IZ History: ÖVP Partner Strache FPÖ mit damaligen  Nazikontakten 

Straches Verbindungen zur Neonazi-Szene

Fotos, Polizeiprotokolle und Gerichtsakten der damaligen Zeit belegen, dass Strache aus dem radikalsten Teil der Neonazi-Szene kommt.  Zum Jahreswechsel 1989/90 hatte er an einer Kundgebung der neonazistischen Wiking-Jugend teilgenommen, die zu den gewaltbereitesten Gruppierungen der deutschen Neonazi-Szene zählte.

Ein Mitglied dieser Gruppierung ist für den schlimmsten Terror-Anschlag der deutschen Nachkriegsgeschichte verantwortlich: Am 26. September 1980 hatte eine Bombe auf dem Münchener Oktoberfest 13 Menschen getötet und mehr als 200 Menschen schwer verletzt. Viele von ihnen wurden nie mehr gesund, blieben an den Rollstuhl gefesselt und auf fremde Hilfe angewiesen.

Als Täter wurde ein Mitglied der Wiking-Jugend ausgeforscht: Der 21-jährige Geologiestudent Gundolf Köhler, der ein Hitlerbild über seinem Bett hängen hatte. Drei Wochen nach dem Oktoberfest-Anschlag passierten die nächsten Morde von einem Mitglied der Wiking-Jugend: Der jüdische Verleger Shlomo Levin und seine Lebensgefährtin Frida Poeschke fielen (nach Stand der polizeilichen Ermittlungen) einem Anschlag von Uwe Behrendt zum Opfer, der auf seiner Flucht unter ungeklärten Umständen erschossen wurde. Auch zahlreiche weitere Wikinger standen vor Gericht und wurden verurteilt – unter anderem wegen Totschlags und schwerer Körperverletzung.

Die neonazistische Kundgebung der Wiking-Jugend an der innerdeutschen Grenze Ende 1989 war keineswegs so harmlos, wie Strache das darzustellen versucht. Aufgrund des hohen Gewaltpotenzials der Neonazi-Gruppierung war die Kundgebung vom Landratsamt Fulda untersagt worden. Die Wikinger aber hielten sich nicht an das Verbot. Vielen von ihnen waren dort.

Um den Sturm auf eine Synagoge zu verhindern, wurden 21 Nazi-Demonstranten in neunstündige Verwahrungshaft genommen – darunter Heinz-Christian Strache, seine Verlobte Gudrun Burger (Tochter des Südtirol-Terroristen und NDP-Gründers Norbert Burger) und der spätere Autor der Gründungsfestschrift von Norbert Hofers Marko-Germania zu Pinkafeld.

Strache tat und tut alles, um seine damaligen Neonazi-Kontakte zu verheimlichen. Man kann davon ausgehen, dass sich an seiner Taktik nichts ändern wird. Zugegeben wird nur, was durch Fotos, Dokumente, Gerichtsakten, Polizeiprotokolle oder Zeugenaussagen beweisbar ist.

Details und Belege findet ihr in Hans-Henning Scharsachs neuem Buch „Stille Machtergreifung – Hofer, Strache und die Burschenschaften“. Ab sofort im Buchhandel erhältlich.

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