Im März vergangenen Jahres war ein Militärputsch in der Hauptstadt Bamako im Süden des Landes der Auslöser für den Zerfall des Staates. Die geplanten Wahlen für den April des Jahres waren so ausgehebelt worden. Der politische Stillstand in der Hauptstadt spielte Rebellengruppen in die Hände, deren Vorstößen die malische Armee nichts entgegenzusetzen hatte. Binnen weniger Tage eroberten sie den Norden des Landes. Nach dem Ende des Gaddafi-Regimes in Libyen waren erfahrene Tuareg-Söldner nach Mali zurückgekehrt, die Geld und moderne Waffen mitbrachten.  Auch in der ARD Sendung "Anne Will" wurde wieder gelogen, bis sich die Balken biegen. Die Situation wird völlig einseitig und verzerrt dargestellt und Objektivität wird nicht einmal mehr angestrebt. Die islamistischen Putschisten und Touareg-Rebellen in Mali, deren Handlungen zur Besetzung des nördlichen Teils des Landes durch Islamisten geführt hatten, sind einem Zeitungsbericht zufolge von US-Instrukteuren im angeblichen "Kampf gegen den Terrorismus" geschult worden.Dazu gehört die Gruppe Ansar Dine (Verfechter des Glaubens), die nach der Eroberung des Nordens mit der "Bewegung für Einheit und Dschihad in Westafrika" (Mujao) dort vielerorts mit Gewalt ein strenges Scharia-Regime durchsetzte. An der Spitze der Aufständischen steht der afrikanische Terrorableger Al-Kaida im islamischen Maghreb (Aqmi). "In den zurückliegenden vier Jahren haben die USA ein umfassendes "Anti-Terror-Programm" in der Region absolviert sowie bis zu 600 Millionen Dollar in die Ausbildung von Militärkontingenten in Mali investiert", berichtet die "New York Times" am Montag. Und damit ist nicht die reguläre Armee im Süden gemeint. "Nachdem gut bewaffnete Islamisten aus dem benachbarten Libyen im März 2012 in nördliche Gebiete von Mali eingedrungen waren, die auch da schon Nato-Bündnispartner im Krieg gegen Gadaffi gewesen waren, kam es in Mali zu einem Militärputsch mit dem von den Amerikanern ausgebildeten General Amada Sanogo an der Spitze." Die US Regierung hat sich dabei auf den Stamm der Touareg gestützt und es ist nicht so wie bei "Anne Will" fälschlich behauptet wurde, dass die Touareg quasi Gadaffi-Rebellen seien. Vielmehr suchten sie sich nach dem Sturz von Gadaffi in Mali neue Bündnispartner. "Im April riefen die Touareg im Norden von Mali den Staat Azawad aus. Die Befehlshaber von drei der vier Armeeeinheiten im Norden des Landes gingen samt Personal und Waffen auf die Seite der Separatisten über, verstärkt durch etwa 1600 Deserteure."

 

Um die Weltöffentlichkeit weiter zu täuschen, verhängte dann die US Regierung Sanktionen gegen den Putschisten Sanogo, den sie selber bei seinem Putsch unterstützt und den sie selber militärisch ausgebildet hatten. Vielleicht wollte er sich auch nicht mehr von den USA instrumentalisieren lassen. Jedenfalls war das dann der Anlass für den Westen, dem die Kontrolle über das Land entglitt, hier militärisch einzugreifen. Die reichen Vorkommen an Gold, Uran, Bauxit u.a.  Vorkommen sind für den Westen auch angesichts der Zunahme des Gewichts der Chinesen in Afrika, einfach zu wichtig. Da wird dann gnadenlos ein neuer westlicher Kolonialismus angestrebt.     

Auch der Vormarsch der Islamisten im Norden deutete teilweise an, dass dieser Vormarsch durch die US Regierung unterstützt wird. So sprachen Zeugenaussagen bei der Erstürmung der Stadt Diabaly in Mali vor kurzer Zeit von vielen beteiligten "Islamisten" mit europäischen Erscheinungsbild, die fließend englisch gesprochen haben. Und auch der Überfall auf das algerische Öllager von BP an der libyschen Grenze deutet darauf hin, dass hier ein englisch sprechender Kanadier an der  Spitze der stürmenden Rebellen gestanden hatte. 

Inzwischen griff Frankreich militärisch auf der Seite der Putschregierung in den Konflikt ein und schon ist von schweren Menschenrechtsverletzungen der "regulären" malischen Armee und von öffentlichen Hinrichtungen die Rede.   

Aber die westliche Propaganda vom angeblich wütenden Al-Kaida-Islamismus wird weitergestrickt. Natürlich wird dabei verschwiegen, dass Islamisten von der US Regierung und dem CIA auch im Norden Malis wie auch in Libyen gesteuert und an die Macht geputscht wurden.  

So spielt der Brandstifter wieder einmal Feuerwehr und bringt selbst einen Nato-Einfluß und Präsens nach Mali. 

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