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Wie der Kolonialismus wurde die Sklaverei nur scheinbar beendet.

Neokolonialismus und Neo-Sklaverei sind in der Welt nach wie vor an der Tagesordnung.

Am 23. August wird jeden Tag der UN -Tag gegen Sklaverei gefeiert- doch die Wirklichkeit sieht anders aus. 

Auch die "Freiheitsliebe" berichtete entsprechend. 

Laut internationalen Studien handelt es sich beim Menschenhandel, wie ein Bericht der UN und der jüngsten Studie der EU deutlich machen, um den stärksten Wachstumsbereich in der Kriminalität. In den Jahren 2008 – 2010 stieg die Zahl der Menschenhandelsopfer in der EU um 50% auf 9528 Betroffene.

Das sind lediglich die Hellfelddaten, die Zahlen der Frauen, Männer und Kinder, die sich zur Anzeige bei den Strafverfolgungsbehörden entscheiden. Die Dunkelziffer dürfte ungleich höher sein und wird von der UN für Europa mit  880.000 angegeben.

Die Zahl der verurteilten Menschenhändler ging gleichzeitig um 13 % von 1534  für 2008 auf 1339 im Jahr 2010 zurück.

 

Die International Labour Organization (ILO) schätzt die Gewinne aus dem Handel mit Menschen auf 31 Milliarden Dollar pro Jahr, Tendenz steigend! Einer der größten Bereiche ist die Prostitution vor allem auf den sogenannten Straßenstrichs finden sich immer mehr Opfer von Menschenhandel, das bedeutet allerdings natürlich  nicht das alle Prostituierten Opfer von Menschenhandel sind.

 

Es ist eine Schande, dass bis heute in Form von Menschenhandel noch immer eine moderne Form der Sklaverei millionenfach betrieben wird.

Dass sich die Bundesregierung mitschuldig macht, indem sie einen wirksamen Opferschutz verweigert, ist ein menschlicher und politischer Skandal“, so Annette Groth, menschenrechtspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE.


Dass es von Menschenhandel in Deutschland weibliche Migrantinnen besonders betroffen sind, macht das Magazin “Menschenhandel heute” in einem lesenswerten Beitrag deutlich, der den Zusammenhang von restriktiver Migrationspolitik und Menschenhandel deutlich macht: “Menschenhandel hat verschiedene Ursachen. Wenngleich nicht alle Opfer von Menschenhandel Migrantinnen oder Migranten sind, besteht ein enger Zusammenhang zwischen Menschenhandel und Migration. Zentrale Ursachen sind das wirtschaftliche Ungleichgewicht zwischen Herkunfts- und Zielländern sowie die gesellschaftliche Ungleichheit innerhalb der Herkunftsländer. Betroffene entscheiden sich häufig zur Migration, um ihren Lebensunterhalt und den ihrer Familien zu sichern oder sich neue, existenzsichernde Perspektiven zu erarbeiten.

Traditionelle Geschlechterrollen im Herkunftsland verstärken besonders bei Frauen den Wunsch auszuwandern. Denn oft werden Frauen dort beim Zugang zu Bildung, Ausbildung und Arbeitsmarkt diskriminiert. Sie sind besonders von Einschnitten in die sozialen Rechte betroffen und Gewalt in Nahbeziehungen und am Arbeitsplatz ausgesetzt.”

 

http://diefreiheitsliebe.de/gesellschaft/24-millionen-menschen-werden-jedes-jahr-verkauft-tag-zur-erinnerung-an-skalvenhandel

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