Vor 5 Jahren wollten noch 200 000 Menschen den US Präsidenten Barak Obama in Berlin öffentlich sehen. Diesmal kamen nur etwa 4000 geladene Interessierte.

8000 Polizisten mussten den ungeliebten Präsidenten vom Volk abriegeln.  

Der Glanz ist dahin. Aus dem Hoffnungsträger ist ein Kriegsverbrecher geworden, der 5000 Drohenmorde persönlich zu verantworten hat.

Die weltweite Totalüberwachung der US Regierung durch das Prism-Programm wird durch Bundeskanzler Merkel nur halbherzig kritisert.

Jetzt versucht Kanzlerin Merkel den  Auftritt von Obama für sich zu  instrumentalisieren. 

Die politische Klasse feiert diesen US Präsidenten der untergehenden Weltmacht USA  trotzdem euphorisch.

Statt die Entwicklung einer multilateralen Welt zu erkennen, in der die BRIC-Staaten eine immer größer werdende Rolle spielen, hängt Merkel weiterhin an der Bilateralität der transatlantischen Achse  fest.

Sie bejubelt eine geplante Freihandelszone, die nur den Multis und den Großbanken in den USA und der EU dient und die wie 2008 zu einer erneuten Deregulierung der Märkte führen wird.  

Die aufgenommenen Verbandlungen von Obama mit den Taliban erwähnt sie ebenso wie den G8 Gipfel, der Assad kurzfristig nicht in Frage stellte,  auch hier mit keinem Wort.

Die mitgereiste Familie von Obama hört sich die Rede am Brandenburger Tor nicht einmal an.

Die Gegendemo an der Siegessäule wird von Phönix TV ignoriert und völlig ausgeblendet.

Die Rede hinter Plexiglas am Pariser Platz ist eher langweilig.

Floskeln von Menschenrechten und das Recht auf Leben, die er als Kriegs- und Todesstrafenbefürworter selber mit Füßen tritt,  wirken aus seinem Mund wie hohle Phrasen und wie leere Worte. 

Der Kriegsverbrecher und Herr über das Gefangenenlager Guantanamo hebt die angebliche Wertegemeinschaft im "Krieg gegen den Terror" hervor. 

Ein Drittel der strategischen Atomwaffen will er reduzieren. Dies ist wohl als Angebot an Rußland zu interpretieren. Das liegt aber offensichtlich nicht am ausgebrochenen Friedenswillen sondern an der gigantischen Staatsverschuldung der USA, die auch zu Reduktionen bei Militärausgaben zwingt, zumal Kriege zuhehmend auch mit ferngesteuerten und besatzungslosen Killerdrohnen geführt werden. 

Natürlich muß er die Lüge von der angeblichen Ermordung von Osama Bin Laden und einen angeblichen Sieg über den "Terror" immer wieder wiederholen. 

Auch Claudia Roth, die gerade ein Ladung Tränengas in einem Nato-Land abbekommen hat, klatscht der Rede von Obama in untertäniger Demut zu.

So kann ein Fazit der Rede sinngemäß mit den Worten " Der König ist tot- es lebe der König" gezogen werden.