Auch in der EU wird deutsche Groko weitergestrickt - Sozi Timmermanns wird wohl Kommissionspräsident 

Um die Nachfolge von Junckers als EU Kommissionspräsident ohne viel Macht zeichnet sich ein ebenso machtloser Kandidat  mit dem Sozi Timmermanns als neuen EU Kommissionspräsidenten von Merkels Gnaden ab. 

Damit ist der Kandidat der Konservativen Weber endgültig gescheitert.  
Er muss sich mit dem Posten des Parlamentspräsidenten ohne echte Mehrheit begnügen. 

Offensichtlich soll die Machtbalance innerhalb der Groko in Berlin  auch für die  Machtsymmetrie in Brüssel fortgeschrieben werden  - obwohl beide ehemaligen Volksparteien nicht mal 50 % der Wählerstimmen zusammen erreichten.

Zusammen erreichten SPD und CDU/CSU gerade mal ca. 45 % bei 60 % iger Wahlbeteiligung also zusammen nur etwa ein Drittel der EU Wähler.  Das war eine historische Klatsche der ehemaligen Volksparteien .  

Der französische militante Präsident Emmanuel Macron und andere Staats- und Regierungschefs hatten Weber als Kommissionschef abgelehnt, obwohl die EVP bei der Europawahl im Mai stärkste Kraft wurde. 

Gegen den Sozialdemokraten Timmermans gibt es aber Widerstand einiger rechtspopulistisch regierter östlicher EU-Länder. Ein  ungarischer Orban- Regierungssprecher hatte am Samstag erklärt, weder Timmermans noch Weber seien für die vier Visegrad-Staaten Ungarn, Tschechien, Slowakei und  Polen akzeptabel.

Den ganzen Sonntag über sollte noch verhandelt werden, bevor um 18.00 Uhr der Sondergipfel beginnt.

 

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