Die Rückkehr des Faschismus in der kapitalistischen Welt

Sascha Lobo und auch  Jakob Augstein machten klar, dass man Rassisten in der Politik nicht verniedlichen darf. Faschisten müsse man auch als Faschisten bezeichnen.

CDU affine Mainstreammedien verniedlichen Rassisten und gar Faschisten als Rechtspopulisten. Nur so wurde der Wahlerfolg der Rassisten der AfD im Lande möglich. 

"Ein Gespenst geht um in Europa." Es ist lange her, dass Marx das geschrieben hat: "Das Gespenst des Kommunismus. Alle Mächte des alten Europa haben sich zu einer heiligen Hetzjagd gegen dies Gespenst verbündet." Heute taugt der Kommunismus nicht mal zum Gespenst. ( Dabei ist der Sozialismus die Zukunft der Menschheit, Red.) Aber ein anderer Wiedergänger aus der Gruft der Geschichte ist zurück - noch nennt man ihn nicht beim Namen, aber schon macht er nicht nur Europa unsicher, sondern die ganze Welt, und für einen Kampf gegen ihn mag es bereits zu spät sein: der Faschismus, schreibt Jakob Augstein in einer Spiegel Kolumne.

Mit der Wende im Ostblock hat sich der Kapitalismus gegenüber dem Sozialismus in ganz Europa durchgesetzt . Dadurch ist der Ultranationalismus  und der Faschismus in den gewendeten Staaten inklusive der Ex DDR wieder auf dem Vormarsch - auch da wo der Faschismus bis 1989 strikt verboten war.

Deshalb stellt Jakob Augstein zurecht fest, dass der Faschismus zurückgekehrt ist - nicht nur als Erscheinung sondern als mögliche neue Herrschaftsform in kapitalistischen  Hauptmächten und ehemaligen sozialistischen Staaten des Ostblocks.

Faschismus. Das Wort hatten wir lange nicht. Alle reden vom Rechtspopulismus - blanke Verniedlichung. Donald Trump ist kein Rechtspopulist - er ist ein Faschist. Marine Le Pen ist keine Rechtspopulistin - sie ist eine Faschistin. Und was Frauke Petry ist, das werden wir noch sehen.

Das Wort vom Populismus erlaubt sogleich den Zusatz "von rechts und von links" - aber es gibt keinen menschenverachtenden Populismus von links.

"Ein Ergebnis der Krise unserer Zeit"

Wer Trump, die Brexiteers, Le Pen und die AfD und ihresgleichen nur als Rechtspopulisten bezeichnet, verwischt dieses entscheidende Merkmal der rechten Revolution. Damit wird Politik betrieben.

 

"Faschismus ist ein Ergebnis der Krise unserer Zeit. Wir hätten ihn auch 'Irrationalismus' taufen können." Mussolini hat das gesagt, kurz vor seinem Ende in der Villa Feltrinelli am Gardasee. Die Lust an der Unvernunft ist bis heute das große Gemeinsame aller faschistischen Bewegungen. Denn der Faschismus ist ja erst ein psychologisches Phänomen und wird dann zum politischen.

Der Hass auf das Fremde, die Furcht vor Veränderung, die Erniedrigung von Frauen, die Verachtung der Schwachen, die Verherrlichung der Starken, die Wut auf die Eliten, die man angeblich hinwegfegen will, denen man sich aber in Wahrheit andient - all das ist Faschismus, die Drohung nach Washington, nach Brüssel, nach Berlin, den Sumpf trocken zu legen. "Drain the swamp" hat Trump gerufen.

Trump macht den Chefideologen der Nazis der USA, Brannon von Breitbart News,  zum Chefberater im Weißen Haus gemacht und er weigerte sich im Wahlkampf sich vom rassistischen Ku Klux Klan zu distanzieren, wo sein Vater Fred Trump schon Mitglied war.  Spätestens  seitdem sollte sich die Welt in einem Alarmzustand befinden.

Auch die Konferenz der Nazis der USA in Washington ,  wo Trump mit Hitlergruß gefeiert wurde, wies auf diese Zeitenwende hin.

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