Massiver Wahlbetrug bei der Saarland-Wahl zugunsten eines CDU-Wahlsieges?

Während Wahlumfragen vor der Wahl einen klaren Sieg von Rot-Rot-Grün vorhergesehen hatten, kam es überraschend zu einem relativen Wahlsieg der CDU.

Dabei hatten Prognosen in letzter Zeit das dann eintreffende Endergebnis immer ganz  gut abgebildet. Nicht so bei der Saarland-Wahl.

Ein Plus von 5 % bei der angeschlagenen Merkel-CDU auf 40 % sind sehr ungewöhnlich- zumal gleichzeitig die AfD als Rechtspartei 6 % bekam, wovon  ein Teil auch ehemalige CDU Wähler sind. Diese Spaltung der politischen Rechten hätte eher einen Einbruch bei der CDU erwarten lassen.

Die Zeit der 40 % Parteien ist schon seit   langer Zeit vorbei und auch im Saarland hatte die CDU zuletzt gerade mal etwa 35 % also ein Drittel der Wähler für sich gewinnen können - keinesfalls 40 %.

Auch die Prognosen  kurz vor der Wahl hatten ein ganz anderes Bild prognostiziert . Die Meinungsforschungsinstitute sagen ein Kopf-an-Kopf- Rennen zwischen CDU und SPD bei ca 35 % voraus. Tatsächlich kam es aber zu einem 10 % Unterschied bei den Stimmen für CDU und SPD- Während die CDU angeblich 40 % bekommen haben soll, hat die SPD nur lediglich 30 % erhalten . Der angekündigte Schulz Effekt fiel aus.

Vier Tage vor der Abstimmung am Sonntag hatte zum Beispiel das Meinungsforschungsinstitut Insa am 22. März seine letzte Umfrage durchgeführt. Demnach sei mit einem Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen CDU und SPD zu rechnen.

Insa sah die CDU mit 35 Prozent als Sieger, dicht gefolgt von der SPD mit 33 Prozent. Das endgültige Wahlergebnis sieht anders aus: 40,7 Prozent für die CDU, 29,6 Prozent für die SPD – mit knapp acht oder jeweils rund vier Prozentpunkten eine erhebliche Abweichung von der üblichen Fehlertoleranz von drei Prozentpunkten. Nur bei den Kleinparteien lagen die Umfrageinstitute richtig.

Ein Gastbeitrag von Marco Wild

Am gestrigen Wahlabend geschah etwas Seltsames. Auf Statistikextern – nicht irgendeiner Seite, sondern der offiziellen Seite zur Landtagswahl – wurden vergleichende Daten der letzten beiden Wahlen veröffentlicht. Besonders die Zahl der Wahlberechtigten fiel ins Auge: Die 797.512 Wahlberechtigten der vergangenen Wahl 2012 waren um knapp 250.000 Wählberechtigte auf 548.990 zurück gegangen.

saarlandwahl

 

Der deutliche Rückgang innerhalb einer Legislatur, ein Minus von nicht zu erklärenden 31 % bei gleichbleibender Bevölkerungszahl (!), wurde natürlich bemerkt und in diversen Blogs heftig diskutiert. Schnell ging der Tenor Richtung Bevölkerungsaustausch: Deutsche verschwinden, sterben weg, verlassen das Land etc. – Fremde kommen en masse hinzu. Ergo: die Bevölkerungszahl bleibt stabil, die Zahl der Wahlberechtigten fällt wie das Quecksilber bei Kälteeinbruch.

Das änderte sich gegen 21 Uhr. Nach 548.990 Wahlberechtigten suchte man ab da vergebens. Nun wurden dort plötzlich 774.947 Wahlberechtigte für 2017 angeführt. Nicht mehr 250.000, sondern lediglich 22.500 Wahlberechtigte weniger als vor fünf Jahren.

Zahlen nach 21 Uhr

Welche Zahl aber war nun die richtige? Handelte es sich bei dem niedrigeren Wert um ein Versehen? Der ja nicht allein im Raum stand, sondern mit den entsprechenden Zahlen für abgegebene Stimmen (zunächst 391.708) sowie den entsprechenden Stimmenzahlen der einzelnen Parteien korrespondierte? Doch auch diese änderten sich selbstredend gegen 21 Uhr. Von da an sollten nicht mehr 391.708, sondern 540.091 Wähler ihre Stimme abgegeben haben, so das vorläufige amtliche Endergebnis.

Der Liveticker auf epochtimes klärte die Frage nach der korrekten Wählerzahl. Dort wird die Gesamtzahl der ausgezählten Stimmen um 19:17 mit 163.125 Stimmen (ohne Kleinstparteien) angegeben. Bei 23 von 52 ausgezählten Gemeinden und einer Wahlbeteiligung von rund 70 Prozent ergibt das hochgerechnet eine Summe von rund 527.000 Wahlberechtigten.

epochtimes liveticker 19-17 Uhr

Um 19:42 gab epochtimes das vorläufige amtliche Endergebnis bekannt: 329.652 ausgezählte Stimmen (incl. diverser Kleinparteien) bei 41 von 52 ausgezählten Gemeinden. Nach oben angewandter Methode hochgerechnet ergab das rund 597.000 Wahlberechtigte. Quelle auf epochtimes: http://www.statistikextern.saarland.de

epochtimes liveticker 19-42 Uhr

Beide Zahlen 527.000 / 597.000 sind jedoch deutlich näher an der zuerst gelisteten Zahl von 548.990 Wahlberechtigten. Der Abstand zu den später aufgeführten 774.947 Wahlberechtigten ergibt keinen Sinn. Mit der gestiegenen Zahl der Wahlberechtigten stieg auch die Zahl der als gültig ausgezählten Stimmen: von 329.652 um 19:42 auf 533.530 nach 21 Uhr. Eine Steigerung aller ausgezählten gültigen Stimmen um 60 %, obwohl im selben Zeitraum nur 27 % bis dahin noch unausgezählte Gemeinden hinzu gekommen waren.

Was bedeutet das?

Folgendes: Man kann sich vielleicht in der Endsumme vertun, weil es einen Zahlendreher gibt o.ä. Aber man kann nicht über Stunden hinweg ausgezählte Stimmen aufaddieren, die fortlaufend einen in sich schlüssigen Sinn ergeben und mit der Gesamtsumme übereinstimmen, und dann ab einem bestimmten späteren Zeitpunkt einfach völlig andere Zahlen in einer abweichenden Größenordnung von knapp 30 % veröffentlichen.

Warum geht das nicht?

Weil aus den Wahlbüros nicht Prozentzahlen, sondern die Zahlen der gültigen Stimmen pro Partei gemeldet werden.

Man muss also davon ausgehen, dass die Zahlen der ausgezählten Stimmen wie sie um 19:17 und um 19:42 gemeldet wurden, direkt aus den Wahlbüros stammten und den wirklichen, ausgezählten Stimmen entsprachen. Was wiederum bedeutet, dass die früheren Zahlen, sprich jene vor der gegen 21 Uhr vorgenommenen Anpassung, die echten Zahlen gewesen sein müssen.

Aber auch im angenommenen Fall, dass die späteren Zahlen die korrekten sind, würde nichts besser. Denn in diesem Falle hätten alle, die sich auf statistaextern als Quelle bezogen, bis 21 Uhr mit falschen Zahlen operiert. Wie aber wären diese zu Stande gekommen? Haben die Wahlbüros falsche Daten geliefert? Hat irgendwer Stimmen in Größenordnungen von 30 % zurückgehalten?

Beide Zahlenmengen jedenfalls können nicht stimmen. Entweder sind diejenigen vor 21 Uhr falsch gewesen oder die nach 21 Uhr sind es. Was in jedem Falle den Schluss nahelegt, dass gestern nicht alles koscher zuging.

Damit ist – das soll hier betont werden – nichts über die Einzelergebnisse bestimmter Parteien gesagt, die vor wie nach 21 Uhr sehr ähnlich waren. Es geht allein um die mit logischer Zweifelsfreiheit zu irgendeinem Zeitpunkt manipulierten Zahlen der Wahlberechtigten gesamt und der gesamt als gültig ausgezählten Stimmen.

Eine Viertelmillion weniger Wahlberechtigte in solch einem kleinen Bundesland würden Fragen aufwerfen. Das ist sicher irgendwann auch den Betreibern von http://www.statistikextern.saarland.de klar geworden. Wenn jedoch schon hier der dringende Anlass zu einer kritischen Prüfung besteht, sollte man auch das Wahlergebnis insgesamt hinterfragen.

 

http://www.jungewelt.de/index.php