Wiedervereinigung gescheitert - Ca 3 bis 5 Millionen Ost-Flüchtlinge seit 1989 

Bevölkerungstechnisch ist die sogenannte Deutsche Einheit gescheitert .

Während es 1989 noch etwa 16, 5 Mio. DDR Bürger in den heutigen neuen Bundesländern gab. leben da nach aktuellen Zahlen nur noch etwa 13,5 Mio. Menschen.

Damit sind in den 30 Jahren deutscher Einheit mehr Menschen aus dem Osten ezwa 3 Millionen Menschen geflüchtet bzw weggezogen als zu DDR Zeiten.

Man kann über den Terminus " Flüchtlinge" streiten . Da er aber in der deutschen Wissenschaft so pauschal auch für DDR  Ausreisende - auch vor dem Mauerbau - benutzt wird, wird hier aus Gründen der Gleichbehandlung und der Objektivität  auch hier so verwendet. 

Die Einwohnerzahl  erreicht den Stand von 1905  und es entsteht viel Platz für notwendige Zuwanderung. 

Würde man die aus demWesten zugezogenen Neu-Ost-Bürger abziehen, könnten es sich auch um geschätze 5 Millionen ehemaliger DDR Bürger oder mehr  als " Flüchtlinge" handeln.  

Es ist ein starker Kontrast: In Ostdeutschland ist die Einwohnerzahl auf den Stand von 1905 zurückgefallen. In Westdeutschland leben dagegen so viele Menschen wie nie zuvor. Das zeigt eine Studie des ifo-Instituts.

1905 - wie auch heute - lebten etwa 13,6 Millionen Menschen in Ostdeutschland. In Westdeutschland sind es dagegen mehr als 68 Millionen Menschen.

"Die Einwohnerzahlen beider Landesteile driften trotz Wiedervereinigung nahezu ungebremst auseinander. Die anhaltende Wucht der deutschen Teilung wird bis heute in der Öffentlichkeit völlig unterschätzt. Dieser Aspekt wird häufig übersehen und bedarf besonderer politischer Berücksichtigung“, sagte Studienautor Felix Rösel.

In Dresden und Leipzig leben momentan jeweils etwa 550.000 Einwohner. Wenn sie wie der Westen gewachsen wären, wären es heute Millionenstädte, so Rösel.

Deutsche Teilung für Entwicklung verantwortlich

Die Forscher erklärten, dass Ost und West sich nach der Teilung Deutschlands nach dem Zweiten Weltkrieg unterschiedlich entwickelt hätten. Zuvor sei die Entwicklung nahezu identisch gewesen.

„Der ländliche Raum im Osten ist infolge der deutschen Teilung regelrecht ausgeblutet", sagte Rösel. Von 1949 bis zum Mauerbau 1961 hätte es eine regelrechte Massenflucht aus Ostdeutschland gegeben. Sie ist aber geringer als die Fluchtwelle seit 1989.  

Ebenso hätte die Region in den 60er und frühen 70er Jahren keine Gastarbeiter bekommen.  Das stimmt zwar  nicht so ganz, denn es gab beispielsweise Vietnamesen - aber lassen wir es mal dahingestellt.  

Und auch nach der Wende sei es zu einer weiteren Abwanderung gekommen.

Das müsse von der Politik heute noch immer berücksichtigt werden. Gerade der ländliche Raum in Ostdeutschland müsse nach Ansicht des Forschers gefördert werden. Man müsse "den sozialen Zusammenhalt sowohl in den Städten als auch in der Fläche fördern", so Rösel. 

Umso unverständlicher ist die Tatsache,. dass die AfD Rassisten mit 21 % erstmals stärkste Partei in Brandenburg sind und die Linkspartei das Monopol als systemkritische parlamentarische  Protestpartei endgültig verloren hat. 

 

 

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