NSA Ausschuß: Groko vertuscht Merkel-Regierungskriminalität 

Der grüne Bundestagsabgeordnete Hans-Christian Ströbele erklärt im Deutschlandfunk, dass ein Minderheitsvotum  der Oppositionsparteien zum NSA Untersuchungsausschuß nur zensiert veröffentlicht wurde.

In der Folge werden einige Aussagen von Ströbele aus einem Telefoninterview zusammengefasst.

Bilanz des NSA-Untersuchungsausschusses

"Die Groko Regierungskoalition hat ihre Mehrheit missbraucht"

Der NSA-Untersuchungsausschuss hat vieles über die Geheimdienste herausbekommen - die Verantwortung dafür wird aber niemand übernehmen, befürchtet Hans-Christian Ströbele (Grüne). Er sagte im Dlf, die Große Koalition habe ihre Mehrheit missbraucht, um sich schützend vor die Bundesregierung und die Dienste zu stellen. 

Ströbele meint: 

Ertragreich war er, weil wir tatsächlich vieles rausbekommen haben. Auf der Grundlage von Beweisanträgen der Verteidigung ist zum Beispiel klar geworden, dass die NSA 40.000 Suchbegriffe hat vom Bundesnachrichtendienst einspeisen lassen in die Überwachung, 40.000, die illegal waren, von denen der Bundesnachrichtendienst selber der Meinung war, dass die nicht eingespeist werden dürfen, dass sie unzulässig sind. Trotzdem waren sie drin und wurden erst nach vielen Jahren erst im Zuge der Veröffentlichung der Snowden-Dokumente rausgenommen.

Genauso haben wir festgestellt, dass der BND selber 3.000 unzulässige Suchbegriffe etwa über das Ausspähen von europäischen Regierungen, europäischen Regierungsmitgliedern, also Partnern und Freunden benutzt hat zum Ausspähen. Auch das ist nur durch diesen Untersuchungsausschuss an das Licht der Welt gekommen.

"Die eigene Koalition hat sich schützend vor die Bundesregierung" - Niemand wird die verantwortung übernehmen - auch Angela Merkel nicht 

Ströbele: Ich fürchte, nein. Herr Pofalla ist ja inzwischen bei der Bundesbahn und auf dessen Karriere haben wir als Parlamentarier wenig Einfluss, zumal das jetzt eine völlig andere Tätigkeit ist als im Bundeskanzleramt. Er müsste eigentlich Verantwortung dafür übernehmen, zum Beispiel dafür, dass er im August 2013, wenige Wochen vor der damaligen Bundestagswahl das Ganze als erledigt erklärt hat, weil mit den Amerikanern ein No-Spy-, also Nicht-Ausspionier-Abkommen bald in der Tüte sei. Das sei in Arbeit und werde bald verabschiedet. In Wahrheit gab es das überhaupt nicht. Es gab auch kein Angebot dazu. Damit hat er versucht, die Luft rauszunehmen vor der Bundestagswahl, und das ist ihm auch gelungen. Aber es beruhte auf einer Unwahrheit.

Die SPD und die Union kommen zu dem Schluss, dass das Kanzleramt, zuständig für die Überwachung der Geheimdienste, seine Pflichten im Großen und Ganzen erfüllt habe. Aber dieser Ansicht sind Sie nicht?

Ströbele: Nein. Wissen Sie, das ist eine Erfahrung, die in diesem fünften Untersuchungsausschuss, dem ich angehört habe, neu war, dass die Koalition jetzt, die ganz große Koalition mit über 80-prozentiger Mehrheit ihre Mehrheit missbraucht hat, um sich schützend vor die Bundesregierung und auch vor die Dienste zu stellen.

"Man hat ganz bewusst das Parlament außen vor gelassen"

Natürlich ist es in jedem Untersuchungsausschuss auch so, dass es parteipolitisch gefärbt ist. Aber hier ist das in einem Maße praktiziert worden, wenn die Bundesregierung zum Beispiel sich geweigert hat, den Zeugen Edward Snowden nach Deutschland zu holen. Wir hatten da einen einstimmigen Beschluss, also auch mit den Koalitionsfraktionen gefasst, dass Herr Snowden als wichtiger Zeuge in dem Untersuchungsausschuss gehört und dort befragt werden muss. Und die Bundesregierung hat bis zuletzt nicht mal eine definitive Entscheidung dazu zustande gebracht, aus Scheu vor den USA, und die Große Koalition hat das alles hingenommen.

Und ich will Ihnen sagen: Selbst der Bundesnachrichtendienst – das wissen wir aus der Arbeit des Untersuchungsausschusses – war damals der Meinung, das Schlimmste, was ihm passieren kann, ist, dass das, was er da praktiziert, dem Parlament zur Kenntnis kommt, dass etwa die Kontrollgremien davon erfahren. Ja muss man noch deutlicher sagen, dass man ganz bewusst das Parlament außen vor gelassen hat, weil die Rechtsbrüche, die dort praktiziert worden sind, so gravierend waren, dass man befürchtete, dass dann Gelder gestrichen werden oder Ähnliches.

Meyer: Nun ist der Streit zwischen Koalition und Opposition innerhalb des NSA-Untersuchungsausschusses eskaliert, eskaliert insoweit, als das Sondervotum von Linken und Grünen heute nicht mit abgegeben wird, die beiden Obleute abberufen wurden. Aus Sicht der CDU - Patrick Sensburg, der Vorsitzende von der CDU, war heute Morgen hier im Programm - heißt es aber, auch die Opposition skandaliert, mal den Ball flach halten, sie haben einfach auch Fristen verpasst für dieses Sondervotum und es wird einfach noch geprüft.

"So kann man mit zwei Bundestagsfraktionen nicht umgehen"

Ströbele: Die Koalition hat den riesigen Apparat einmal ihrer eigenen Mitarbeiter, zweitens der Mitarbeiter des Vorsitzenden hinter sich, und der fällt es natürlich viel leichter, in kürzerer Zeit so einen Bericht zu schreiben und ihr Votum zu schreiben…

Meyer: Aber haben Sie Fristen verpasst?

Ströbele: Nein, wir haben keine Fristen verpasst, sondern wir hatten von Anfang an gesagt, wir nehmen uns bestimmte Zeiträume vor, in denen beispielsweise das Sondervotum fertiggestellt werden kann und soll. Aber wenn das nicht eingehalten wird, dann muss es auch Verlängerung geben. Dann haben wir sogar angekündigt, dann werden wir möglicherweise erst den Bericht dann im Herbst veröffentlichen können und im Bundestag diskutieren können. Die Koalition wollte das Ganze jetzt hinter sich bringen und hat deshalb darauf bestanden, dass dieser Bericht ganz schnell vorgelegt wird, aber wir brauchten einfach ein bisschen mehr Zeit. Und dann wollten sie dieses Minderheitenvotum, was ja geradezu essenziell für so einen Bericht ist, die andere Meinung auch in dem Bericht aufzunehmen, dann wollten sie das erst in die Geheimschutzstelle verbannen, wo es keiner lesen kann, und dann haben sie es aufgenommen in den Bericht, der, der heute dem Bundestagspräsidenten übergeben worden ist. Da ist der Bericht drin. Aber dann haben sie Streichungen, Schwärzungen da vorgenommen, die mit uns nicht besprochen worden sind, und so kann man mit zwei Bundestagsfraktionen nicht umgehen, dass man sich in deren Votum einmischt...

Ich fürchte, dass die Koalition es schafft, dass das im Bundestag als Wahlkampf gar nicht richtig ausgiebig diskutiert wird. Wir wünschen uns, dass das der Fall ist, und wir waren ja gerade vorhin beim Bundestagspräsidenten und da wurde besprochen, dass Schlussfolgerungen auch für zukünftige Untersuchungsausschüsse vom neuen Deutschen Bundestag, vom neu gewählten dann diskutiert werden müssen, ob da nicht Änderungen vorgenommen werden sollen, ob da nicht beispielsweise die Einstufung als geheim, als vertraulich von einer unabhängigen Stelle zu regeln ist und ob nicht die Minderheitenrechte gestärkt werden müssen, weil wenn Untersuchungsausschüsse das schärfste Schwert der Opposition, des Bundestages insgesamt sein können, dann kann man diese Schwerter nicht stumpf machen, dass sie nichts mehr erreichen können, weil die Mehrheit auf der Seite derer ist, die untersucht werden und die natürlich möglichst wenig untersucht werden wollen.

 

Suspendierte Berliner G20 Party-Pinkel-Polizisten räumten Kiezladen Friedel 54 in Neukölln

Kurz vor halb neun Uhr morgens hat die Zwangsräumung des linksalternativen Kiezladens Friedel 54 begonnen. Nach zuvor drei Durchsagen, den abgesperrten Bereich in der Neuköllner Friedelstraße freiwillig zu verlassen, rückten die Polizeieinheiten vor. Ein Teil von ihnen umkreiste die etwa 150 Sitzblockierer vor dem Haus; der andere beförderte unsanft die anwesenden Medienvertreter hinter die Polizeiabsperrungen in die Weserstraße, wo weitere etwa 200 Demonstranten ausharrten.

Was folgte, war eine zielstrebige, teilweise brutale Räumung der Demonstranten. Viele wurden getragen, andere über den Boden geschleift, es gab Schmerzgriffe im Gesicht und verdrehte Arme. Nach einer halben Stunde waren alle Blockierer entfernt. Sie konnten den Ort ohne Feststellung der Personalien verlassen.

Im Haus warteten allerdings noch einmal Dutzende Verteidiger der Friedel 54 auf die Beamten. Im Internet veröffentlichte Bilder aus dem Inneren zeigten, dass einige von ihnen angekettet waren. Gegen halb 10 Uhr morgens warteten die Polizisten noch auf den Gerichtsvollzieher. Insgesamt waren 500 Beamte seit dem frühen Morgen im Einsatz.

Die Aktionen zur Verteidigung des Ladens, der als Veranstaltungsraum und Bar sowie etwa für Mieterberatungen genutzt wurde, hatten bereits am Mittwochabend begonnen. Hunderte versammelten sich vor dem Haus zu einer Videokundgebung. Viele von ihnen blieben die ganze Nacht. Als die Polizei gegen 4 Uhr morgens den Bereich der Friedelstraße absperrte, befanden sich etwa 300 Menschen vor und in dem Gebäude.

Partypolizisten im Einsatz

Bis kurz vor der Räumung war die Stimmung ausgelassen. Es gab Musik, aus den Balkonen der von der Räumung nicht betroffenen Wohnungen der Friedel 54 wurde in Eimern Frühstück abgeseilt, immer wieder erschallten Sprechchöre. Dass ihnen gegenüber ausgerechnet jede Hundertschaften standen, die am Dienstag von ihrem G20-Einsatz in Hamburg zurückgeschickt wurden, sorgte immer wieder für Belustigung: Sprüche wie „Partytouristen – Berliner Polizisten“ und „Ich bin nichts, ich kann nichts, gebt mir einen Bademantel“ waren zu hören.

Vor Beginn der Räumung forderte die Polizei mehrfach die Medienvertreter auf, den Bereich zu verlassen, was diese nicht befolgten. Auch mehrere Abgeordnete wurden gebeten zu gehen. Begründung der Polizei: Vor Ort sei es zu gefährlich. Auch sie hielten sich nicht daran.

Hakan Taş, innenpolitischer Sprecher der Linksfraktion sagte gegenüber der taz, seine Partei sei „grundsätzlich gegen Zwangsräumungen“. Taş kritisierte zudem das Vorgehen gegen die Journalisten: „Türkische Verhältnisse wollen wir in Berlin nicht.“Einer der größten Polizeiskandale der vergangenen Jahre war kurz vorher bekannt geworden!“, empört sich die B.Z. Was ist da los? Wurde wieder jemand von einem Polizisten erschossen? Haben Beamte fatale Fehler zu vertuschen versucht, wie jüngst im Fall Amri? Ermittelte die Polizei jahrelang gegen Dönerverkäufer, während ein Neonazi-Netzwerk mordend durchs Land zog? Nix da.

 

Drei Hundertschaften der Berliner Polizei werden aus ihrem Einsatz im Vorfeld des G-20-Gipfels in Hamburg abgezogen. Die Vorwürfe: Während einer „exzessiven Party“ in ihrer Unterkunft pinkelten Polizisten gegen einen Zaun, ebenfalls an einem Zaun hatte ein Paar Sex, außerdem tanzte eine Beamtin auf dem Tisch, bekleidet mit nichts als einem Bademantel und ihrer Dienstwaffe.

Insbesondere das letzte Bild bestätigt den Verdacht, dass Partys der Polizei keine Veranstaltungen sind, denen man gern beiwohnen möchte. Und es ist natürlich denkbar, dass sich die Beamten dabei noch ganz anderer Dinge schuldig gemacht haben. Ihre Kollegen der berüchtigten 23. Hundertschaft fanden es zum Beispiel mal witzig, Sex mit Osama bin Laden nachzuspielen – das hieß dann nicht Skandal, sondern Humor.

Sollten die Polizisten außer Saufen, Sex und Pinkeln aber tatsächlich nichts verbrochen haben, kann man getrost davon ausgehen, dass sie damit weit weniger Schaden angerichtet haben, als es der ein oder andere ihrer Kollegen bei G 20 noch tun wird. Und denen, die jetzt halb verschämt, halb neidisch jeden Beleg der „Entgleisung“ dokumentieren (Bild: „Stühle, die zu einem Turm gestapelt wurden“), wünscht man, dass sie irgendwann feststellen dürfen, dass es tatsächlich noch bessere Partys gibt als die gelangweilter Polizisten auf Klassenfahrt.

Selbstbeerdigung? Rot-Rot-Grün in Berlin räumt zugunsten eines Finanzspekulanten einen Szene-Kiezladen 

Die Gentrifizierung schreitet in Berlin  besonders in zentralen Staddteilen und Kiez- Vierteln massiv voran.

Die Mietpreise explodieren in zweistelligen m² Preis Bereich.   Die einheimische Bevölkerung wird verdrängt. Besonders in Szenevierteln wie Neukölln und Kreuzberg ist das ein massiver Eingriff in die Sozialstruktur der Stadtviertel. 

Und Rot- Rot- Grün räumt ausgerechnet eine Kiezladen namens Friedel 54  statt ihn ordentlich zu subventionieren.  Das könnte zu einer Selbstbeerdigung von R2G werden. 

Mit der Aktion zugunsten eines Spekulanten hat sich Rot-Rot-Grün so oder so keinen Gefallen getan.

Ausgerechnet einen Kiezladen lässt der Mitte-links Senat in Amtshilfe für den Gerichtsvollzieher durch die Polizei räumen. Ein linker Nachbarschaftsladen, in dem unter anderem eine Küche für alle residierte, in der Gemüse aus Brandenburg verkocht wurde. Ein Laden in dem von Gentrifizierung besonders betroffenen Reuterkiez, der eine kostenlose Mietrechtsberatung anbietet, die nicht an eine Mitgliedschaft in einer Mietervereinigung geknüpft ist.

Alles in allem also eine Initiative, die genau jener Stadtgesellschaft widerspiegelt, für die sich der Mitte-links-Senat, aber vor allem auch die LINKE, einsetzen will.

Den Laden hätte bereits die seinerzeit regierende Große Koalition in Neukölln im vergangenen Jahr retten müssen, wenden Linkspartei-Politiker an dieser Stelle ein und zeigen auf die SPD-Bezirksbürgermeisterin Franziska Giffey. Das mag sein, die Räumung an sich fand jetzt aber unter Rot-Rot-Grün statt. Dass der Senat offensichtlich nicht die Macht und Mittel hat, über solche Projekte, von denen noch einige mehr in der Stadt bedroht sind, die schützende Hand zu halten, ist ein fatales Signal. Und: Mit der in dieser Form praktizierten Räumung beschädigten SPD, LINKE und Grüne auch sich selbst.

 
Fortsetzung folgt 

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Ist Merkel wählen tödlich? Merkel will das krebserregende Glyphosat der Pharmakonzerne weiter zulassen -  Kanzlerinnen-Knechtschaft für Monsanto 

Merkel wählen  könnte neben der Kriegsgefahr, die sie in Form der Nato-Mitgliedschaft unter  US Dominanz mitträgt und verkörpert, auch wegen der Zulassung krebserregender Giftstoffe der Pharmariesen tödlich sein.

Merkel steht auch für eine Politik der Konfrontation gegen Rußland im USA Interesse, die uns jederzeit in einen dritten Weltkrieg treiben kann. Sie steht für eine Politik, die Europäer gegen Europäer aufhetzt und den Frieden  massiv gefährdet. Allein deshalb sollte Merkel bei der Bundestagswahl abgewählt bzw. nicht wieder gewählt werden. 

Die Gefahr für Mensch und Natur ist inzwischen unstrittig. 

Wählt der Bürger, der Merkel wählt, gar den Tod? 

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat Bauern zugesagt, sich weiter für den Einsatz von Glyphosat in der Landwirtschaft einzusetzen.

Die EU-Kommission hatte den umstrittenen Unkrautvernichter Glyphosat für einen Übergangszeitraum weiter zugelassen. "Da will ich die Unions-Position sagen: Wir werden uns dafür einsetzen, dass Sie - da wo das notwendig ist - diesen Stoff auch weiter anwenden können", sagte die CDU-Vorsitzende am Mittwoch auf dem Deutschen Bauerntag in Berlin. 

Die kalifornische Behörde für Gesundheit und Umwelt  teilte jüngst mit, dass sie Glyphosat ab dem 7. Juli auf die Liste mit Chemikalien setzen werde, die krebserregend sein können. Die Nutzung der Chemikalie in der Landwirtschaft war durch eine Studie der internationalen Agentur für Krebsforschung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) infrage gestellt worden, die Glyphosat als wahrscheinlich krebserregend einstufte. Der Monsanto-Konzern verkauft das Mittel unter dem Markennamen Roundup und hat damit Milliardenumsätze gemacht.

Die Gesundheitsbehörde in Kalifornien wird den umstrittenen Unkrautvernichter Glyphosat auf eine schwarze Liste setzen. Das ist eine schwere Schlappe für den Saatgut-Konzern Monsanto. Das Pestizid kommt auch in Deutschland auf zahlreichen Feldern zum Einsatz.

Monsanto wird gerade in einem 66 Milliarden Dollar schweren Deal vom deutschen Bayer-Konzern übernommen. Kritiker der Transaktion befürchten ein Imageproblem für Bayer. Denn Monsanto sieht sich wegen Glyphosat immer neuer Klagen ausgesetzt. Der amerikanische Konzern will gegen die Entscheidung in Kalifornien vorgehen und nannte sie ungerechtfertigt.

Durch die Maßnahme in Kalifornien könnten Monsanto und andere Firmen, die solche Unkrautvernichter herstellen, dort gezwungen werden, Warnungen auf die Produktverpackungen zu kleben. Das Mittel wird unter anderem von Landwirten, auf Golfplätzen und in Weingebieten eingesetzt.

Zulassung in Europa läuft aus

Glyphosat wird auch in Europa eingesetzt. In Deutschland wird es auf rund 40 Prozent der Felder verwendet. Trotz des Verdachts krebserregend zu sein, kam die europäische Chemikalienagentur Echa im März zu dem Schluss, dass verfügbare wissenschaftliche Erkenntnisse nicht die Kriterien erfüllten, um Glyphosat als krebserregend zu bewerten. Der Lobbyismus der EU für Global Player Welötkonzerne scheint weiterhin zu funktionieren . Grund genug diese EU der Konzernherrschaft  in dieser Form abzulehnen. 

Im vergangenen Jahr hatte die EU-Kommission das Mittel zunächst vorübergehend für weitere 18 Monate genehmigt, also bis Ende 2017. Mit dem Vorschlag einer Verlängerung um zehn Jahre bleibt sie nun unter dem bislang debattierten Zeitrahmen von 15 Jahren. Kritiker verlangen jedoch ein Verbot. Dafür will eine europäische Bürgerinitiative eine Million Stimmen sammeln.

Antikapitalistisches Anti G 20 Camp darf stattfinden 

Gericht hebt Verbot auf

Anti-G20-Camp darf doch stattfinden

Im Eilverfahren macht das Bundesverfassungsgericht eine Entscheidung des Hamburger Oberverwaltungsgerichts rückgängig: Während des G20-Gipfels darf das angemeldete "Antikapitalistische Camp" stattfinden. Die Stadt Hamburg erhält aber Eingriffsrechte. Das ist wiederum eine fakische Einschränkung des Demonstrationsrechts. 

Ein großes Protestcamp von G20-Gegnern in Hamburg darf voraussichtlich starten - aber nur in einem durch die Behörden stark beschränkbaren Rahmen. Das Bundesverfassungsgericht hob nach einer Klage der Veranstalter ein generelles Verbot des im Stadtpark geplanten Camps im Eilverfahren auf. Die Richter verpflichten die Hansestadt aber nicht zur uneingeschränkten Duldung. Sie kann den Umfang des Camps beschränken, Auflagen verhängen und die Veranstaltung sogar an einen anderen Ort in der Stadt verlegen. (Az. 1 BvR 1387/17)

Nach den ursprünglichen Plänen soll das "Antikapitalistische Camp" vom 30. Juni bis 9. Juli stattfinden, mit bis zu 3000 Zelten und 10.000 Teilnehmern aus aller Welt. Es ist als Protest gedacht gegen das Gipfeltreffen der Staats- und Regierungschefs der führenden Industrie- und Schwellenländer (G20) am 7. und 8. Juli in der Hamburger Messe.

Das zuständige Bezirksamt hatte das Camp untersagt und das mit dem Schutz der Grünanlage begründet. Dagegen zogen die Veranstalter vor Gericht. Das Verwaltungsgericht Hamburg hatte der Hansestadt auch zunächst aufgegeben, das Camp zu dulden. Diese Entscheidung hatte allerdings das Oberverwaltungsgericht Ende vergangener Woche in letzter Instanz kassiert. Mit der Klage in Karlsruhe nutzten die Organisatoren ihre letzte Chance, die Genehmigung durchzusetzen.