Inside Job 9/11 - Die Jahrtausendlüge jährt sich zum 16. Mal 

Auch nach 16 Jahren halten die Machthaber und Mainstreammedien an der Jahrtausendlüge bezüglich der Attentate vom 11. September 2001 in den USA fest.

Dabei ist jedem Mensch mit nur etwas Schulbildung glasklar, dass die offizielle Lügenversion der politischen Klasse im Westen und  der Lügenmedien nicht stimmen kann.   

Aber so wie sich über Jahrhunderte die verordnete  kirchliche Weltsicht hielt, dass die Erde eine Scheibe und keine Kugel zu sein habe, hält sich auch im 21. Jahrhundert eine solche Wissenschaftslüge beharrlich - trotz aller Aufklärung und trotz Internet kann die Lüge weiterhin zu einer Wahrheit verformt werden.

Soviel vorweg - Nicht Osama Bin Laden, der  nachweislich jahrelang für die US Regierung gearbeitet hat, war der Attentäter sondern die Regierung selber hat die Attentate - getarnt als Militärmanöver . selber inszeniert und  so verschleiert und die WTC Türme ohne jeden Zweifel kontrolliert zur Explosion gebracht.

Fortsetzung folgt 

Im Anhang einige  wichtige Dokumente zu den Geschehnissen vom 11. September 2001 

 

KEY EVIDENCE

  1. Rapid onset of destruction,
  2. Constant acceleration at or near free-fall through what should have been the path of greatest resistance,
  3. Numerous eyewitness accounts of explosions including 118 FDNY personnel,
  4. Lateral ejection of multi-ton steel framing members distances of 600 feet at more than 60 mph,
  5. Mid-air pulverization of 90,000 tons of concrete, and large volumes of expanding pyroclastic-like dust clouds,
  6. Isolated explosive ejections 20 to 60 stories below the “crush zone,”
  7. Total destruction and dismemberment of all three buildings, with 220 floors each an acre in size missing from the Twin Towers’ debris pile,
  8. Several tons of molten steel/iron found in the debris piles,
  9. Evidence of thermite incendiaries on steel beams,
  10. Nanothermite composites and iron microspheres found in WTC dust samples.

 

Articles by AE911Truth

The following articles discuss and analyze the evidence for explosive controlled demolition of the Twin Towers and WTC 7. While most of these articles are intended for a general audience, the articles under “Technical Critiques of the NIST Reports” are geared toward readers with greater technical knowledge.

 

World Trade Center Building 7

 

Twin Towers

 

Technical Critiques of the NIST Reports

 

Critique of Popular Mechanics

 

The Psychology of 9/11

 

Table of World Trade Center Tower A Drawings

Table of World Trade Center Tower A Architectural Drawings

Table of World Trade Center Tower A Electrical Drawings

 

Other Technical Articles

 

Peinliches Kanzler-Duell verkam zum Groko- Merkel-Schulz Kungel-Duett

Das Kanzler-"Duell" zwischen Angela Merkel und Martin Schulz verkam zum Kungel-Duell zwischen CDU und SPD, die sich in allen Punkten weitgehend einig sind.

So macht es keinen Unterschied, ob Merkel oder Schulz gewählt wird - zumal beide Kandidaten eine erneute Groko-Kungelkoalition zwischen CDU und SPD nicht ausschliessen wollten.

Obwohl CDU affine Medien die AfD Rassisten  durch CDU nahe Leitmedien salonfähig machten, ist vorerst eine Neuauflage der Großen Koalition wahrscheinlicher als eine CDU- AfD- Rechtskoalition.

Aber auich die Runde der 4 Moderatoren, die ARD, ZDF, Sat 1 und RTL verkörpert haben, wurde  in der ersten Stunde das AfD- Rassisten-Thema "Migration und Flüchtlinge" zum Kernthema des "Duells" gemacht, dass nur der rechtspopulistischen CDU und den AfD- Rassisten nutzt.  

Die beiden Blockparteien der Nationalen Front der Bundesrepublik, die seit  ca. 70 Jahren das Land regieren, machten überdeutlich, dass weder CDU noch die SPD wählbar ist und es hier nur die Wahl zwschen Pest und Cholera gibt.

Das Thema Soziale Gerechtigkeit wurde zum Nebenthema, dass erst nach einer Stunde kurz und grob angrerissen wurde..

Nur nebenbei wird die Digitalisierung und Industrie 4.0 erwähnt, die Millionen Arbeitsplätze überflüssig machen wird und die Allmmacht der Weltkonzerne weiter steigern wird. Zu diesem Thema haben weder CDU noch SPD  irgendwelche Lösungsansätze - eben weil sie  den Konzernen dienen und nicht den Volksinteressen. . 

Statt Klassenkampf gegen Superreiche, Milliardäre und Oligarchen  versuchten die Staats- und Konzernmedien das Thema Rassenkampf und Kullturkampf in den Vordergrund zu stellen.

Auch dies nutzt eher der CDU und der SPD Kandidat Schulz spielte dieses Rechtspopulisten -Spiel mit - ohne groß zu murren. 

Stellenweise stellte er sich sogar  noch feindlicher gegenüber Flüchtlingen und Migranten auf als die Kanzlerin Merkel, die auch die Verlängerung des 16 jährigen Afghanistankrieges für Heroin und Rohstoffe durch Trump mitträgt.

Auch diese kriminelle Pro-Kriegspartei  von Merkel und Schulz wurde kaum besprochen.- Die kriegsgeilen Groko-Kandidaten sollen als wählbar oder gar human erscheinen.

Das Kanzler-Duell war eher ein Duett, dass deutlich machte, dass sich CDU und SPD nach 4 jähriger gemeinsamer Regierungszeit kaum unterscheiden. 

Jedenfalls sind CDU und SPD absolut unwählbar und es bleibt zu hoffen, dass beide Parteien nicht wählbar sind. 

 

 

Assad besiegt in letzter syrischer Hochburg den IS 

Die syrische Regierung hat zusammen mit russischen Kampfverbänden die letzte vom IS gehaltene Stadt eingenommen. 

Mit dem Fall  von Deir ez Zor wird die letzte Bastion des IS, der als quasi Geheimarmee der USA in Syrienkrieg agierte, durch syrische Truppen erobert.

Westliche Staatsmedien udn insbesondere rechtspopulistischen Konzermmedien schweigen sich übert diese kriegsentscheidende Militäraktion weitgehend aus. 

Syrische Regierungskräfte haben die Stadt Deir ez-Zor vom IS eingenommen. 200 IS-Kämpfer kamen ums Leben, Waffen, Bomben und zerstörte Panzerfahrzeuge wurden zurückgelassen. Doch dieser entscheidende Schlag gegen den IS findet, im Gegensatz zum Fall Mossuls, kaum Widerhall in westlichen Medien.

Während syrische Truppen in Deir ez-Zor einzogen, entdeckten sie ein umfassendes Netzwerk von unterirdischen Tunneln.

Diese nutzte die Miliz, um Waffen und Munition zu lagern und Quartiere aufzuschlagen.

Der IS baute ein großes Waffenlager, beachtliche Lebensmittel- und Medizin-Rationen in der Stadt auf. Das russische Außenministerium vermutet in einer Erklärung vom Mittwoch, dass sich die Terroristen auf eine langfristige Verteidigung ihrer Positionen vorbereiteten.

Die syrischen Streitkräfte weisen angesichts von etlichen Funden darauf hin, dass zahlreiche Kämpfer des „Islamischen Staates“ in Deir ez-Zor ursprünglich aus Europa und auch aus Gebieten Russlands und der ehemaligen Sowjetrepublik stammten.

Die eingereichten Daten bestätigen vorherige Geheimdiensterhebungen Russlands.

Die russische Marine tötete beim Einsatz von Kalibr-Marschflugkörpern am Dienstag rund 200 IS-Milizionäre, ergänzte das Verteidigungsministerium in Moskau.

Außerdem wurden „12 Panzerfahrzeuge, darunter vier Panzer, sechs Artillerie- und Mörserstellungen, ein Kommandoposten, ein Kommunikationszentrum und drei Munitionsdepots“ ausgeschaltet.

Vom russischen Verteidigungsministerium veröffentlichte Videoaufnahmen der Luftangriffe zeigen Reste von stark befestigten Stützpunkten. Gewöhnlichen Bodenangriffen konnten die Stellungen dank ihrer zusammenhängenden Schusspositionen standhalten.

Die Spuren der Terroristen, die sich im Versteck verschanzten, sind noch zu sehen. Syrische Soldaten drangen in das Tunnelnetz ein. Sie fanden Waffen, Munition, zahlreiche religiöse Bücher, kleine Möbel und Licht.

Bei der Flucht vor der syrischen Armee hinterließ der IS zahlreiches Kriegsgerät. Die Armee fand laut dem russischen Verteidigungsminister über 100 improvisierte Sprengsätze, Selbstmordgurte und Minen.

Die Marschflugkörper-Angriffe einer russischen Fregatte aus dem östlichen Mittelmeer waren entscheidend beim Entsatz der seit drei Jahren eingekesselten Stadt Deir ez-Zor. Der Angriff verhinderte, dass sich die Milizionäre des „Islamischen Staates“ neuorganisieren und einen Gegenangriff starten konnten. Stattdessen gaben die Angriffe der syrischen Armee Zeit, schnell zur Basis der 137. Brigade in Deir ez-Zor vorzustoßen.

Der russische Präsident Wladimir Putin gratulierte dem syrischen Militär für die erfolgreiche Offensive gegen den „Islamischen Staat“, teilte Präsidentensprecher Dimitri Peskow am Dienstag mit. Die Offensive war „ein strategisch bedeutsamer Sieg für die Befreiung Syriens vom Islamischen Staat“, zitierte Peskow das russische Staatsoberhaupt.

Syrische Armee leitet endgültige Zerschlagung der IS-Miliz ein

Die Einnahme von Deir ez-Zor stellt einen strategischen und symbolischen Sieg von immenser Bedeutung für Damaskus dar. Die Rückeroberung der Stadt erlaubt es Damaskus, nun weitere Gebiete im Osten des Landes zurückzuerobern.Der Verlust von Deir ez-Zor ist die jüngste Niederlage einer ganzen Serie von Rückschlägen für die Extremistengruppe. Im Juli nahmen irakische Truppen die einstige Metropolstadt Mossul im Norden Iraks wieder ein. Die Rückeroberung dauerte neun Monate. Die selbsternannte Hauptstadt des IS Rakka wird gegenwärtig von mit den US-Streitkräften alliierten Kurdenmilizen belagert. Die Turkmenen-Stadt Tel Afer westlich von Mossul fiel im August. Die Verteidigung der Miliz kollabierte und hunderte IS-Kämpfer gingen in Gefangenschaft. Die Stadt fiel in neun Tagen.

Die al-Assad-Regierung kontrolliert rund 40 Prozent des Gesamtgebiets von Syrien. Damaskus ist entschieden, seinen wachsenden Einfluss zu zementieren:

Wenn die Stadt zu einem Ort wird, den al-Assad nutzt, um Angriffe zu starten und sich weiterbewegt, dann eröffnen sich ihm zahlreiche neue Fronten“, sagte der Syrien-Experte der Century Foundation Aron Lund im Gespräch mit dem Magazin Time.

Der Fortschritt in Deir ez-Zor ist ein Hinweis dafür, dass sich der Charakter syrischen Konflikts ändert. Noch im Dezember 2016 kämpfte die syrische Armee mit dem IS um die zentralsyrische Stadt Palmyra. Im gleichen Zeitraum wüteten Kämpfe mit Rebellen im westlichen Syrien. Mit der Etablierung von sogenannten Konflikt beruhigten Zonen in Westsyrien konnte die syrische Armee Kräfte gegen den IS in Zentral- und Ostsyrien sammeln. Es ist nur noch eine Frage der Zeit, dass die Niederlage in Deir ez-Zor zur kompletten Zerschlagung der IS-Kräfte in Syrien und der weiteren Region führt.

 

Nordkorea zündet Wasserstoffbombe, die über den USA explodieren kann  

Nordkorea kann nicht nur Atombomben mit Raketen abfeuern sondern offensichtlich jetzt auch die Wasserstoffbombe, die ein verheerende Sprengkraft von hunderten Kilotonnen hat.

Die Nachricht basiert auf einer Reuters- Meldung. 

Nachdem Mainstreammedien lange Zeit massiv Lügen über Nordkorea verbreitet haben, die die Verhandlungsbereitschaft Nordkoreas unterschlagen hatten, wird jetzt auch wieder  z. B durcfh den rechtspopulistischen "Focus" ein Bedrohungsszenario durch Nordkorea unterstellt, dass sich der erneuten Kolonialisierung durch die USA  erwehren will und deshalb durchaus auch echte Verteidigungsbereitchaft signalisiert.

Erneut hagelt es Programmbeschwerden u a auch gegen die ARD, die die Kooperation Nordkoreas unter bestimmten Bedingungen unterschlagen und den deutschen TV Zuschauer  so nur verzerrt und einseitig unterrichtet. 

So wird in der Regel selbst bei der Talkshow Maybritt Illner im ZDF zum Thema unterschlagen, dass es in den 50 er Jahren schon einmal zu einem Genozid an Koreanern kam,. dem  über 4 Millionen Korreaner nach  der Aggression der  USA gegen das Land zum Opfer fielen .

Zudem wird unterschlagen, dass die USA diesen Krieg gegen Korea nie beendet haben und es sogar  bis heute keinen Friedernsvertrag gibt, den die US Regierungen bis heute  nämlich strikt ablehnen .

Deshalb zeigt Nordkorea Verteidigungsbereitschaft gegen echte  Drohungen und Aggressionen einer atomaren Weltmacht, die das Land nur mit eigenen Atomraketen realisieren kann.

Jüngst fand ein Militärmanöver der USA zusammen mit  Südkorea statt, dass die Nordkoreaner ebenfalls als potentielle Bedrohung wahrnehmen. 

Die nordkoreanische Regierung fordert deshalb auch von der US Regierung Trump eine Garantioe das Land nicht abzufgeifen . Die USA weigern sich diese Garantie abzugeben. Deshalb macht Nordkorea Atomversuche udn Raketenversuche- von denen die USA weit übe3r 10 000 in ihrer Geschichte durchgeführt haben.

Trump wil keine  direkten Gesprräche, weshalb Kim Il Yung  ihn als Trottel bezeichnete. 

Nordkorea stelle alle Komponenten der Wasserstoffbombe im Lande selber her und sei insofern autark. 

Das Know How hat das Land auch deshalb, weil es jahrelanger Verbündeter Chinas und der Sowjetunion war. 

Der Test der Wasserstoffbombe  stellt euine neue Qualität in der Entwicklung der nordkoreanischen Waffentechnik dar. 

 Die chinesische Erdbebenwarte berichtete am Sonntag von zwei Erdbeben der Stärke 6,3 und 4,6 in Nordkorea. Auslöser sei vermutlich eine Explosion.s erste bezeichnete die Erdbebenwarte als "mutmaßliche Explosion", das zweite acht Minuten später als "Einsturz". Das erste Erdbeben ereignete sich um 11:30 , hieß es in einer Erklärung, die  auf der Website der chinesischen Erdbebenwarte veröffentlicht wurde. Beide Erdbeben haben ziemlich ähnliche Eigenschaften. 

Epizentrum des Bebens sei der Bezirk Kilju gewesen, wo das Atomtestgelände liegt, hieß es unter Berufung auf Behörden, wie die südkoreanische Wetterbehörde meldete. Einem Bericht der südkoreanischen Nachrichtenagentur Yonhap zufolgel, könne es sich um den sechsten Atomtest Norkoreas handeln. Die Regierung in Seoul habe eine Sitzung des Nationalen Sicherheitsrats angesetzt.

Wenige Stunden zuvor hatte Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un verkündet, sein Land habe jetzt auch eine Wasserstoffbombe entwickelt, mit der eine Interkontinentalrakete (ICBM) bestückt werden könne.  

Was ist der Unterschied zwischen einer Atombombe und einer Wasserstoffbombe?

Bei einer Atombombe werden große Energiemengen durch die Spaltung von schweren Atomkernen freigesetzt. Dabei kommen bestimmte Isotope von Uran oder Plutonium zum Einsatz. Es gibt also Uran- und Plutonium-Atombomben. Eine Wasserstoffbombe erzeugt Energie hingegen durch die Verschmelzung (“Fusion“) von Wasserstoffatomkernen. Das ist ein völlig anderer physikalischer Prozess.

 

Welche dieser Bomben setzt mehr Energie frei?

Je nach Design und Größe können nukleare Bomben unterschiedlich viel Energie freisetzen. Grundsätzlich kann man jedoch sagen, dass eine Wasserstoffbombe sehr viel mehr Energie freisetzt als eine Atombombe. Wasserstoffbomben sind die stärkere Waffe.

Wie werden Wasserstoff- und Atombomben gezündet?
 
Damit eine Atombombe zündet, muss eine sogenannte kritische Masse des spaltbaren Materials zusammenkommen. Aufgrund dieser Mindestmengen kann man abschätzen, wie viele Atombomben ein Staat theoretisch bauen könnte, wenn man weiß, über wie viel spaltbares Material er verfügt. Bei der Zündung einer Atombombe werden zwei Teilmassen vereinigt, sodass die nukleare Kettenreaktion startet.

Bei der Zündung einer Wasserstoffbombe muss man die gegenseitige Abstoßung der Wasserstoffatomkerne überwinden, damit die miteinander verschmelzen können. Bei ihrer Fusion zu Helium werden dann große Energiemengen und insbesondere sehr viele Neutronen freigesetzt. Bomben, die dahingehend optimiert wurden, dass sie bei möglichst kleiner Sprengkraft möglichst viele Neutronen freisetzen, werden als Neutronenbomben bezeichnet.

Um eine Wasserstoffbombe zu zünden, wird zunächst eine Atombombe gezündet, die den zu fusionierenden Wasserstoff umgibt. Dies wiederum wird durch eine chemische Explosion eingeleitet. Der Bau einer Wasserstoffbombe ist also sehr viel schwieriger als der einer Atombombe.

Die Medienmacht der PR Agenturen - Jörg Becker klagt Medien an

Reflexionen des Politikwissnschaftles Jörg Becker über die Untergrabung der Demokratie durch vier mächtige PR- Agenturen

Medien im Krieg - Rezension 

Zeitungsverleger, Medieninhaber und Medienbetreiber sehen sich in ihrer Sonntagsrhetorik gerne als Wächter der Demokratie. Doch dieser Anspruch ist nichts anderes als dreist. Erstens gibt es in keiner journalistischen Redaktion verbindliche Statuten, die den Journalisten Freiräume gegen ihre Chefs garantieren. Und zweitens wären unsere Medien nur dann wirklich eine vierte Gewalt, wenn sie plural und umfassend sowie kontrovers berichteten und ein breites, repräsentatives Meinungsspektrum vorhielten. Doch genau das tun sie nicht.

Stattdessen fallen sie auf Kampagnen herein und lassen sich vor den Karren von Partikularinteressen oder Konzerninteressen spannen, erläutert der Politikwissenschaftler Jörg Becker im Interview mit Jens Wernicke für das aktuelle Buch "Lügen die Medien? Propaganda, Rudeljournalismus und der Kampf um die öffentliche Meinung“. Becker meint: Die Macht manipulativer PR, die sich auch und insbesondere der Medien bemächtigt, ist inzwischen so groß, dass sie die Demokratie infrage stellt.  

In der Tat sind viele PR-Agenturen inzwischen übermächtig geworden und lenken als ein gewichtiger Akteur die Geschicke der Welt aus dem Hintergrund mit.

Konkret beherrschen vier gigantische PR-Verbundsysteme die gesamte Welt von Werbung, Public Relations, Medien und Consulting.

Im Grunde kann jeder sie für jeden denkbaren Zweck anheuern: einen Präsidenten stürzen, die blutige Niederschlagung eines Aufstandes aus den Medien heraushalten, einen von langer Hand beabsichtigten und geplanten Krieg endlich lostreten, indem man ihn auf manipulativste Art und Weise der Bevölkerung „schmackhaft“ macht, und so weiter.

Wer sich noch an den Begriff „Jubelperser“ erinnern kann, der kursierte, als bei der großen Anti-Schah-Demonstration im Juni 1967 von der iranischen Regierung bezahlte Krawallmacher mit Latten auf Linke einschlugen, der sollte zur Kenntnis nehmen, dass heute selbst seriöse PR-Agenturen NGOs und Bürgerinitiativen eigenständig gründen und Demonstranten für jede x-beliebige Demonstration anmieten. Hauptsache, der Auftraggeber zahlt. Die PR-Agenturen nennen dieses Vorgehen „Astroturfing“ und täuschen hierdurch das Aufkommen sozialer Bewegungen und Kommunikation von unten vor. Über diese neue Lobbyingstrategie gibt es inzwischen sogar wissenschaftliche Fachliteratur.

Unter den PR-Gruppen ist Omnicom weltweit und eindeutig die mächtigste im Geschäft. Mit einem Jahresumsatz von geschätzten 20 Milliarden Euro ist sie in New York ansässig. Der zweite wichtige Akteur ist die englische WPP-Gruppe mit einem geschätzten Jahresumsatz von 14 Milliarden Euro und 160.000 Mitarbeitern in 200 Büros und 108 Ländern.

Zur französischen Gruppe Publicis, dem global drittwichtigsten PR-Akteur, gehören zum Beispiel die Firmen Leo Burnett Worldwide, Saatchi & Saatchi und Publicis Pixelpark. Unter Leitung von Maurice Lévy in Paris hat diese Gruppe 77.000 Mitarbeiter und erwirtschaftet einen Jahresumsatz von fast 10 Milliarden Euro.

An vierter Stelle schließlich rangiert die Interpublic Gruppe in New York mit einem Umsatz von sieben Milliarden Euro und den Werbeagenturen McCann Erickson, Weber Shandwick und FCB.

Nun, zunächst einmal sei der Hinweis erlaubt, dass allein die Jahresumsätze dieser Agenturen den Staatshaushalt sehr vieler Staaten übertreffen. Doch ein großer Teil der Macht dieser Agenturgruppen ist gar nicht monetärer, sondern politischer Natur. Denn die Chief Executive Officers dieser Agenturen sind essentialer Bestandteil westlicher Elitenetzwerke – man sieht und trifft sich, beispielsweise auf dem jährlichen Weltwirtschaftsforum in Davos.

So ist zum Beispiel Lévy, CEO von Publicis, gleichzeitig Präsident der französischen Arbeitgeber und sitzt in den USA im Beirat des mächtigen Council on Foreign Relations. Ex-Außenminister Dietrich Genscher war gleichzeitig sowohl Ehrenvorsitzender des Beirats der PR-Agentur Consultum Communications als auch Ehrenvorsitzender des Aufsichtsrats der PR-Agentur WMP Eurocom. Und der frühere Berliner SPD-Stadtentwicklungssenator Peter Strieder arbeitet gegenwärtig als Seniorberater der PR-Agentur Ketchum Pleon.

Während WMP Eurocom beispielsweise im Auftrag der türkischen Regierung das Türkeibild in der deutschen Presse aufhübschen sollte, hatte Ketchum Pleon es zum Beispiel übernommen, für die russische Regierung ein positives Russlandbild in den deutschen Medien herzustellen.

 Es gibt hier keinen Unterschied mehr zwischen einer „normal“ westlichen, der russischen oder der chinesischen Regierung. Lassen Sie mich dazu vielleicht einige Beispiele geben und diese dann einordnen und bewerten. Als erstes Beispiel fällt mir die linke Regierung unter Jonas Savimbi in Angola ein, die 1985 das US-amerikanische Consulting-Unternehmen Black & Manafort unter Vertrag genommen hatte, ihr eigenes Image in den USA zu verbessern.

Ich kann aber auch an den rechten Jörg Haider denken, den früheren Landeshauptmann von Kärnten und in den neunziger Jahren einer der wortgewaltigsten Rechtspopulisten in Europa. Er ließ sich von der US-amerikanischen PR-Agentur des 2015 verstorbenen Peter D. Hannaford beraten, der dem konservativen Flügel der republikanischen Partei angehörte und enger Berater von Ronald Reagan war.

Seit China und Russland Mitglieder der WTO sind, also seit 2001 respektive 2012, und sich damit dem globalen kapitalistischen Handelssystem angeschlossen haben, arbeiten auch sie unter anderem mit großen, westlichen PR-Firmen zusammen. Russland vergab seinen ersten großen Auftrag an eine westliche PR-Firma im Jahr 2006. Und zwar in Höhe von zwei Millionen US-Dollar an GPlus Europe in Brüssel, eine Tochterfirma von Ketchum, um Russlands Image als Gastgeber des G8-Gipfels in St. Petersburg zu verbessern.

Dieselbe Agentur war für Russland auch während des Georgienkrieges im Sommer 2008 tätig – wohingegen Georgien während dieses Krieges von der Agentur Aspect Consulting betreut wurde. Das Medienergebnis dieses Wettstreits zweier Agenturen ist bekannt: Aspect war „besser“ als GPlus, sodass das Medienbild „Russischer Bär überfällt kleine Demokratie“ bei den Rezipienten haften blieb.

Im Sommer 2008 gab es im Übrigen zwischen zwei weiteren westlichen PR-Agenturen ein Hauen und Stechen um die globale mediale Vorherrschaft bei der Interpretation zweier anderer Konflikte. Da ging es zum einen im Vorfeld der Olympischen Spiele in China im März 2008 um Berichte über chinesische Repressionen gegen tibetische Demonstranten in Lhasa und den vermeintlich deswegen von interessierter Seite erwünschten Olympia-Boykott in China. Und da ging es zum anderen um die Olympischen Spiele selbst.

Auf der Seite der pro-tibetanischen und anti-chinesischen Aktivisten standen zahlreiche NGOs, darunter auch die sogenannten „Reporter ohne Grenzen“, deren Medienaktivitäten von der Werbeagentur Saatchi & Saatchi gemanagt werden. Auf der chinesischen Seite war die PR-Agentur Hill & Knowlton, die die Spiele zu verherrlichen suchte. Wiederum war der Medienrezipient lediglich Spielball von zwei miteinander konkurrierenden westlichen Agenturen, erhielt jedoch weder über Tibet noch über China, geschweige denn über die realen Interessen und Konflikte im Hintergrund irgendwelche Realinformationen.

Erstens gibt es eine historische Dimension. Zur selben Zeit, als Marx und Engels im „Manifest der kommunistischen Partei“ vom Ende der „nationalen Selbstgenügsamkeit“ und der „Entwicklung eines allseitigen Verkehrs“ sprachen – also über Globalisierung redeten –, gründete sich 1864 in den USA mit dem Unternehmen von J. Walter Thompson die weltweit erste Werbeagentur, die in der WPP-Gruppe noch heute existiert. Mit anderen Worten: Gegenüber Spätzündern wie Russland und China haben westliche Länder im Werbe- und PR-Sektor einen Erfahrungsvorsprung von rund 150 Jahren.

Zweitens muss man nüchtern festhalten, dass die internationalen russischen und chinesischen PR-Kampagnen reaktiver und nicht aktiver Natur sind. Ein russischer TV-Sender wie Russia Today etwa ist chronologisch und kausal nur als Reaktion auf viele sogenannte bunte Revolutionen in Osteuropa wie zum Beispiel in der Ukraine oder in Georgien zu begreifen, die mit vielen Hunderten von Millionen US-Dollar – etwa von der Soros-Stiftung oder der National Endowment for Democracy – aus den USA finanziert wurden.

Dasselbe gilt für China. Der englische TV-Sender CCTV-9 aus China begann seinen Sendebetrieb im Jahr 2009, nachdem die für die chinesische Regierung tätige US-amerikanische PR-Agentur Hill & Knowlton die weltweite Imagekampagne für die Olympischen Spiele 2008 in den Sand gesetzt hatte und weltweit gehässige Bilder und Texte über die Spiele die internationale Medienszene beherrschten.  Chinas Antwort auf deren Versagen im Sommer 2008 war dann das englischsprachige CCTV-9.

Lassen Sie mich exemplarisch zwei besonders krasse Fälle hervorheben, in denen PR-Agenturen Krieg und Terrorismus angeheizt haben. Erstens: Mitten im Bosnienkrieg, genauer gesagt am 15. August 1992, veröffentlichte die New York Times eine ganzseitige, also riesige Anzeige der drei wichtigsten jüdischen Verbände in den USA, nämlich des American Jewish Committee, kurz AJC, des American Jewish Congress, ebenfalls in Kurzform AJC, und der Anti-Defamation League, kurz ADL. Wo alle ernstzunehmenden jüdischen Stimmen von der Einzigartigkeit von Auschwitz sprechen, behaupteten nun auf einmal drei große jüdische Verbände, dass sich im Bosnienkrieg Auschwitz ein zweites Mal ereigne.

Was war geschehen? Befragt nach seinem größten PR-Erfolg bei der Vermarktung der Kriegsinteressen der Regierung von Bosnien und Herzegowina, antwortete 1992 James Harff von der US-amerikanischen PR-Agentur Ruder Finn, dass es seiner Agentur gelungen sei, mit dieser Anzeige „die Juden auf unsere Seite zu ziehen“. Namentlich machten die drei Verbände „die Serben“ für ein zweites Auschwitz verantwortlich. Damit wurde Auschwitz zu einer jederzeit von PR-Agenturen käuflichen Ware verwandelt und in den übelsten Dreck gezogen, um jemand anderen mit der stärksten Waffe, die man im Westen kennt, zu verteufeln, ihn zu entmenschlichen, einen Krieg gegen ihn nicht nur gutzuheißen, sondern diesen gar zur befreienden „Pflicht“ zu erklären.

Beckers zweites Beispiel ist, bitte entschuldigen Sie meine heftige Sprache, leider genauso ekelhaft. Nach Recherchen des Bureau of Investigative Journalism vom Februar 2016 hatte die britische PR-Firma Bell Pottinger von 2007 bis 2011 Kontrakte mit dem Pentagon in Höhe von 540 Millionen US-Dollar und im Jahr 2006 einen anderen Vertrag über 120 Millionen US-Dollar. Bell Pottinger produzierte erstens negative TV-Werbung über Al-Qaida, zweitens Nachrichtenmaterial, das so aussehen sollte, als sei es von arabischer Hand gemacht, und stellte drittens Fake-Videos her, die von Al-Qaida stammen sollten. Diese Filme auf CD, die nach einem Bombardement abgeworfen wurden, enthielten einen Code, der an Bell Pottinger eine Rückmeldung schickte, wann und wo die CDs abgespielt worden waren.

Andere Stimmen zur sogenannten " Lügenpresse" 

Seit Jahren geistert der Begriff "Lügenpresse" durch das Land. Im Jahr 2014 wurde er sogar zum "Unwort des Jahres" gekürt, wobei die auf diese Weise versuchte Stigmatisierung dieses Ausdrucks das Faktum sinkenden Vertrauens der Bürger in die Medien nicht aus der Welt zu schaffen vermag. Lügen die Medien? – Dieser Frage widmet sich ein gleichnamiges Buch, das am Freitag im Westend-Verlag erschienen ist. Herausgeber Jens Wernicke sprach dafür mit Journalisten, Wissenschaftlern, Medienkritikern und Stimmen aus der Zivilgesellschaft.

Zu Wort kommen die Wissenschaftler Noam Chomsky, Daniele Ganser, Rainer Mausfeld, Uwe Krüger, Jörg Becker, Michael Walter, Erich Schmidt-Eenboom, Klaus-Jürgen Bruder und Kurt Gritsch. Außerdem haben die Journalisten Walter van Rossum, David Goeßmann, Ulrich Teusch, Volker Bräutigam, Ulrich Tilgner, Stephan Hebel, Werner Rügemer und Eckart Spoo mit Wernicke Fragen rund um die Medienverdrossenheit erörtert. Mit Maren Müller, Hektor Haarkötter, Sabine Schiffer, Gert Hautsch, Rainer Butenschön, Markus Fiedler und Daniela Dahn runden wichtige Stimmen aus der Zivilgesellschaft das Potpourri ab.

Herausgekommen ist ein Kompendium der Medienkritik, das sich unter verschiedenen Blickwinkeln mit der Medienlandschaft auseinandersetzt. Wernicke spricht von einer "Kernschmelze des Vertrauens" der Menschen in die Medien und beruft sich dabei unter anderem auf die Studie des Edelman Trust Barometers 2017.

Eine umfassende und vielstimmige Medienkritik tue daher not, betont Wernicke auch gegenüber RT Deutsch. Es gehe darum, den Bürgern die erforderlichen "intellektuellen Waffen" an die Hand zu geben, um zu erkennen, was wirklich geschieht. Und diese Debatte müsse notfalls eben erzwungen werden. Schließlich befänden wir uns heute "mitten im Informationskrieg", wie der Schweizer Historiker und Publizist Daniele Ganser in dem Buch konstatiert. Das würden immer mehr Menschen erkennen und sozusagen aufwachen:

Diese wachen Menschen lehnen Kriegspropaganda ab und versuchen, sich ein eigenes Bild von der Welt und den politischen Ereignissen zu machen, zum Beispiel indem sie verschiedene alternative Medien konsumieren. Es ist heute wichtig, zu verstehen, dass die Massenmedien in diesem laufenden Informationskrieg benutzt werden, um die Menschen zu lenken und zu steuern.

Daniele Ganser: Illegale Kriege - Deutschlands völkerrechtswidriger Einsatz in Syrien

 

Der Einbindung hiesiger meinungsführender Journalisten in transatlantische Think Tanks und Netzwerke widmete der Medienwissenschaftler Uwe Krüger mit "Meinungsmacht" bereits vor vier Jahren ein eigenes Buch. Im Gespräch mit Wernicke geht Krüger darin der Frage auf den Grund, warum den Medien nicht zu trauen ist. In Hintergrundkreisen, elitären Vereinen, Think Tanks, exklusiven Konferenzen und an anderen Orten vertraulicher Begegnung finde ein Abgleich der Perspektiven statt. Dieser lasse Journalisten oft zu Politiker-Verstehern werden, die die Fragen des Publikums nicht mehr stellen:

Eine solche 'Verantwortungsverschwörung', wie ich es zugespitzt nenne, sah man in jüngster Zeit bei Themen wie Ukraine und Russland, Griechenland und Schuldenkrise sowie bei der so genannten 'Flüchtlingskrise': Journalisten im Gleichklang mit der Regierung gemeinsam gegen Putin, Syriza, Pegida, oft ohne ernsthaft die Perspektiven und Interessen dieser Herausforderer unseres Establishments zu spiegeln und die Gültigkeit ihrer Argumente zu erörtern.

Die Macht im Hintergrund: PR-Agenturen

Politikwissenschaftler Jörg Beck wirft hingegen einen kritischen Blick auf das Wirken von PR-Agenturen. Diese seien inzwischen übermächtig geworden und lenkten die Geschicke der Welt aus dem Hintergrund mit. "Konkret beherrschen vier gigantische PR-Verbundsysteme die gesamte Welt von Werbung, Public Relations, Medien und Consulting". Jeder könne diese für jeden denkbaren Zweck anheuern:

Einen Präsidenten stürzen, die blutige Niederschlagung eines Aufstandes aus den Medien heraushalten, einen von langer Hand beabsichtigten und geplanten Krieg endlich lostreten, indem man ihn auf manipulativste Art und Weise der Bevölkerung 'schmackhaft' macht, und so weiter.

Laut empirischen Studien stammen nahezu zwei Drittel aller in den Medien verbreiteten Meldungen aus Pressestellen von privaten und öffentlichen Institutionen oder PR-Agenturen und werden demnach nicht selbstständig recherchiert:

80 Prozent aller Nachrichten in den Medien stützen sich auf lediglich eine einzige Quelle, die sich bei weiteren Recherchen dann als ebenjene Pressestelle entpuppt, die die Meldung in Umlauf gebracht hat.

Um die innere Pressefreiheit ist es schlecht bestellt

Das Buch kommt auch auf einen weiteren wichtigen Punkt in Sache Pressefreiheit zu sprechen, der oftmals unbeachtet bleibt: Die innere Pressefreiheit in den Redaktionen. In seinem Vorwort zitiert Wernicke den ehemaligen Spiegel-Mitarbeiter Harald Schumann, laut dem es – wie er am eigenen Leib erfahren musste – in der deutschen Presse gang und gäbe sei,

dass Chefredakteure oder Ressortleiter ihren Untergebenen sagen, was sie zu denken haben, dass Vorgaben gemacht werden, was sie recherchieren dürfen und was nicht, und dass viele junge Kollegen daran gehindert werden, überhaupt kritische Journalisten zu werden, weil ihre Vorgesetzten das gar nicht wollen.

Journalist Rainer Butenschön kommt in diesem Zusammenhang auf den Tendenzschutzparagraphen zu sprechen. Dieser räumt den Eigentümern eines Medienunternehmens das Recht ein, die politische Tendenz der Berichterstattung zu bestimmen. Redakteure und Journalisten können mit einer Betriebsvereinigung dazu verpflichtet werden, Inhalte einer bestimmten politischen Sichtweise zu produzieren. Sich nicht an die vorgegebene Linie zu halten, ist ein Kündigungsgrund. "Kein Angestellter ist so leicht auf die Straße zu setzen wie ein Redakteur", so Butenschön, der zu einem vernichtenden Fazit kommt:

Um es kurz zu machen: Innere Pressefreiheit gibt es nicht. Macht und Ohnmacht sind im Medienbetrieb auf verschiedene Rollen verteilt. Das gilt es im Interesse der Zukunftsfähigkeit unserer Gesellschaft nicht länger zu ignorieren.

Der Filmemacher Markus Fiedler, der sich kritisch mit Wikipedia auseinandergesetzt hat, gibt in diesem Zusammenhang zu Bedenken, dass jeder Journalist, Autor und Redakteur auch eine Familie zu ernähren hat. "Und jeder weiß: Wenn er zu viel nachforscht in Themenbereichen, die unbequem für die herrschenden Eliten sind, dann ist er seinen Job los. Will man das? Nein!" Die Folge sei eine Anpassung an vorgegebene Linie.

Das Mauscheln mit den Mächtigen

In ihrer Bereitschaft, das Weltbild transatlantischer neoliberaler Eliten zu vermitteln, hätten die Leitmedien jedes Maß verloren, befindet der Professor für Allgemeine Psychologie, Rainer Mausfeld. Das habe zur Folge, dass die Medien Fakten, die nicht in dieses Weltbild passen, immer hemmungsloser verschweigen oder verzerren:

So erschaffen sie medial eine gesellschaftliche und soziale Realität, in der die wichtigsten Fragen gar nicht erst vorkommen und die tatsächlichen Konflikte vernebelt und verschleiert werden.

Die Erdoganisierung der Merkel-Republik - Jahrelange Haftstrafe für Anti G 20 - Protestler

Wegen Wurf einer Flasche  zu 2,5 Jahren verurteilt, die er garnicht geworfen haben will. Linkspartei sprich von Angriff auf Grundrechte

Zuerst war von einem Demonstrant mit Rasta-Locken die Rede  - doch der Angeklagte trug solche nicht. 

Die Abbau der Bürgerrechte und der Ausbau des Polizeistaates seit 9/11 macht sich auch hierzulande immer derutlicher bemerkbar. 

Drastische Urteile im Erdogan- Stil sollen Anti G 20 Aktivisten und Gliobalisierungskrirtiker kriminalisieren.  

Nach angeblichen  Flaschenwürfen soll der junge Niederländer Peike S. für 31 Monate ohne Bewährung  hinter Gitter. Richter beruft sich auf verschärfte Gesetze also auf die  Politilk, die Demonstranten zunehmend bekämpft. 

Als ein Justizbeamter Peike S. am Montagmorgen in Handschellen aus dem Untersuchungsgefängnis ins Gericht bringt, brandet Applaus auf. Mehr als 60 Sympathisanten sind gekommen, um ihn zu unterstützen.

Der junge Niederländer im roten Kapuzenpulli winkt den Zuschauern zu. Lächelt. Die Zuschauer johlen, und sie klatschen zurück. Mehrfach wird sich dieses Anti -Polizeistaat- Szenario am Montag wiederholen.

Peike S. war sehr zuversichtlich, zumal Beweise fehlen. Angeklagte, die wie er wegen eines Angriffs auf Polizeibeamte in Hamburg vor Gericht standen, hatten bisher keine allzu harten Strafen zu befürchten. Doch nach sechsstündiger Verhandlung steht fest: Auf mildeund angemessene Urteile können sich (linke) Aktivisten in Zukunft besser nicht mehr verlassen.

Politisch aufgeladen ist der Prozess gegen Peike S. ohnehin – es ist die erste Verhandlung im Zusammenhang mit den Ausschreitungen während des G20-Gipfels.

Dutzende Sympathisanten aus der linken Szene haben sich am Montag im und am Strafjustizgebäude versammelt. Vor dem Gericht halten Aktivisten der Kampagne "United we stand" Transparente in die Höhe und verteilen Flugblätter. Bei den Anklagen, heißt es da, handele es sich um eine "politische Machtdemonstration des Apparats".

Die Internationale Solidarität der Linken steht. r

Peike S. war bisher nicht  einmal vorbestraft - Das Urteil soll Kritik am globalen Kriegskapitalismus offensichtlich unterdrücken. 

Im Mittelpunkt des ersten Prozesses steht Peike S., ein bisher nicht vorbestrafter 21 Jahre alter Mann aus Amsterdam. Er äußert sich nur "zur Person", nicht aber zu den Vorwürfen.

Er habe mal als Fahrer für einen Essens-Lieferdienst gejobbt und sich zuletzt in seiner Heimatstadt als Koch für Bedürftige verdingt, sagt er.

Zum G20-Gipfel sei er nach Hamburg gekommen, um seine Mitstreiter in den Camps zu bekochen. Die Zubereitung veganer Gerichte hatte Peike S. beim niederländischen Volxküchen-Pendant "Kollektief Rampenplan" gelernt. Doch ums Kochen allein ging es ihm offenbar nicht.

Am 6. Juli 2017, dem Tag vor dem Gipfel, sollen die Berliner Bereitschaftspolizisten Oliver M. (30) und Mario K. (34) die linksautonome "Welcome to Hell"-Demonstration am Fischmarkt begleiten.

Nachdem die  friedliche Demo wegen zweier schwarzer Blöcke ohne Not willkürlich von der Polizei aufgelöst wird, kommt es  als Reaktion darauf zu Krawallen, Spontanaufzüge bilden sich. Teilweise können such Spitzekl der Staastsmacht dabei als Autonome verkleidet wie auch einst  in Heiligendamm 2007 im Einsatz gewesen sein. Dafür gibt es Indizien.  

Der verletzte Polizist nahm Peike S. selbst fest

"Wir hörten polizeifeindliche Parolen wie ,Hass, Hass, Hass wie noch nie' oder ,All cops are bastards'". Plötzlich habe er einen Schlag gegen den Helm verspürt und gehört, wie eine Glasflasche zersplittert sei. "Ich drehte mich um und sah, wie der Angeklagte eine weitere Flasche auf mich warf." Den ersten Wurf gegen den Kopf hatte sein Kollege Mario K. beobachtet. Die zweite Flasche erwischte Oliver M. am Bein. Doch wie will man vermummte Demonstranten genau erkennen?

Der Aktivist bestreitert jeden Wurf mit Steinen.  

Als er den Täter habe festnehmen wollen, habe der Widerstand geleistet, indem er "eine Embryonalstellung einnahm und sich verkrampfte", sagt Oliver M. Aufgefallen sei ihm zudem, dass Peike S. an diesem warmen Juli-Abend Handschuhe getragen habe.

"Vielleicht hat er die Handschuhe getragen, weil er als Koch große, heiße Töpfe tragen musste", sagt seine Verteidigerin.

Flaschen habe ihr Mandant nicht geschmissen. "Ich gehe von einer Verwechslung aus."

Auch deshalb, weil die Beamten den Flaschenwerfer vor Gericht als "Mann mit Rasta-Zöpfen" bezeichnet hätten – einen derartigen Haarschmuck habe ihr Mandant aber gar nicht getragen. Ganz anders bewertet die Staatsanwältin den Fall – sie fordert 21 Monate Haft. Eine Bewährungsstrafe komme – auch aus generalpräventiven Gründen – nicht in Betracht. Zur Verteidigung der Rechtsordnung und zur Abschreckung potenzieller Täter sei eine "spürbare Strafe" nötig.

Richter Krieten verweist auf verschärfte Gesetze

Amtsrichter Johann Krieten folgt ihr weitgehend – nur das sein Urteil mit zwei Jahren und sieben Monaten Haft sogar noch deutlich härter ausfällt. "Dies ist nicht der Tag, um törichte Forderungen nach harten Urteilen zu erfüllen ", sagt Krieten – ein Seitenhieb auf Bürgermeister Olaf Scholz (SPD), der möglichst hohe Strafen für Gipfel-Gewalttäter gefordert hatte.

Das Gericht habe allein das Tatgeschehen zu würdigen, so Krieten. Der Richter begründet das Urteil mit einer Gesetzverschärfung zum Schutz von Amtsträgern bei Diensthandlungen. Der Strafrahmen sei Ende Mai wegen überaus milder Urteile in der Vergangenheit heraufgesetzt worden. Und Gerichte hätten sich mit ihren Entscheidungen vor jene Menschen zu stellen, die vom Gesetzgeber ausdrücklich unter Schutz gestellt worden seien.

Der Protest gegen das Urteil lässt nicht lange auf sich warten. "Sollten die Richter_innen in den anstehenden weiteren Verfahren ebenfalls derart hohe Strafen verhängen, wäre das ein besorgniserregender Angriff auf die Grundrecht", sagt Martin Dolzer, justizpolitischer Sprecher der Linksfraktion in der Bürgerschaft. Die strafrechtliche Aufarbeitung der G20-Krawalle geht schon am heutigen Dienstag weiter: Vor dem Amtsgericht muss sich ein Pole (24) unter anderem wegen Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz verantworten.

 

 

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