Auf rund 1 200 bis 1 300 Mann hat der Volksbürgermeister der ostukrainischen Stadt Slawjansk, Wjatscheslaw Ponomarjow, die bisherigen Verluste der ukrainischen Armee bei den seit mehr als einem Monat andauernden Kämpfen um diese Stadt geschätzt.
Darüber hinaus verlor die reguläre Armee acht Hubschrauber, 15 Schützenpanzerwagen und drei Geschütze bei Slawjansk, sagte Ponomarjow in einem Interview für den lettischen Radiosender Baltkom.
„Fliegerkräfte werden gegen Slawjansk nicht eingesetzt“, sagte er. „Hauptsächlich ist es Granatwerfer- und Artilleriebeschuss. Getroffen wurden unter anderem eine Schule und andere zivile Gebäude. Es gibt Tote unter den zivilen Einwohnern. Gestern hatten wir acht Verletzte, einer davon starb im Krankenhaus.“
Die Verluste der Bürgerwehr von Slawjansk gab er mit „200 Toten und 300 Verletzten“ an.
Die Kiewer Behörden unternehmen seit Mitte April einen Sondereinsatz im Osten der Ukraine zur Niederschlagung der Protestbewegung, die als Reaktion auf den Sturz des legitimen Präsidenten entstanden war. Besonders hart gestaltet sich die bewaffnete Konfrontation im Raum der Stadt Slawjansk im Norden des Gebietes Donezk, die momentan von der Volkswehr kontrolliert wird, sowie in Kramatorsk und Mariupol.







Ukraine-Krise: Lugansk nimmt Deklaration über Staatsbürgerschaft an
Das Parlament der Volksrepublik Lugansk im Osten der Ukraine hat am Dienstag eine Deklaration über die Staatsbürgerschaft der Republik angenommen. Das berichtete ein RIA-Novosti-Korrespondent vor Ort.
„Bürger der Volksrepublik Lugansk sind alle Bürger der Ukraine, die zum Zeitpunkt des Unabhängigkeitsreferendums (vom 11. Mai) einen ständigen Wohnsitz im Gebiet Lugansk hatten“, hieß es in dem Papier.
Zu Bürgern der Volksrepublik Lugansk könnten auch Personen werden, die auf ihrem Territorium geboren wurden bzw. enge Verwandte hätten. Kinder, deren Eltern bzw. ein Elternteil Bürger der Republik seien/sei, würden automatisch zu Bürgern der Volksrepublik Lugansk. Das Gleiche gelte auch für Kinder, die auf dem Territorium der Republik von den Eltern ohne Bürgerschaft geboren worden seien, hieß es.