Wieder über 10 000 auf der Luxemburg-Liebknecht Gedenk-Demo in Berlin

Gedenken an Luxemburg Liebknecht

Am Frankfurter Tor in Friedrichshain haben sich tausende Anhänger und Mitglieder linker und autonomer Gruppen zur Demonstration getroffen, um von dort zum Zentralfriedhof Friedrichsfelde zu demonstrieren. Motto des Marsches war «Totgesagte leben länger - Gemeinsam gegen Faschismus, Imperialismus und Krieg!»

Zehntausend Linke pilgerten Sonntag zur Gedenkstätte der Sozialisten in Friedrichsfelde, um der 1919  auch mithilfe der SPD-Führung ermordeten Kommunistenführer Luxemburg und Liebknecht zu gedenken. Bei eisigen Temperaturen und Sturmböen trafen sich verschiedene Demo-Züge am Zentralfriedhof, darunter die komplette Führung der Linken. Sie alle legten rote Nelken auf die Gräber der sozialistischen Idole nieder.

Die SPD Regierung Ebert hatte 1919 auf Nachfrage des Freikorps-Kommandanten grünes Licht für die Ermordung der linken Sozialistenführer gegeben.  

In manchen Jahren nahmen schon bis zu 50 000 Menschen an diesen Kundgebungen teil.

Die Veranstalter sprachen von rund 10.000 teilnehmenden Menschen.

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Die Linkenführung mit Gregor Gysi kam auch zur Veranstaltung. Unter den Teilnehmern waren auch Oskar Lafontaine mit  seiner Lebensgefährtin Sahra Wagenknecht sowie der vorletzte SED-Chef Egon Krenz. Die meisten Nelken bekam DDR-Spionage-Chef Markus Wolf.

Traditionell wird den revolutionären Linken und KPD-Gründern  Ehre zuteil und zwarauch im Rahmen eines stillen Gedenkens und mit roten Nelken an den Gräbern auf dem Zentralfriedhof Friedrichsfelde. Die Spitze der Linkspatei hatte am Morgen Kränze und rote Nelken niedergelegt. Die Vorsitzenden Katja Kipping und Bernd Riexinger waren ebenso dabei wie der Fraktionsvorsitzende Gregor Gysi sowie Sahra Wagenknecht. Die Spitze der Linkspartei hat zur Teilnahme an dem Gedenken aufgerufen. Der Berliner Landesverband zeigte mit einem Transparent «Flüchtlinge willkommen» Flagge, der Landesvorsitzende Klaus Lederer und die Landesgeschäftsführerin Katina Schubert legten Nelken nieder.

Eine weitere Kranzniederlegung findet am Landwehrkanal statt, in den die Leiche Luxemburgs geworfen worden war. Parallel zum stillen Gedenken ist eine weitere Demonstration linker Gruppen angemeldet. «Gerade im 70. Jahr der Befreiung vom Faschismus sagen wir Nein zu Kriegen und Militärinterventionen», heißt es in dem Aufruf, der sich auch gegen ideologische Kriegstreiberei richtet. Man sage Nein zu jeglichen Auslandseinsätzen der Bundeswehr, Nein zu weiteren NATO-Stützpunkten in Osteuropa. Wir sagen Nein zu Rüstungsexporten und Drohnenmorden. Wir sagen Nein zu allen Versuchen, das System der Profitmaximierung zur letzten Antwort der Geschichte zu erklären«, so der Aufruf, der ich auch gegen Rassismus, Antisemitismus, Antiziganismus und Islamfeindlichkeit richtet.

In der DDR war der jährliche Gedenkmarsch ein Ritual unter Führung der gesamten Staats- und SED-Spitze. Zehntausende versammelten sich an der prominenten Grabstätte. Auch nach der Wende kamen setzte sich das Gedenken fort. 

Auch vor einem Jahr waren Zehntausend bei Luxemburg-Liebknecht-Lenin- Gedenkdemo 

Die Parteispitze der Linken hatte gemeinsam mit mehreren tausend Menschen auch2014 an die Ermordung der Kommunistenführer Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht vor 95 Jahren erinnert. Rechte Freikorps-Soldaten hatten Luxemburg und Liebknecht unter Mitwirkung der SPD- Regierung Ebert  am 15. Januar 1919 in Berlin hinterrücks erschossen.

Die Parteivorsitzenden Katja Kipping und Bernd Riexinger sowie Fraktionschef Gregor Gysi legten an der Gedenkstätte auf dem Berliner Friedhof Friedrichsfelde Kränze und rote Nelken nieder. Auch die stellvertretende Linken-Vorsitzende Sahra Wagenknecht und ihr Lebensgefährte Oskar Lafontaine nahmen an der traditionellen Gedenkveranstaltung teil.

Es ist noch immer die alljährlich größte Demo Berlins mit meist über 10.000 Teilnehmern: Der Erinnerungsmarsch verläuft in der Regel vom Frankfurter Tor bis zur Gedenkstätte der Sozialisten auf dem Zentralfriedhof Friedrichsfelde.

Die zentrale Demo startete im 10 Uhr in der Frankfurter Allee.

Trotz der Spalter-Demos, an denen sich auch Sozialdemokraten beteiligen, ist die zentrale Demo die wie immer mit  Abstand größte Demo, an der etliche linke Organisationen auch links der  Linkspartei teilnehmen.

  »Wir wollen auch keine Stalin-Bilder auf der LL-Demo«, entgegnete Ellen Brombacher, die die Kommunistische Plattform der Linkspartei im Luxemburg-Liebknecht-Bündnis vertritt, im Interview mit dem »nd«. Man könne bei einer Demonstration von bis zu 10 000 Teilnehmern nicht verhindern, dass ein paar Leute ein Stalinbild tragen.

 

In der Tat muss man lange suchen und genau hinsehen, um ein Bild von Josef Stalin zu sehen. Gerade einmal auf zwei Transparenten prangt sein Gesicht - einmal auf einem Banner türkischer Kommunisten, das andere Mal heben Mitglieder des Rebells, der Jugendorganisation der Marxistisch-Leninistischen Partei Deutschlands (MLPD), das Konterfei Stalins in die Höhe. »Stalin war genau so ein guter wie die Anderen«, versucht sich der 18-jährige Sebastian vom Rebell aus Halle zu rechtfertigen, warum er das Stück Stoff mit dem Sowjetherrscher in den Händen hält.

Zudem sollte man auch zwischen historischer  Würdigung z B des Kampfes der Sowjetunion gegen den Hitlerfaschismus, den Stalin maßgeblich führte und reiner Stalinverherrlichung differenzieren. Es geht hier um eine historische Gedenkfeier und um keine Programmatik für heutige Politik.  

Auch wenn hier und da neben Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht Mao Tse Tung und Josef Stalin auf der klassischen Gedenkdemonstration zu sehen sind, ist sie weitaus mehr als das. Keine andere regelmäßig stattfindende Demonstration in Deutschland ist so bunt und vielfältig. Junge und alte Menschen sind zu sehen. Vor allem sind viele migrantische Gruppen anwesend: Türkische Kommunisten, Palästinenser; Kurden sammeln Unterschriften für die Freiheit des inhaftierten Abdullah Öcalan, eine kleine Gruppe Exilchilenen ruft zur Solidarität mit den Mapuche-Indianern auf.

»Solidarität«, das war wohl auch das wichtigste Wort auf dieser Demonstration. Immer wieder war »Hoch die Internationale Solidarität!« zu hören. »Gegen die Diktatur der Deutschen Bank - Solidarität mit Griechenland«, skandierten Mitglieder der FDJ am Ende des Zugs.

 Linke sollten nicht vergessen,  dass die Ermordung der Gründer der Linken und KPD Vorsitzenden Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg durch rechtspopulistische und paramilitärische Freikorps mit Duldung der SPD Spitze um Ebert, Scheidemann und Noske geschah. 

Bei der Niederschlagung des Spartakus-Aufstandes und der Räterepubliken 1918/19 u. a. in München und Bremen kamen dabei über 5000 Linke ums Leben - auf sozialdemokratischen Befehl.

Die Morde des 15. Januar lösten im ganzen Deutschen Reich schwere Unruhen und Aufstände aus. Dagegen und gegen die Räterepubliken in einigen deutschen Großstädten setzte Gustav Noske die Freikorps und Reichswehrverbände ein, die bis Ende Mai 1919 alle derartigen Umsturzversuche – zuletzt die Münchner Räterepublik – gewaltsam niederschlugen. Dabei kam es vielfach zu ähnlichen Kämpfen wie in Berlin mit insgesamt etwa 5.000 Todesopfern und einigen politischen Morden an führenden Vertretern der Linken.http://de.wikipedia.org/wiki/Spartakusaufstand

 

Aus Protest gegen die Bewilligung von Kriegskrediten im 1. Weltkrieg für die kaiserliche Armee haben Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg endgültig die SPD verlassen, weil sie deutschen Militarismus und imperialistischen Krieg grundlegend ablehnten.

Stattdessen waren sie kritische Befürworter der  Leninschen Oktoberrevolution der Bolschewiki von 1917 in Rußland, die auch auf Deutschland in Form der Novemberrevolution übergeschwappt war.

Jedes Jahr in der zweiten Januarwoche gedenken deutsche Linke der Ermordung  der Spartakiste udn KPD-Vorsitzenden  Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg durch reaktionäre Freikorps, die sich zum Werkzeug der SPD Regierung um Ebert, Scheidemann und Noske gemacht hatten

Sie haben den Mord an Karl und Rosa letztendlich abgesegnet und befohlen und ihn jedenfalls zugestimmt.

Fakt ist, dass man Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht als KPD Führer ermordet hatte, weil die Linke zu stark geworden war und weil man den Kopf der Revolution enthaupten wollte und weil die opportunistische und verrätereische SPD diesen Köpfen nichts intellektuell Gleichwertiges entgegensetzen konnte.

Ebert versuchte nach der russischen Leninschen Oktoberrevolution und der in Deutsch land dann folgenden deutschen Novemberrevoluton am Ende des 1. Weltkrieges die Rätebewegung und die Revolution der Arbeiter einzudämmen und blutig zu unterdrücken.

Der Historiker Hagen Schulze hält es für möglich, dass Ebert den Konflikt um die Volksmarinedivision absichtlich eskalieren ließ, um die USPD aus der Regierung zu drängen.

Tatsächlich übten diese am 28. Dezember heftige Kritik sowohl an Eberts „Blanko- scheck“ für die Truppe als auch am Artilleriebeschuss des Schlosses und traten unter Protest gegen diese Maßnahmen am 29. Dezember aus der gemeinsamen Übergangsregierung aus.

Der Spartakusbund berief zum Jahreswechsel einen Reichskongress ein, auf dem sich verschiedene linke Gruppen zur KPD zusammenschlossen.

Darunter befand sich der Spartakusbund als KPD-Vorgängerorganisation. Eine Mehrheit lehnte dort die Beteiligung an den für den 19. Januar angesetzten Wahlen zur Nationalversammlung ab. Die Linker setzte mehrheitlich auf die Rätebewgung uznd strebte die sozialistische statt die bürgerliche Republik an, die zeitgleich von Karl Liebknecht am Reichstagsgebäude ausgerufen worden war.

Nachdem Eberts Restregierung den Berliner Polizeipräsidenten Eichhorn abgesetzt hatte, besetzten Arbeiter, die den Revolutionären Obleuten nahe standen, am 5. Januar 1919 das Berliner Zeitungsviertel.

Von dort aus waren zuvor bereits Mordaufrufe an den Führern der Linken veröffentlicht worden.

Nach gescheiterten Verhandlungen und um der Ausweitung eines Generalstreiks zuvorzukommen, gab Ebert am 8. Januar dem Militär den Befehl, den Spartakus-Aufstand niederzuschlagen.

Ebert wollte im Bündnis mit der Obersten Heeresleitung die Revolution eindämmen.

Am 10. Januar rückten die von Noske um Berlin zusammen gezogenen Freikorps in die Stadt ein.

Damit war die Novemberrevolution, die Ebert zur Kanzlerschaft verholfen hatte, praktisch beendet und eine Vorentscheidung über die Art der Weimarer Verfassung gefallen.

Am 15. Januar wurden Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht von Offizieren des größten Freikorps, der Garde-Kavallerie-Schützen-Division, ermordet.

Deren erster Generalstabs offizier Waldemar Pabst hatte nach eigener Aussage zuvor mit der Reichskanzlei telefoniert.

Reichspräsident Ebert gab persönlich das Einverständnis für die Ermordung von Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg und er wurde dafür nie zur Rechenschaft gezogen.

In den folgenden Monaten wurden die übrigen Versuche, in deutschen Großstädten ein Rätesystem zu etablieren, ebenfalls militärisch niedergeschlagen.

Pabst führte 1959 ein Gespräch mit Günther Nollau, dem späteren Vizepräsidenten des bundesdeutschen Verfassungsschutzes, der den Inhalt in einer Aktennotiz festhielt:

 „Er habe Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg damals in Berlin selbst sprechen hören. Er habe sich nämlich in Zivil unter's Volk gemischt.

Seine Beobachtungen hätten ihn zu der Auffassung gebracht, daß die beiden außerordentlich gefährlich seien und man ihnen nichts Gleichwertiges entgegensetzen könne.

Deswegen habe er sich entschlossen, diese Personen unschädlich zu machen.“

Seit Anfang Dezember 1918 hatte die Antibolschewistische Liga Plakate und Aufrufe an die Berliner Bevölkerung drucken lassen, die dazu aufforderten, die „Rädelsführer“ ausfindig zu machen und den Militärs zu übergeben. Dafür hatte sie eine hohe Belohnung ausgesetzt. Ein in hoher Auflage verbreitetes Flugblatt forderte:

„Das Vaterland ist dem Untergang nahe. Rettet es! Es wird nicht von außen bedroht, sondern von innen: Von der Spartakusgruppe. Schlagt ihre Führer tot! Tötet Liebknecht! Dann werdet ihr Frieden, Arbeit und Brot haben. Die Frontsoldaten.“

Nach dem Niederschlagen des Aufstands mussten die Führer der Spartakisten um ihr Leben fürchten und untertauchen. Nun suchte auch die reguläre Regierung sie als vermeintliche Putschisten, um sie wegen des Umsturzversuchs kurz vor den freien Wahlen zu belangen.

Im Berliner Vorwärts erschien am 13. Januar 1919 ein Gedicht von Artur Zickler, das mit den Zeilen endete: „Viel Hundert Tote in einer Reih’ – Proletarier! Karl, Rosa, Radek und Kumpanei – es ist keiner dabei, es ist keiner dabei! Proletarier!“ Fritz Henck, der Schwiegersohn Philipp Scheidemanns, versicherte am 14. Januar in Berlin öffentlich, die Anführer des Aufstands würden „nicht ungeschoren davonkommen“. Schon in wenigen Tagen werde sich zeigen, „daß auch mit ihnen Ernst gemacht wird.“[13]

Am 15. Januar abends wurden Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht in der Wohnung eines Freundes, Dr. Markussohn, in Berlin-Wilmersdorf von der dortigen „Wilmersdorfer Bürgerwehr“ entdeckt, verhaftet und in das Hotel Eden gebracht. Ihr Aufenthaltsort war wahrscheinlich durch die von Noske befohlene Telefonüberwachung bekannt geworden.[14]

Waldemar Pabst ließ die Gefangenen stundenlang verhören und misshandeln. Ein weiterer verhafteter KPD-Führer, Wilhelm Pieck, wurde Zeuge dieser Misshandlungen sowie von Telefonaten; eines davon führte Pabst wahrscheinlich mit der Reichskanzlei. Der Mord sollte wie ein Attentat aussehen. Der Soldat Otto Runge (1875–1945) versetzte aus der Menge heraus Rosa Luxemburg beim Abtransport vom Hotel einen schweren Kolbenschlag. Bereits bewusstlos, wurde sie dann unterwegs im Wagen von Leutnant zur See Hermann Souchon mit einem aufgesetzten Schläfenschuss erschossen.

Die Tote wurde in den Berliner Landwehrkanal geworfen, wo man die Leiche erst am 31. Mai 1919 fand.

Liebknecht wurde kurz nach Rosa Luxemburg ebenfalls vom Hotel abtransportiert und fast bewusstlos geschlagen; er musste unterwegs aussteigen und wurde dann als „Flüchtender“ von hinten erschossen. Der Tote wurde einer Berliner Polizeistation als „unbekannte Leiche“ übergeben.

Pieck erreichte, dass er in ein Gefängnis verlegt werden sollte; auf dem Weg dorthin gelang ihm die Flucht. 1962 erklärte Pabst in einem Spiegel-Interview, Noske habe die Morde erlaubt und die ausbleibende Strafverfolgung danach gedeckt.

1970 fand sich in Pabsts Nachlass ein Brief, in dem er schrieb: „Dass ich die Aktion ohne Zustimmung Noskes gar nicht durchführen konnte – mit Ebert im Hintergrund – und auch meine Offiziere schützen musste, ist klar. Aber nur ganz wenige Menschen haben begriffen, warum ich nie vernommen oder unter Anklage gestellt worden bin. Ich habe als Kavalier das Verhalten der damaligen MSPD damit quittiert, dass ich 50 Jahre lang das Maul gehalten habe über unsere Zusammenarbeit.“

Obwohl Sozialdemokraten wie Gustav Noske, Friedrich Ebert und Philipp Scheidemann, die die Novemberrevolution von 1918/19 im Blut ertränkt haben, im Aufruf zur »Rosa und Karl«-Demo nicht erwähnt werden, so lebt ihr Geist weiter. Scheidemann erklärte seiner- zeit, warum er als entschiedener Gegner der Revolution trotzdem für einen Generalstreik und für die Republik eintrat: »Jetzt heißt es, sich an die Spitze der Bewegung zu stellen, sonst gibt es doch anarchistische Zustände im Reich«.

Versuchen die Sozialdemokraten von heute, sich an die Spitze des Gedenkens zu stellen, um der Erinnerung an die beiden Revolutionäre die Spitze abzubrechen? Es deutet wenig darauf hin, daß sie damit Erfolg haben werden. Bereits 2013 wollte  die LINKE. und die Linksjugend Solid zusammen mit den Erben der sozialdemo kratischen Mörder der Ermordung von Karl und Rosa gedenken.

Das ist ein geschichts loser und ungeahnter Tiefpunkt in der Geschichte der Linken links der SPD.

Etliche  Parteiaustritte aus der Linkspartei waren die Folge dieses Verrats an der linken Volksbewegung, die seit Jahrzehnten diese einheitliche Demonstration kämpferisch wiederholt. Eine sozialdemokratische Gegendemo wird wie in den 90 er Jahren aber keine Resonanz haben und als Dolchstoß für die deutsche Linke insgesamt empfunden werden.

Begründet wird dieser Verrat an den KPD-Gründern und SPD Dissidenten mit Stalin- und Mao-Porträts auf der Hauptdemo, die zum Grab der Sozialisten in Berlin-Friedrichsfelde in Ostberlin führt.

Dabei wird unterschlagen, dass Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht die russische Oktoberrevolution unter Lenin 1917 sehr begrüßt haben und die Zerschlagung des feudalen Zarismus gefeiert haben.

Auch wenn es in der Stalinzeit dann zu Irrungen und Wirrungen und zu schweren Fehlern kam, so gehört diese Zeit doch zu dem Experiment der Oktoberrevolution und der Sowjetunion, die Karl und Rosa kritisch und konstruktiv begrüßt haben.

Zudem werden da auf der Demo auch Lenin- und Trotzki-Porträts gezeigt, die aber allesamt nicht das Demo-Bild prägen. Desweiteren müssen Stalin-Bilder nicht auf eine Stalin-Kult hindeuten, der auch abzulehnen wäre.

Vielmehr können sie auch für den Sieg der Oktoberrevolution und der Sowjetunion gegenüber dem Hitlerfaschismus stehen und daran erinnern, daß Stalin ganz maßgeblich und mit einem Blutzoll von 20 Millionen Sowjetsoldaten die Menschheit vom Nazismus und Hitlerfaschismus erlöst hat, was auch CDU Bundespräsident von Weizsäcker dazu veranlasste, den 8.Mai 1945 und den Einzug der Roten Armee in Berlin tatsächlich als Tag der Befreiung vom Hitlerfaschismus zu akzeptieren.

Der Aufruf zu der sozialdemokratischen Gegendemo von Jusos und Falken sollte zurückgenommen und boykottiert und von der Linkspartei nicht unterstützt werden, solange sich die SPD für die Ermordung von Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg nicht bekannt und entschuldigt hat und solange sie sich nicht an der einheitliche Großdemo in Berlin Mitte beteiligen wollen.

Wenn Linke sich zu Fehlern der Stalin-Zeit bekennen sollen, was sie übrigens längst gemacht haben, müssen sich Sozialdemokraten für den Befehl der Ermordung von Karl und Rosa bekennen, bevor überhaupt an einer gemeinsamen Aktion in dieser Sache zu denken ist

Der Mord an Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht in der Nacht des 15. Januar 1919 ist der folgenschwerste politische Mord in der deutschen Geschichte. Gleichwohl werden die Umtände dieser Bluttat immer noch in seltsames Grau gehüllt, liest und hört man in den Medien nur etwas von nicht näher bestimmten »Angehörigen eines Freikorps« oder »Soldateska«.

 

Und doch filterte sich die Wahrheit heraus ... »Schießen, auf jeden, der vor die Flinte läuft« Kaum hatte die Revolution die Reichshauptstadt Berlin erfaßt, verbündete sich am 10. November 1918 Generalleutnant Groener von der Obersten Heeresleitung mit dem frisch gekürten neuen Reichskanzler Friedrich Ebert (SPD) zum Zwecke der »Bekämpfung des Bolschewismus«.

 

 

 

Schon seit Mitte November hatte man »unter der Decke« die Bildung von Freikorpstruppen abgemacht. Daß sich Ebert, das Radieschen - »außen rot und innen weiß!« (Tucholsky) - damit gegen seine Parteibasis stellte, die Konterrevolution absegnete, ficht ihn nicht an.

Ende Dezember, nachdem sich die alten kaiserlichen Truppen und mit ihnen Ebert mehrfach gegen das revolutionäre Berlin blamiert hatten, intensivierte Groener den Ausbau der Freikorpseinheiten zu riesigen Verbänden. Dies geschah nicht nur mit Zustimmung Eberts, sondern wurde bald in Person seines Freundes Gustav Noske von einem SPD Oberbefehlshaber geleitet. Noske hatte bereits Anfang November in Kiel konterrevolutionäre Offiziersbrigaden gefördert, die sich, an' der Geburtsstätte der demokratischen Revolution, eben zu ihrer Bekämpfung gebildet hatten. Eine dieser Einheiten wurde von Kapitänleutnant Horst von Pflugk-Harttung befehligt. Sie nannte sich Marineoffiziers Eskadron beim 5. Ulanenregiment.  

Pflugk-Harttung hatte einflußreiche Freunde. Einer hieß Waldemar Pabst, Hauptmann und faktischer Befehlshaber der Garde-Kavallerie-Schützen-Division. Aus dieser ex-kaiserlichen Elitetruppe schweißte er ein schlagkräftiges, haßerfülltes und zu allem entschlossenes Freikorps zusammen. Ihm unterstellte sich die kleine Marineeinheit von Pflugk-Harttung. Und Pabst unterstellte sich Noske, wurde sein »rührigster Helfer«, wie dieser selbst zugab.

 

Am 27. Dezember 1918 gab Noske in einer Kabinettssitzung unter Zustimmung seines Parteigenossen Heine die Leitlinie der SPD-Freikorpspolitik bekannt: »Schießen ... und zwar auf jeden, der der Truppe vor die Flinte läuft.«

Die ersehnte Stunde der Abrechnung kam Anfang Januar. Die Unabhängigen Sozialdemokraten (USPD) waren wegen Eberts Kungelei mit den alten Mächten aus dem Kabinett ausgetreten, worauf die rechte SPD-Rumpfregierung nun auch den Polizeipräsidenten Eichhorn (USPD) entließ. Der weigerte sich jedoch zu gehen und fand Unterstützung in den Massen. Hunderttausende strömten auf die Straße. Es bildete sich ein Revolutionsausschuß unter Liebknechts Leitung, der die Regierung Ebert/Scheidemann für abgesetzt erklärte - dafür aber keine entsprechenden Schritte einleitete. Teile des Berliner Proletariats dagegen handelten und besetzten den sozialdemokratischen »Vorwärts« und andere Zeitungsredaktionen. Eine prekäre Situation. Während Karl Kautsky (USPD) zu vermitteln suchte und auch einen Waffenstillstand aushandelte, bewies Ebert erneut seine Janusköpfigkeit. Er versicherte in schönstem sozialdemokratischen Deutsch, »von der Waffe keinen Gebrauch zum Angriff« zu machen und beauftragte gleichzeitig Noske, zum »Säubern« zu blasen. Der legte nur zu gern los.

»Einer muß der Bluthund sein.«

Es begann, was man als Einführung der Schreckensherrschaft in die deutsche Politik des 20. Jahrhunderts bezeichnen kann ...

In der Nacht des 15. Januar 1919 klingelte im Hauptquartier der Pabst-Division im Eden-Hotel das Telefon. Pabsts »Bürgerwehr« in Wilmersdorf meldete sich. Sie war in ein Haus eingedrungen und hatte Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht rechtswidrig festgesetzt. Der kleine Hauptmann erkannte die Chance seines Lebens. Endlich konnte er Rache nehmen dafür, daß eine »hochbegabte Russin« (Scheidemann) und ein »Psychopath« (Noske) die Massen faszinierten. Pabst dachte kurz nach. Um beide ohne großes Aufsehen zu liquidieren, benötigte er Profis: Die kleine Marineoffizierseinheit Pflugk-Harttungs. Pabst forderte das Killerkommando sofort an.

»Deutschland muß zur Ruhe kommen«

Getrennt wurden Luxemburg und Liebknecht ins Hotel gebracht. 1700 Mark erhielt ein jeder der braven Bürger aus Wilmersdorf für die Festsetzung und Ablieferung. Inzwischen war die »Marinespezialeinheit« herangeholt: Zur Tarnung trugen die Herren Offiziere Uniformen einfacher Soldaten. Man ging nach oben zu Hauptmann Pabst. Es wurde beschlossen, Liebknecht in den dunklen Tiergarten zu fahren, dort eine Autopanne zu markieren und ihn »auf der Flucht« zu ermorden. So geschah es. Von drei Schüssen in Rücken und Hinterkopf getroffen, brach Liebknecht tot zusammen. Abgedrückt haben die Offiziere Heinz von Pflugk-Harttung, Ulrich von Ritgen, Heinrich Stiege und Rudolf Liepmann.

Für Rosa Luxemburg dachte man sich »lynchende Masse« aus, denn »Erschießen auf der Flucht« erschien bei einer hinkenden Frau nicht angebracht. Leutnant Souchon sollte die Volksmenge spielen, auf den Wagen an der Ecke warten, aufspringen und schießen. Gesagt, getan. Lange hat man Oberleutnant Vogel verdächtigt, den tödlichen Schuß auf Rosa Luxemburg abgegeben zu haben. Doch Dieter Ertel vom Süddeutschen Rundfunk entdeckte Ende der 60er Jahre Souchon als den wahren Täter. Sein Informant war der unbehelligt in der BRD lebende Waldemar Pabst. Ertel verwertete diese Neuigkeit in einem Fernsehspiel (Wiederholung in 3sat am 17. und 24. Januar) , und prompt klagte der ebenfalls noch lebende Souchon, der nicht als alleiniger Missetäter dastehen wollte. Souchons damaliger Anwalt hieß Kranzbühler. Ein alter Marinerichter, der in den Nürnberger Prozessen Dönitz vor dem Galgen gerettet hatte.

Kranzbühler traf sich mit Pabst, wollte von ihm, quasi von Offizier zu Offizier, wissen, was damals Sache war. Pabst plauderte. In einem Interview 1990 schilderte mir Kranzbühler das Treffen mit Pabst: »Dann hat er angefangen, eine ausführliche Schilderung zu geben von seiner Rolle damals, die wirklich eine entscheidende Rolle war... Schilderte auch, wie für ihn überraschend sowohl Liebknecht wie Rosa Luxemburg zu ihm gebracht wurden in sein Stabsquartier und wie er dann selbst die Entschlüsse gefaßt habe oder habe fassen müssen, was mit ihnen zu geschehen sei.« Auf meine Frage, was dies für Beschlüsse waren, gab Kranzbühler Pabst so wieder: »Die sahen so aus, daß sie beide zu erschießen seien. Das war ganz klar.« Pabst habe dann über seine Kontakte zu Noske gesprochen.

Zur gleichen Zeit gelang es mir als erstem, den vollständigen Nachlaß Pabsts im Militärarchiv Freiburg einzusehen. Obwohl die für mich wichtigen Teile damals noch unter Verschluß standen, hatte ich sie bestellt - und man hat sie mir (aus Versehen) vorgelegt. Ich fand ein unveröffentlichtes Manuskript seiner Memoiren.- Pabst darin zur Ermordung: »Daß sie durchgeführt werden mußte, darüber bestand bei Herrn Noske und mir nicht der geringste Zweifel, als wir über die Notwendigkeit der Beendigung des Bürgerkrieges sprachen. Aus Noskes >Andeutungen< mußte und sollte ich entnehmen, auch er sei der Ansicht, Deutschland müsse so schnell wie möglich zur Ruhe kommen.«

Als ich dies in einer Fachzeitschrift veröffentlichte, reagierte Kranzbühler mit einem Brief. Diesmal enthüllte er, wohl durch meine Definition des Mordes als »Offizierskomplott« provoziert, was er mir bei unserem Treffen verschwiegen hatte: Pabst hatte in der Mordnacht Noske in der Reichskanzlei angerufen! Ergänzt man Pabsts Memoiren-Hinweis mit der Aussage Kranzbühlers, ergibt sich folgendes nächtliches Telefongespräch:

     

Pabst: »Ich habe Luxemburg und Liebknecht. Geben Sie entsprechende Erschießungsbefehle.« Noske: »Das ist nicht meine Sache! Dann würde die Partei zerbrechen, denn für solche Maßnahmen ist sie nicht und unter keinen Umständen zu haben. Rufen Sie doch Lüttwitz an, er soll den Befehl geben.« Pabst: »Einen solchen Befehl kriege ich von dem doch nie! « Noske: »Dann müssen Sie selber wissen, was zu tun ist.«

Eine sensationelle Entdeckung, die nicht nur die allgemeine Verantwortung der SPD-Regierung für Freikorpsterror und politischen Mord untermauerte, sondern im Speziellen Noske für den bestialischen Doppelmord mitschuldig machte. Als ich dies in einem Buch (1) veröffentlichte, sah ich mich heftigen Angriffen von seiten der selbstgerechten SPD ausgesetzt. Tilmann Fichter, ein gewendeter Alt-68er, bezeichnete meine Forschungen als »Räuberpistole«. Und Heinrich August Winkler, ein Schlachtroß rechter SPD-Geschichtsschreibung, rügte mich, »ohne jeden quellenkritischen Vorbehalt« vorgegangen zu sein; inzwischen werde ich von ihm als ein von der PDS mißbrauchter »Filmemacher« tituliert.

Doch zurück zu Pabst und Noske. Beide verstanden sich, beide waren sie der Meinung, Deutschland gerettet zu haben. Pabst in einem Brief 1969 zum Mord: »Dafür sollten diese deutschen Idioten Noske und mir auf den Knien danken, uns Denkmäler setzen und nach uns Straßen und Plätze genannt haben! Der Noske war damals vorbildlich.« Einem Verbrecher, so hört man oft, könne man auch am Ende seines Lebens nicht glauben. Nun, Aussagen von Offizieren werden immer dann bezweifelt, wenn man sie nicht gebrauchen kann, so auch schon geschehen mit den Groenerschen Offenbarungen über seine Zusammenarbeit mit Ebert. Es wurde auch immer wieder Pabsts Aussage in Frage gestellt, daß Canaris, später Abwehrchef Hitlers, als Richter des nach dem Mord installierten Kameradengerichts (!) Vogel zur Flucht aus dem Gefängnis verholfen habe. Ich konnte beweisen, daß Canaris gar 30 000 Mark für das »Exil« der Mörder übergeben hatte.

Pabst erklärt in seinen Memoiren, daß die Industriellen Albert Minoux und Hugo Stinnes ihn finanziert hätten. Auch dies wurde angezweifelt. Tatsächlich aber gibt es eine Liste, die Minoux als Finanzier der von Pabst gegründeten »Gesellschaft zum Studium des Faschismus« ausweist. Pabst behauptet desweiteren, am Tag nach den Morden in die Reichskanzlei zu Ebert und Noske zitiert worden zu sein: Beide gaben ihm die Hand. Dies bestätigt eine eidliche Aussage des ehemaligen Kriegsgerichtsrats Kurtzig 1928.

Die Aussagen von Kranzbühler wiederum fand ich in einem Brief von Pabst belegt, in dem dieser betont, daß er den Mord »ohne die Zustimmung Noskes gar nicht durchführen konnte«.

»Ich habe ausgemistet und aufgeräumt« Handlungen und Äußerungen Noskes im Verlauf des Jahres 1919 bekräftigen seine Mitschuld am Verbrechen in der Nacht des 15. Januar. Er hat Befehle zur Gefangenentötung erlassen. Und er äußerte, daß er der letzte wäre, »der hinter einem kleinen Leutnant wegen einer vielleicht nicht ganz gerechtfertigten Erschießung herlaufen und ihm den Prozeß machen würde«.

Vor den Nazis schließlich brüstete er sich: »Und ich habe ausgemistet und aufgeräumt in dem Tempo, das damals möglich war.« Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht sind nicht - wie von Scheidemann (SPD) behauptet - Opfer ihrer eigenen, sondern Opfer sozialdemokratischer Politik geworden. Pabst hat die Mordbefehle gegeben und Noske hat sie gebilligt. Der Mord an Karl und Rosa war direkt in der Reichskanzlei abgesegnet worden. 

 

 
 

 

Rede Oskar Lafontaine (Auszüge) am Samstag, 11.01.2015 im Urania-Gebäude in Berlin zur Rosa-Luxemburg-Konferenz 2015:

- Die ganze Außenpolitik ist ein einziges Lügengebäude!

- Die westliche Außenpolitik ist ein Krieg um Rohstoffe und Absatzmärkte. Das müssen wir endlich begreifen!

- Totalitäre Regime wie USA und Bundesrepublik Deutschland maßen sich an mit dem Finger auf andere zu zeigen. Bei den Kriegen geht es doch nicht um Menschenrechte. Ja, was ist denn das nur für eine Logik, zu meinen 100 Menschenleben zu retten, indem man erstmal 10.000 ermordet?!

- Und wie wollen wir uns glaubwürdig über den Terror des IS empören, wenn wir diese Gruppen erst ausbilden, aufrüsten und finanzieren, um Vorwände für Kriege zu haben, bei den zehntausende unschuldiger Zivilisten getötet werden und es um ganz andere Interessen als um Menschenrechte geht. Welch eine abgrundtiefe Verlogenheit! Und wenn wir US-Drohnenkriege von deutschem Boden akzeptieren?! Drohnenkriege sind Mord. Das ist Terrorismus!

- Ziel der heutigen US-Außenpolitik ist die Beibehaltung und Ausweitung einer globalen kapitalistischen Dominanz und der Sicherung der Vormachtstellung der USA – und das leugnen sie nicht einmal. Die Bundesrepublik war bis jetzt an jedem Krieg der USA beteiligt, wir sind kein souveränes Land, wenn dieses Duckmäuser- und Vasallentum nicht schleunigst beendet wird!

- Es dürfen keine NATO-Truppen an der Westgrenze stationiert werden, Russland war und ist keine Bedrohung!

- Die ukrainische Regierung ist durch einen westlichen Putsch an die Macht gekommen. Was hat das mit Demokratie zu tun?! Zumal ein Oligarchensystem das Andere nur ablöste. Und ein System, in dem eine kleine Minderheit von Oligarchen anderen ihren Willen aufzwingt, kann es keine Demokratie geben. Die Zusammenballung der wirtschaftlichen Macht und die Ansammlung riesiger Vermögen bedeutet auch politische Macht. Und hinter jedem großem Vermögen steckt ein großes Verbrechen.

 

Hinweis: Sobald der komplette Text der Rede vorliegt und ein eventueller Videomitschnitt online ist, wird die IZ dies auf ihrer Seite veröffentlichen.

Qui bono? Warum das Paris-Attentat der Regierung Hollande nutzt 

Wem nutzt das Paris-Attentat? 

Bei den Europawahlen vor wenigen Monaten hatten die Nazis der Front Nationale von Marine Le Pen einen grandiosen Sieg errungen und die Nazi-Partei wurde mit ca 25% stärkste Partei Frankreichs.

Vorher hatte sich die Nazi-Partei vom Antisemitismus gegen Juden distanziert und die Islamfeindlichkeit als neuen Kern-Bestandteil der Ideologie der rechtsradikalen Partei proklammiert.

Gleichzeitig verloren die regierenden Sozialisten von Regierungschef Hollande massiv an Stimmen und konnten nur noch 14 % der Wählerstimmen erlangen . Das ist ein Desaster für eine Regierungspartei, die wiedergewählt werden will.

So kam das Attentat der Regierung wie gerufen.

Sie kann sich jetzt an die Spitze der Bewegung  für Islamfeindlichkeit stellen, Bürgerrechte weiter abbauen und ohne Widerstand der Bürger Freiheitsrechte weiter einschränken . 

Die Regierung Hollande und ihre Geheimdienste wissen, dass Islamfeindlichkeit in Frankreich Hochkonjunktur hat und Wählerstimmen bringt. 5 Mio. Muslime gibt es in Frankreich und die rechtspopulistischen Leitmedien diffamieren sie als wenig integriert . 

Gestern wurde in der ARD-Tagesschau sogar eine Frankreich - Expertin interviewt, die den Antisemitismus gegen Muslime als den Antisemitismus von heute in Frankreich bezeichnet hatte. 

Jetzt kann sich die Regierung Hollande ande Spitze der Bewegung für Islamfeindlichkeit stellen udn da neue Wählerschichten rekrutieren, die bisher rechts gewählt haben oder als Protestwähler bzw. auch als Wahlverweigerer  aufgetreten waren.

Seit 2001 ist es auch die Masche westlicher Regierungen und deren Geheimdienste den " Krieg gegen den Islamismus" auf die Fahne zu schreiben und ihn zuproklammieren, nachdem 1989 der "kommunistische Weltfeind" vorerst abhanden gekommen war.  

Da wird auch gerne ausgeblendet,  dass die regierung Hollande die  nach Syrien in den Dschihad ziehenden Islamisten beklatscht und sie abgefeiert hat und dschihadisten in Sysien naqch wie vor von der französischen regierung und den Nato-Ländern unterstützt werden .

Die Nato- Türkei unterstützt sogar die IS, gegen die die USA angeblich einen Krieg führt, der natürlich nur  deren Schwächung aber nicht zu deren Vernichtung führen soll. Ist doch so ein Islam-Feindbild für die westlichen Regierungen der kapitalistischen Hauptmächte  viel zu wertvoll und ein Grund für Kriegsbeteiligungen in der  islamischen Welt.  . 

Man darf auch nicht vergessen, dass die angeblichen Attentäter Franzosen waren, die in Frankreich sozialisiert wurden und sie könnten ähnlich wie die NSU-Attentäter und deren Umfeld Extremisten sein, die gleichzeitig für ihre Geheimdienste im Auftrag ihrer Regierungen  gearbeitet haben. Als Doppelagenten könnten sie genauso gedient haben - aber auch als ahnungslose Mitläufer und Bauernopfer, die diewirklichen Drahtzieher der Al Kaida oderIS- Zelle nicht einmal kannten. Das waren diese ehemaligen Kleinkriminellen nämlich ganz sicher nicht.  

Ganz abgesehen davon, dass die Attentäter am Gebäude von " Charlie Hebdo" sehr groß und die Brüder Kouauchi nur 1,69 m groß gewesen sind und auch das Fluchtauto nicht mit dem gefundenen PKW ( wo der Personalausweis gefunden wurde ) bezüglich der Außenspiegel übereingestimmt hatte. Aber solche Details wird die Propaganda der Mainstreammedien gerne weiterhin ausblenden. Nicht sein kann , was nicht sein darf,  bleibt da wie immer das Leit-Motto.

 

Illegaler USA Krieg gegen den Irak erzeugte Pariser Al Kaida Zelle 

Hier Cherif Kouachi bei einer Schießübung, im Hintergrund der Ausweis von Bruder Said (Bild: AFP, twitter.com)

Die Brüder Kouachi - Hier Cherif Kouachi bei einer Schießübung, im Hintergrund der Ausweis von Bruder Said

Jetzt wurde in der ARD  berichtet, dass die Brüder Kouachi einer Al Kaida-Terror-Zelle in Paris angehörten, die sich nach 2003 wegen des illegalen Krieges der USA gegen den Irak gebildet hatte und der offenbar noch weitere Kämpfer angehörten, die parallel auch einen jüdischen Supermarkt in Paris überfallen haben. Angeblich wurden die Brüder im Norden Frankreichs nach einer Geiselnahme durch stürmende Polizei- Einheiten getötet. 

 

Demnach besteht die Zelle seit ca. 10 Jahren. Es wäre ein Beleg dafür, dass die Kriege, die die USA und die Nato in der Dritten Welt verüben, nicht nur durch Flüchtlingswellen sondern auch durch Bürgerkrieg in den Metropolen Europas zu uns zurückkehren könnte. 

Andere Berichte hatten vorher ausgesagt, dass die Attentäter von Paris  als Dschihadisten in jenen Syrienkrieg gegen Assad gezogen waren, den die Regierung Hollande ganz massiv unterstützt und gepuscht hatte. So wurde auch durch die Regierung Merkel wie in Frankreich vor  Jahren der Dschihadismus unterstützt und Syrien- Reisende wurden sogar wohlwollend als angebliche Freiheitskämpfer in den westliche Metropolen gefeiert. Noch heute unterstützen die US Regierung und Regierungen in der EU kämpfende  Dschihadisten in Syrien. Auch sofern ist der Terror in Europa hausgemacht.   Andere Berichte reden von einem Aufenthalt eines der Attentäter im Jemen, der dort von der Al Kaida im Jemen ausgebildet worden sein soll. Was davon richtig ist, wird sich noch erweisen müssen. Zudem soll es ein IS-Bekennerschreiben geben. Die IS war 2006 im Irak aus der Al Kaida im Irak hervorgegangen. 

So soll Said Kouachi, der ältere der beiden Brüder, im Jemen im Jahr 2011 "ein paar Monate" an der Ausbildung lokaler Al-Kaida-Einheiten teilgenommen haben. Er sei dabei unter anderem im Umgang mit Schusswaffen geschult worden, berichteten die "New York Times" und die Fernsehsender CNN und NBC übereinstimmend.

Bereits 2005 sei einer der Brüder im Jemen gewesen, so die französische Justizministerin Christiane Taubira laut CNN. Im Jemen beherrscht die Al-Kaida auf der Arabischen Halbinsel (AQAP) ganze Landstriche und verübt immer wieder schwere Anschläge, zuletzt vor allem auf die schiitischen Houthi-Rebellen. Der US-Nachrichtensender berichtete zudem, wie zuvor auch französische Medien, dass zumindest einer der beiden Männer im vergangenen Jahr nach Syrien gereist sei.

US Außenministerin Clinton hatte seinerzeit zugegeben, dass die USA Al Kaida selber geschaffen haben . "We created al Kaida" sagte die US Politikerin in entsprechenden Ausschüßen in den USA aus.

 

Unabhängig davon, ob Al Kaida ein Geheimdienstprodukt der USA ist oder sich verselbständigt hat, ist der gewaltbereite Dschihadismus dieser Paris-Attentäter von "Charlie Hebro" u.a. auf jeden Fall eine Folge des illegalen und völkerrechtrswidrigen Krieges der USA gegen den Irak, der auf Kriegspropagandalügen basierte. 

Die Attentäter wurden getötet und damit wurde auch verpasst, dass die Täterschaft überhaupt nachgewiesen werden kann - denn bisher handelt es sich um eine Verschwörungstheorie der Leitmedien,  die nicht nur nicht beweisen ist sondern sogar sich als äusserst zweifelhaft erweisen könnte. 

IS-Geheimdienstkonstrukt bekennt sich zum Paris-Attentat: Täterschaft der Brüder Koauchi zweifelhaft

Sind die französischen Brüder nur Bauernopfer? 

Verdächtiger Said Kouachi: Ein Leben mit vielen Fragezeichen

Die von Mainstreammedien von ARD bis ZDF vertretene Verschwörungstheorie der Täterschaft zweier französischer Brüder algerischer Herkunft gilt keinesfalls als erwiesen. 

 

Auch die Vermutung bezüglich des dritten Attentäters hat sich als Verschwörungstheorie der Leit-Medien herausgestellt, da dieser angebliche dritte Attentäter ein Alibi vorweisen konnte und sich der Polizei selbst gestellt hatte.

Jetzt berichtet der Spiegel, dass die Täterschaft der beiden Kleinkriminellen aus Paris durchaus hinterfragt werden kann. 

Zuerst haben sie vor der falschen Tür gestanden. Zwei maskierte, schwer bewaffnete Männer in kugelsicheren Westen sind am Mittwochmorgen in das Haus Nummer 6 in der Rue Nicolas-Appert eingedrungen. Drinnen fragten sie: "Wo ist Charlie Hebdo?" So beschreiben es Augenzeugen der Zeitung "Le Monde".

Einer der beiden feuerte einen Schuss ab, dann gingen sie wieder hinaus. Danach versuchten sie es bei der richtigen Adresse, der Nummer 10.

Die Polizei wurde also mit Sicherheit durc Zeigen aus dme Gebäude Nr. 6 vorgewarnt und tatsächlich ist auf einem Video die Bewegung dreier Polizisten vor dem Attentats-Gebäude zu sehen, die sich aber vom Gebäude wegbewegen, obwohl die Attentäter im Gebäude bereits laut feuern. 

Nur durch den Fund des Personalausweises im Fluchtauto, dass übrigens nicht mit dem PKW am Tatort identisch ist, war der Verdacht auf einen der beiden Brüder aus Paris gefallen. Das schwarze Fahrzeug vom Typ Peugeot 106 am Tatort hatte halb verglaste Außenspiegel, während das sichergestellt Fahrzeug laut CNN TV Aufnahmen schwarze Außenspiegel hatte.  Hier könnte also eine falsche spur gelegtrworden sein, was auf eine Geheimdienst- oder Polizeiaktion hindeuten könnte. 

Seitdem sollen weitere Indizien hinzugekommen sein, berichtet die Zeitschrift "Le Point". Zwei Augenzeugen konnten der Polizei die Verdächtigen beschreiben - sie hatten ihre Masken abgenommen, als sie ihr nächstes Fluchtauto kaperten. Zudem hat dabei eine Überwachungskamera Aufnahmen ihrer Gesichter gemacht. Aber genau das lässt deren Täterschaft zusätzlich anzweifeln, weil das hinterlassene Fahrzeug garnicht das Auto am Tatort war.

Einer der Augenzeugen beschrieb die Täter als "groß und schwarz". Beides trifft auf die Brüder Kouachi nicht zu. Saïd Kouachi ist laut seinem Personalausweis 1,69 Meter groß, Chérif nach Aussagen von Nachbarn ebenfalls. Es wäre allerdings nicht ungewöhnlich, wenn die Erinnerung des Augenzeugen getrübt wäre - er sah die zwei Bewaffneten nur für einen kurzen, schockierenden Moment.

Der französischen Polizei gelten die beiden Brüder weiterhin als Hauptverdächtige. Beim französischen Inlandsgeheimdienst (DGSI) und der Pariser Polizei haben sie ihre eigenen Akteneinträge, berichtet "Le Point". 

Groß ist heute jemand mit weit über 1,80 m bzw. 1,90 m. Diese Brüder sind aber nicht einmal 1,70 m groß. Auch die Statur der Kämpfer, die beider ermordung des amBoden liegenden Polizisten erklannbar ist, deutet auf eine attentäter hin, der über 1,80 m groß ist. Demnach können die Brüder nicht die wahren Attentäter sein . 

Ein parkendes Fahrzeug ist standardmässig etwa 1,40 m hoch. Demnach würden die Attentäter nicht einmal 30 Zentimeter über diese PKW s herausragen. Das ist aber nicht der Fall, wie die Aufnahmen belegen . Der Täter ist deutlich größer.

Die Eltern der Brüder waren aus Algerien nach Frankreich eingewandert, das bis 1962 unter französischer Kolonialherrschaft stand und als Teil Frankreichs galt. Doch Chérif und Saïd, in Paris geboren, wuchsen ohne ihre Eltern auf. Diese waren früh verstorben. Die Brüder lebten in einem Heim in Rennes, heißt es in einem alten Artikel der Zeitung "Libération".

Chérif wollte als Schüler in Rennes Profifußballer werden, schreibt die Regionalzeitung "Ouest-France". Dafür war er nicht gut genug. Also machte er ein Diplom als Fitnesslehrer. Die inzwischen volljährigen Brüder zogen nach Paris.

Mit Gelegenheitsjobs wie Pizzabote verdiente Chérif in Paris sein Geld. Doch sein großer Traum war nun, HipHop-Star zu werden. Der französische Fernsehsender France 3 zeigt Chérif in einem alten Dokumentarfilm. Die Aufnahmen von 2004 zeigen ihn mit lässigem Rapper-Habitus. 

Mehrere US-Medien berichten, die Brüder seien 2011 in den Jemen gereist. Saïd Kouachi, der ältere der beiden Brüder, soll in dem Land an der Ausbildung lokaler Al-Qaida-Einheiten teilgenommen haben. Das gilt aber keinesfalls als gesichert. Genauso wie frühere Vermutungen, dass sie in Syrien und/oder im Irak gekämpft hätten. 

 

 

 

 

 

ARD:"Der Antisemitismus in Frankreich ist vorwiegend ein Antisemitismus gegen Muslime" 

Dieses bemerkenswerte Zitat war heute in der  ARD Tagesschau zu hören, die auf "Tagesschau 24" um ca. 16.30 ausgestrahlt wurde.

Eine Frankreich-Kennerin äusserte im Interview den bemerkenswerten Satz, dass der Antisemitismus in Frankreich heute vorwiegend ein Antisemitismus gegen Muslime sei.

Über 5 Mio. Muslime leben in Frankreich und jeden Tag finden Übergriffe auf semitische Muslime statt.

Selbst die Neonazis der Front Nationale von Le Pen haben sich vom Antisemitismus gegen Juden verabschiedet und stattdessen die Islamfeindlichkeit auf ihre Agenda gesetzt. 

Schon vor dem Attentat auf die Zeitung "Charlie Hebdo" in Paris hatte die islamfeindliche Nazi-Partei von Le Pen zuletzt  bei den Europawahlen riesige Wahlerfolger eingefahren - der Islamhass ist einstwie der Judenhass in Eurtopa im Lande offensichtlich schon vorher tief verankert gewesen . Das sorgt seit langer Zeit für Gegenreaktionen von Muslmen, die sich immer wieder pogromartigen Stimmungen und Angriffen ausgesetzt sehen.  

Einen Rechtsruck gab es in Frankreich im Mai 2014 : Der Front National um Marine Le Pen hat dort bei der Europawahl deutlich zugelegt und ist laut ersten Zahlen stärkste Kraft. 

In Frankreich mussten 2014 die regierenden Sozialisten eine herbe Niederlage einstecken. Dort wird voraussichtlich der rechtsextreme Front National (FN) stärkste Kraft. Nach ersten Schätzungen mehrerer Meinungsforschungsinstitute erreichte die Partei von Marine Le Pen rund 25 Prozent der Wählerstimmen - bei der Europawahl vor fünf Jahren war der FN lediglich auf 6,3 Prozent der Stimmen gekommen. Die Partei von Staatschef François Hollande kam demnach mit rund 14 Prozent nur auf den dritten Platz hinter der konservativen UMP, für die 21 Prozent stimmten. 

Der Rechtsruck in Frankreich und Deutschland könnte durch dieses Attentat, dass durch Dschihadisten oder Geheimdiensten ( oder gemeinsam wie auch die Attentate der NSU-Nazi-Zelle hier im Lande belegten, wo womöglich auch Geheimdienstagenten im Dunstkreis der Terror-Zelle operierten)  ausgeführt wurde , weiter steigen.   

Recfdhtspopulistischer und völkischer Propaganda gegen Muslime darf man jedenfalls auf keinen Fall auf den Leim gehen.  

Hetze gegen muslimische Semiten im Stürmerstil der Nazis? 

Vor Tagen hatte die ARD die anti-semitische Hetze in der Sendung "hart aber fair" bereits minutenlang eingeblendet und darauf verwiesen, dass der "Berliner Kurier" heute mit diesem Bild seine Ausgabe versehen will. Entsprechend groß ist die Resonanz für diese Karrikatur auch auf Facebook. 

Doch das Bild erinnert in der Aufmachung an die Judenhetze der NSDAP in der Parteizeitung "Der Stürmer", die mit dem Leitslogan " Die Juden sind unser Unglück" warb. 

Die Judenhetze von damals ist die Islamhetze der Rechten von heute.

Die Karrikatur ist auf jeden Fall rassistisch, weil dem Muslimen, den die Person in der Badewanne verkörpert, trotz seiner klaren Religionszugehörigkeit zum Islam gleichwohl genetische bzw. rassistische Merkmale wie die Lange Nase oder die "Hakennase" angeeignet wird, den auch die Nazis als Merkmal nutzten, um dem Juden angebliche rassische Merkmale anzudichten.

Auch Hitler benutzte die Sündenbockphilosophie und er machte die Juden für alles Übel in der Welt verantwortlich. Dazu musste er diese Religionsangehörigen des Judentums praktisch zu einer Rasse oder Ethnie umdefinieren. 

Gerade in Farnkreich haben die Neonazis der Front Nationale von Le Pen sich vom Antisemitismus und Judenhass quasi verabschiedet um ihn umso aggressiver durch das neuen Sündenbolck-Feindbild des Muslimhasses  zu ersetzen . Diese islamophobe und rechtspopulistische Grundstimmung wird auch in Deutschland durch das Erstarken der AfD und der Pegida-Bewegung deutlich, die gerade schon wieder einzubrechen schien. Da kommt das Attentat wie gerufen und es ist nicht auszuschliessen, das es von staatlichen Geheimdiensten westlicher Regierungen selber inszeniert worden ist. Da sind die weiteren Ermittlungen abzuwarten und kritisch zu hinerfragen .   

Im Vergleich dazu publizierte der "Stürmer" als Zeitung der NSDAP folgende Karrikaturen, die Juden und das Judentum als das Weltübel und als Gefahr für den Weltfrieden aufbauschte.