Linke Wagenknecht:  Diese EU ist krank und sie stirbt womöglich

In einer Bundestagsrede zeigt sich die Linken Fraktionsvorsitzende Wagenknecht trotz ihres angekündigten  Abtritts als Fraktionsvorsitzende  und als einfaches "Aufstehen" -Mitglied weiterhin kämpferisch.

Unterdessen fällt die Linkspartei laut Prognosen nach dem angekündigten Rücktritt  von Sahra Wagenknecht auf 7 % bundesweit.   

Viele Linke denken erstmals darüber nach die Europawahl zu boykottieren oder DKP zu wählen. 

Aus der Freiheit sei „die bloße Freiheit des Marktes und der großen Unternehmen” geworden, so Wagenknecht weiter.  

Anstelle der Gleichheit sei die „Rechtfertigung wachsender Ungleichheit” getreten.

Das solidarische Miteinander sei durch die „politische Legitimierung von Egoismus, Rücksichtslosigkeit und Gier” ersetzt worden.

„Wenn die großen Ideen der Aufklärung: Freiheit, Gleichheit, solidarisches Miteinander nicht mehr die Politik bestimmen, dann stirbt Europa”, warnt Wagenknecht.

Verantwortlich dafür seien laut Wagenknecht nicht die Rechtspopulisten also die „Salvinis, Orbans und auch nicht die britischen ‚Brexiter’ ”, sondern sie „ernten nur, was die Politik der letzten Jahre [..] gesät” habe.

Europa braucht eine andere Politik

„Die EU ist nicht deshalb krank, weil immer mehr Wähler anti‐europäische Parteien wählen, sondern die Anti‐Europäer werden gewählt, weil die EU krank ist, weil sie von Regierungen gestaltet wurde und wird, die sich nicht mehr als Anwalt und Schutzmacht ihrer Wähler verstehen, sondern vor allem als Interessenvertreter großer Wirtschaftsunternehmen und Banken”, erklärt die Fraktionschefin der Linkspartei.

Wagenknecht zeigt sich deshalb davon überzeugt, dass es in Europa eine „andere Politik” brauche. „Und dafür brauchen wir allerdings wahrscheinlich wirklich eine andere Bundesregierung.”

 

 

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