Stefan Liebich , Linke,  will die Partei der  Linken in den Krieg treiben 

In einem Interview mit dem rechtspopulistischen Sender ntv versucht der Obmann der Außenpolitiker der Linken im Bundestag Stefan Liebich Kriegseinsätze der Bundeswehr im Rahmen der Nato schönzureden . 

In der Fraktion gilt er unter Außenpolitikern trotzdem oder auch deswegen ziemlich isoliert.  

Kriege können angeblich notwendig sein. Offensichtlich hat er den Kapitalismus nicht kapiert - den internationalen Kapitalismus folglich auch nicht!  Markteroberungen sind ein Naturgesetz des Kapitalismus und sie werden notfalls mit Gewalt erzwungen.  

Damit bezieht er sich auf angebliche humanistische Militäreinsätze, die von der Nato aber auch in der Vergangenheit immer nur vorgeschoben wurden und  die oft auf Kriegspropagandalügen basierten. 

In Wahrheit ging es immer um Märkte und  um die Eroberung von Ressourcen  oder um geostrategische Interessen, wie auch der Fraktionschef der Linken , Gregor Gysi , immer wieder betont hatte.

Menschenrechte werden oft als Vorwand genommen um dann einen Krieg mit bis zu einer Millionen und mehr Tote wie im Irakkrieg zu rechtfertigen.

Zitat  "Aus meiner Sicht gibt es über die eben erwähnten Fälle hinaus wenige weitere Fälle, in denen man leider nicht anders als mit militärischer Gewalt reagieren kann. Beispiele sind die Völkermorde in Srebrenica und Darfur. So etwas darf einfach nicht noch einmal passieren. Wir müssen darüber reden, was unsere Antwort auf solche Fälle ist, und ich werde nicht aufhören, das anzusprechen".

 

So und jetzt noch mal etwas inzwischen obligatorischer Nachhilfe-Unterricht für Herrn Stefan Liebich:

In Srebrenica wurden 1995 8000 Muslime unter Aufsicht von UN Truppen ermordet, die die mordenden Milizen sogar durchgelassen haben. 

 

Ex-General Ratko Mladic muss sich wegen des Massakers von Srebrenica vor einem UN-Tribunal verantworten. Doch ausgerechnet UN-Blauhelmsoldaten ließen zu, dass über 8000 Menschen in einer Schutzzone ermordet wurden.

Und zu Dafur schrieb eine sozialistische Zeitung: 

Als US-Außenminister Colin Powell letzte Woche erklärte, dass in Darfur ein "Völkermord stattfindet und die Regierung des Sudan und die Janjaweed dafür Verantwortung tragen", war das ein Signal dafür, dass der amerikanische Imperialismus seine Bemühungen um eine Vormachtstellung auf dem afrikanischen Kontinent massiv verstärkt.

Powells Bezeichnung der Ereignisse in Darfur als "Völkermord", die auch schon der US-Kongress benutzt hatte, entspricht seiner üblichen humanitären Pose, mit der er Washingtons Bestrebungen nach globaler Vorherrschaft bemänteln will.

Das Schicksal der Menschen in Darfur spielt bei der Reaktion der Bush-Regierung auf die kriminellen Machenschaften der sudanesischen Regierung keine Rolle. Wie Saddam Hussein in Irak wird das Regime in Khartum aus geopolitischen und nicht moralischen Gründen ins Visier genommen. Wieder einmal geht es um die Frage, wer bedeutende Ölreserven kontrolliert.

Powell ist ein Meister darin, die wirklichen Motive Amerikas mit Lügen und moralischen Ergüssen zu verdecken. Er spielte eine Schlüsselrolle bei der Verbreitung der mittlerweile diskreditierten Behauptung, Irak besitze Massenvernichtungswaffen und unterhalte Verbindungen zu Al Qaeda. Sie diente als Begründung für einen Krieg, mit dem langgehegte Pläne zur Vorherrschaft über den Mittleren Osten umgesetzt werden sollten. Für seine unrühmliche Rede, mit der er vor der UNO die US-Invasion im Irak rechtfertigte, wird er in die Geschichte eingehen.

Seine gegenwärtige Behauptung, die sudanesische Regierung begehe Völkermord, ist ein ebenso zynischer politischer Betrug. Ohne Zweifel verübt oder unterstützt Khartum in Darfur brutale Unterdrückungsmaßnahmen. Aber wie bei den früheren Vergleiche zwischen Saddam Hussein und Hitler oder bei der Dämonisierung von Slobodan Milosevic dienen Übertreibung und Heuchelei dazu, mit der Forderung, "es muss sofort etwas getan werden", jeden kritischen Gedanken daran auszuschalten, was denn eigentlich getan werden soll. Und so stehen wir erneut vor einer imperialistisch motivierten Militärintervention, die im Gewande der humanitären Hilfe daher kommt.

Niemand sollte die barbarischen Maßnahmen der sudanesischen Regierung herunterspielen, aber man sollte sein Entsetzen darüber auch nicht von Washington manipulieren lassen. In Darfur sind schätzungsweise eine Million Menschen geflüchtet und 50.000 getötet worden. Das stellt eine humanitäre Katastrophe dar. Es rechtfertigt aber keinen Vergleich mit den Ereignissen in Ruanda 1994, die jetzt immer wieder als Beleg für den Begriff Völkermord herhalten sollen. Die Janjaweed haben keine breiten Schichten der Bevölkerung zur Teilnahme an ethnischen Massakern mobilisiert, wie das Hutu-Regime in Ruanda. Zwar gibt es aus der Zeit des britischen Kolonialismus eine Erbschaft afrikanisch-arabischer Spannungen. Aber die Stammesverbindungen sind ein komplexes Gemisch und die Bevölkerung ist über ein großes Gebiet verstreut, wo es praktisch keine Regierung und keinen Staatsapparat gibt, ganz zu schweigen von einer reaktionären Massenbewegung. Powell stützte seine Behauptung des Völkermords auf die Ergebnisse einer Untersuchung, die das US-Außenministerium in Flüchtlingslagern im benachbarten Tschad vorgenommen hatte. Diese Ergebnisse waren jedoch alles andere als neu: regierungsnahe Milizen, die sich selbst "Araber" nennen, haben die Bevölkerung von Darfur angegriffen, gemordet, vergewaltigt und aus ihren Dörfern vertrieben. Diese Operationen finden seit über einem Jahr statt. Die sudanesische Regierung geht auf diese Art und Weise gegen die beiden wichtigsten Rebellenorganisationen in Darfur vor.

Sie setzt diese Methode schon seit geraumer Zeit gegen ihre Gegner ein, in den letzten Jahren besonders in den südlichen Ölregionen des Landes. Trotz Protesten von Menschenrechtsorganisationen haben die USA bereitwillig beide Augen zugedrückt und Friedensverhandlungen zwischen der Regierung Sudans und den Rebellengruppen aus dem Süden vermittelt. Die Rebellengruppen in Darfur sollen ihre Operationen letztes Jahr auch deshalb verstärkt haben, weil sie sich von den Konzessionen ermutigt fühlten, die die Regierung auf amerikanischen Druck hin an die Organisationen im Süden machte. Diese fordern Autonomie und einen Anteil an den Öleinnahmen.

Die USA erhöhen jetzt den Druck auf Sudan, um ein Mittel gegen ihre internationalen Rivalen in der Hand zu haben. Washington fordert, dass die UNO Sanktionen gegen die Ölexporte Sudans verhängt. Gegenwärtig sind das 320.000 Barrel pro Tag. Das würde China und Pakistan treffen, die zu den größten Abnehmern von sudanesischem Öl gehören und die Forderung nach Sanktionen im UNO-Sicherheitsrat bisher ablehnen. Man muss hier betonen, dass Öl die Haupteinnahmequelle des Sudan ist und solche Sanktionen deshalb verheerende Folgen auf ein bereits bitterarmes Land haben würden, ähnlich wie im Irak.

Die USA versucht auch, Druck auf die anderen westlichen Länder auszuüben, eine Eingreiftruppe der Afrikanischen Union (AU) für Darfur zu finanzieren. Bisher sind nur 300 Soldaten geschickt worden, es wird aber eine Zahl von einigen Tausend gehandelt. "Afrikanisch" wird eine solche Truppe nur der äußeren Erscheinung nach sein, die Befehlsgewalt wird letztlich von den USA ausgehen. Vor Studenten der Universität Georgetown erklärte Powell, wie die Taktik funktioniert, die sudanesische Regierung mit Hilfe der AU-Truppe unter Druck zu setzen. "Wir werden ihnen [der sudanesischen Regierung] mit den Friedenstruppen der Afrikanischen Union helfen. Es gibt da etwas amerikanisches Militärpersonal, die mit den Beobachtern arbeiten". Auf den Charakter und die Rolle dieses Personals ging er nicht näher ein, vermutlich handelt es sich um so genannte "Spezialkräfte".

Powell kann sich trotz der kriminellen US-Besatzung des Irak im Sudan als humanitärer Befreier aufspielen, weil die Medien ihn sklavisch und unkritisch unterstützen. Fast täglich erscheinen moralinsaure Leitartikel und Kommentare, die sich in Händeringen über das Schicksal der Bevölkerung in Darfur ergehen, sich über die Unfähigkeit der UNO entrüsten, eine Interventionstruppe zusammenzustellen, und die USA auffordern, härtere Maßnahmen zu ergreifen.

Die von den "Maßnahmen" der US-Regierung verursachten Toten in Irak, Afghanistan und anderswo werden nicht einmal erwähnt, obwohl dagegen die Tötungsaktionen der sudanesischen Regierung verblassen. Auch die Interessen amerikanischer Ölkonzerne im Sudan werden nicht erwähnt, obwohl sie der Hauptgrund für die Verhandlungen der USA mit der sudanesischen Regierung in den letzten vier Jahren gewesen sind. Zitat Ende 

Also auch die Beispiele von Liebich, die angeblich eine Rechtfertigung für Militäreinsätze der Bundeswehr rechtfertigen sollen, erweisen sich als heiße Luft und auch als Kriegspropagandalügen der Nato. 

Das Programm der Linkspartei verurteilt Militäreinsätze der Bundeswehr und der Nato grundsätzlich und das ist auch gut so.

Zudem fordert das Europawahlprogramm einen Austritt aus der Nato bzw. seinen militärischen Strukturen und das ist gut so.  

 

http://www.wsws.org/de/articles/2004/09/darf-s29.html

 

http://www.focus.de/politik/ausland/tid-22487/srebrenica-der-mord-unter-dem-schutz-der-un_aid_631909.html

 

http://mobil.n-tv.de/politik/Manchmal-braucht-es-militaerische-Gewalt-article12288681.html

 

 

 

 

 

 

Neue Liste der Kandidaten der  Linken zur Europawahl versus Bundesausschuß-Liste

Der Linkspartei droht die weitere Spaltung zwischen Sozialisten und neoliberalen Sozis 

update Tobias Pflüger und Dominik Heilig sind gescheitert. 

Damit haben auch die Rechtsreformisten eine schwere Niederlage einstecken müssen.

Gabi Zimmer wurde auf Platz 1 - auf Platz 2 Tobias Pflüger - des Listenvorschlages des Bundesausschußes der Linkspartei für die Europawahlen 2014 gewählt. 

Der Bundesausschuss ist das Organ der Gesamtpartei mit Konsultativ-, Kontroll- und Initiativfunktion gegenüber dem Parteivorstand. Der Bundesausschuss fördert und unterstützt das Zusammenwachsen der Landesverbände in den neuen und alten Bundesländern. Er soll Initiativen ergreifen und unterstützen, die diesem Ziel dienen. (Aus der Bundessatzung.)

Der BA wählt einen Listenvorschlag und die

VertreterInnenversammlung wählt die

Kandidaten für die Liste.

Der Bundesausschuß wählt Gabi Zimmer auf Platz 1 ihres Listenvorschlages. Auf Platz 2 landet der AKL-Vertreter Tobias Pflüger. Er wurde auf dem Parteitag aber leider nicht gewählt.

Auf Platz 3 landet Ernst und auf Platz 4 Scholz. Auf Platz 5 Lösing. Auf Platz 6 De Masi, Platz 7 Wils, Platz 8 Ali Al Dalaimi ( nicht Andre Brie, der auch kandidierte)   9 Firmenich 10 Fiedler 11: Leonidakis

Auf dem Hamburger Parteitag wurde aber  Händel auf Platz 2 gewählt ( 58 %) und nicht Tobias Pflüger.

Händel war früher Mitarbeiter des  Marxisten Wolfgang Abendroth, der immer am proletarischen Klassenkampf festgehalten hatte und der Rechtsreformismus stehts abgelehnt hatte.  

Ein neuer Delegiertenschlüssel schafft ein klares Übergewicht der Ost- Delegierten. Auf Platz 1 wurde Gabi Zimmer ( ex SED)  mit ca. 75 % gewählt. Conny Ernst ( ex SED)  landet auf Platz 3.

Platz 4 Helmut Scholz ( ex SED Mitglied , Mitarbeiter von DDR Ministerien) Platz 5,  Sabine Lösing (Westdeutsche)  

Platz 6 Fabio de Masi ( Mitarbeiter von Sahra Wagenknecht), Platz 7 Martina Michels ( Ostdeutsche), Platz 8 Schirdewahn, Platz 9 Sofia Leonikadis Platz 10 Ali Al Dalaimi versus Malte Fiedler. Fiedler gewinnt die Stichwahl. 

Der neue Delegiertenschlüssel bevorzugt auf dem Hamburger Parteitag zur Europawahl erstmals die Ost-Delegierten.

Deshalb kann man hier den Wandel der Partei gut mit dem Wandel der Liste der Europa-Kandidaten beleuchten.

Der größte Unterschied zur Bundesausschußliste besteht darin, dass der Linke Tobias Pflüger nicht gewählt wurde. Das signalisiert eine neue Vorherrschaft des Ostens in der Linkspartei. 

Das sind auch keine "Reformer", die da linke Positionen aufweichen wollen. Zudem können "Reformen" wie die Agenda 2010 seinerzeit auch reaktionär sein.  Die Spaltung verläuft nicht zwischen Reformern und Fundis/Linken sondern zwischen Sozialisten/ Marxisten einerseits und SPD affinen neoliberalen Sozis andererseits.

Eine griechische Delegierte hielt eine engagierte und antikapitalistische Rede gegen Imperialismus und gegen eine Sozialdemokratisierung der Linken sowie gegen die EU Militarisierung. 

Gar nicht hinnehmbar ist, dass der Berliner  Linkenvorsitzende Lederer das  Ankündigen vom Abfackeln einer sozialistischen Tageszeitung auf dem Parteitag begrüßt und dann noch widerspruchslos die Tagung der Linkspartei leiten darf. Das geht garnicht! Das zeigt wie zerrissen die Partei momentan leider ist. 

 

 

Videobeitrag: Linkenchefin Katja Kipping: Wer Europa will, muss es den Reichen nehmen 

Katja Kipping auf dem Europa-Parteitag der Linken in Hamburg 

 

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Wer wird der erste marxistische Ministerpräsident? Bodo Ramelow ( Thüringen )  oder Rico Gebhardt ( Sachsen)  ?

Bei den in diesem Jahr anstehenden Landtagswahlen in Thüringen, Sachsen und Brandenburg geht es für die Linkspartei um nicht weniger als die Frage, ob sie künftig in diesen Ländern an der Regierung beteiligt sein wird. Die Chancen dafür stehen jedenfalls nicht schlecht. Als Testballons für das Abschneiden der Linken bei den Landtagswahlen gelten die Kommunalwahlen, die in insgesamt zehn Bundesländern am 25. Mai zeitgleich zur Europawahl stattfinden.

In allen drei Linke-Landesverbänden herrscht Optimismus, die bestehenden Landesregierungen durch rot-rote oder – wie in Sachsen – rot-rot-grüne Koalitionen ersetzen zu können, oder die eigene Regierungstätigkeit fortzusetzen. Tatsächlich ist davon auszugehen, daß die amtierende Brandenburger Landesregierung aus SPD und Linkspartei auch nach der Landtagswahl am 14. September Bestand haben wird. Und das, obwohl nicht wenige Wähler mit dem Wirken der demokratischen Sozialisten in der Landesregierung unzufrieden sind.

Was auf Länder-Ebene denkbar ist, wäre auf Bundesebene allerdings völlig ausgeschlossen. Das liegt auch daran, dass auf Landesebene keine Entscheidungen getroffen werden, die bundesweite oder gar internationale Reichweite haben. Die Frage von Krieg und Frieden bleibt genauso ausgeklammert wie die Frage der Rüstungsexporte oder wie die Frage der bundesweiten Sozialgesetzgebung. 



Laut der letzten, im Januar veröffentlichten Meinungsumfrage könnte Die Linke in Brandenburg 25 Prozent der Wählerstimmen auf sich vereinen. Die SPD käme auf 34 Prozent, für die CDU votierten demnach 23 Prozent der Brandenburger, die Bündnisgrünen würden den Landtagseinzug mit fünf Prozent knapp schaffen. Damit könnte das amtierende rot-rote Regierungsbündnis die Amtsgeschäfte auch in der kommenden Legislaturperiode fortführen, berichtet die Junge Welt.

Spannender gestaltet sich hingegen der Verlauf der Wahlen in Thüringen, wo die Bürger ebenfalls am 14. September zur Wahlurne gerufen werden und Linksfraktionschef Bodo Ramelow über gute Chancen verfügt, Geschichte zu schreiben. Er könnte der erste Ministerpräsident der Linkspartei werden.

Sie liegt aktuell in Umfragen bei 28 Prozent und wäre damit stärkste Partei. Sollte die SPD tatsächlich auch als Juniorpartner der Linken in eine Landesregierung einsteigen, was führende Sozialdemokraten keineswegs mehr ausschließen, hätte rot-rot mit insgesamt 50 Prozent eine deutliche parlamentarische Mehrheit vor CDU (27 Prozent) und Grünen (11 Prozent).

»Die Menschen in Thüringen haben es spürbar satt, eine Landesregierung zu haben, die keine gemeinsamen Projekte hat, dafür aber Skandale am laufenden Band produziert und Thüringen deutschlandweit – im jüngsten Fall des Elefantenjägers aus dem Umweltministerium sogar darüber hinaus – blamiert«, konstatierte Linke-Fraktionschef Bodo Ramelow am Freitag gegenüber junge Welt.

Seine Partei will vor allem mit den Themen Bildung, Demokratisierung, einer sozialen Energiewende und Maßnahmen gegen Abwanderung bei den Wählern punkten. In den letzten fünf Jahren hatte die Thüringer Linksfraktion unter Ramelows Führung sehr viel an konkreten Konzepten gearbeitet, die als Grundlage für Regierungshandeln dienen könnten.



In Sachsen hingegen droht eine absolute Mehrheit der CDU. »Dazu wird es nur nicht kommen, wenn den Menschen eine klare Alternative zur ewigen, monarchistischen CDU-Vorherrschaft geboten wird«, gab sich Rico Gebhardt, sächsischer Fraktions- und Parteichef der Linken, am Freitag gegenüber jW kämpferisch. Gebhardt setzt auf eine Landesregierung seiner Partei mit SPD und Grünen und will sich im Wahlkampf für bessere Bildung stark machen, also für mehr Erzieher, Lehrer und ein längeres gemeinsames Lernen für alle Kinder bis mindestens zum Ende der achten Klasse.

»Besseres Leben in Sachsen für alle Menschen, die hier wohnen – dazu gehört auch, daß eine rot-rot-grüne Landesregierung nicht mehr Bremsklotz bei der praktischen Umsetzung des Mindestlohns, sondern Beschleunigerin sein wird«, so der Spitzenkandidat in spe weiter, der in einem solchen Bündnis das »wirkungsvollste Gegenmittel gegen die Rückkehr zur CDU-Alleinherrschaft« sieht. Tatsächlich titelte auch Bild erst vor wenigen Tage »Wird dieser Marx-Fan Sachsens erster roter Ministerpräsident?«

Aber die Prognosen in Sachsen sehen momentan eher schlecht für die Linke aus. Eine zu große Annäherung  oder gar Anbiederung an die  SPD könnte die Linke weitere massive Stimmenvertluste bringen.

Am 31. August 2014 ist Wahltag in Sachsen. Wenn aber schon am kommenden Sonntag im Freistaat ein neuer Landtag gewählt würde, wäre dies das Aus für Schwarz-Gelb. Denn die FDP erhielte nur zwei Prozent (2009: 10 Prozent) und müsste das Parlament verlassen. Die CDU setzt dagegen zu neuen Höhenflügen an, käme auf 49 Prozent (2009: 40,2 Prozent) und hätte damit die absolute Mehrheit. Dies ergab eine Exklusiv-Umfrage der Leipziger Volkszeitung (Donnerstagausgabe). 

Dafür befragte das Leipziger Institut Uniqma im Dezember 2013 telefonisch genau 800 repräsentativ ausgesuchte Wahlberechtige aus ganz Sachsen. Die Fehlertoleranz der Studie liegt zwischen 1,5 und drei Prozent.

Mit 17 Prozent könnten auch die Sozialdemokraten zulegen, die während der vergangenen Landtagswahl im August 2009 nur 10,4 Prozent schafften. Die Linke dagegen hat an Zustimmung verloren und kommt derzeit nur auf 15 Prozent (2009: 20,6 Prozent). Die Grünen halten sich unverändert bei sechs Prozent.  

 

http://www.jungewelt.de/2014/02-15/030.php

Gregor Gysi will ein Pan-Europa inklusive Rußland

Trotz der Streichung der strittigen Passage in der Präambel bleibt der Gedanke dieses Satzes im Haupttext des Europa-Wahlprogrammes der Linken im Kern enthalten.

Es wird vielmehr sogar noch konkreter ausgeführt, dass die EU heute real eine neoliberale, militaristische und weithin undemokratische Macht ist, die die Bankenmacht,  die Herrschaft der Kapitaloligarchen und  den Rechtsextremismus fördert .

Der Geist des Programmes bleibt also erhalten und zwar auch , wenn es nicht mehr komprimiert in der Präambel steht. Die Präambel ist ja auch nur ein Vorwort. Damit wurden die Rechtsreformisten in der Partei geschickt ausgebremst, denn auch Gysi fand den Inhalt des Satzes richtig, aber die Formulierung ungeschickt und ergänzungswürdig. 

Gregor Gysi will mehr internationale Solidarität. Es geht  um ein ganz anderes Europa. Katja kipping forderte deshalb im Schlußsatz gar ein sozialistisches und somit e77youtube}in antikapitalistisches Europa.   

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Der letzte SED Chef der Geschichte der DDR lässt sich nicht so schnell in ein westliches Bündnis zwängen. Denn mit der Forderung nach Einbindung Russlands in die EU führt er de facto auch die Nato-Mitgliedschaft ad absurdum.  

Austritt aus den militärischen Strukturen der NATO durch Deutschland bleibt im Europa- Wahlprogramm. Und das ist gut so.