Der Sprecher des nigerianischen Präsidenten, Garbe Shehu, erklärte: "Alle, die vor einem Konflikt fliehen, haben unter der UN-Konvention das gleiche Recht auf sicheres Geleit – unabhängig von ihrem Pass oder der Hautfarbe." Insgesamt seien rund 6.000 Nigerianerinnen und Nigerianer in der Ukraine.

Die Außenministerin des westafrikanischen Staates Ghana, Shirley Ayorkor Botchwey, betonte hingegen, dass Studierende aus ihrem Land bisher keine Probleme bei der Ausreise hatten. Insgesamt hätten 38 der bisher aus der Ukraine ausgereisten 220 Ghanaerinnen und Ghanaer problemlos die polnische Grenze überquert. Jedoch seien mehr als 460 Landsleute noch auf dem Weg aus der Ukraine in Nachbarländer. 

Demgegenüber hatte Clayson Monyela vom südafrikanischen Außenministerium am vergangenen Sonntag im Kurznachrichtendienst Twitter geschrieben: "Südafrikanischen Studenten und anderen Afrikanern wurde übel mitgespielt an der ukrainisch-polnischen Grenze."

Es studieren Tausende junge Menschen vom afrikanischen Kontinent in der Ukraine. Dabei handelt es sich um Studierende aus Nigeria, Ghana, Kenia, Südafrika, Äthiopien, Somalia und anderen Staaten.

Zudem kommen tausende Flüchtlinge, die vor Wochen noch  über Belarus nach Polen flüchten wollten und die jetzt auch den Weg über die Ukraine versuchen - zumal Belarus und Russland sie nicht aufhält, wo sie die Gebiete kontrollieren. 

Es wird zu beobachten sein, ob ukrainische oder polnische Grenztruppe Flüchtlinge weiterhin selektieren und schwarze Flüchtlinge die Grenze zur EU nicht passieren lassen werden.