Bülow ( Ex SPD) will zentralistisch Dirigismus von oben bei "Aufstehen" durchsetzten 

Absage an Basisdemokratie durch "Aufstehen" - Leitungskader 

Die Umwandlung von Aufstehen in einen  SPD Abnick-Wahlverein schreitet voran.

 Heute verschickte der neue  SPD/ Grün dominierte "Vorstand" einen "Leitfaden für die Bildung von örtlichen Gruppen". Verantwortlich im Sinne des Presserechtes zeichnet die fraktionslose und diätenreiche Ich AG Bülow selber. 

Da ist es dann plötzlich überhaupt kein Problem mal eben eine Mail an alle Registrierten zu verschicken. Versuche das aber mal als Ortsgruppe. Dann geht das nicht so schnell. Nicht mal für die eigenen Postleitzahlen.

Ehrlich: so viel Schwachsinn wie in diesem Leitfaden auf einem Haufen haben wir  lange nicht gelesen: Bildung von Gruppen von Ort, die sich aber nur als "Aktionsgruppen" bilden sollen (und darauf auch zu beschränken haben), während inhaltliche Debatte zu unterbleiben hat.

Kampagnen werden schließlich "zentral erarbeitet" - während Treffen vor Ort nicht so lange dauern sollen. Klar: wenn es da nicht um Inhalte gehen soll, müssen die auch nicht lange dauern. Die sollen nur noch als Abnick-Gremien ohne Rechte für die Gesamtbewegung agieren. 

Die Kosten vor Ort soll man gefälligst selbst übernehmen, während aber Überschüsse aus eigenen Sammlungen an Berlin abzuführen sind.

Ansonsten sind Treffen vor Ort, erfahre ich durch ein Protokoll,  formal "autonom", aber eben nicht wenn es um Inhalte geht.

Die Inhalte haben sich dann auf postmoderne Moderationstechniken zu beschränken.

In solchen, die selbst für einen durchschnittlichen Kurs der Volkshochschule durch die Teilnehmenden sofort als zu inhaltsleer abgelehnt werden würden.

Örtlich hat sich alles auf die  reine Form zu beschränken, weil Mitglieder  an der Basis für blöde gehalten werden  um selber nachzudenken.

Dafür werden uns Moderationstechniken vorgegeben, die sich irgendwelche Knalltüten ausgedacht haben.

Ansonsten wird auf ein "Aktionscamp" orientiert. Vorbereitet wird das ganze dann durch ein "Kampagnenteam". Aber das ist dann auch.

Inhaltlich werden die vier Hauptthemen des Gründungsaufrufes (Soziale Gerechtigkeit, Demokratisierung, Frieden und Schutz unseres Planeten) mal eben auf drei verkürzt.

Nun vielleicht denkt sich ja diese Bundestagsabgeordneten, dass wir bereits Demokratie in diesem Land haben.

Aber gerade die Frage der Demokratisierung, dieses Gefühl nicht ernst genommen zu werden und dass die oben machen was sie wollen, ist doch für viele eines der Hauptmotive sich bei Aufstehen zu engagieren.

Über Basisdemokratie oder gar autonome lokale Rätebewegungen mit eigenem gewählten Basis-Rat soll nicht nachgedacht werden. 

Ist das nun die versprochene Demokratisierung von Aufstehen?

Demokratie ohne Inhalte und ohne demokratische Strukturen  wo sich die Basis dann auf "kreative" Aktionen - was immer das auch sein mag - zu beschränken hat?

Wir wollen aber überhaupt keine "kreativen" Aktionen, was immer das sein mag. Wir möchten Politik machen und gemeinsam mit anderen und nach politischer Aussprache auch politischen Druck ausüben.

Wir verlieren jetzt allmählich die Geduld mit diesem  Sozi-Projekt, dass Linke von Anfang an ausgrenzte oder marginalisierte.

Wie lange sollen wir  uns das eigentlich noch antun? Wirklich: unpolitischer als dieser "Leitfaden" geht es kaum noch.

Und das dann als Vorgabe von so unerfahrenen Youngstern ... die offenbar meinen Bundestagsabgeordneter zu sein, sei bereits eine inhaltliche Qualifikation.

 

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