Kurden übergeben 20 u.a. vom IS eroberte Orte an Assad-Regierung

US Regierung wurde so indirekt auf die Seite von Assad gezwungen - US Panzer zeigen Flagge

Trump führt wohl auch den Jemen-Krieg fort

Bodentruppen von Trump und Rußland sollen an der Grenzsicherung zwischen verschiedenen Kampfgruppen beteiligt sein.

Angesichts der türkischen Drohungen haben die Russen eine Vereinbarung zwischen dem Militärrat von Manbij und dem syrischen Regime vermittelt. Der Militärrat willigte ein, die Kontrolle über die Gebiete entlang der Frontlinie mit den von der Türkei unterstützten Rebellen an das Regime in Damaskus zu übergeben. Unter russischer Flagge rückten am Wochenende syrische Soldaten in die Dörfer ein. Washington sei darüber informiert, sei aber nicht Teil der Vereinbarung, sagte der Sprecher des Pentagons, Hauptmann Jeff Davis. Das ändert freilich nichts daran, dass damit Amerikaner, Russen und das Regime in Damaskus faktisch kooperieren, um die YPG und die SDF vor einem möglichen türkischen Angriff zu schützen.

Die von Kurden geführte Syrisch-Demokratische-Kraft (SDF) - wozu auch die  PKK nahe YPG gehört -  hat 20 Orte im Norden Syriens an die Syrisch Arabische Armee von Assad übergeben.

Zu den Ortschaften nördlich von Aleppo zwischen Al Bab und Mandjib gehören Arimah, Arab Hassan Kabir, Zunqul, Khirbat Nafakh, Al-Farat, Jamus Wiran, Dandaniyah, Sayadah, Qurt Wiran, Sab Wiran, Kur Huyuk, Qawuqli, Al-Bughaz, Ulashli, Abu Hayj, Tall Turin, Qarah, Jubb al-Hamir, Al-Hutah, and Mil Wiman.

Die Abgrenzung zwischen den Kräften des Mandjiber Militärrats, der mit dem SDF vertknüft ist und des  pro-türkischen Euphrates Shield  sollen  auch US Verbände gewährleisten. Die Kurden wollen Manbidj selber weiter kontrollieren.

Die kurdischen Demokratischen Kräfte Syriens hatten im August die Stadt Mandjib vom Islamischen Staat zurückerobert. Mandjib galt als die letzte Route des IS in die Türkei.

Nachdem die Türkei zuletzt gedroht hatte, die kurdisch-gehaltene Stadt mit Hilfe der FSA anzugreifen, wurde letzte Woche eine Einigung erzielt.

Demnach wird die Kontrolle über die Gebiete westlich der Stadt an die Syrisch Arabische Armee übertragen. So entsteht eine Pufferzone zwischen den US-gestützten kurdischen  YPG-Kämpfern und den pro-türkischen Verbänden.

Syrian troops are now present in the aforementioned areas, typified by one member of the pro-government National Defence Forces (NDF) surrendering himself to the Euphrates Shield forces earlier in the day during clashes in the region.

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Nevertheless, the SDF still maintains a garrison of People’s Protection Units (YPG) in the villages, advising the NDF and SAA about the ins and outs of regional defenses. This area is manned mostly by government troops of Kurdish origin, much similar to the frontline situation directly north of Aleppo city.

According to a source close to Al-Masdar News, NDF commanders and the Manbij Military Council agreed to the deal in order to avoid diverting Kurdish troops from its ongoing Raqqa offensive. Another part of the agreement involved increased trade and tons of Russian humanitarian aid arriving in Manbij city.

The last YPG fighters will leave the newly conceded villages and return to Manbij city shortly. However, a representative of the SDF-linked Manbij Military Council stressed that the SDF would not surrender control of Manbij city and its immediate countryside.

While a Turkish minister said the Manbij deal was acceptable for the Euphrates Shield forces, some commanders of the Free Syrian Army (FSA) insisted they would increase attacks on the SAA and eventually capture Manbij city anyway.

Earlier today, a Turkmen FSA faction also claimed to have killed 9 YPG militants at Abu Hayj while a SDF fighter said 30 rebel militants were neutralized over the past 24 hours.

Es bleibt abzuwarten, ob damit indirekt auch die USA der Assad Regierung Zugeständnisse macht und es sich um die Vorberteitung eines Abzugs der US Truppen handelt oder ob sie wieder massiv in den syrischen Krieg unter Trump einsteigen. 

So können sich kurdische YPG- Kräfte auf die Offensive in Richtung Raqqa konzentrieren, die als Hauptstadt des IS noch befreit werden muß. Es bleibt aber abzuwarten, ob die USA von ihrer Doppelstrategie abrückt und den IS endgültig fallen lässt.

Unterdessen zweifeln liberale Medien in den USA an der Ernsthaftigkeit der neuen US Regierung Trump den Krieg in Syrien ud ndie Konfrontation gegen Rußland  dort wirklich beenden zu wollen.

Auch der Jemenkrieg scheint in der Ära Trump weiterzugehen.

Donald Trump hat den Streitkräften freie Hand gegeben, ihre Kriegführung im Jemen auszuweiten. Einer offiziellen Mitteilung des US-Verteidigungsministeriums zufolge wurden dort am Donnerstag und Freitag mehr als 30 Luftangriffe geflogen. Das waren fast ebensoviele wie im gesamten Jahr 2016. Beteiligt waren sowohl Kampfflugzeuge als auch unbemannte Flugkörper, sogenannte Drohnen. Nach Angaben von Pentagon-Sprecher Jeffrey Davis waren alle Ziele der Gruppe »Al-Qaida auf der arabischen Halbinsel« (AQAP) zuzuordnen. Über die Folgen der Angriffe sagte er nichts. Davis widersprach jedoch Berichten von Bewohnern, dass es auch zwei kurze Gefechte mit US-Spezialeinheiten am Boden gegeben habe.

Am Sonnabend wurden aus dem Jemen zwei weitere Einsätze bewaffneter Drohnen gemeldet, die von US-Seite aber zunächst noch nicht bestätigt wurden. Davis hatte am Freitag eine Fortsetzung der Angriffe angekündigt.


Mehreren US-Medien zufolge soll Trump der Stationierung von Angehörigen der US-Spezialtruppen im Jemen zugestimmt haben. Auch für deren Einsatz gelte, dass die für die Region zuständigen Befehlshaber, vor allem General Joseph Votel als Chef des Central Command, weitgehende Handlungsfreiheit haben. Trump muss demnächst zudem über Forderungen des Militärs entscheiden, mehr Soldaten nach Afghanistan und nach Syrien zu schicken.

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