Fake News der Mainstreammedien über Palästinenserpräsident Abbas- Über den Holocaust redete er garnicht  

Medien wie ARD und ZDF aber auch Konzernmedien wie Spiegel, Focus, NTV und Welt verbreiten eine Fake-News-Geschichte über den Palästinenserpräsidenten Abbas 

Demnach haben Abbas den Juden eine Schuld am Hoöocaust gegeben.

Zitat Der Spiegel  

Antisemitische Rede Abbas gibt Juden Schuld am Holocaust Die millionenfache, industrielle Ermordung der Juden durch die Nazis ist einmalig in der Geschichte. Nun verbreitet Palästinenserpräsident Abbas eine sehr eigene, krude Sicht der Dinge.

Doch selbst laut Aussage des israelischen Mainstream-Mediums "Haaretz" ging es  in seiner Rede garnicht um den Holocaust der Nazis an Juden sondern um die historische Rolle der Juden in Europa und daraus resultierende historische Pogrome. 

 Haaretz schreibt:

"Palestinian President Mahmoud Abbas said on Monday that Jews in Europe were exposed to pogroms not because of their religion, but because of their social role and financial matters."

So wurden Juden wie heute Vietnamesen als Zigarettenhändler auch  zu Bankberufen  bzw zur Geldwechselei gezwungen, die wegen der hohen Zinsen als wucherisch galten,  weil ihnen bürgerliche Berufe wie etwa der Eintritt in Handwerkerzünfte durch Deutsche schon im Mittelalter verwehrt wurden. So suchten sie sich Nischenberufe, die den sozial ausgegrenzten Juden das Überleben sicherten. 

https://www.haaretz.com/…/abbas-jewish-pogroms-in-europe-we…

Es geht also nicht um den Holocaust, es geht um Pogrome. Und dass diese durch die (von den Juden nicht selbst gewählte) soziale Rolle begünstigt wurden, schrieb u.a. auch das Holocaustopfer Abraham Leon.

So schrieb Leon u.a.

"Mit dem 11. Jahrhundert beginnt in Westeuropa eine Periode intensiver wirtschaftlicher Entwicklung. Das erste Stadium dieser Entwicklung ist gekennzeichnet durch die Entstehung einer ständischen Industrie und einer einheimischen Handelsbourgeoisie. Im zweiten Stadium findet eine Unterwanderung des landwirtschaftlichen Bereichs durch den Handel statt.

Durch die Entwicklung der Städte und einer einheimischen Handelsklasse werden die Juden völlig aus dem Handel verdrängt. Sie werden zu Wucherern, deren hauptsächliche Kundschaft Adelige und Könige sind. Aber die handelsbedingte Transformation der Agrarwirtschaft hat zur Folge, daß sie auch aus diesen Positionen verdrängt werden.

Der relative Überfluß an Geld erlaubt es dem Adel, das Joch der Wucherer abzuschütteln. Die Juden werden nach und nach aus allen Ländern vertrieben. Einige assimilieren sich und gehen vorwiegend in der einheimischen Bourgeoisie auf.

In einigen Städten, vor allem in Deutschland und Italien, beschäftigen sich die Juden hauptsächlich damit, dem Volk, vor allem Bauern und Handwerkern, Kredite zu geben. Zu kleinen Wucherern abgesunken, die das Volk ausbeuten, werden die Juden oft zu Opfern blutiger Aufstände. Im allgemeinen ist der mittelalterliche Kapitalismus die Periode der grausamsten Judenverfolgungen. Das jüdische „Kapital“ gerät in Konflikt mit allen Klassen der Gesellschaft.

Aber die ungleiche wirtschaftliche Entwicklung der westeuropäischen Länder übt ihren Einfluß auf die Formen des Antisemitismus aus. In einem Land ist es der Adel, der den Kampf gegen die Juden anführt, in anderen Ländern ist es das Bürgertum. In Deutschland bringt das Volk den Stein ins Rollen.

In Osteuropa ist der mittelalterliche Kapitalismus nahezu unbekannt. Dort gibt es keine Trennung zwischen Kaufmanns- und Wucherkapital. Im Gegensatz zu Westeuropa, wo Jude gleichbedeutend mit Wucherer wird, sind die Juden dort vor allem Kaufleute und Zwischenhändler. Während die Juden allmählich aus der westlichen Welt verdrängt werden, festigen sie beständig ihre Position im Osten Europas. Erst im 19. Jahrhundert beginnt die Entwicklung des Kapitalismus – es handelt sich nicht mehr um die ständische, sondern um die moderne Form des Kapitalismus – den Wohlstand der russischen und polnischen Juden ins Wanken zu bringen. „Die russischen Juden wurden erst seit der Aufhebung der Leib- eigenschaft und der feudalen Landwirtschaft in eine Notlage versetzt. Solange jene bestanden, fanden sie als Händler oder Vermittler, sog. Faktoren, ihr gutes Auskommen.“"

http://www.marxists.de/religion/leonde/kap1.htm

Laut Haaretz also kein kein Wort von Holocaust. Kein Wort von "selbst schuld". Und so ungeheuerlich es andernfalls wäre, so unwahrscheinlich ist es auch ausgerechnet bei einem Politiker, der vielen Palästinensern als Marionette der Besatzungsmacht gilt. Einer Besatzungsmacht, die sich anmaßt, exklusiv für die Opfer des Holocaust zu sprechen.

Falls Abbas nicht auf  englisch gesprochen haben sollte, wird man die  genaue arabische Formulierung abwarten müssen. Aber mit Sicherheit wird die Übersetzung von Haaretz aus dieser Region genauer sein als Übersetzungen von ARD, ZDF , Spiegel, Focus, NTV und Welt,  die es zudem wahrscheinlich garnicht gibt- weil man  wohl eher Lügen-Übersetzungen einfach voneinander übernommen hat. 

http://www.jungewelt.de/index.php