Krim-Zugehörigkeit zur Ukraine 1954 war völkerrechtswidrig - nicht die russische Wiedervereinigung

Hatte Chruschschow völkerrechtlich legitim gehandelt ? Nein ! 

Jenseits des Völkerrechts – Die sowjetische Schenkung der Krim an die Ukraine im Jahr 1954

Die Schenkung der Krim an die Ukraine im Jahr 1954 berücksichtigte an keinem Punkt die Verpflichtungen des internationalen Rechts und ist deshalb juristisch wertlos. Der ukrainische Staat übernahm nach seiner Sezession von der Sowjetunion das autoritäre Erbe und machte sich zum illegitimen Besitzer der Halbinsel. Seitdem kämpfte die Bevölkerung für ihre Unabhängigkeit und Eigenstaatlichkeit, bis zum Eintritt in die Russische Föderation.
Jenseits des Völkerrechts – Die sowjetische Schenkung der Krim an die Ukraine im Jahr 1954
Quelle: www.globallookpress.com © Archive Photos

In den ersten Gesprächsrunden der Friedensverhandlungen zwischen der Ukraine und Russland spielte auch die Halbinsel Krim eine Rolle. Moskau forderte von Kiew die Anerkennung der Krim als Mitglied der Russischen Föderation. Doch Kiew weigerte sich kategorisch, ein Territorium der Ukraine abzugeben. Ende März erklärte der Präsident Wladimir Selenskij, dass die Ergebnisse der Verhandlungen und territoriale Fragen nur durch ein nationales Referendum entschieden werden können. Gilt das für die Halbinsel Krim?

Die Krim-Frage und das Völkerrecht

Warum ist die Krim eigentlich Teil der Ukraine? Gehörte sie nicht schon immer zu Russland? Seit über 250 Jahren? Ja schon, doch 1954 hat der Generalsekretär der KPdSU, Nikita Chruschtschow, einen Teil des russischen souveränen Territoriums dem Staat Ukraine übergeben: die Krim.

Am 29. Februar 1954 dekretierte das Präsidium des Obersten Sowjets der UdSSR die Übergabe der Krim an die Ukraine. War das ein völkerrechtlich legitimer Akt? Kann das Staatsoberhaupt eines Landes dem Staatsoberhaupt eines anderen Landes einen Teil des souveränen Staatsgebietes schenken?

Kann man ein Staatsgebiet einfach so verschenken?

Nach welchen völkerrechtlichen Prinzipien hat Chruschtchow die Krim "übergeben"? Haben die Bürger der Halbinsel damals darüber abgestimmt, ob sie damit einverstanden sind, sich von Russland zu trennen und Teil des ukrainischen Staatsgebietes zu werden? Haben sie die Krim daraufhin zu einem unabhängigen Staat erklärt, dessen Bürger den Anschluss an die Ukraine beantragten? – Nichts dergleichen ist geschehen!

Nach den Vorgaben des Völkerrechts muss eine Bevölkerung zur Abtrennung von einem bestehenden Staatsgebiet (oder von einer Staatenföderation) zumindest ihre Unabhängigkeit erklären und eine Volksabstimmung  durchführen. Doch hier befindet sich das Recht auf Selbstbestimmung der Völker im Konflikt mit dem Recht auf Unteilbarkeit des souveränen nationalen Staatsgebietes. Denn:

"Gemäß Völkerrecht Kapitel 1, Artikel 2 und Kapitel 6, Artikel 73 und 73/b steht der Wille der Völker über politischen Interessen des Staates oder der Staaten."

Die Unabhängigkeitsbestrebungen der Krim von der Ukraine

Die völkerrechtswidrige Anbindung der Krim an die Ukraine bei Nicht-Berücksichtigung des Bevölkerungswillens rechtfertigt den Begriff der Zwangsintegration in diesen Staat. Seit der Auflösung der Sowjetunion entzündete sich daran eine permanente und sich stetig zuspitzende Auseinandersetzung zwischen der Ukraine und der Krim, wobei letztere in wechselhaften Schritten eine Loslösung von der Ukraine und eine erneute Anbindung an die Russische Föderation bei Anerkennung der Eigenstaatlichkeit anstrebte. Sie bereitete dieses Ziel mit mehreren völkerrechtlichen Schritten vor:

Das Referendum vom 20. Januar 1991 für eine Autonome Republik im Bund der Staaten der Sowjetunion

Dieses Referendum der Krimbevölkerung beendete formal die Etappe der illegalen Schenkungssituation an die Ukraine, denn sein völkerrechtliches Gewicht beseitigt einen willkürlichen Verwaltungsakt. Auch dieser Vorgang verdeutlicht, dass die Krim-Bevölkerung schon seit langem aus der Zwangsintegration in die Ukraine ausbrechen wollte.

Im Jahre 1992 verabschiedete die Krim eine Verfassung der Eigenstaatlichkeit

Auf Druck der Ukraine musste diese Verfassung wenig später jedoch wieder zurückgenommen werden. Als Kompromisslösung erhielt die Krim dann den Status der einzigen autonomen Republik im Rahmen des ukrainischen Staates. Dieser Autonomie-Status wurde seitens der Krim-Bevölkerung als weitgehende Souveränität verstanden. In den darauffolgenden Jahren gab es mehrfach Konflikte um die Ausgestaltung des Autonomiestatus mit Kiew, in deren Verlauf die Bewohner der Halbinsel erneut die Verfassung von 1992 und damit die Unabhängigkeit forderten. Die Krim-Bevölkerung widersetzte sich dem Zwang zur Unterordnung unter die ukrainische Rechtsprechung und forderte die Anerkennung eigener Wahlen.

1994 stimmte die Krim in einer Volksabstimmung für eine erweiterte Autonomie und die Verfassung von 1992

Die Regierung und das Parlament in Kiew haben solche Schritte stets für verfassungswidrig erklärt und drohten auch mit dem Entzug des Autonomiestatus. Immerhin: Vor wenigen Tagen hat der heutige Präsident der Ukraine, Wladimir Selenskij, darauf hingewiesen, dass die Krim einen Autonomiestatus hatte.

2014 stimmten 96,77 Prozent der Krim-Bevölkerung gegen einen Verbleib in der Ukraine und für eine Angliederung an die Russische Föderation

Das überwältigende Ergebnis ist Ausdruck eines langjährigen, gewaltlosen Kampfes der Menschen auf der Krim für ihre Unabhängigkeit von der Ukraine, für ihre Autonomie und Eigenstaatlichkeit. Die Geschichte ihres Widerstands ist der Beweis dafür, dass das Referendum unabhängig von einem russischen oder sonstigen äußeren Einfluss zustande kam.

Auch die Ukraine nutzte das Instrument des Referendums zur Abtrennung von der Sowjetunion

Die Ukraine vollzog elf Monate nach dem ersten Referendum der Krim am 1. Dezember 1991 ein eigenes Referendum zur Loslösung von der Sowjetunion. Daran wird deutlich, dass die Ukraine die völkerrechtliche Bedeutung einer Volksabstimmung für eine territoriale Loslösung sehr wohl für sich instrumentalisierte, wenn das ihren Interessen entsprach. Die vorherige – einseitige – Unabhängigkeitserklärung und dieses Referendum der Ukraine bedeuteten die größte territoriale Sezession in der Geschichte Osteuropas und die faktische Auflösung der Sowjetunion, deren Verfassung Kiew bei diesem Vorgang bewusst gebrochen hat. Damit basiert die moderne Staatsgründung der Ukraine auf einem rechtlichen Modus, den sie bis heute der Krim verweigert.

Da die Ukraine für die eigene  Abtrennung vom damaligen Zentralstaat (der Sowjetunion) ohne dessen Zustimmung eine Unabhängigkeitserklärung und ein Referendum als legales und legitimes Instrument anwendete, muss sie das gleiche Vorgehen auch für die Unabhängigkeit der Krim akzeptieren – gemäß dem internationalen Recht.

Kein Völkergewohnheitsrecht

Aufgrund der zahlreichen Unabhängigkeitsbestrebungen der Krim zur Loslösung von der Ukraine seit 1991 konnte sich kein Völkergewohnheitsrecht  im Sinne der von beiden Seiten akzeptierten faktischen Verhältnisse entwickeln. Das Gewohnheitsrecht hätte den heutigen Gebietsanspruch der Ukraine unter diesem Gesichtspunkt rechtfertigen können. Für die Jahre des "Stillhaltens" der Krim-Bevölkerung während der Zeit der Sowjetunion gelten sicher die gleichen Gründe wie im Falle der Ukraine selbst, die erst elf  Monate nach der Krim ihre Sezession mit einem Referendum durchsetzte. Die Ukraine hätte sicher weder ein Völkergewohnheitsrecht für ihre Zugehörigkeit zur Sowjetunion akzeptiert, noch deshalb auf ihre Loslösung verzichtet.

Die einseitige Unabhängigkeitserklärung im Völkerrecht

Am 11. März 2014 rief das gewählte Parlament der Halbinsel die Republik Krim als souveränen und von der Ukraine unabhängigen Staat aus und stimmte erneut für eine eigene Verfassung – ohne Erlaubnis der Zentralregierung in Kiew. Am 19. März wurde ein Referendum durchgeführt. Damit verwirklichte die Krim-Bevölkerung den bereits in seiner Verfassung von 1992 zum Ausdruck gebrachten kollektiven Wunsch nach Eigenstaatlichkeit. Zum Zeitpunkt der Unabhängigkeitserklärung bestand schon seit über 20 Jahren eine staatliche Infrastruktur.

Die zu diesem Zeitpunkt existierende Zentralregierung in Kiew war jedoch nicht durch demokratische Wahlen legitimiert, sondern durch einen gewaltsamen Putsch an die Macht gekommen. Insofern hatten die Institutionen der Krim in diesem historischen Augenblick keinen legalen Ansprechpartner in der Rolle der Zentralregierung zur Verfügung.

Der Präzedenzfall Kosovo

Die einseitige Unabhängigkeitserklärung ohne Zustimmung des Zentralstaates ist ein im Völkerrecht umstrittenes Thema. Das kritikwürdige Gutachten des Internationalen Gerichtshofes in Den Haag vom 22. Juli 2010 zur einseitigen Unabhängigkeitserklärung des Kosovo hat allerdings einen Präzedenzfall geschaffen, der das Tor für Nachahmungen öffnete. Wenn zudem über 80 Staaten aufgrund politischer Interessen die einseitige Sezession des Kosovo anerkannten – die auf weitaus weniger soliden historischen Grundlagen beruhte als die der Krim –, dann haben sie dadurch auch eine Legitimation für die Krim und weitere Sezessionen auf der Welt geschaffen. Es gibt im Völkerrecht keine zweierlei Maßstäbe für die gleiche Thematik.

Der Vorwurf der russischen Annexion der Krim war und ist falsch

Auf der Krim ereigneten sich eine Unabhängigkeitserklärung, ein Referendum, eine Sezession und ein Beitritt zu einer Staatenunion. Das schließt eine Annexion aus, die nur bei einer mit militärischer Gewalt vollzogenen Landnahme durch einen fremden Staat besteht. Auch wenn die gewählte Regierung der Krim 2014 rechtswidrig (gegen die Verfassung der Ukraine) handelte, entsteht laut Völkerrecht dadurch keine Annexion, wie sie der Westen seitdem Russland kategorisch anlastet. Der Verfassungsbruch indes ist demjenigen der Ukraine bei ihrer Sezession und Neugründung durchaus ebenbürtig.

Die russische Militärpräsenz außerhalb des gepachteten Marinehafens von Sewastopol an den Tagen des Referendums

Zitat: "Die Zwangswirkung der russischen Militärpräsenz bezog sich weder auf die Erklärung der Unabhängigkeit, noch auf das nachfolgende Referendum. Sie sicherte die Möglichkeit des Stattfindens dieserEreignisseauf deren Ausgang nahm und hatte sie (aber) keinen Einfluss. Adressaten der Gewaltandrohung waren nicht die Bürger oder das Parlament der Krim, sondern die Soldaten der ukrainischen Armee. Das ist der Grund, warum die russischen Streitkräfte die ukrainischen Kasernen blockiert und nicht etwa die Abstimmungslokale überwacht haben. Was so verhindert wurde, war ein militärisches Eingreifen des Zentralstaats zur Unterbindung der Sezession."

Dieses Vorgehenrechtfertigt nicht den Begriff der Annexion. In keinem Fall kam es zu Gewaltakten zwischen den ukrainischen und russischen Soldaten. Wobei angemerkt sei, dass von den 18.000 auf der Krim stationierten ukrainischen Soldaten im Verlauf des Sezessionsprozesses 13.500 sich der russischen Armee anschlossen und nur 4.500 ihr freies Geleit in die Ukraine wahrnahmen.

Schlussfolgerungen

Alle juristischen und politischen Faktoren deuten in die gleiche Richtung: Die Halbinsel Krim war unter völkerrechtlichen Standards kein Teil des Staatsgebietes der Ukraine. Nach internationalem Recht war die sowjetische Schenkung der Krim an die Ukraine ein illegaler Akt – daran ist nicht zu rütteln.

Die westliche Welt, die im Kalten Krieg jahrzehntelang das System der Sowjetunion anprangerte, hat es bis heute geflissentlich versäumt, nach deren Auflösung solche ideologisch motivierten Relikte wie die Krim-Schenkung korrekt zu bewerten und entsprechend für illegal zu erklären. Wenn es zupass kommt, wie in diesem Fall, bescheinigt man der Sowjetunion auch im Nachhinein noch völkerrechtsmäßiges Handeln.

Alles in allem ist festzuhalten, dass die Bevölkerung der Krim und ihre staatlichen Institutionen die vorgeschriebenen Bedingungen des Völkerrechts für ihre Unabhängigkeit von der Ukraine erfüllt haben – obwohl sie nicht dazu verpflichtet gewesen wären. Denn diese Unabhängigkeit hat einen jahrhundertelangen Bestand und wurde auch nicht durch politische Scheinveräußerungen unterbrochen oder verändert. Das wissen alle Experten in Völkerrecht – in Kiew, Berlin, Brüssel und Washington.

Der Westen produzierte auf dieser Grundlage eine gigantische politische und historische Fälschung für eine irregeführte Welt, die heute Teil eines Krieges ist.

Insofern kann die Ukraine weder einen Teil ihres Territoriums abgeben, der ihr nie gehörte, noch hat es eine rechtliche Relevanz, ob sie die Unabhängigkeit  und den Eintritt der Krim in die Russische Föderation anerkennt. Allerdings wäre dieses Eingeständnis politisch von enormer Bedeutung, um den anti-russischen Hasspredigern den Wind aus den Segeln zu nehmen.

Der Amokläufer von Buffalo hat die gleiche Nazi-Gesinnung wie deutsche Freunde der Ukraine

Rassismus und Rassismus-Verstehertum sind das Grundübel unserer Zeit

Der Schütze von Buffalo vertritt dieselben Ideen wie die vom Westen unterstützten Neonazis

 
Amerikanische "bürgerlich-liberale Linke" und Pseudolinke  sind immer schnell dabei, "Nazi" zu rufen, wenn ein einheimischer Massenmörder wild um sich schießt und unschuldige Menschen tötet, während sie zugleich die heute in der Ukraine kämpfenden Verehrer von Adolf Hitler bejubeln. Das ist der Widerspruch unserer Zeit , zumal die gesamte politische Klasse von Ampel- und Groko-Politikern genauso hinter der Fascho-Ukraine stehen  wie die weitgehend gleichgeschalteten  Mainstreammedien. 
Der Schütze von Buffalo vertritt dieselben Ideen wie die vom Westen unterstützten Neonazis
Quelle: AFP © Genya Savilov

Bei der jüngsten Schieß-Orgie eines Amokläufers in Buffalo im Bundesstaat New York wurden zehn Menschen getötet.

Die Handlungen des Täters Payton Gendron wurden sowohl von der Polizei als auch von ihm selbst als rassistisch motiviert bezeichnet.

Der Täter beruft sich dabei auf die sogenannte Theorie des "Großen Austauschs", mit der die Angst vor einer "multirassischen" Gesellschaft geschürt wird.

Damit schöpft er seine Philosophie aus der gleichen Quelle, wie eine Gruppe von Personen, die in den Mainstream-Medien seit Beginn des Konflikts in der Ukraine wohlwollend bejubelt wurden – das "Asow"-Bataillon.

Verhaftete Asow Kämpfer haben Adolf-Hitler Tattoos und Bandera Abbildungen am Körpern - genauso wie SS Runen . Wolfsangel-Symbolen und Hakenkreuzen . 2500 Faschisten wurden aus dem Stahlwerk  von Mariupol in Gefangenschaft gebracht.

Das "Asow"-Bataillon Asow ist – oder war – eine der tragenden Säulen der ukrainischen Streitkräfte und befehligt einige der besten Kämpfer, die Kiew aufbieten kann. Sie sind jedoch offen antisemitisch und vertreten die Lehren von Stepan Bandera, einem ukrainischen Nazi-Kollaborateur, der während des Zweiten Weltkriegs für ethnische Säuberungen und unbeschreibliche Gräueltaten verantwortlich war.

Das Bataillon wurde einst in den westlichen Medien wegen seiner Nazi-Ideologie zu Recht verurteilt. Sogar das von der US-Regierung finanzierte investigative Portal Bellingcat führte 2019 detailliert aus, wie "Asow" aktiv amerikanische Rechtsextremisten rekrutierte, damit sie sich ihrem Kampf gegen Russland anschließen.

Allerdings hat sich der Ton seit der laufenden russischen Militäroperation in der Ukraine buchstäblich in das Gegenteil verkehrt. Jetzt wird diese Neonazi-Militärgruppierung als Hort der Verteidigung der ukrainischen Freiheit besungen und abgefeiert.

Als diejenige Gruppe von Menschen, die jedes Mal die als Pseudolinke bis in die Linkspartei hinein die Karte zücken "Du bist ein Nazi", sobald ein Eerzkonservativer oder gar ein  marxistischer Sozialist  mal den Mund aufmacht, haben die "liberalen Linken" diesbezüglich aber ungewöhnlich "laut" über den grassierenden rechtsextremen Ethos innerhalb des ukrainischen Militärs geschwiegen.

Und nichts ist offensichtlicher als die Tatsache, dass die Philosophie und die Weltanschauung des Schützen von Buffalo von den Mitgliedern des "Asow"-Bataillons geteilt wird.

Tatsächlich zeigt bereits die erste Seite seines Manifests prominent das "Sonnenrad" oder "die schwarze Sonne" – jenes Symbol also, das auch unter den offiziellen Insignien von "Asow" prominent zu sehen ist. Das ist  auch das Symbol von  weltweit agierenden Neonazis.

Nach der Verhaftung von Payton Gendron tauchte sein Manifest online auf, vom Täter selbst gepostet, nur Minuten vor seinem Amoklauf, den er mittels Action-Kamera live auf dem Webportal Twitch gestreamt hatte.

In diesem langatmigen Dokument, das etwa 180 Seiten umfasst, erklärt der Täter seine Philosophie und Motivation und lässt durchblicken, dass er sich auch vom Massenmörder Brenton Tarrant inspirieren ließ.

Tarrant, der im neuseeländischen Christchurch 51 Menschen in mehreren Moscheen ermordete, veröffentlichte sein eigenes 74-Seiten-Pamphlet, das übrigens ebenfalls das "Sonnenrad"-Symbol an prominenter Stelle aufwies und in dem er dieselben Argumente vorbrachte wie eben Gendron, das "Asow"-Bataillon und andere Rassenextremisten.

Nach seiner schießwütigen Orgie in Buffalo haben es "liberale Linke" und Pseudolinke innerhalb der Sozialisten wieder auf sich genommen, die Konservativen und echten marxistischen Linken  anzugreifen, denen sie vorwerfen, leicht zu beeinflussende junge weiße Männer zu "indoktrinieren".

In ihrem Bemühen, etwa Tucker Carlson bei Fox News dessen Plattform zu entziehen, instrumentalisieren "liberale Linke" sowie linksradikale trotzkistische Pseudolinke und "Demokraten" die Tragödie von Buffalo, um ihm den Amoklauf vorzuwerfen und übersahen dabei großzügig jede Verbindung, die der Schütze durch seine Motive und seine Philosophie mit den ukrainischen Rechtsmilitanten teilte.

Der Rassenhass und die Angst vor einer multirassischen Gesellschaft – wie sie in der von den Mördern von Christchurch und Buffalo vertretenen Theorie des "Großen Austauschs" detailliert beschrieben wird – gehen auf Äußerungen von solchen "liberalen Linken" und einigen Mainstream-Medien zurück, die vor gerade einmal vier Jahren solch einen "Austausch" als denkbar positive Entwicklung dargestellt haben.

Wie in einem Interview von 2018 auf CNN mit Professor Rogelio Saenz, einem Demographen an der Universität von Texas, veranschaulicht wurde, zeigen die Trends auf, dass der Anteil der Latinos in der Bevölkerung von Texas jenen Anteil der weißen Bevölkerung sehr bald übertreffen wird. Die politischen Implikationen, so der Professor, entwickeln sich jedoch langsamer als die tatsächlichen Bevölkerungszahlen. Es gibt eine erhebliche Verzögerung in Bezug auf die demographische Stärke, bis sie sich als politische Macht manifestiert.

Während die "liberale Linke" und Pseudolinke eine solche Entwicklung begrüßt, wirft sie denjenigen, die den Verlust ihrer demographischen Stellung befürchten, vor, Verschwörungstheoretiker zu sein und marginalisiert zugleich deren Sorgen und Befürchtungen, die sie pauschal als hundsgemeinen Rassismus abtun.

In der Folge werden Manifeste von Mördern wie Tarrant und Gendron dann zu einem Schlachtruf für Neonazis weltweit. Das Manifest von Tarrant zog sogar weite Kreise – bis in die Ukraine, wo eine Person unter dem Verdacht festgenommen wurde, das Dokument übersetzt und verbreitet zu haben, wie Newsweek berichtet.

Es liegt eine gewisse Ironie darin, wenn die "liberale Linke" in Amerika das heimischen Nazi-Schreckgespenst beklagt, während sie dasselbe "Asow"-Gespenst als einen Verbündeten in der Ukraine betrachtet und dieses Gespenst aktiv mit Milliarden von Dollar unterstützt – und obendrein auch noch dessen Weltanschauung und Ideologie beschönigt.

Tageslicht ist das beste Desinfektionsmittel, und es ist notwendig, das Böse als das zu erkennen, was es ist – unabhängig davon, wer es wo begeht, sei es auf einem Schlachtfeld in der Ukraine oder auf einer Straße in Amerika.

Nach Kapitulation von ca 2500 Faschisten in Mariupol - VR Donezk verkündet Einnahme von 216 Orten im Donbass

Seit Beginn der Militäroperation haben die Volksmilizen der Volksrepublik Donezk 216 besetzte Orte erobert

Die ca. 2500 gefangenen Asow Faschisten aus dem Stahlwerk von Mariupol haben Tätowierungen, die vom Bildnis des Adolf Hitler über Bandera Abbildungen bis zu SS Runen, Wolfsangeln und vielen Hakenkreuzen reichen.

In weiteren Sequenzen zeigen die Gefangenen ihre Tätowierungen. Zu sehen sind Hakenkreuze, Wolfsangeln und andere nazistische Symbole. Einige der "Verteidiger Mariupols" ließen sich gar Porträts von Adolf Hitler, Stepan Bandera und anderen nationalsozialistischen Größen auf den Körper tätowieren.

Die letzte Sequenz im Video zeigt einen Kämpfer, der sich das Konterfei des russischen Neonazis Maxim Marzinkewich (aka "Tesak") auf den Arm tätowieren ließ. Marzinkewich war weltweit durch Videos bekannt geworden, in denen er Homosexuelle in Fallen gelockt und vor laufender Kamera misshandelt hatte. Er wurde deshalb zu einer langjährigen Haftstrafe verurteilt und beging in Haft Selbstmord.
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In weiteren Sequenzen zeigen die Gefangenen ihre Tätowierungen. Zu sehen sind Hakenkreuze, Wolfsangeln und andere nazistische Symbole. Einige der "Verteidiger Mariupols" ließen sich gar Porträts von Adolf Hitler, Stepan Bandera und anderen nationalsozialistischen Größen auf den Körper tätowieren.

Die letzte Sequenz im Video zeigt einen Kämpfer, der sich das Konterfei des russischen Neonazis Maxim Marzinkewich (aka "Tesak") auf den Arm tätowieren ließ. Marzinkewich war weltweit durch Videos bekannt geworden, in denen er Homosexuelle in Fallen gelockt und vor laufender Kamera misshandelt hatte. Er wurde deshalb zu einer langjährigen Haftstrafe verurteilt und beging in Haft Selbstmord.

"Asow" ergibt sich!!!

Sie wollten nicht sterben – weder für die Fahne, die sie mindestens acht Jahre lang bejubelt hatten, noch für die Idee, für die sie mindestens acht Jahre fieberten. Ein Fieber, weil sie mit diesem "Virus" infiziert worden waren wie mit einer Krankheit.

Diese aus der Gesellschaft gerissenen Menschen wurden zu Serienmördern gemacht. Ihre heilige Religion, sofern vorhanden, wurde ihnen genommen – und ein pervertiertes Pseudo-Heidentum wurde ihnen aufgezwungen. Die Idee des Nationalsozialismus wurde ihnen eingeimpft und diese "Bruderschaft" Gleichdenkender sollte ihnen ihre Familien ersetzen.

Doch mit all dieser Konditionierung gelang es nicht, sie zu solchen Helden zu machen wie die Verteidiger der Festung Brest – die in einem Bunker einen Abschiedsbrief an die Wand schrieben: "Ich sterbe, aber ich ergebe mich nicht" – Solche Helden aus ihnen zu machen, vermochte man auch mit all dieser Konditionierung nicht.

Sie hielten vordergründig die Stellungen nicht aus irgendeinem wie auch immer verstandenen Patriotismus – sondern aufgrund einer Täuschung, die ihnen vorzugaukeln Kiew so gewohnheitsmäßig leicht von der Hand ging: Den Nationalisten wurde immer wieder versprochen, dass sie gerettet werden würden, dass Verhandlungen im Gange seien und dass sie nur noch ein klein wenig durchhalten müssten.

Volksrepublik Donezk will seit Beginn der Militäroperation 216 Ortschaften unter eigene Kontrolle genommen haben

Der Stab der Territorialverteidigung der Volksrepublik Donezk hat am Sonntag auf Telegram mitgeteilt, Stand 22. Mai 216 Ortschaften befreit und unter eigene Kontrolle genommen zu haben. Dies sei dank der Unterstützung der Truppen der Volksrepublik Lugansk und dank der Feuerunterstützung der russischen Streitkräfte möglich geworden.

Hier eine Grafik der seit Beginn der Militäroperation eroberten Orte innerhalb der Volksrepublik Donezk