In den Fängen der Westdeutschen STASI

Aus gegebenem Anlaß sehe ich mich gezwungen, zu diversen Verleumdungen, die allesamt einen politischen Hintergrund haben, Stellung zu nehmen.

Über zwei Jahrzehnte habe ich geschwiegen, da mir die öffentliche Meinung in Deutschland relativ gleichgültig war, da ich in dem Land ja nicht lebe. Meine damalige Frau wußte stets, daß ich unschuldig bin und aus politischen Gründen verfolgt wurde.

Seit wir verheiratet waren (1997-2013), und ich mich aus dem politischen Leben in Deutschland zurückgezogen hatte, war nicht mehr ich direkt, sondern indirekt sie Grund für meine Verfolgung geworden. Man versuchte diverse Affären zu inszenieren, in die ich mich verwickeln sollte, um ihr zu schaden.

Nichts anderes stand hinter der vermeintlichen „Spitzel-Affäre“ die der FOCUS herbeischrieb oder der noch absurderen Agent-Provocateur – Geschichte, die der STERN erfand. Ich wurde für keine der vorerwähnten Affären verurteilt, gleichwohl ich einen großen, auch materiellen Schaden hatte.

Daß dies den Tatsachen entspricht ist schon daraus erkennbar, daß noch heute 26 Jahre später Dinge über mich hochgespült werden, die in jedem anderen Fall längst vergessen und nicht mehr der Erwähnung würdig wären. Selbst Kinderschänder werden in Deutschland freundlicher durch die Medien behandelt. RAF Terrorist Christian Klar und andere aus seiner Truppe werden längst durch die Medien geschont, aber mir will man noch immer Dinge anhängen, die ich nicht getan habe. Dies mag daran liegen, daß man Sahra als gefährlicher einstuft, als diejenigen, die mit ihrem „Kampf der 6 gegen 60 Millionen“ nicht die intelligente Form, sonder die der Unfreiheit, nämlich der Gewalt, gewählt haben, und damit der herrschenden Klasse in der BRD jeden Vorwand zur Diskreditierung von linken Positionen geliefert haben.

Die Medien nutzen zur Diskreditierung von Sahra meine angeblichen Affären. Zugleich werden Leute, wie der ehemalige Thüringische Ministerpräsident Althausen, der immerhin ein Menschenleben auf dem Gewissen hat, oder Wirtschafts-Verteidigungsminister Guttenberg, der seiner Verwandtschaft Rechtsgutachter-Aufträge zuschanzte, fast schon zu Helden stilisiert. Das wäre in der DDR mit ähnlich gleichgeschaltetem Medien- und Staatsaparat ebenfalls möglich gewesen. Auf mich hingegen stürzen sich immer wieder und eigentlich ohne äußeren Anlaß, die Medien, als betriebe ich ständig irgendwelche dubiosen Geschäfte.

Aus allen vermeintlichen Geschäften oder Affären hatte ich nie irgendeinen persönlichen, direkten oder indirekten Nutzen. Dies ist schließlich auch durch die Gerichtsprozesse eindeutig bewiesen worden. Ferner wurde ich von niemandem in Zusammenhang mit irgendwelchen mir angedichteten Geschäften oder Affären zivilrechtlich belangt. Desweiteren ist festzuhalten, daß ich niemandem Geld schulde. Auch dieses mag man als Beweis der Unschuld sehen. Ich werde im Nachfolgenden auf die einzelnen Vorwürfe und Verleumdungen detailliert eingehen.

Die Vorwürfe im Einzelnen:

Zu dem „Vorwurf“ ein Liberaler zu sein:

In meiner Schulzeit am Gymnasium Pädagogium Otto Kühne Schule in Bad Godesberg, wo ich als Schülersprecher engagiert war, begann ich mich als Schülerzeitungsredakteur des von mir wiederbelebten „Pädanten“ intensiv mit der damals die Bundesrepublik erschütternden Nachrüstungsdebatte. Ich interviewte als 13-jähriger Bundeskanzler Helmut Schmidt, Petra Karin Kelly, Horst Ehmke, Jürgen Todenhöfer und andere Abgeordnete.

Später arbeitete ich als freier Korrespondent für US Nachrichtensender und interviewte Bundeskanzler Helmut Kohl Ralph T. Niemeyer - Helmut Kohl und seine Minister sowie Bundespräsident von Weizsäcker und diverse ausländische Staatsgäste. Die Presse berichtete freundlich über den jugendlichen Journalisten (so wie Ende 1988 zum Beispiel General Anzeiger Bonn, WAZ, Süddeutsche Zeitung, und andere, Boulevard-Presse wie Quick und Bunte oder ähnliche Blätter, Fernsehen wie zum Beispiel WDR ‚hier und heute’ oder ZDF ‚teleillustrierte’.)

In der Schule veranstaltete ich regelmäßig Podiumsdiskussionen zu diesem und anderen aktuellen Themen wie zum Beispiel Tschernobyl, mit jeweils einem Abgeordneten einer im Bundestag vertretenen Partei. Einige Male war auch der damalige Vorsitzende der Jungen Liberalen, Guido Westerwelle, zu Gast in meinen ‚Talk-Runden’. Wir waren befreundet, obwohl wir politisch eher konträr dachten. Ich fuhr auf Einladung von Guido Westerwelle zum JULI-Kongress nach Luxembourg.

Aus diesen Tagen stammen die Gerüchte, ich sei „ein Liberaler“. Genauso hätte man mir andichten können, bei den Grünen zu sein, denn deren Führungspersonal kannte ich ebenfalls näher und war auch bei den großen Friedensdemonstrationen der 1980er Jahre gewesen. Nun scheinen ja beide Parteien ‚liberal’ verortet zu sein, weshalb mich der Vorwurf ebenfalls liberal zu sein, wohl treffen mag, aber nicht politisch alles andere als zutreffend ist, wie ich in meinem weiteren Leben hinreichend unter Beweis gestellt habe, andernfalls ich in meinen Artikeln und Büchern wohl kaum gegen Kosovo- und Afghanistan – Kriege, sowie den Sozialraub der ‚rot-grünen’ Regierung gewettert hätte.

Mein Verständnis von ‚liberal’ war stets ein anderes, als Guido Westerwelle, FDP und Grüne vertreten. Ich war und bin überzeugter Humanist und denke, daß auf dem Weg zu einer wahrhaft humanen, im ursprünglichen Sinne ‚liberalen’, Gesellschaft Bürgerrechte, Demokratie, Friedenspolitik und in gehörigem Maße eine sozial ausgerichtete Wirtschaftspolitik unverzichtbar sind. Dies war es, was mich in der Bundesrepublik hat staatstreu sein lassen, wenn ich auch schon als junger Romanschreiber 1987 in meinem ersten Buch heftige Kritik am Kapitalismus, der sichtbaren Korruption bundesdeutscher Politik und den Wall Street finanzierten Kriegen geübt hatte.

Ich hatte hautnah die Barschel- und Libyen Waffen-Affäre miterlebt und recherchierte eifrig. Mit Barschel und Engholm sprach ich mehrfach, hatte aber auch für die eigentlichen Hintergründe, Waffengeschäfte, Belege gefunden.

Irgendwann muß ich Bundeskanzler Kohl deratig auf den Wecker gegangen sein, daß er ein Interview mit mir barsch abbrach, was im ZDF Heute Journal am 3. Juni 1987 deutlich wiedergegeben worden war. Angestachelt von derartiger Abweisung eines demokratisch gewählten Regierungschefs versuchte ich die Finanz-Hintergründe der Kohl’schen Rüstungspolitik in Hinblick auf die Chemiewaffenfabrik in Rabta, die durch Kohl-Vertrauten Hippenstihl-Imhausen umgesetzt wurde, sowie den Zusammenhang zwischen der Kieler Howoldt Deutsche Werft – Lieferung von U-Boot Blaupausen nach Südafrika und der Barschel-Affäre zu durchleuchten.

Als ich Ergebnisse meiner Recherche Amerikanischen Nachrichtensendern anbot, verlor ich Anfang 1989 meine Akkreditierung bei der Bundesregierung. Spionagevorwürfe standen im Raum und die US Medien ließen mich fallen wie eine heiße Kartoffel. Die Bündnispartner hatten sich verabredet einen unkontrollierbaren Jung-Journalisten ins Messer laufen zu lassen. Kurzzeitig hatte ich eine freie Beschäftigung bei der Deutschen Welle bei der Redaktion ‚Schauplatz Deutschland’ und arbeitete mit Steffen Uhlmann eine Zeit lang bei der Redaktion Deutschland II beim Spiegel an Hintergrund-Recherchen zur Wendezeit, doch auch dort schien mein Aufklärungsdrang, was die KGB-Steuerung der vermeintlichen DDR- Bürgerrechtsbewegung anging, nicht willkommen.

Im Herbst 1989 wurde ich selber politisch aktiv und gründete das Forum „Deutschlandkongress“ mit dem Ziel eine Debatte über Reformen in beiden deutschen Staaten zu führen, damit die Bürger miteinbezogen würden und nicht eine ‚Niedervereinigung’ Hals über Kopf vollzogen würde. Unter den rund 3.000 Mitgliedern befanden sich etliche Ostdeutsche Bürgerrechtler von ‚Neuem Forum’, ‚Demokratischem Aufbruch’ und anderen, aber auch der ehemalige Augenarzt von Erich Honecker, SED Mitglied Professor Gerhard Goder. Aus dem Westen waren Jusos, Julis und Junge Union’ler vertreten. Der Bonner General-Anzeiger berichtete wieder freundlich und mehrfach, am 11. November 1989 zuerst und fortan regelmäßig.

Wir waren politisch naiv, vermutlich weil viele von uns mit noch nicht mal 20 Jahren unerfahren waren. Außerdem sollte es die erste Wiedervereinigung sein, der etliche bei uns skeptisch gegenüber standen. Von meiner Seite war des die Angst, daß unsere Bundesrepublik eine andere werden würde, unsozialer und aggressiver, sobald die östliche Konkurrenz beseitigt worden sei.

Ich arbeitete unmittelbar nach seinem Rücktritt als Staatsratsvorsitzendem Egon Krenz, mit diesem zusammen, um die tatsächlichen Hintergründe der Wende und die Verstrickungen etlicher vermeintlicher ‚DDR-Bürgerrechtler’ mit KGB und STASI zu durchleuchten, doch leider mit mäßigem Erfolg. Offiziell hatte ich Egon Krenz eine Beschäftigung in meinem Verlag angeboten. Egon Krenz sagte nichts konkretes und meine Zweifel bei etlichen Mitlgiedern des ‚Deutschlandkongress’ wuchs.

Die Gruppe zerfiel ohnehin, nachdem die Ereignisse über uns und das ganze Land hinweggerollt waren. Ich hatte mir jedoch vorgenommen, die politischen Veränderungen genau zu beobachten und gegebenenfalls eine unabhängige politische Bewegung ins Leben zu rufen, die sich für Menschenrechte und soziale Gerechtigkeit einsetzen sollte.

Als der letzte DDR Innenminister, der CDU Politiker Peter Michael Diestel und Gregor Gysi die ‚Kommitees für Gerechtigkeit’ gründeten, führte ich mit Diestel Gespräche, erkannte aber recht schnell, daß es sich mehr um eine PR Nummer handelte und nahm Abstand. Unsere Gruppierung arbeitete auf eigene Rechnung weiter und rief zum Widerstand gegen Sozialabbau und Neoliberalismus auf.

Mithilfe von Plakataktionen und kritischen Artikeln legten wir fortan den Finger in die Wunde und erhielten viel Zuspruch aus einer Bevölkerung, die der damalige Bundespräsident von Weizsäcker als ‚politikverdrossen’ bezeichnet hatte. Im Bundestagswahlkampf 1994 wollte unsere unabhängige Gruppe kandidieren.

 Zu dem Vorwurf ein Betrüger zu sein:

 Ich habe seinerzeit in Hannover als Wirtschafts-Journalist im Umkreis von Gerhard Schröder in den frühen 1990ern die High Yield Trading Programme und die Hannover-Connection unter die Lupe genommen und dabei entdeckt, daß diese Millionenbetrügereien der Superreichen mit Wissen und Beteiligung von Bankiers und Rechtsanwälten getätigt wurden und von einigen Justizmitarbeitern gedeckt wurden. Ich brachte dies zur Anzeige. Ich hatte, wie für Enthüllungsjournalisten üblich in Günther Wallraff – Manier undercover ermittelt. Im Gegensatz zu Wallraff’s Arbeit, die nie das System als solches in Frage stellte und daher lediglich unbequem daherkam, waren meine Ermittlungen offensichtlich als derartig System-gefährdent eingestuft worden, daß man mich aus dem Verkehr zu ziehen und mundtot zu machen gezwungen sah. 

Nachdem ich schriftlich bei der Staatsanwaltschaft Köln Anzeige erstattet hatte, wurde ich gebeten, meine Aussagen zu konkretisieren. Ich begab mich zur Staatsanwaltschaft und erklärte die gesamten Vorgänge wahrheitsgemäß und minutiös, legte alle Beweise auf den Tisch inklusive etlicher Tonbänder, die allesamt den Wahrheitsgehalt meiner Darstellung untermauerten. Nicht viel später wurde ich von einem ranghohen BND Beamten, einem gewissen Herrn vom Hagen kontaktiert. Es wurde mir ein Angebot zur ‚Zusammenarbeit’ unterbreitet, welches ich umgehend ablehnte.

Der nächste Versuch, mich zum Einlenken zu bewegen wurde auf Verlangen des Schröder-Handlangers in NRW, Bodo Hombach, seitens des NRW Justizministers, Krumsiek, unternommen. Er behauptete, meine Recherchen seien nicht fundiert. Die Tatsache, daß der Justizminister persönlich mit mir Kontakt aufnahm, bewies mir, daß die Gegenseite meine Vorwürfe allerdings hoch aufhängte. Meine Strafanzeigen richteten sich nämlich inzwischen auch gegen einen Amtsrichter, drei Oberstaatsanwälte und neun Staatsanwälte, sowie etliche Rechtsanwälte. Die nicht belasteten Staatsanwälte stellten reihenweise die Verfahren gegen ihre Kollegen ohne Prüfung und ohne Begründung ein.

Meine Wahlkampf – Vorbereitungen liefen auf Hochtouren und unsere Gruppe intensivierte unsere Plakataktionen im Köln-Bonner Raum von April 1994 an. Anfang Mai 1994 wanderte ich völlig überraschend in Untersuchungshaft.

Der Haftbefehl, der mir präsentiert wurde war ein einiziges grammatikalisches wie auch inhaltliches Wirrwarr und gespickt mit völlig falschen Zitaten aus meinen Einlassungen. Vor allem: es wurde kein konkreter Tatvorwurf gemacht. Dies hat aber der Kernbestandteil eines jeden Haftbehles zu sein.    

Ich beugte mich auch in der Untersuchungshaft nicht, dabei wurde mir bedeutet, daß ein Geständnis strafmildernd wirken würde. Da man mir aber keinen konkreten Tatvorwurf gemacht hatte, hätte ich noch nicht einmal gewußt was ich hätte gestehen sollen.

Haft zu verhängen ohne einen konkreten Tatvorwurf zu machen, ist nach Deutschem Recht Freiheitsberaubung im Amt.

Nach Europäischer Menschenrechtskonvention (EMRK), die die BRD unterschrieben hatte, bedeutet Freiheitsberaubung im Amt nichts anderes als Folter. Ich schaltete den Europäischen Gerichtshof ein, der aber nicht tätig werden konnte, solange ich den innerstaatlichen Rechtsweg nicht ausgeschöpft hätte. Logisch, aber der Rechtsweg war mir versperrt, da das Landgericht Köln einfach meine Beschwerden nicht an die nächst höhere Instanz weiterleitete. Dienstaufsichtsbeschwerden und Strafanzeigen gegen die Richter sowie Nachfragen durch Journalisten erzeugten etwas Druck, sodaß der Oberstaatsanwalt dem Generalstaatsanwalt Bericht erstatten mußte.

Der damalige Grünen - Fraktionsgeschäftsführer im Landtag von NRW, Vesper, später stellvertretender Ministerpräsident von Nordrhein Westfalen, fragte regelmäßig nach und schließlich wurden die Beschwerden an das Oberlandesgericht Köln weitergeleitet. Interessanterweise benutzen OLG und Generalstaatsanwalt Köln dieselbe Büroadresse. Es scheint sich um eine wichtige Schnittstelle zu handeln.

Ich saß 7 Monate unschuldig in U-Haft und, wie das Oberlandesgericht (OLG) Köln am 23.12.1994 feststellte ohne rechtsgültigen Haftbefehl. Zwar war die Folter mit meiner Entlassung aus der U-Haft beendet, nicht aber das Verfahren. Die Kölner Justiz hatte nun ein echtes Problem: meine Schadenersatzforderungen würden den Landesrechnungshof und den Landtag auf den Plan rufen und weiter in dem Wespennest des Kölner Klüngels stochern.

Der Verurteilungsdruck auf die Richter des Landgerichts Köln wuchs immens. Eine Anklage, ebenso abstrus zusammenfabuliert wurde erstellt. Die große Strafkammer des Landgerichts  Köln unter Vorsitz des Richters Biber, die zuvor meine Haftbeschwerden allesamt niedergeschlagen hatte und schließlich vom Oberlandesgericht Köln gemaßregelt wurde, hatte über die Zulassung der Anklage zu entscheiden. Die Kammer hatte eigentlich keinen anderen Ausweg mehr, als die Anklage zuzulassen.

Allerdings unterliefen der Kammer und vor allem dem Vorsitzenden Richter Biber einige kardinale Fehler, die auf die Nervosität der Richter schließen lassen: In diversen Beschlüssen und Schriftstücken des Gerichtes wurde ich als Angeklagter bezeichnet, dabei gab es noch nicht einmal eine zugelassene Anklage.

Ich hätte allenfalls als Beschuldigter gelten dürfen. Zudem wurde an mehreren Stellen der Gerichtsakte ebenso wie seitens der Staatsanwaltschaft grob falsch aus der von mir formulierten Strafanzeige zitiert und eben jene Zitate gegen mich verwandt. Wenn ich als Zeuge bereits als Beschuldigter gegolten und so benannt wurde, als Beschuldigter fälschlicherweise seitens des Gerichtes bereits als Angeklagter, obwohl die Anklage noch nicht einmal gedruckt existierte, mußte ich befürchten als dann tatsächlich Angeklagter bereits verurteilt zu sein.

Ich stellte mehrere Befangenheitsanträge gegen die Richter der Kammer. Eine Krähe hackt einer anderen kein Auge aus, heißt es, und so galt es auch in Köln, daß sämtliche Befangenheitsanträge durch andere Kammern des Gerichtes ohne tatsächliche Begründung abgewiesen wurden, obgleich die Anträge derartig stichhaltig waren, daß jeder Jurist, dem ich die Befangenheitsanträge vorlegte, meinte, es sei offensichtlich, daß die Entscheidungen gesteuert worden waren.

Beim daraufhin stattfindenden Prozeß schlossen die Richter etliche Journalisten von der Beobachtung aus. Andere Beobachter wurden eingehend vom Vorsitzenden Richter befragt, weshalb sie sich für den Fall interessierten. Als einer der Beobachter die Fragen des Vorsitzenden Richters Biber nicht weiter beantworten wollte und auf sein Recht, einer öffentlichen Verhandlung eines deutschen Gerichtes beizuwohnen verwies, sprang Richter Biber von Jähzorn gepackt auf und warf dabei einen Stuhl um. Die Stimmung glich jener, die bei Volksgerichtshofsprozessen in der NAZI Zeit geherrscht haben muß. Es hagelte erneut Befangenheitsanträge, der Vorsitzende Richter verlor noch mehrfach die Beherrschung. Die Beisitzer schienen zunehmend befremdet. Einer der anderen Richter, Dahl, schien sich unwohl in seiner Haut zu fühlen und stellte als einziger von der Richterbank aus vernünftige Fragen. Er schien um tatsächliche Aufklärung bemüht. 

Diese Bemühung wurde allerdings postwendend durch den Vorsitzenden Richter Biber zunichte gemacht: Obwohl ich zwei Verteidiger engagiert hatte, wurde mir plötzlich ein Pflichtverteidiger an die Seite gestellt. So etwas ist nicht in der Strafprozessordnung (StPO) vorgesehen. Es war klar, daß dieser Pflichtverteidiger meine Verteidigung konterkarrieren sollte.

Durch die zusätzlichen Kosten wurde überdies ein weiterer hoher Verurteilungsdruck aufgebaut. Ich konnte mich hingegen nicht mehr mit meinen Wahlverteidigern tatsächlich verteidigen, da dieser Pflichtverteidiger in meinem Namen Anträge stellen konnte, Erklärungen abgeben konnte, ja sogar Geständnisse ablegen konnte und somit den Prozeßverlauf entscheidend beeinflussen konnte. Es ist nach 1945 in keinem anderen Prozeß (mit Ausnahme der RAF Prozesse, vermutlich) in der Bundesrepublik Deutschland zu einer derartigen Verfahrensbeeinflussung gekommen.

In der eigentlichen Verhandlung wurde es mehrfach nahezu gespenstisch. Kaum ein Zeuge war bereit zu erscheinen. Der einzige Zeuge, ein Herr Spiecker, der tatsächlich auftauchte, entlastete mich vollumfänglich, indem er einfach die Wahrheit sagte. Staatsanwalt und Vorsitzender Richter versuchten ihm irgendetwas negatives über mich zu entlocken, aber der Zeuge blieb bei der Wahrheit und belastete indessen Rechtsanwalt Mewes und seinen Helfer Mirtschin.

Alle mich entlastenden Beweise wurden ignoriert. Die Tonbänder über Gespräche wurden nicht zugelassen, dabei war es längst üblich, solche Beweismittel in Prozesse einzuführen. Die Tonbänder entlasten mich allesamt vollumfänglich.

Es wurde immer so dargestellt, als gäbe es diese Geschäfte gar nicht. Offenbar hatte die deutsche Justiz den Auftrag, die Investmentbanker und Politiker, die daran beteiligt waren zu schützen, wie es heute bei den CUM-EX Geschäften ebenfalls der Fall ist.

Damals wurde jeder als Verschwörungstheoretiker und verrückt hingestellt, der behauptete, daß dies so laufe. Seit der Finanzkrise 2008 weiß es jede Oma, daß es tatsächlich so ablief, wie ich in meinen Strafanzeigen behauptet hatte.

Sodann fühlte sich der sichtlich erregte Vorsitzende Richter bemüßigt die Beweisaufnahme vorzunehmen indem er einen Vetrag (Blatt 249/250 der Akte) verlas. Mit diesem Vertrag, so der Vorsitzende Richter Biber sei die Schuldfrage geklärt. Es stellte sich heraus, daß ich einen solchen Vertrag nicht geschlossen hatte, sondern daß mir vielmehr ein Vertrag, den andere Personen, darunter Rechtsanwalt Mewes geschlossen hatten, angelastet werden sollte, dabei handelte es sich um einen Vertrag zu meinen Lasten. Ein Vertrag zu lasten Dritter ist, das weiß jeder Erstsemester Jura-Student, rechtlich unwirksam. Allerdings stützten sich auf diesen Vertrag der einstige Haftbefehl und auch die Anklage.

Dies war dem Vorsitzenden Richter Biber auch bewußt, der mit hochrotem Kopf verzweifelt in der Akte blätterte, dann aber die Sitzung unterbrach und vertagte. Es gab weitere Befangenheitsanträge gegen die Richter, die offensichtlich allesamt die Akte nicht eingehend studiert hatten, aber immerhin über sieben Monate einen rechtswidirgen Haftbefehl aufrecht erhalten hatten und eine Anklage zugelassen hatten, die auf völlig falschen Annahmen beruhten. Es stellte sich bei Fortsetzung der Verhandlung heraus, daß weitere Dokumente, die Kernstück der Anklage darstellten nicht aus dem Englischen übersetzt worden waren und mir nicht anzulasten waren. Gerichtssprache in Deutschland ist nun einmal Deutsch.

Die Englischkenntnisse des Staatsanwaltes waren mangelhaft, wie sich während des gesamten Verfahrens gezeigt hatte. Er machte ständig lächerliche Fehler. Beide waren gegen alles nicht-Deutsche erheblich voreingenommen und brachten mit abfälligen Bemerkungen in aller Öffentlichkeit zum Ausdruck, daß sie mich verachteten, ganz eindeutig auh, weil ich mich international zu verständigen wusste und nicht nur English beherrschte. Der Staatsanwalt hätte eigentlich mit seinen Englischkenntnissen nicht auf einen solchen Posten gelangen dürfen.

Bei dem Vorsitzenden Richter verhielt es sich ähnlich. Ein Dokument einer Bank, die involviert war, hatte einen Russischen Briefkopf, wobei der Wortlaut des Dokumentes in Englisch abgefasst war, wie es international üblich ist. Das Gericht hatte es versäumt, den Briefkopf mitübersetzen zu lassen und wusste also noch nicht einmal, wie die Bank hieß.

Gleichwohl wurden derartige Dokumente mir zur Last gelegt.

Es folgten etliche weitere Beispiele, die jedem Juristen die Haare zu Berge stehen lassen würden. Staatsanwalt und Vositzender Richter räumten auf Drängen meiner Verteidiger ein, daß sie die Schriftstücke verwechselt hätten. Allerdings hatten sie die Angeklagten verwechselt. Es wäre der letzte Zeitpunkt für sie gewesen, das Verfahren zu beenden. Der vom Gericht als Vertrauensperson zwischengeschaltete Pflichtverteidiger unterbreitete mir, daß man eine Einstellung des Verfahrens in Erwägung ziehen würde, wenn ich ein Teilgeständnis ablegen würde.

Ich wies dies zurück, da ich nichts getan hatte, was in irgendeiner Weise zu gestehen wäre und keinerlei Unrechtsbewußtsein hatte. Hier bewies sich, weshalb das Gericht einen ihm hörigen Rechtsanwalt als Pflichtverteidiger beigeordnet hatte, obwohl ich ja zwei Wahlverteidiger hatte, die ich selber bezahlen mußte, es sei denn ich würde freigesprochen. Es war klar, daß ich verurteilt werden würde, wenn ich den vom Vorsitzenden Richter mithilfe meines Pflichtverteidigers angebotenen Deal ablehnte, denn der Landesrechnungshof würde angesichts der enormen Verfahrenskosten, die im Falle eines Freispruchs auf der Staatskasse lasten würden, dem Richter die Hölle heiß machen. Ich lehnte den Deal ab und erstattete eine weitere Strafanzeige gegen die Justizmafia. 

Ich hatte alle  Geldflüsse aufgeklärt, ein Großteil war bei Rechtsanwalt Richard H. Mewes, seinem Handlanger Michael Mirtschin, der mit Ex Verkehrsminister Günter Krause unter einer Decke steckte, sowie bei dem Verfassungsschutzagenten Klaus Dieter Müller hängengeblieben. Im Kölner Klüngel ist es üblich, hohe Rechtsanwaltskosten aus der Beute zu begleichen, indem Abretungen vorgenommen werden.

Von den hohen Verteidigungskosten werden entsprechend Justizmitarbeiter und wohl auch Richter alimentiert. Jedenfalls bieten Rechtsanwälte, die „gute Verbindungen zu Staatsanwälten und Richtern unterhalten“ derartige Deals den in U-Haft sitzenden Finanzjongleuren augenzwinkernd an.

Als einer meiner Verteidiger, Rechtsanwalt Markus Loskamp, mir dieses Angebot unterbreitete, entzog ich ihm das Mandat und stellte Strafantrag. Ich hatte, das immerhin hatte das Gericht ausdrücklich erkannt, keinen wirtschaftlichen Vorteil aus der Sache gezogen. Niemand hat mich zivilrechtlich jemals belangt, da sich niemand von mir geschädigt fühlte. Gleichwohl war das Ergebnis, daß meine Kandidatur von 1994 erfolgreich verhindert und meine politische Karriere beendet wurde. 

In dem Prozeß wurde völlig überraschend bekannt, daß der Mitangeklagte Klaus Dieter Müller Agent des Verfassungsschutzes war und als solcher in der DVU Führung tätig gewesen war. Er stellte mehrfach Anträge bei Gericht, die sich mit diesem Umstand, sowie seiner persönlichen Sicherheit befassten. Das Geld der durch die Rechtsanwalts-Mafia Geschädigten kam mehr oder weniger direkt der DVU zugute, denn Klaus Dieter Müller war seinerzeit nicht bereit, gestohlenes Geld zurückzugeben oder auch nur in irgendeiner Weise die Geldströme aufzuklären. Somit verlor sich die Fährte bei ihm.

Zu dem Vorwurf ein Spitzel gewesen zu sein:

Der Verfassungsschutz unternahm mehrfach Versuche, Leute in meinem Umfeld zu platzieren, die mich manipulieren sollten. Klaus Dieter Müller, der als Journalist getarnt mit mir Interviews führte, war in Wahrheit in der DVU Mitglied und beriet Bremer Bürgerschaftsabgeordnete wie Karl Heinz Vorsatz, aber auch den Bundesvorsitzenden der DVU, Dr. Frei.

Mir war dies erst im Prozeß dann klargeworden, weil es plötzlich hieß, der Herr Müller sei vom Verfassungsschutz und deshalb nicht strafrechtlich zu verfolgen. Man tat dies dennoch, vermutlich um seine Legende gegenüber der Rechten Szene aufrecht zu erhalten. Ich erzählte Günther Wallraff davon, der daraufhin sich mit der TAZ in Bremen in Verbindung setzte und schließlich Bestätigung darüber erhielt. Seitdem hält sich das Gerücht, ich sei irgendwie mit dem Verfassungsschutz in Verbindung gewesen. Natürlich auf andere Art, als dies in Wahrheit der Fall gewesen ist.

Desweiteren stützen sich derartige Verleumdungen auf einen weiteren Versuch, mich zu einer Zusammenarbeit zu bewegen. In der U-Haft ließ man mich plötzlich in die Nähe des eigentlich mit Isolationshaft belegten Nachwuchsterroristen Bernhard Falk, der sich die so genannte „Anti Imperialistische Zelle (AIZ)“ ausgedacht hat und ein bißchen mit Sprengstoff experimentiert hat, glücklicherweise ohne Menschen zu schaden.

Er träumte von einer Karriere als RAF-Nachfolger und Märtyrer-Heldentum à la Sauerland-Truppe. Er bekehrte sich in der Haft zum Islam. Nun also sollte ich mit ihm reden. Kurz nachdem wir einen ersten Kontakt hatten, wurde ich von BKA, Generalbundesanwaltschaft und wer weiß wem noch alles interviewt.

Wenn ich zusammenarbeiten würde, hätte dies günstige Auswirkungen auf meinen Prozeß, hieß es. Ich warnte den jungen Mann und schrieb an Sahra, daß man eine Intrige der Art vorhabe, wonach es heißen soll, die Nachwuchsterroristen hätten über mich zu ihr Kontakt aufgenommen.

Es war klar, was die Verfassungschützer vorhatten. Es sollte Sahra und die Linke diskreditieren. Natürlich spielte ich nicht mit. Das Blatt FOCUS regte sich künstlich auf, daß ich als Sahra’s Verlobter für den Verfassungsschutz „den Genossen Falk“ bespitzelt hätte. Verkehrte Welt. Erstens stimmte es ja nicht, und zweitens, warum würde sich FOCUS nicht darüber freuen anstatt empört zu tun? In deren Augen ist der Verfassungsschutz, dem sicher Anteile an dem Organ gehören, denn anders ist es nicht zu erklären, wie Staatsakten, die als streng geheim eingestuft werden, dort vorliegen können, doch eine tolle Einrichtung?! Die Zeitung DIE WELT schrieb nach der FOCUS Veröffentlichung, der Verfassungsschutz hätte mir wohl eine Falle gestellt, um so Sahra ankratzen zu können. Naja, so in etwa haben die es sich wohl gedacht.

Die Bilder-Geschichte

Hier wurde etwas völlig frei erfunden und inszeniert, um Sahra daran zu hindern, sich bei der Bildung der Berliner SPD-PDS Koalition zu äußern. Das von der Illustrierten „Der Stern“ und dem Verfassungsschutz inszenierte Schaustück (siehe „Moneypoliert“) wurde sinnvoller Weise wieder in Köln abgehandelt, ulkigerweise bei selbigem Staatsanwalt, der sich ja eh auf mich eingeschossen hatte, nachdem ich ihn so angeschossen hatte.

Es gab überhaupt keinen räumlichen Zusammenhang und keinerlei triftigen Grund, das Verfahren nach Köln zu verlagern, immerhin gab es erstens keine Tat und selbst wenn, dann schon gar keinen Tatort Köln. Auch gab es keinen Geschädigten und schon gar nicht in Köln.  Es war mithin klar, daß das Verfahren alleine deshalb in Köln stattfand, weil es dort eine dem Verfassungsschutz und der SPD hörige Justiz gibt.

Das Bundesamt für Verfassungsschutz und die SPD Landesregierung erkundigten sich eifrig nach dem Verfahrensstand, wie mein Verteidiger mir mitteilte, der dies unter vier Ohren vom Staatsanwalt selber so gesagt bekommen habe. Der Justizminister mache Druck, schnell zu einer Verurteilung zu kommen. Hausdurchsuchungen bei völlig unbeteiligten Dritten wurden medienwirksam inszeniert, jeder angebliche Ermittlungsschritt öffentlich zelebriert, dabei kam eigentlich gar nichts heraus.

Damit am Ende überhaupt ein Urteil zustandekam wurde eine abstruse Geschichte aufgetischt, die mir angelastet wurde, nämlich, daß ein Betrüger in England Geld veruntreut hatte. Der Staatsanwalt behauptete bis zum Gerichtsverfahren, der Mann existiere nicht, war aber nur zu faul, und halt des Englischen nicht mächtig, die Britischen Behörden zu konsultieren.

Beim Prozeß platzte dann die Bombe: der Mann war inzwischen in England aufgeflogen. Mir wurde eine Beihilfe zum versuchten Betrug unterstellt, dabei hatte ich auch in diesem Falle keinerlei finanziellen Nutzen, wie das Gericht feststellte. Mein Schaden war indessen immens. Ein Hauptgrund dafür, weshalb ich überhaupt verurteilt worden bin, denn andernfalls hätte ich Schadenersatz fordern können. Außerdem ist es politisch nicht opertun gewesen, den Wagenknecht-Ehemann freizusprechen.

Fazit:

Interessant ist, daß die deutschen Medien mit derlei unterschiedlichem Maß messen, daß ein Kinderschänder und Mörder, ja sogar EX RAF Terrorist Christian Klar nach verbüßter Strafe wieder das Recht am eigenen Bild haben und ein skifahrender CDU Ministerpräsident derartig zum Opfer stilisiert werden kann, daß er beinahe nochmals gewählt worden wäre, obwohl er ein Menschenleben auf dem Gewissen hat. Ich aber werde noch immer für Dinge, die ich nicht getan habe in den Medien verfolgt.

Wie seinerzeit die STASI im Osten Karrieren beendet, Leute manipuliert und verfolgt hat, so wie Havermann und andere, wurden auf mich ebenfalls Leute von Verfassungsschutz in Melange mit Großindustriellen und Medien angesetzt, zunächst um mich politisch auszuschalten, dann um über mich Sahra zu treffen und zu diskreditieren. Meine eigenen politischen Ambitionen, die ich im Wahlkampf 1994 als unabhängiger Kandidat einbringen wollte, hatten wahrscheinlich die Verfahren angeheizt, denn meine Plakatkampagne für Rechtsstaatlichkeit und Menschenrechte stieß auf große Resonanz.

Ich wollte das bundesrepublikanische System, dessen Opfer ich dann wurde, von Innen heraus und demokratisch verändern. Dies war nicht möglich, ohne Geheimagenten zu begegnen, die oft im eigentümlichen Einklang und Zusammenspiel mit vermeintlichen Journalisten von vorgeblich seriösen Medien, aber auch Blättern wie Stern und TV - Shows wie die von Günther Jauch, Seemann’s Garn spinnen und einen damit einwickeln, sodaß man am Ende mundtot gemacht wird. 

Das jetzige System hat sich endgültig überlebt und muß demokratisch verändert werden, wie es seinerzeit die DDR benötigt hätte, aber stattdessen bloß niedervereinigt wurde. Ohne einen Umsturz wird es wohl leider nicht mehr gehen, aber er muß gewaltfrei und demokratisch erfolgen, im Rahmen von Artikel 20 des Grundgesetzes, wonach jeder Deutsche zum Widerstand gegen all jene, die die freiheitlich, soziale, bundesstaatliche Ordnung abzuschaffen versuchen, aufgerufen ist.

Der Traum, das System von Innen heraus zu verändern ist für mich mit meiner Inhaftierung geplatzt, denn ein System, das zu derartig manipulativen Verfolgungen greifen muß, um Kritiker auszuschalten hat seine moralische Überlegenheit verspielt.  

In der DDR kam man durchaus ins Gefägnis oder wurde in den Wahnsinn getrieben als Dissident, aber man durfte sich wenigstens als politisch Verfolgter fühlen.

Heute ist es so, daß man durch die Medien vorverurteilt und lächerlich gemacht wird, wenn man eine politische Verfolgung vermutet, da man im vermeintlich freien Westen eben keine Dissidenten hat. Zyniker würden sagen, daß in einer offenen Diktatur der politisch Verfolgte eindeutig zu erkennen ist, oder noch zynischer: wie gut hat es ein Mandela in der Apartheid gehabt, konnte er sich doch wenigstens sicher sein, daß das Regime ihn als politischen Dissidenten und nicht als bloßen Kriminellen sah. Allerdings waren Art und Dauer der Inhaftierung auch um ein vielfaches schrecklicher.

Ich werde mich nach Ende des gegenwärtigen Systems bei höchster Stelle dafür einsetzen, daß diejenigen, die an meiner Verfolgung beteiligt waren ausschließlich faire und rechtstaatliche Prozesse bekommen. Rache ist keine Basis für Gerechtigkeit. Die Tatbeteiligten haben meine politische Karriere einstweilig verhindert, sie haben mich nach internationalen Regeln der Europäischen Menschenrechtskonvention gefoltert und für Dinge verantwortlich gemacht, die ich nicht zu verantworten hatte. Ihre Mittel waren Rechtsbeugung, falsche Beschuldigungen, Unterdrückung von Beweismaterial, Urkundenfälschung und Freiheitsberaubung im Amt.

Wie man an Fällen wie die des Kollegen Julian Assange sieht, konstruiert man im vorgeblich demokratischen, freiheitlichen Westen, Anschuldigungen, um jeden Bürger abzuschrecken, der es wagen würde, das Regime in Frage zu stellen. Wikipedia, in Deutschland seit Übernahme des Brockhaus-Veralges durch Bertelsmann weitestgehend von dessen Schreiberlingen betrieben, verbreitet dann bis zum Jüngsten Tag die verleumderischen Fakenews.

Dagegen kann man nicht klagen, da die deutsche Wikipedia/Bertelsmann sich hinter der Dachorganisation in den USA versteckt, die zu verklagen man schon sehr reich sein muß. Wir müssen diesem korrupten System einen Tritt geben, das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland wieder in Kraft setzen und friedlich mit allen rechtlich zulässigen Mitteln verteidigen. Die Machterhaltungsganoven der Bundesregierung und im Bundestag vertretenen Parteien müssen zur Verantwortung gezogen werden.

Heute ist der Tag des Maskenfalles!

Ralph T. Niemeyer, 19.06.2020

Youtube - Quo Vadis 'schland?!

Interview Jürgen Meyer - Ralph T. Niemeyer

Mit dreizehn schon den Kanzler interviewt.Ralph-Thomas Niemeyer macht ... - PDF-Dokument

Ralph T. Niemeyer zu Egon Krenz bei spiegel.de

Interview mit Ralph T. Niemeyer - 30 Jahre nach dem Mauerfall: Ein Insider erinnert sich - bei dieostschweiz.ch

Interview: Wie Ralph T. Niemeyer die Frage stellte, die den Mauerfall mit bewirkte - Internetz-Zeitung.eu.

Wagenknechts Ex-Mann Niemeyer stellte bei Schabowskis Mauerfall-Pressekonferenz 1989 die entscheidende Frage - Saarbruecker-Zeitung.de