Ca. 300 000 Gelbwesten machen  mit linken Forderungen gegen das Macron Regime mobil - Brutaler Polizeiterror 

Veranstalter melden in Frankreich in der 12. Woche der Massenproteste  290 000 bis 300 000 Teilnehmer bei den sogenannten Gelbwesten-Demonstrationen, die ein klar linkes Programm erarbeitet haben udnverfolgen . Dazu gehört eine angemessene Existenzsicherung genauso wie eine angemessene Mindesrente und sogar Einkommensobergrenzen für Politiker  auf Facharbeiterniveau und für Manager der Top Wirtschaft.  

Nach Angaben französischer Polizeikreise seien es allenfalls ca. 50 000 Teilnehmer gewesen. Aber diese unterschiedlichen Angaben gehören immer wieder zum Spiel der Offiziellen. 

Die zunehmend  brutale und unverhältnismässig gewalttätige Polizeigewalt steht im Fokus der Kritik der Organisatoren der landesweiten Manifestationen. 

Zersplitterte Kiefer, abgerissene Hände oder eben Erblindungen – bei den Protesten der Gelbwesten in Frankreich kommt es immer wieder zu heftiger Gewalt. Polizei und Demonstranten beschuldigen sich gegenseitig. In der Kritik steht besonders der Einsatz einer bestimmten Polizeiwaffe. 

An diesem zwölften Protest-Wochenende machten die Demonstranten vor allem auf das Schicksal der Menschen aufmerksam, die bei den zum Teil gewaltsamen Protesten verletzt wurden - nach offiziellen Zahlen rund 1700 Demonstranten und 1000 Polizisten. Die Kritik der Demonstranten richtet sich vor allem gegen den Einsatz von Hartgummigeschossen, den LBD (Lanceur de balle de défense).

Das ist eine sogenannte nicht-tödliche Waffe, die aussieht wie ein Gewehr und mit einem Zielfernrohr ausgestattet ist. In Deutschland werden die Gummigeschosse nur von Spezialkommandos in Hessen und Sachsen eingesetzt – auch bei den Ausschreitungen auf dem G-20-Gipfel kamen sie zum Einsatz. Schießen dürfen die Polizisten nur auf den Köper und die Beine, dennoch ist es durch die Geschosse in Frankreich  zuletzt immer wieder zu schweren Kopf- und Augenverletzungen bei Demonstranten gekommen.

Der vergangene Woche während einer Demonstration schwer am Auge verletzte „Gelbwesten“-Anführer Jérôme Rodrigues wurde mit Applaus begrüßt, als er zu der Kundgebung erschien.

Frankreichs Innenminister Christophe Castaner verteidigt den Einsatz der LBD als notwendigen Schutz der Sicherheitskräfte.

 Jérôme Rodrigues wollte alles genau dokumentieren. Zeigen, dass von seinen Leute, den Gelbwesten, keine Gewalt ausgeht. Bei der Demo am vergangenen Samstag hatte er sich deshalb eine sogenannte Körperkamera umgebunden. Als er damit auf dem Bastille-Platz in Paris ankam, war die Lage bereits angespannt. Tränengas lag in der Luft, gepanzerte Polizisten verfolgten eine Horde von Randalierern – ohne gelbe Westen wohlgemerkt. Plötzlich ertönt ein Knall, dann filmt die Kamera in den Himmel. Rodriguez liegt verletzt am Boden.

 

 

„Ich musste vier Stunden operiert werden. Der Augapfel war von vorne nach hinten gerissen und musste genäht werden. Heute kann ich nicht sicher sein, dass ich auf dem Auge je wieder sehen kann.“

Erzählte Rodrigues später in einer Videobotschaft, mit drastischen Worten:

„Das sind Kriegsverletzungen, die wir heute erleiden.“

Für den in sozialen Netzwerken durchaus bekannten Gelbwestler ist die Sache klar:

„Ich bin sicher, dass ich Opfer einer doppelten Attacke geworden bin. Zunächst mit einer Tränengasgranate, danach mit einem Schuss aus einem Hartgummi-Gewehr vom Typ LBD40.“

„Die LBD40 müssen verboten werden“

Es sind genau diese beiden Waffen, bei den Demonstrationen der vergangenen Wochen von der Polizei massenhaft eingesetzt, die in Frankreich aktuell für heftige Diskussionen sorgen. Besonders durch die in den meisten Ländern, wie auch in Deutschland, kaum verwendeten Gummigeschosse, wurden viele Demonstranten und sogar vermeintlich Unbeteiligte teils schwer verletzt: zersplitterte Kiefer, abgerissene Hände oder eben Erblindungen waren längst keine Einzelfälle. Nicht nur Vertreter der Gelbwesten oder der linken Opposition haben die Hartgummi-Waffen deshalb ins Visier genommen:

„Sie haben sich als extrem brutal und heftig erwiesen, dazu angetan, Menschen zu verstümmeln. Die LBD40 müssen verboten werden. Sie sind trotz aller Einschränkungen bei der Benutzung extrem gefährlich“, forderte Sophie Maza, Anwältin bei der Liga für Menschenrechte.

Das oberste Verwaltungsgericht des Macron Regimes  sah das anders und hat einen Eilantrag zum Verbot der  menschenverachtenden Gummigeschosse Ende der Woche zurückgewiesen.

Jérôme Rodrigues will mit anderen, die bei Demonstrationen verletzt wurden, nun in Paris unter anderem dagegen auf die Straße gehen.

 

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