Mehrheit der Franzosen streikt und boykottiert die Parlamentswahl - Macronisten "siegen" bei weitgehend gleichgeschalteten Leitmedien 

57 % Wahlboykotteure - Melenchon denkt Dauer-Generalstreik an - Ausnahmezustand

Das Mehrheitswahlrecht und das Präsidialsystem führt wie in der Türkei und den USA dazu, dass der relativ Stärkste das Mandat seines Wahlkreises  alleine bekommt. 

Die Wahlbeteiligung stürzte auf einen neuen historische Tiefpunkt. Sie lag laut Hochrechnungen um die 43 Prozent, noch deutlich niedriger als im ersten Wahlgang eine Woche zuvor. Demnach hat die Mehrheit der Franzosen die demokratische Beteiligung eingestellt. 

Das könnte auf eine geringere Zustimmung in der Bevölkerung für den Kurs des neuen Präsidenten hindeuten, als die Sitzverteilung in der ersten Parlamentskammer vermuten lässt. «Unser Volk ist bei dieser Wahl in eine Form des staatsbürgerlichen Generalstreiks getreten», meinte der Linkspolitiker Jean-Luc Melenchon.

Jean-Luc Mélenchon, der linke Tribun, ist nie um scharfe Worte und einprägsame Vergleiche verlegen.

Nach Abschluss der französischen Parlamentswahl, sagt Mélenchon, könnte es in der Pariser Nationalversammlung «weniger Oppositionsabgeordnete geben als im Russland von Herrn Putin».

Die Warnung ist nicht ohne Ironie – bei der Präsidentenwahl im April trat Mélenchon noch als absolut russlandfreundlich auf.

Nun zetert der linke Volkstribun  über die gleichgeschaltete Einheitspartei der Macronisten bzw.  des neuen Staatschefs Emmanuel Macron, die Frankreich demnächst regieren werde.

 Mélenchon möchte den Widerstand gegen die liberalen Arbeitsmarktreformen anführen, die Macron vom Sommer an plant. «Hier ist ein Staatsstreich in der Sozialpolitik in Gang, und ich wäge meine Worte», sagt Mélenchon. Ansonstten setzt er massiv  auf außerparlamentarische Proteste gegen den geplanten Sozialabbau. 

Laut Hochrechnungen kam das wirtschaftsliberale Macron Lager aus dem Stand auf 355 bis 365 der 577 Sitze in der Nationalversammlung. Meinungsforscher hatten zuvor bis zu 470 Mandate für möglich gehalten. Die absolute Mehrheit liegt bei 289 Sitzen.

 

Der Triumph für Macrons erst vor gut einem Jahr gegründete Mitte-Partei La République en Marche und ihre Verbündeten bestätigt eine historische Zäsur für die französische Politik. Die traditionellen Regierungsparteien der bürgerlichen Rechten und der Sozialisten mussten eine weitere herbe Niederlage einstecken. Der Rechtspopulistin Marine Le Pen gelang erstmals der Einzug ins französische Parlament.

Der rechtsgerichtete Premierminister Edouard Philippe begrüßte das Ergebnis.

Macron war vor sechs Wochen als jüngster französischer Präsident aller Zeiten in den Élyséepalast gewählt worden.

Der 39-Jährige  bürgerliche und antisozialistische Politiker will noch in diesem Monat eine umstrittene Lockerung des Arbeitsrechts gegebn die Linke und die Gewerkschaften und ein neues "Anti-Terror"-Gesetz auf den Weg bringen.

Außerdem strebt er weitreichende Reformen hin zu einer Europäischen Transfer-Union der vom angekündigten Austritt Großbritanniens verunsicherten EU  an und hofft dabei auf eine enge Zusammenarbeit mit Deutschland.

Laut den Meinungsforschungsinstituten Kantar Public-Onepoint, Ipsos und Elabe kommen die konservativen Republikaner und ihre Verbündeten auf 125 bis 133 Sitze. Die bürgerliche Rechte wurde damit zweite Kraft in der Volksvertretung. Die Sozialisten von Macrons Vorgänger François Hollande, die in den vergangen fünf Jahren den Ton in der Nationalversammlung angegeben hatten, stürzten ab.

Insgesamt dürften die neoliberale  Linke und die Grünen zusammen nur noch mit 41 bis 49 Sitzen vertreten sein. Die Sozialdemokraten bangen gar um die Fraktionsstärke, die erst ab 15 Abgeiordneten gegeben ist.

Die linke Linke mit Jean-Luc Mélenchon sowie den Kommunisten bekam 23 bis 29 Abgeordnete. 

Mélenchon gewann nach eigenen Angaben seinen Wahlkreis in Marseille. Le Pens Front National konnte ihre Rolle im Parlament stärken, sie kommt laut Hochrechnungen aber trotzdem nur auf 6 bis 8 Sitze. Bislang waren es 2. Bei der Präsidentenwahl hatte Le Pen im ersten Wahlgang landesweit noch 21,3 Prozent der Stimmen bekommen.

Mit der klaren Mehrheit in der Nationalversammlung hat Macron nun weitgehend freie Hand für seine Gesetzespläne. 

Er kann jetzt quasi wie ein Diktator auf Zeit weitgehend durchregieren . Das Parlament wurde  so weitgehend gleichgeschaltet. So muß er nicht mit Dekreten durchregieren, was ein Präsident in einem Präsidialsystem auch könnte, wenn er sich einmalig ein entsprechende Vollmacht vom Parlament holen würde.

Das Wirtschaftswachstum hinkte in den vergangenen Jahren der Eurozone hinterher, die Staatsschulden liegen bei 96 Prozent der Wirtschaftskraft.

Am Mittwoch will das Kabinett die geplante Verlängerung des Ausnahmezustands auf den Weg bringen, der seit den Pariser Terroranschlägen vom November 2015 in Kraft ist. Die teils umstrittenen Sonderregeln für Behörden sollen bis Anfang November verlängert werden.   

 

 

 

 

Cum Ex: Banken und Reiche hinterziehen straflos 31 Mrd €uro Steuern - Rechte Wutbürger schweigen - Der Milliardentrick 

http://www.zeit.de/wirtschaft/2017-05/cumex-skandal-steuern-verlorene-gelder-deutschland

Während sich rechte Wutbürger über jeden Euro aufregen, der für Asylbewerber und Kriegsflüchtlinge nach US Kriegen ausgegeben wird, schweigen diese rechten Wutbürger wenn Banken und Superreiche massiven Steuerbetrug auf Kosten der Allgemeinheit begehen.   

Der Milliardentrick

Nie zuvor ging dem Staat durch Steuertricksereien so viel Geld verloren. Wir zeigen das ganze Ausmaß des größten Steuerskandals der bundesdeutschen Geschichte.
 
Am Anfang steht ein Trick. Oder genauer: Gleich mehrere Tricks. Banken, Börsenmakler und Anwälte haben über Jahre dafür gesorgt, dass Aktionären Steuergeld zurückerstattet wurde, das ihnen nicht zustand. In besonders krassen Fällen bekamen die Aktionäre eine Steuer, die nur einmal bezahlt wurde, sogar mehrfach zurück. Die Tricks heißen im Branchenjargon Cum-Cum und Cum-Ex und sie haben nach Informationen von ZEIT ONLINE, der ZEIT und dem ARD-Magazin Panorama dafür gesorgt, dass dem deutschen Staat ein gigantischer Betrag entgangen ist.
 
Dem Staat dadurch insgesamt verloren gegangen ist: mindestens31.800.000.000 € (31,8 Milliarden).
 
Juristisch umstrittene Steuertricksereien (Cum-Cum) entstanden ist: mindestens
24,6 Mrd. €
Davon durch mutmaßlich organisierte Kriminalität (Cum-Ex): mindestens
7,2 Mrd. €
Personen, die dafür bisher verurteilt wurden: 0  NIEMAND 

Schon einzelne Banken und Fonds brachten den Staat um Millionenbeträge. Dabei handelten sie Aktien im Kreis – und ließen sich immer wieder neue Steuergutschriften des Staates ausstellen.

Summe, die ein einziger amerikanischer Pensionsfonds vom deutschen Staat auf Grundlage mehrfach ausgestellter Steuerbescheinigungen zurückverlangte: 53.882.080,94 €
Zahl der Begünstigten dieses Pensionsfonds:1
Summe, für die der Fonds dafür kurzfristig deutsche Aktien kaufte: 6.400.000.000 € (6,4 Milliarden).

Anzahl der Steuerbescheinigungen, die sich Betrüger für eine einmal gezahlte Steuer ausstellen ließen:Bis zu 10

Die Tricks waren Fachleuten schon früh bekannt – und es gab Warner.

1992 war das Jahr, in dem der Staatskommissar August Schäfer vor solchen Geschäften das erste Mal warnte.
2012 war das Jahr, in dem der Gesetzgeber die Cum-Ex-Geschäfte schließlich unterband.

Zahl der Whistleblower, die währenddessen vor den kriminellen Geschäften warnten: 5

Viele großen Banken haben an den Geschäften mitverdient.

Deutsche Banken, die bei den mutmaßlich kriminellen Geschäften mitgemacht haben: 40
Banken und Fonds weltweit, die sich beteiligt haben sollen:mehr als 100
Geld, das 7 Banken und Fonds bisher zurückgezahlt haben:rund 1.000.000.000 € (1 Milliarde)
 
Anzahl der Verdachtsfälle, die das Bundeszentralamt für Steuern identifiziert hat:100
 
Anzahl der Finanzminister, die den Steuerraub in ihrer Amtszeit hätten verhindern können:4Theo Waigel (CSU), Oskar Lafontaine (SPD), Hans Eichel (SPD), Peer Steinbrück (SPD)

Was der Staat mit 31,8 Milliarden Euro hätte tun können:

Mehr als ein Jahr lang die Kosten für nach Deutschland gekommene Flüchtlinge ausgleichen. Die Bundesregierung hat in 2017 dafür 21,3 Milliarden Euro eingeplant.

Rund ein Jahr lang die Leistungen für Hartz-IV-Empfänger verdoppeln. 2016 gab der Staat für die Grundsicherung rund 34 Milliarden Euro aus – ungefähr die gleiche Summe, die durch die Steuertricks verloren gingen.

1.200 Kilometer Autobahn bauen.

Wie sich der Schaden für den Steuerzahler errechnet

Es ist nicht trivial, den Schaden einzuschätzen, der durch die Finanztricks von Banken, Beratern und Anwälten entstanden ist. Viele der Transaktionen rund um den Dividendenstichtag fanden versteckt statt und sind im Nachhinein schwer nachzuvollziehen. Die Rechnung in dieser Grafik beruht auf Berechnungen des Finanzwissenschaftlers Christoph Spengel von der Universität Mannheim, die sich auf Marktdaten des Informationsdienstleisters Bloomberg und des Wertpapier­abwicklers Clearstream stützt. Dabei gilt es zwischen zwei miteinander verwandten Finanztricks zu unterscheiden: Cum-Cum und Cum-Ex.

Bei Cum-Cum handelt es sich um eine juristisch umstrittene Praxis, bei der eine Bank einem ausländischen Investoren hilft, eine Steuerrückzahlung zu ergattern, auf die dieser keinen Anspruch hat. Grob funktioniert das so: Die Bank verkauft die Aktien ausländischer Kunden kurz vor Auszahlung der Dividende an zum Beispiel einen deutschen Börsenmakler. Nun kann dieser vom Staat eine Steuer zurückfordern, die dem ausländischen Aktionär nicht zugestanden hätte. Nach der Ausschüttung werden die Aktien sofort an den ausländischen Aktionär zurückverkauft. Die zurückgezahlte Steuer wird unter den Beteiligten aufgeteilt. Der Staat wird ärmer.

In den Jahren von 2001 bis 2016 sind dem Steuerzahler durch diese Methode mindestens 24,6 Milliarden Euro entgangen, schätzt Spengel. Pro Jahr sind das rund 1,5 Milliarden Euro.

Wie berechnet sich diese Zahl? Spengel hat in einem ersten Schritt alle Dividendenzahlungen, die in den sechzehn Jahren von deutschen Unternehmen an ausländische Investoren geleistet wurden, auf Basis von Bloomberg-Daten addiert. So kommt er auf rund 311 Milliarden Euro. Geht man von einem Kapitalertragssteuersatz von 15 Prozent aus (wie ihn Deutschland mit rund 80 Ländern vereinbart hat, in den übrigen gilt ein Satz von 25 Prozent) sowie einem Solidaritätszuschlag von 5,5 Prozent, beträgt der mögliche Maximalschaden 49,2 Milliarden Euro. Trifft man dann noch die Annahme, dass jeder zweite Anleger im Ausland die Cum-Cum-Methode auch genutzt hat, ergibt sich der Betrag von 24,6 Milliarden Euro. Spengel hält diese Annahme noch für vorsichtig. "Der überwiegende Teil der ausländischen Anleger sind institutionelle Anleger, also Banken und Fonds", sagt Spengel. "Sie wären schlecht beraten gewesen, die Methode nicht anzuwenden." (Die Einzelheiten der Berechnung finden Sie hier.)

Eine Abwandlung dieses Tricks heißt Cum-Ex. Diese Methode ist weit komplizierter und läuft darauf hinaus, dass eine Steuer einmal bezahlt und zweimal oder noch öfter vom Finanzamt zurückgefordert wird. Der dadurch entstehende Gewinn wird zwischen den einzelnen Teilnehmern des Geschäfts aufgeteilt. (Wie der Trick genau funktioniert, sehen Sie hier.) Die Geschäfte wurden 2012 gesetzlich unterbunden. Spengel schätzt den Schaden für den Steuerzahler auf Basis von Daten des Wertpapier­abwicklers Clearstream. Demnach beträgt er allein für die Jahre 2005 bis 2012 rund 7,2 Milliarden Euro, also im Durchschnitt gut eine Milliarde Euro pro Jahr. „Der Schaden durch Cum-Ex-Geschäfte dürfte insgesamt noch höher liegen, da sie auch schon vor 2005 getätigt wurden“, so Spengel. (Die Einzelheiten der Berechnung finden Sie hier.)

Ausführliche Recherche zum Cum-Ex-Skandal.

Muslime demonstrieren gegen Krieg und Terror - Christen laden Kriegsverbrecher wie Obama auf den Kirchentag 

Während Muslime in Köln gegen Krieg und Terror demonstrierten, hatten Christen jüngst Kriegsverbrecher und Drohnenmörder wie Ex-US-Präsident Obama auf den Kirchentag eingeladen.

Obwohl in Köln nur etwa 1000 Muslime demonstrierten setzten sie ein Zeichen, dass den gewaltbereiten und CDU oder SPD wählenden Christen im Lande genau entgegengesetzt war. 

Mehr als 1000 Menschen haben in Köln bei einem Friedensmarsch von Muslimen gemeinsam gegen Krieg und islamistischen Terror demonstriert.

Nach den  womöglich von westlichen Geheimdiensten mitorganisierten Anschlägen von Berlin, Manchester, London im Namen des Islam und in der islamischen Welt sei es Zeit, ein deutliches Zeichen zu setzen, sagte Islamwissenschaftlerin und Mit-Initiatorin Lamya Kaddor bei einer Kundgebung am Samstag. „Wir wollen niemanden in unseren Reihen wissen, der im Namen des Islam unschuldige Menschen tötet.“ Die muslimische Zivilgesellschaft dürfe „nicht die Extremisten sprechen lassen“. 

Um die Aktion hatte es im Vorfeld lebhafte Debatten gegeben – vor allem, weil der Islamverband Ditib eine Teilnahme abgelehnt hatte, ebenso wie der Islamart. Beide zusammen stellen laut eigenen Angaben etwa die Hälfte der Moscheegemeinschaften in Deutschland.  Der Generalsekretär des Islamrats, Murat Gümüş, verteidigte die Entscheidung großer Dachverbände, die sich gegen eine Teilnahme an der Demonstraiton ausgesprochen hatten. „Wir haben das Gefühl, dass Friedensdemonstrationen zu einer Sisyphusaufgabe geworden sind“, sagte Gümüş gegenüber FAZ.NET. Die Politik solle sich darauf konzentrieren, stärker gegen die Ursachen von Terror vorzugehen

Verbände wie der Zentralrat der Muslime oder die Türkische Gemeinde und zahlreiche Politiker hatten dagegen parteiübergreifend dafür geworben.

Aber es ist ja auch so, dass die angeblich christliche CDU sich weigert  an Friedensdemonstrationen teilzunehmen, wo Krierg, Gewalt und Staatsterror verurteilt und die den US Imperialismus als Hauptursache für Terror und Krieg in der Welt feststellen.

Der NRW-SPD-Chef Michael Groschek sagte in Köln, die Aktion sei ein „erster Schritt auf einem langen Marsch“. Das sei richtig und „überfällig“. Es gebe ein „Recht auf und eine Pflicht zur Gewaltfreiheit - und dieses ist untrennbar miteinander verbunden.“ Der Ramadan ist für gläubige Muslime der Monat des Friedens. Am 26. Juni soll es auch in Berlin einen Friedensmarsch geben.

Vor wenigen Wochen fand der Kirchentag der Christen in Hannover statt, wo der ehemalige US Präsident und Kriegsverbrecher Obama und Kanzlerin Merkel eingeladen wurden, die beispielsweise den illegalen und mörderischen Angriffskrieg der Nato gegen Libyen  oder den Geheimkrieg gegen Syrienn zu verantworten haben.  In beiden Fällen hatte man sich ausgerechnet auf islamische Dschihadisten gestüztz, sie bewaffnet und die Länder in instabile Bürgerkriegsunruhestaaten verwandelt, wo sich der Islamische Staat etablieren konnte. 

Insbesobdere die USA haben seit 2001 Millionen Tote und Verwundete durrch Kriege und 65 Mio. Flüchtlinge verursacht. Insbesondere deshalb ist eine einladung eines Kriegsverbrechers durch den Kirchentag ein Zeichen, dass ein finsteres Licht auf deutsche Kirchen wirft.

Es erinnert an das Konkordat  als Staatsvertrag von Hitler mit dem Papst der katholischen Kirche in den  30 er Jahren des letzten Jahrhunderts.

Auf dem Kirchentag demonstrierte man ausgerechnet über globale Krisen und Gewalt, Terror und Kriege sowie überFlüchtlinge. Ein Treppenwitz der deutschen Kirchengeschichte.  

 Ein 21-jähriger Informatikstudent fragte Obama, ob er Schuldgefühle habe. In dessen Amtszeit hatten US-Drohnenangriffe massiv zugenommen. "Manchmal haben meine Entscheidungen zum Tod von unschuldigen Zivilisten geführt", räumte Obama ein. "Aber es gab keine anderen Wege, um an Terroristen zu kommen." Drohnen an sich seien "nicht das Problem. Das Problem ist Krieg, der ist immer tragisch, immer schmutzig." Merkel bekam Buhrufe, als sie Abschiebungen nach Afghanistan verteidigte. "Wir haben Menschen, die müssen zurück", betonte sie. "Wir müssen denen helfen, die Hilfe wirklich brauchen." 

Kein Einsehen von Obama, dass er damit illegale Morde in aller Welt persönlich  per Unterschrift in jedem Einzelfall rechtswidrig  abgesegnet hatte und auch durch diese Drohnenmorde via Ramstein zu einem Kriegsverbrecher geworden war.  

 

Nordkorea Inside: Schweizer Unternehmer zerstört Lügenmedien-Blase 

Interview mit dem Schweizer Unternehmer Felix Abt - Im "Reich des vermeintlich Bösen"

Der Schweizer Felix Abt hat als erster Ausländer sieben Jahre in Nordkorea gelebt und gearbeitet. Der Pharmaunternehmer hat trotz Sanktionen zu einem gewissen Wirtschaftsaustausch zwischen Europa und Nordkorea beigetragen. Abt kritisiert das Embargo des Westens und geht nicht davon aus, dass Nordkorea einseitig einen Krieg beginnen würde.

Herr Abt, wie kam es dazu, dass Sie in Nordkorea arbeiten durften und gab es noch weitere Unternehmer aus dem Westen?

Wir waren zwölf in Nordkorea lebende Ausländer, welche 2005 die European Business Association in Pyongyang gründeten. Das war die erste ausländische Handelskammer in Nordkorea überhaupt. Später haben dann auch chinesische Geschäftsleute eine chinesische Handelskammer ins Leben gerufen. Die europäische Handelskammer hatte über viele Jahre auf internationalen Ausstellungen in Pyongyang einen Messestand und half europäischen Firmen, in Nordkorea Fuß zu fassen, und nordkoreanischen Firmen, in Europa Geschäftspartner zu finden.

Wir waren damals gewissermaßen die Brückenbauer zwischen Europa und Nordkorea. Sowohl größere europäische Konzerne wie auch kleinere Unternehmen haben aber im Verlauf der Jahre ihr Interesse an Nordkorea verloren, weil sie fürchteten, dass sie für ein bescheidenes Engagement in Nordkorea mit dem Verlust größerer Märkte im Westen büßen müssten. Inzwischen hat diese Handelskammer ihre Aktivitäten eingestellt und es gibt keine permanent residierenden europäischen Geschäftsleute mehr dort. Die chinesische Handelskammer besteht aber weiter.

Nordkorea ist mit schweren Sanktionen belegt durch die westliche Welt. Hat das Ihre Arbeit eingeschränkt?

Ja. Italienische Salami, französischer Käse, Schweizer Uhren, österreichische Skilifte, gebrauchte Mercedes-Autos, amerikanische Lippenstifte und vieles mehr sind – ohne Witz! – von der UNO als verbotene Güter für Nordkoreaner gebrandmarkt worden. Wenn ich also nordkoreanischen Restaurants Billardtuche aus der Schweiz verkaufe, riskiere ich, verhaftet werden, weil das illegal ist. Noch schlimmer aber ist es, dass die Einfuhr sogenannter „Dual use“-Produkte, das heißt Güter, die sowohl für militärische und zivile Zwecke verwendet werden können, auch verboten ist. Wenn Sie also zum Beispiel Hersteller von Arzneimitteln sind –und ich war so einer – oder von Nahrungsmitteln, dann dürfen sie aber nicht gleichzeitig ein mikrobiologisches Labor betreiben, das sie brauchen, um sicher zu stellen, dass Fertigung und Erzeugnisse keimfrei sind. Selbstverständlich haben im Westen die Pharmaunternehmen und Lebensmittelproduzenten solche Labors. Das heißt, der Westen gönnt sich den „Luxus“ wirksame und sichere Arzneimittel oder gesunde Nahrungsmittel für die Bevölkerung zuzulassen – etwas, das er aber der nordkoreanischen Bevölkerung verweigert.

Inwieweit beeinträchtigen die Sanktionen den Staat, aber auch das Leben der einfachen Menschen?

Die UNO hat in diesem Jahr auf amerikanisches Betreiben den Export der wichtigsten Güter Nordkoreas – Metalle, Mineralien und Kohle – verboten. Wenn China, der bei weitem wichtigste Handelspartner, dieses Embargo vollständig durchsetzt, dann verliert Nordkorea über Nacht fast das ganze Einkommen in Devisen. Ohne Devisen kann es nichts mehr einführen. Das würde der Wirtschaft und den unzähligen Nordkoreanern, welche vom Handel importierter Güter leben, einen schweren Schlag versetzen. Die in den letzten Jahren gewachsene Wirtschaft würde deutlich schrumpfen und es könnten wieder Hungersnöte wie in den 90er Jahren auftreten.

Wie schätzen Sie den Lebensstandard in Nordkorea ein? Wie muss man sich das Leben dort vorstellen?

Der Lebensstandard hat sich in den letzten fünfzehn Jahren stark verbessert, nicht nur in der Hauptstadt, sondern auch auf dem Lande. Reformen haben dazu beigetragen: Bauern dürfen jetzt einen Teil ihrer Güter auf Märkten verkaufen und die Gewinne für sich behalten. Im ganzen Land hat sich ein unternehmerischer Mittelstand entwickelt. Märkte und Läden sind gut versorgt. Es entstehen immer mehr Restaurants und inzwischen gibt es in den Städten die ersten Verkehrsstaus. 

Fühlen sich die Menschen in Nordkorea unterdrückt und eingesperrt, wie wir uns das hier im Westen vorstellen?

Gemäß einer UNO-Untersuchungskommission sind etwa 0,5 Prozent der Nordkoreaner in Lagern eingesperrt. Gewöhnliche Bürger, die einen normalen Alltag führen und das politische System nicht herausfordern, sind davon aber nicht betroffen. Meine Mitarbeiter in Nordkorea waren im Großen und Ganzen wie meine Mitarbeiter in andern Ländern, wo ich gearbeitet hatte. Vielleicht erzählten sie sogar noch mehr Witze. Diejenigen, welche Enkelkinder hatten, waren wohl noch stolzere Großeltern als ich das anderswo erlebt habe. Sie waren sicher die fleißigsten aller Mitarbeiter, die ich je hatte. Und Mütter, deren Kinder es geschafft haben, in gute Schulen aufgenommen zu werden, haben Kuchen ins Büro gebracht. Und andere, deren Kinder es nicht geschafft haben, haben geweint. Wie überall in Büros rund um den Globus wurde in den Pausen viel getratscht, über Sport, Mode und sogar über untreue Ehemänner.

  • Felix Abt (in weißer Jacke) mit seinen Mitarbeitern bei einem Ausflug
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  • Interview dem koreanischen Fernsehen
 
 

Und Sie persönlich, haben Sie sich überwacht gefühlt?

Ach wissen Sie, natürlich hatte die Stasi ein Auge auf mich. Die wussten aber genau, dass ich mich noch nie in die Politik eines Gastlandes eingemischt habe. Als es während eines Telefongespräches wieder mal knackte, sagte ich, „Alle Zuhörer sind herzlich willkommen!“ und dann hörte ich ein Kichern im Hintergrund. Das fand ich sympathischer, als wenn uns die NSA abhört, die es viel systematischer, umfassender und emotionslos macht.

Haben sich während Ihres Aufenthaltes in Nordkorea oder danach Geheimdienste an Sie gewandt?

Ich habe mich gewundert, warum ich während meines Aufenthaltes nie von Geheimdiensten kontaktiert wurde. Ich hatte aber immer klar signalisiert, dass ich für keine Regierung arbeiten würde. Ich wollte mich und die Leute, mit denen ich zusammenarbeitete, auch nicht in Gefahr bringen. Erst nach meinem Aufenthalt wurde ich von Geheimdienstlern angegangen, aber umsonst!

Waren Sie, nachdem Sie das Land verlassen haben, noch einmal da bzw. haben Sie noch Kontakt nach Nordkorea?

Ja, ich habe das Land wiederholt besucht und pflege noch ein paar Kontakte. Ich bin aber dabei, meine finanziellen Beteiligungen an nordkoreanischen Gemeinschaftsunternehmen abzubauen.

Alle Welt redet wieder von Nordkoreas Atomprogramm. Wie schätzen Sie dieses ein und sehen Sie auch die reelle Gefahr eines Krieges?

Nordkorea hat genau beobachtet, was im Irak und Libyen passierte, als diese Länder über keine Massenvernichtungswaffen mehr verfügten. Saddam und Gaddafi hatten nichts mehr, um den Westen davor abzuschrecken, gegen sie Krieg zu führen. Die nordkoreanische Führung wird Atomwaffen nicht aufgeben, damit ihr nicht das gleiche Schicksal blüht. Sie wird  Atomwaffen aber sicher nicht zuerst einsetzen, weil das mit Sicherheit ihr Ende bedeuten würde.

Wie schätzen Sie das diplomatische Vorgehen der Trump-Administration in Bezug auf Nordkorea ein?

Wenn es der Trump-Administration wirklich daran gelegen ist, den fast 70-jährigen Koreakrieg mit einem Friedensvertrag, wie ihn Nordkorea schon seit langem will, zu beenden und die Beziehungen zu normalisieren, so kommt sie nicht darum herum, auch auf Nordkoreas Sicherheitsbedürfnisse einzugehen.

Ein Kompromiss wäre wohl, dass Nordkorea das Herstellen weiterer Atomwaffen einstellt, aber einige der bestehenden behalten dürfte. Auch würde das am besten im Rahmen eines regionalen Sicherheitspaktes geregelt, den auch Nachbarstaaten mittragen müssten.

Es gab ja schon einmal einen Krieg zwischen den USA und Korea, was viele jüngere Menschen ja gar nicht wissen.

Ja, darum wird dieser Krieg oft auch der „vergessene Krieg“ genannt. Der amerikanische General MacArthur befahl seinen Bomberpiloten, jede Stadt, mit Ausnahme einer Stadt an Chinas Grenze, jedes Dorf, jede Fabrik und öffentliche Infrastrukturen zu zerstören. Sie haben gründliche Arbeit geleistet und das ganze Land mit Napalm niedergebrannt. Selbst Staudämme wurden zerstört und dadurch Reisfelder überflutet und Hungersnöte ausgelöst. Weil die Nordkoreaner genau wissen, wie viel Zerstörung und Leid ein Krieg verursacht, wollen sie keinen Korea-Krieg II.

Was müsste sich ändern, dass Nordkorea wieder Teil der Weltgemeinschaft wird?

Statt das Land mit Sanktionen zu strangulieren, sollte man mit ihm auf vielfältige Weise Kontakte pflegen. Nur wenn man vor Ort ist, kann man die Absichten der Nordkoreaner kennen und die Dinge zum besseren beeinflussen. Ausländer, die es mit Nordkoreanern zu tun haben, konfrontieren sie mit neuen Ideen, welche diese zwar hinterfragen, aber oft auch annehmen, wie ich aus eigener Erfahrung weiß.

 

 

 

 

 

Konservative wie Kohl haben Adolf Hitler an die Macht  gebracht - Zum Tode von Helmut Kohl 

Nach der Niederschlagung des Hitlerfaschismus  insbesondere durch die Sowjetunion schien nicht nur der Kapitalismus als diskreditiert sondern auch konservative Parteien der politischen Rechten, die als Vorgängerpartei der CDU Adolf Hitler an die Macht gebracht und zum Kanzler der Deutschen gemacht hatte.

Die Konservativen schämten sich über ihre Vergangenheit, so dass die neue konservative Volkspartei im Gegensatz zur Deutsch-Nationalen Volkspartei (  DNVP) weder den Namen " deutsch" noch " national"  in sich tragen sollte . So bezeichneten sich die Konservativen fortan als  christlich und demokratisch ( CDU). Teile der Konservativen sehe sich in der Tradition der Zentrumspartei, der auch von Papen angehörte.

Erzkonservative hatten Hitler zum Kanzler gemacht und in einer Koalition überhaupt erst an die Macht gebracht. Ohne die konservativen Parteien wäre Hitler nie an die Macht gelangt und zum Diktator geworden. 

1932 als Reichskanzler und von Januar 1933 bis Juli 1934 als Vizekanzler im Kabinett Hitler. Papen als Vizekanzler Hitlers (1933–1934)

Die Konservativen haben in einer Koalition Hitler quasi an die Macht gebracht. 

 
Papen rechts neben Hitler, Aufnahme des Kabinetts Hitler

Bereits im Februar 1933 entmachtete sich Papen weitgehend selbst, indem er Hindenburg dazu bewog, nach dem Reichstagsbrand am 28. Februar die ihm von Hitler vorgelegte Verordnung zum Schutz von Volk und Staat zu unterzeichnen, die Hitler in Kombination mit dem Ermächtigungsgesetz vom 23. März eine quasi diktatorische Stellung verlieh, die dieser voll ausnutzen konnte. Hindenburgs eigene Position, die Position des Reichspräsidenten, dessen Vertrauen letztlich Papens einzige wirkliche Machtgrundlage war, wurde dadurch erheblich geschwächt.

Für den Wahlkampf für die Reichstagswahl am 5. März 1933 schloss Papen sich mit DNVP-Chef Alfred Hugenberg sowie Franz Seldte und Theodor Duesterberg, den Führern des Frontsoldatenbundes Stahlhelm, in der am 11. Februar 1933 gegründeten Listenverbindung Kampffront Schwarz-Weiß-Rot zusammen. Während des Wahlkampfes bemühte Papen sich insbesondere, parteiungebundene Konservative sowie konservativ-katholische Wähler, die bisher das Zentrum gewählt hatten, dazu zu bewegen, ihre Stimme der Kampffront zu geben.[18]In Papens Wahlreden – die zahlreiche Anleihen aus dem Vokabular der Konservativen Revolution machten – vom Februar und März 1933 wurde auch erstmals der Einfluss des Schriftstellers Edgar Jung, der Anfang Februar 1933 als Berater und Redenschreiber in den Dienst des Vizekanzlers getreten war, sichtbar.[19] Am Wahltag konnte die Kampffront 8 % der abgegebenen Stimmen auf sich vereinigen. Im ersten Reichstag der NS-Zeit verfügte sie damit über 52 Mandate. Papens Anteil an dem ohnehin sehr begrenzten Erfolg der konservativen Sammelliste ist in der Forschung als eher gering veranschlagt worden.[20] Allerdings wurde seinen Wahlkampfreden zugestanden, dass sie ein „wesentliches Aktivum“ der Kampffront gewesen seien.[21]

In den Monaten nach der Reichstagswahl erodierte Papens machtpolitische Stellung in der Regierung Hitler-Papen rasch zugunsten des nationalsozialistischen Regierungsflügels:

So musste er die Stellung des Reichskommissars für Preußen, die neben der Vizekanzlerschaft seine wichtigste Machtbastion in der gemeinsamen Regierung hatte sein sollen, bereits am 7. April 1933 an Hermann Göring abtreten, der zu dieser Zeit in das wiederhergestellte Amt des Preußischen Ministerpräsidenten eingeführt wurde.[22]

Um den verlorenen Boden zurückzugewinnen und seine Stellung innerhalb des Staatsgefüges wieder aufzuwerten, versuchte Papen sich im Laufe des Jahres 1933 eine neue Basis zu schaffen, wobei er hoffte, insbesondere die Kräfte des katholischen Konservativismus sowie politisch ungebundener Rechtskreise, zumal der jüngeren Generation hinter sich vereinigen zu können. Zu diesem Zweck schuf er dezidiert katholisch-konservative Auffangorganisationen, die mit den Worten Joachim Petzolds „als eine Form des Widerstandes gegenüber der NS-Allmacht betrachtet werden konnten“.[23]Tatsächlich dienten sie Papens illusorischer Mission, eine Brücke zwischen Katholizismus und Nationalsozialismus zu schlagen. Den Anfang machte der Bund katholischer Deutscher «Kreuz und Adler» (BkD), den Papen bereits im März 1933 gegründet hatte. In diesem übernahm er die Schirmherrschaft, während persönliche Vertrauensleute von ihm (erst Emil Ritter, dann Roderich von Thun) als Generalsekretär die tägliche Organisationsarbeit übernahmen.[24] Nachdem es dem Bund nicht gelungen war, das erwünschte politische Eigengewicht zu erlangen, wandelte Papen ihn im Oktober in eine sogenannte Arbeitsgemeinschaft katholischer Deutscher (AKD) um. Als Generalsekretär wurde erneut Graf Thun ernannt. Den Zweck der AKD sah Papen in einem Schreiben an den deutschen Botschafter beim Heiligen Stuhl von Bergen darin, „das Verständnis für die NS-Bewegung und ihre großen historischen Aufgaben zu fördern.“ [25]

Die Arbeitsgemeinschaft hatte nach Vorstellung der Reichsparteileitung der NSDAP im September 1934 „in dem ihr zugewiesenen Bereiche wirksam zu einer Versöhnung beigetragen“ und wurde aufgelöst.[25] Gleichzeitig versuchten Edgar Jung, der als Gründer des konservativen Jungakademischen Clubs über einschlägige Erfahrungen verfügte, sowie die Papen-Mitarbeiter Wilhelm von Ketteler und Friedrich-Carl von Savigny die studentischen Jugend für die konservative Fronde um Papen zu gewinnen.

Dementsprechend ließen sie Papen häufig Reden vor Studenten halten, die vom Gedankengut der Konservativen Revolution  auch im Sinne der Nazis geprägt waren[26] und lancierten Vertrauensleute des Papenkreises wie Edmund Forschbach oder Savigny selbst auf einflussreiche Posten in Organisationen, in denen sich die konservative Studentenschaft bündelte.[27]Überdies gelang es ihnen in der Reichstagswahl vom November 1933, einige nicht der NSDAP zugehörige Männer als Abgeordnete in den nationalsozialistischen Reichstag zu schleusen, denen Edgar Jung die Aufgabe einer heimlichen Opposition in Wartestellung zuschrieb.[28]

All diese Maßnahmen konnten jedoch nicht verhindern, dass Papen zumindest in der öffentlichen Wahrnehmung im Laufe des Jahres 1933 zu einer „fast lächerlichen Galionsfigur“ (Heinz Höhne) herabsank.[29]

Helmut Kohl ist jetzt gerstorben.  Möge trauern wer trauern mag. Vor Tagen ist der Ex DDR Verteidigungsminister Heinz Keßler gestorben . Der hat wenigstens als Widerstandskämpfer aktiv gegen Hitler gekämpft und er definierte sich ein Leben lang als Antifachist. Vor solchen Politikern hab ich mehr Respekt .

Kohl sah sich in der Tradition von Adenauer der Linke bis aufs Messer bekämpft und verboten hatte und der als Bürgermeister von Köln unter Hitler quasi diente. 

Kohl hat das Verbot der Linken von Adenauer aus dem Jahre 1956 nie aufgehoben. Auch in seiner Zeit durften Linke links  der SPD keine Lehrer  werden oder im Öffentlichen Dienst beschäftigt werden.

Er trug den Hass der Nazis gegenüber Linken in sich, den die CDU in Form des Antikommunismus als Ideologie konserviert hatte.

Die CDU führte Kohl selbstherrlich, autoritär und arrogant  wie ein Patriarch und wie  ein Familienunternehmen. Widerspruch duldete er nicht.  

Die CDU  hatte viele Altnazis in höchste Positionen in Politik und Staat gehoben - In der Kontinuität dieser Nazis bewegte sich Kohl.  

So wurden CDU Spitzenpolitiker mit NSDAP Vergangenheit Bundeskanzler, Ministerpräsident, quasi Kanzleramtschef und sogar Bundespräsident. 

Im geistigen Umfeld dieser schwarzbraunen CDU machte Kohl Karriere und wurde nach oben gespült. Mit 39 Jahren wurde er schon CDU Ministerpräsident. 

Kanzler wurde er 1982 nur durch eine Putsch der FDP in der SPD/FDP- Regierung Schmidt. Insofern wurde er zunächst nicht  demokratisch vom Volk  gewählt sondern von der politischen Klasse von oben installiert. 

Zudem hat er als Transatlantiker dem US Imperialismus gedient und damit der größten Mordmaschinerie nach dem 2. Weltkrieg. Zudem hat er den unterwürfigen Kolonialstatus Deutschlands als quasi USA Kolonie nie angetastet. Geheimvertröge schränkten die Souveränität Deutschlands gegenüber den USA stark ein, wie der Hisoriker Foschepoth später herausarbeitete.

Den Ausverkauf der DDR an Finanzmarktspekulanten aus dem Westen garnicht zu erwähnen.

Illegale Parteispenden hat er auch entgegengenommen. Die Spender hat er bis zu seinem Tod nicht genannt. Die CDU Ehrenmitgliedschaft wurde ihn darauf hin entzogen. Die CDU stand vor der Vernichtung udn war in eine große Existenzkrise geraten. Er wurde wie ein Aussetziger behandelt, hatte er mal gesagt. 

Ihre Dynamik entwickelte die Affäre aber vor allem nach dem Geständnis von Altkanzler Helmut Kohl (CDU), zwischen 1993 und 1998 Spenden bis zu zwei Millionen Mark in bar angenommen und nicht deklariert zu haben. Kohl weigert sich bis heute, die Namen der Spender zu nennen.

Über den Waffenschieber Schreiber hat die CDU krumme Geschäfte betrieben und Schwarzgelder über schwarze Konten gewaschen. Walter Leisler Kiep wurde mit einem Millionenkoffer erwischt.

Von Dezember 1999 bis Juni 2002 beschäftigte sich ein Untersuchungsausschuss mit der Frage, ob die Regierung Kohl käuflich war oder nicht.

Die Affäre nahm nach und nach immer größere Dimensionen an. Wegen einer 100.000-Mark-Spende des Waffenhändlers Karlheinz Schreiber musste Wolfgang Schäuble als CDU-Chef später den Hut nehmen.

Für SPD und Grüne im Untersuchungsausschuss stand fest, dass die eine Million Mark, die Schreiber auf einem Parkplatz an CDU-Schatzmeister Walther Leisler Kiep übergeben haben soll, aus dem Schmiergeldtopf der Firma Thyssen für das Spürpanzer-Geschäft mit Saudi-Arabien stammte.

In der Debatte über schwarze Kassen der CDU kamen auch alte Vorwürfe wegen der Privatisierung der ostdeutschen Raffinerie Leuna und wegen des Verkaufs der Eisenbahnerwohnungen wieder auf. Wenig später war auch die CDU in Hessen von einer Finanzaffäre betroffen.

Kohls Verhalten hatte für die CDU finanzielle Folgen. Wegen des Verschweigens der Spendernamen verhängte die Bundestagsverwaltung gegen die Partei im Juli 2000 eine Strafe in Höhe von rund 6,5 Millionen Mark, die die Union akzeptierte. Die Gaben von Schreiber lösten Sanktionen in Höhe von 2,2 Millionen Mark aus.Kohl nannte die Leute  nicht, die ihn womöglich bestochen haben.

Deshalb ist bis heute unbekannt, ob er sich durch Rüstungsindustrielle, Konzerne oder Geheimdienste fremder Mächte oder gar von der Stasi hat kaufen lassen. Vermutungen gab es in alle Richtungen.  

Wenigstens klärte er die Menschen darüber auf, dass es nie eine Revolution für die Deutsche Einheit gegeben habe. Er bezeichnete es als das Denken von SPD Volkshochschulhirnen. In Wahrheit habe die Sowjetunion und Gorbatschow ganz allein die Deutsche Einheit möglich gemacht.

Dabai war es die CDU, die 1951 die Deutsche Einheit strikt ablehnte, die Stalin angeboten in einer Note angeboten hatte.  

Die Einheit wurde durch den Ausverkauf der DDR durch Finanzmarktspekulanten unwürdig vollzogen. Die DDR wurde  de-industrialisiert und ausgeschlachtet. Viele Betriebe für eine Mark zerschlagen. Millionen Arbeitsplätze gingen verloren.   Das ist auch Kohl negativ anzurechnen. 

Für die Propagierung er blühenden Landschaften, die lange  Zeit ein absoluter Hohn war, wurde er verspottet - genauso wie für die unrealistische 1 zu 1 Währungsreform der DM mit der Mark der DDR. 

Kohl wollte die europäische Einheit als politische Union - aber er wollte keine EU des Volkes sondern ein Europa der Oligarchen und der Konzernherrschaft - so wie auch die Bundesrepublik verfasst war. 

Arrogant war sein Verhalten gegenüber Hans Modrow.  Während für den DDR  Minnisterpräsidenten Hans Modrow auch eine Konföderation zweier deutscher Staaten denkbar war, hatte Kohl die deutsche einheit als Kolonialprojekt betrachtet udn das BRD System der DDR 1 zu 1 aufoktroyieren wollte.

An Diskussionen auf Augenhöhe und einer würdigen Vereinigung von Westdeutschen und Ostdeutschen hatte der Machtmensch Kohl nie ein Interesse. Er wollte die DDR kolonialisieren und gleichschalten . Die Ostdeutschen sollten kein Mitspracherecht erhalten. So tickte der Mensch wirklich, der  heuchlerisch bei seiner Machtergreifung 1983 von einer geistig moralischen Wende weg vom SPD-Sozialismus gefaselt hatte.

Pazifismus und Friedensbewegung lehnte er kategorisch ab. Die Nato Hochrüstung wollte er auch gegen den Willen  der Menschen brutal durchdrücken.  Den Willen der 300 000 Freidensdemonstranten ignorierte er . Er bezeichnete die Friedensbewegten als Vaterlandsverräter und  als verkappte DDR Kommunisten.

Er blieb ein Reaktionär durch und durch - bis zum Schluß. 

Selbst Waffen SS Täter würdigte er auf einem Soldatenfriedhof.