entfernten Donezk setzten sich von der dortigen Kundgebung zum Tag des Sieges zwei Lastwagen mit Kämpfern bzw. Partisanen-Einheiten der Aufständischen in Bewegung, um die bedrängten Genossen zu unterstützen.

Mit gepanzerten Fahrzeugen gingen die Militärs gegen das eigene Volk vor. Zu den Auseinandersetzungen sei es nach den Feierlichkeiten zum Tag des Sieges über Hitler-Deutschland gekommen, sagte der Sprecher. Eine Menschenmenge zog demnach zu einer von Antifaschisten und Freiheitskämpfern besetzten und belagerten Polizeistation. Daraufhin hätten die ukrainischen faschistischen Milizen das Feuer eröffnet.

Ukkrainische Antifaschisten halten in mehreren Städten der Ostukraine Regierungsgebäude besetzt. Den Behörden in Donezk und Lugansk ist die Kontrolle trotz der seit Tagen andauernden "Anti-Terror-Operation" der Armee weitgehend entglitten. Prorussische Separatisten riefen dort zwei freie Volksrepubliken im Stile Leninscher Räterepubliken aus.

Sie wollen am Sonntag ein Unabhängigkeitsreferendum abhalten,


Bewohner von Mariupol berichteten in russischen Fernsehsendern, die Angreifer hätten zum »Rechten Sektor« und zur »Nationalgarde« gehört.

Dazu würde passen, daß der Maidan in Kiew am gestrigen Freitag weitgehend menschenleer war. Dafür, daß die Kiewer Machthaber in Mariupol eine demonstrative Strafaktion inszeniert und dazu ihre Kräfte dort konzentriert haben, spricht neben dem Datum auch, daß sich die Belagerer der von Aufständischen kontrollierten Stadt Kramatorsk am Donnerstag ohne ersichtlichen Grund aus der Umgebung zurückgezogen und den Verteidigern so ermöglicht hatten, ihre in den letzten Tagen verlorenen Positionen wieder einzunehmen.

Vertreter der Kiewer Junta hatten in den letzten Tagen die Öffentlichkeit mehrfach davor gewarnt, an Kundgebungen zum Tag des Sieges teilzunehmen.

Sie hatten das mit der angeblichen Gefahr von Provokationen begründet. Gleichwohl gab es in Kiew am Freitag mittag eine Kundgebung von etwa 2000 Anhängern linker und prorussischer Gruppen an der Ewigen Flamme im »Park des Ruhms«. Redner, darunter die Vorsitzende der »Progressiven Sozialistischen Partei«, Natalia Witrenko, warfen der Staatsmacht vor, das Erbe der Kriegsteilnehmergeneration zu verraten.

Die Machthaber seien es, die die Ukraine und die Ukrainer spalteten. Andere spielten reaktionäre Karten. So stellte der Vertreter einer »Slawischen Partei« den Sieg der multinationalen Sowjetarmee 1945 als »Erfolg der orthodoxen Christenheit« dar. Zahlreiche rote Fahnen wehten, und bei der berühmten Kriegshymne »Steh auf, du Riesenland«, die viele aus vollem Halse mitsangen, flossen Tränen.

Am Rande versuchten einige Leute mit blau-gelben Kokarden an den Jacken, die Veranstaltung mit der Losung »Ruhm der Ukraine! Den Helden Ruhm!« zu stören. Sie wurden jedoch von ihren eigenen Anführern, Männern in Kampfanzügen mit dem Löwenwappen der SS-Division »Galizien« am Ärmel, zurückgehalten und aufgefordert, »Putins Fernsehen keine Bilder« zu liefern.

Dieses propagandistische Dilemma der Blau-Gelben haben offenbar viele Kiewerinnen und Kiewer genutzt, um ihre Gegnerschaft zu der neuen Staatsmacht still zu demonstrieren. Obwohl Regierungschef Arseni Jazenjuk das Zeigen der schwarz-orangen »Georgsbänder« schon vorab als Provokation qualifiziert und damit prinzipiell auch Repressionen gegen ihre Träger nicht ausgeschlossen hatte, sah der Autor in Kiew noch nie so viele Menschen mit diesen Bändern auf der Straße wie gestern. Die Straßenmusikanten auf dem Weg zur Gedenkstätte spielten Lieder wie das ansonsten selten gehörte »Katjuscha«. Weit über den Kreis der Kundgebungsteilnehmer hinaus kamen Tausende mit Blumensträußen zur Ewigen Flamme, darunter neben Kriegsteilnehmern in ihren Paradeuniformen auch viele junge Leute. Die Polizei war mit starken Kräften präsent, griff aber bis zum Mittag nicht ein, berichtet die JW.

Die Hauptschuld für die Eskalation der Situation in der Ukraine treffe die Länder des Westens, vor allen Dingen die USA. Diese Ansicht wurde von der stellvertretenden Vorsitzenden der Bundestagsfraktion der Partei die Linke, Sahra Wagenknecht, geäußert.

Während die Führung Russlands die Föderalisierungsanhänger aufgerufen habe, das Referendum aufzugeben, seien seitens der Nato und der EU Drohungen, Aufrufe zu einer Verhärtung der Sanktionen erklungen und Truppenverlegungen erfolgt, stellte sie fest.

Wenn man die Würde dieses oder jenes Staates ständig verletze, so provoziere dies ihn früher oder später zur Ergreifung von Erwiderungsmaßnahmen, dessen ist sich Sahra Wagenknecht sicher.

Weiterlesen: http://german.ruvr.ru/news/2014_05_09/Schuld-an-der-Eskalation-der-Situation-in-der-Ukraine-seien-die-Lander-des-Westens-meint-die-deutsche-Politikerin-5270///

http:www.jungewelt.de/2014/05-10/008.php

 

Ein Attentäter von Odessa erweist sich als Kumpane der Regierung mit Kontakten zum faschistischen Kriegsminister der Ukraine

Arrest warrant
Haftbefehl von Mikola Volkov

Eine der an den Morden beteiligten Personen in Odessa war ein ehemaliger Verbrecher mit guten Kontakten zu hochrangigen Politikern in der Ukraine. Wir haben vor kurzem über eine zweifelhafte Person namens Mikola berichtet, die in das Pogrom in Odessa verwickelt war. Er wurde kurz vor dem Massaker beim Handy-Telefonat mit dem Ukrainischen Innenminister Arsen Avakovgesehen und später beim Schießen mit einer Pistole auf Menschen, die in dem brennenden Gewerkschaftshaus eingeschlossen waren. Er wurde jetzt identifiziert. Sein Name istMikola Volkov. Er wurde 1981 geboren und hatte eine kriminelle Vergangenheit. Er wurde 2012 offiziell per Haftbefehl gesucht.

Faschist und Kriegsminister der Ukraine namens Parubij, der Panzer und Nazi-Milizen gegen sein eigenes Volk einsetzt.

Darüber hinaus traf er sich, wie auf einem Video zu sehen, persönlich mit Andriy Parubiy. Andriy Parubiy ist Teil der Übergangsregierung und der derzeitige Leiter des Nationalen Sicherheits-und Verteidigungsrates der Ukraine. Herr Parubiy begann seine politische Karriere in den 90er Jahren in der Sozial-Nationalen Partei der Ukraine (inzwischen Swoboda) und führte von 1998 bis 2004 den bewaffnete Arm dieser faschistischen Partei. Seit 2012 sitzt er im ukrainischen Parlament als unabhängiger Kandidat auf der Liste von Julia Timoschenkos Vaterlandspartei. Von Dezember 2013 bis Februar 2014 war er ” Kommandant des Euromaidan”, wo er bewaffnete Korps trainierte, die den Platz schützen sollten. Seine faschistischen politischen Ansichten haben sich während der Jahre nie verändert.

 

Dieses Video zeigt Andriy Parubiy im Gespräch mit Mikola Volkov an einem Straßen-Kontrollpunkt der ukrainischen Regierung, in der Nähe von Odessa am 29. April 2014. Es wird immer deutlicher, dass die ukrainische Regierung tief in die Ausschreitungen verwickelt ist, die sich in Odessa abspielten. Mikola Volkov scheint Kontakte zu hochrangigen ukrainischen Politiker haben.

In diesem Video vom 2. Mai 2014 schießt Mikola Volkov mit einer Pistole auf die Menschen, die sich in dem brennenden Gewerkschaftshaus in Odessa gefangen sind. Wir berichteten bereitshier über diesen Vorfall.

 
http://de.ukraine-human-rights.org/einer-der-akteure-des-odessa-pogroms-wurde-identifiziert/

Linken-Kurs: Katja Kippings  Geisterfahrt durch das neoliberale Parteiensystem 

Nach Angaben von T-Online fordert die Linken-Vorsitzenmde eine klare Perspektive für Rot - Rot - Grün bzw. für eine entsprechende Regierungsmehrheit auf den bald beginnenden Berliner Parteitag der Linkspartei.

Bernd Riexinger macht jedoch deutlich, dass es keinen Regierungswechsel als Selbstzweck oder gar für Postenschacher geben werde. Vielmehr komme es eben auf einen wirklichen Politikwechsel und nicht auf einen puren Regierungswechsel ohne inhaltliche Perspektive an.

Es gehe nach Ansicht von Katja Kipping nun darum, für dieses Bündnis gesellschaftliche Kräfte ins Boot zu holen.

Eine Linksregierung, die für "richtige Umverteilung" sorge, werde heftigen Gegenwind vom reichsten Zehntel der Gesellschaft bekommen, so Kipping.

"Deshalb hat Rot-Rot-Grün nur dann eine Chance, wenn es einen breiten gesellschaftlichen Wunsch nach Veränderung gibt", sagte Kipping der "Rheinischen Post".

Energiewende nur mit Rot-Rot-Grün

"Eine Energiewende, die nicht auf Kosten der Ärmsten geht, könnten nur wir mit SPD und Grünen zusammen hinkriegen", ließ sich Kipping weiter zu den Gründen einer Zusammenarbeit mit SPD und Grünen aus.

Keine Bundeswehreinsätze

Die Linke habe unaufweichbare Grundpositionen. "Das Nein zu Kampfeinsätzen der Bundeswehr ist für mich eine klare rote Linie", sagte die Parteivorsitzende. Außenminister Steinmeier ( SPD)  bewege sich mit einer Militarisierung der deutschen Außenpolitik in die falsche Richtung.

Linke will "grundlegenden Politikwechsel"

Riexinger, der mit Kipping die Doppelspitze bei der Linken bildet, hat eine Zusammenarbeit mit den Grünen und der SPD allerdings an Bedingungen geknüpft:

"Wir wollen einen grundlegenden Politikwechsel im Land mit mehr sozialer Gerechtigkeit, mit mehr Verteilungsgerechtigkeit, mit Friedenspolitik", sagte er im ARD-"Morgenmagazin". Zögen Grüne und die SPD da mit, sei die Linke bei einer Koalition nach der nächsten Bundestagswahl dabei. "Es muss aber um eine grundsätzlich andere Politik gehen und nicht nur um einen Regierungswechsel", betonte Riexinger.

Nur ist diese Vorstellung von Bernd Riexiunger und von Katja Kipping zu naiv, denn die neoliberale und kriegsbefürwortende SPD wird genausowenig wie die olivgrünen Kriegsbefürworter ihre Position grundsätzlich ändern.

Vielmehr hat die SPD Hardcore-Faschisten der Swoboda-Partei in der Ukraine zur Macht verholfen und unterstützt diese Regierung weiter. Diese rechtsoffene Querfrontpolitik ist mit linker  Politik völlig unvereinbar . Der Russland-Beauftragte der SPD, Erler, hatte erst vor Tagen zur Entmutigung des Widerstandskampfes gegen Faschismus in der Ukraine durch Putin aufgerufen. Das ist kein Signal für einen glaubhaften " Politikwechsel" und da ist nicht ansatzweise die Bereitschaft zur Verwirklichung von linker Politik zu erkennen. . 

Personalentscheidungen auf Berliner Bundesparteitag

Mehr als 500 Delegierte der Linken kommen am Wochenende zusammen. Im Mittelpunkt steht die Wahl eines neuen Vorstands. Eröffnet wird die dreitägige Konferenz mit einer Rede der Spitzenkandidatin für die Europawahl, Gabi Zimmer. Am Samstag stellen sich Kipping und Riexinger dann zur Wiederwahl als Parteivorsitzende.

Die linke Linke der AKL erklärt im Vorfeld des Parteitages: 

Nein, die Europäische Union hat sich nicht als friedlich, demokratisch, nicht-militaristisch und nicht neoliberal in der Ukraine-Frage verhalten. Während an ihrer Südgrenze immer weiter Tausende von Flüchtlingen im Meer verrecken, spielt die EU an ihrer Ostgrenze mal wieder Supermacht, mit allen ökonomischen, politischen und militärischen Druckmitteln, die sie hat, und im eifersüchtigen Wettbewerb mit dem Nato-Bruder USA.  Die LINKE täte gut daran, ihre eilfertige Beschlussfassung vom Hamburger Parteitag im Lichte der jüngsten Entwicklung deutlich zu revidieren. Und ein gutes Stück geschieht dies in den Wahlkundgebungen ja auch. Etwas mehr und etwas selbstbewusster ginge es aber noch...Und ja, eine wirkliche neue Friedensbewegung wird höchste Zeit.

Hier hat die Linke das schwerste europolitische Versäumnis zu verantworten nämlich die fehlende massive Unterstützung einer Friedensbewegung gegen Eurofaschismus und Krieg. Und es ist eine Schande, dass Nichtlinken die Führung der Montags-Friedensbewegung überlassen wird und die Bundesgeschäftsführung der Linken erklärt, dass man sich daran lieber nicht beteiligen und besser Wahlkampf machen sollte. Das ist eine Bankrott-Erklärung linker Politik. 

Stattdessen hätte sich die Linke mit eigenen Zugpferden wie Gregor Gysi und Sahra Wagenknecht an die Spitze der Bewegung gegen Faschismus und  Kriegsgefahr in Europa stellen müssen. Wenigstens hätte man eigene Parallelveranstaltungen organisieren können. Das ist ein schweres strategischers Versäumnis der Parteispitze, die lieber Rechtspopulisten wie Jürgen Elsässer die Bewegung überlässt, die wöchentlich tausende Demonstranten anzieht.   Dieser berechtigte Protestpotenzial könnte jetzt von Rechten abgefischt werden, weil Linke hier wieder einmal eklatant und ganz massiv versagt haben.  Die Grünen iunterstützen gar offen faschistische Kräfte auf dem Maidan, was eine Koperation mit den Olivgrünen ebenfalls völlig unrealistisch erscheinen lässt. 

Auch die hessische Fraktionsvorsitzende Janine Wissler kandidiert: Sie soll Sahra Wagenknecht als stellvertretende Bundesvorsitzende in den Bundesvorstand folgen.

 

E-Mail-Beweis: NSA und Google kooperieren seit Jahren

Auch die Chefs von Apple, AMD, Dell, Google, HP, Microsoft und Intel werden vom Geheimdienst regelmäßig zu vertraulichen Unterrichtungen eingeladen. Ziel der Gespräche ist es offiziell, die US-Wirtschaft vor Cyberangriffen zu schützen. Die NSA interessiert sich dabei aber auch für Schwachstellen, um sie für ihre Spähprogramme ausnutzen zu können.

 von Peter Marwan 


Der Nachrichtensender Al Jazeera America hat unter Berufung auf das Informationsfreiheitsgesetz Freedom of Information Act die Herausgabe von E-Mails erreicht, die Googles Führungsspitze und die NSA ausgetauscht haben. Wie aus den nun veröffentlichten E-Mail-Wechseln hervorgeht, fand der freundliche Austausch ein Jahr statt, bevor Edward Snowden ans Licht der Öffentlichkeit trat. Sie belegen eine seit Jahren laufende Zusammenarbeit zwischen dem US-Auslandsgeheimdienst und führenden amerikanischen Technikfirmen.

E-Mails zeigen: NSA und Google kooperieren seit Jahren

Bei einem E-Mail-Wechsel bedankte sich beispielsweise der damalige NSA-Chef Keith Alexander bei Google-MitgründerSergey Brin und anderen Google-Mitarbeitern einschließlich Google-Vordenker Vint Cerf für ihre Teilnahme am ESF-Programm und lud diesen zur Teilnahme an einer Versammlung der ESF Executive Steering Group ein: “Ihre Einblicke als herausragendes Mitglied der Defense Industrial Base sind eine wertvolle Voraussetzung um sicherzustellen, dass die Bemühungen des ESF eine spürbare Wirkung haben.”

ESF steht für das 2008 ins Leben gerufene “Enduring Security Framework”. Die Initiative bringt Führungskräfte der wichtigsten amerikanischen Technik- und Rüstungsfirmen mehrmals im Jahr zu Treffen in Washington zusammen, um sie vertraulich über aktuelle Methoden der Cyber-Kriegsführung zu informieren. Dabei soll es um mögliche Cyberangriffe gehen, die den Firmen drohen könnten. Auch die Defense Industrial Base (DIB) dient dem Austausch von Informationen über Cybergefahren.

An dieser Zusammenarbeit sind unter anderem Apple, AMD, Dell, Google, HP, Microsoft und Intel – in der Regel vertreten durch ihre CEOs. Angeblich ging es dabei auch um die Vereitelung einer von China ausgehenden “BIOS-Verschwörung” durch die NSA. Si hätte angeblich US-Computer funktionsunfähig machen und die US-Wirtschaft zerstören können. Nach einem offenbar von der NSA inspirierten Bericht des Senders CBS gelang es in Zusammenarbeit mit ungenannten Computerherstellern, die BIOS-Schwachstelle zu beheben.

Sicherheitsexperten wie CEO Robert Graham von Errata Security stellen dieses Szenario jedoch in Frage und vermuten eher Zweckpropaganda. Auch die Bürgerrechtsorganisation Electronic Frontier Foundation (EFF) ist skeptisch, was die damit verbundenen Absichten des Geheimdienstes angeht. “Ich glaube, die Öffentlichkeit sollte besorgt sein, ob die NSA sich wirklich voll für die Sicherung von BIOS und mobilen Geräten einsetzt, wie in den E-Mails behauptet, und nicht die bedeutendsten Schwachstellen für sich behält”, sagte EFF-Anwalt Nate Cardozo.

Es stehe der NSA nicht zu, “Google beim Schutz seiner Einrichtungen vor den Chinesen zu helfen und sich gleichzeitig durch die Hintertür zu hacken sowie die Glasfaserkabel zwischen Googles Rechenzentren anzuzapfen. Die Tatsache, dass dieselbe Behörde beides macht, ist ein offensichtlicher Widerspruch und lächerlich.” Cardozos Empfehlung lautet, die NSA entsprechend ihren offensiven und defensiven Funktionen in zwei Behörden aufzuteilen.

Nach einem früheren Bericht des Magazins Der Spiegel steckt NSA-Malware auch in PCs, Festplatten und Routern. Es berief sich auf interne Dokumente des Geheimdienstes, die ihm von Edward Snowden zur Verfügung gestellt wurden. Die NSA-Abteilung ANT ziele bevorzugt aufs BIOS (Basic Input/Output System), das auf einem Chip der Hauptplatine gespeichert wird und bei jedem Start lädt. Es hat aus Sicht der Geheimdienste zusätzliche den Vorzug, selten aktualisiert zu werden. Außerdem bleibt es erhalten, wenn das Betriebssystem aktualisiert wird.

[mit Material von Bernd Kling ZDNet.de]

Tipp: Wissen Sie alles über Edward Snowden und die NSA? Überprüfen Sie Ihr Wissen – mit 15 Fragen auf silicon.de.

Peter Marwan
Autor: Peter Marwan

 Chefredakteur von IT Espresso 

 

http://www.itespresso.de/2014/05/08/e-mails-zeigen-nsa-und-google-kooperieren-seit-jahren/