Rebellion bei "Aufstehen" - Mitglieder fordern mit einer Resolution Basisdemokratie statt Top-Down-Regie

Nachdem mehrere Aufstehen-Gruppen auf Facebook mehr Demokratie von unten einforderten, wurde ihnen die Zertifizierung und damit die offizielle Zugehörigkeit zur Sammlungsbeweegung "Aufstehen" entzogen.

Betroffen sind bisher die Gruppe "Aufstehen Ruhrpott" und die Gruppe "Aufstehen Merzig Saarlouis", die von Admins wie Daniel Reitzig und Marcel Bauer entmachtet wurden. Andere Aufstehen Gruppen wie "Aufstehen Berlin-Brandenburg" oder "Aufstehen bundesweit inoffiziell" wurden nie "zertifiziert".  

Neben einem dubiosen SAMT Team in Berlin , dass vom Büro Sevim Dagdelen  ( Linke MdB) aus die Bewegung "Aufstehen" steuert,  gibt es ein hiervon gesteuerten SMT bzw. Social Media Team.  Bei SAMT koordiniert Rüdiger Göbel die Bewegung. 

Zudem finden Montag abends um 18.30 Uhr eine Internetkonferenz statt, wo besprochen wird, "wie die Säuberungswelle in den sozialen Netzwerken fortgesetzt werden soll", so der Wortlaut eines Insiders.  Daniel Reitzig führt als Sozialdemokrat  im Kampf gegen marxistische Linke auch hier das Wort. 

Besonders im Saarland hatte Oskar Lafontaine ein 6 köpfiges Lenkungsteam von oben ohne Zustimmung der Basis installiert.

Die Sammlungsbewegung „Aufstehen“ hat eine erste Entscheidung zu ihrer Organisationsform im Saarland getroffen. An der Spitze steht seit vergangener Woche ein sechsköpfiges Lenkungsteam, das landesweite Aktionen und Veranstaltungen organisieren soll.

Dem Gremium gehören zwei Gewerkschafter, ein Abgeordneter der Linken und drei Mitarbeiter der Linksfraktion im Landtag an. Dies sind der Geschäftsführer der Gewerkschaft Nahrung Genuss Gaststätten (NGG) im Saarland, Mark Baumeister, der Landesvorsitzende der Eisenbahn- und Verkehrsgesellschaft (EVG), Ralf Damde, der Parlamentarische Geschäftsführer der Linksfraktion, Jochen Flackus, sowie die Fraktionsmitarbeiter Martin Sommer, Dennis Bard und Curly-Sue Stachel. Somit hat sich Oskar Lafontaine, Initiator der Sammelbewegung, über die Fraktionsvertreter großen personellen Einfluss auf die Spitze der Bewegung gesichert.

Lafontaine hatte das Team ganz am Ende der rund zweistündigen Auftaktveranstaltung von „Aufstehen“ vor einer Woche in Saarbrücken-Burbach vorgestellt. Er ließ die rund 300 Unterstützer nicht über seinen Personalvorschlag abstimmen, sondern betrachtete ihn mit den Worten „Ich sehe keine Riesenprotestwelle“ als angenommen.

Das Lenkungsteam werde sich bald zusammensetzen, die Zusammenarbeit besprechen und dabei auch beraten, ob es zu einzelnen Feldern Sprecher geben werde, sagte Martin Sommer, der Pressesprecher der Linksfraktion ist und an den Vorbereitungen des Auftakts beteiligt war. Inhaltliche Entscheidungen würden bei Aufstehen demokratisch auch durch das Computerprogramm „Polis“ getroffen.

Oskar Lafontaine sagte, es solle innerhalb der Bewegung nicht von oben herab entschieden werden. Alle seien zur Mitarbeit aufgerufen, es gebe keinen hauptamtlichen Apparat, alles werde ehrenamtlich gemacht. Es gebe „in bescheidenem Umfang Spenden“. Als Beispiel für Aktionen nannte er das Vorhaben, den Kampf der Beschäftigten der Neuen Halberg Guss zu unterstützen, schrieb  die Saarbrücker Zeitung. 

Inzwischen haben selbst Rechtsreformer und  krasse Gegenspieler von Lafontaine  als Antilinke wie Lutze den Weg als Mitglieder in die offizielle Saarland-Gruppe gefunden.  Aber auch andere Führungskader und Lafontaine-Gegenspieler der Linkspartei Saar wie Herbert Widdemann, Andreas Naumann und auch Martin Sommer spielen bei Aufstehen Saar inzwischen eine führende Rolle.     

Deshalb wurde von Aufstehen Aktivisten wie Addy Loch  mit Unterstütztung von Frank Abbas jetzt eine Resolution für das Saarland zur Abstimmung gestellt.

Resolution
an Oskar Lafontaine und Sahra Wagenknecht persönlich:
Alle die wir diese Resolution erhalten haben, stimmen dieser Resolution im folgenden Punkt für Punkt zu und bestätigen dies deutlich durch unsere Unterschrift:
Wir alle haben uns nur im Vertrauen und mit der Zuversicht Aufstehen angeschlossen, da wir den sogenannten Volksparteien, aber auch allen anderen Parteien in Deutschland nicht mehr vertrauen können, dass sie wieder zurück zu einer Politik finden werden, die die allgemeinen sozialen Interessen unser überwiegenden Bürger in den Vordergrund rücken – dies auch von ihnen nicht gewollt ist! Doch Aufstehen wurde genau dazu gegründet, aber auch, um eine neue und zwingend notwendige Entspannungspolitik für den Erhalt von Frieden zu schaffen! Auch ist es Sinn und Zweck von Aufstehen wieder für eine neue und ehrliche Beziehung mit Russland – unter sofortiger Abschaffung der destruktiven Sanktionen gegen Russland – einzutreten und diese ausbauen! Des weiteren muss Deutschland künftig die unsäglichen und völkerrechtswidrigen Waffenlieferungen in alle Kriegs – und Spannungsgebiete – wie u.a. der Türkei und Saudi Arabien, etc. sofort beenden! Von deutschem Boden darf nie wieder Krieg ausgehen!
Doch alle wir Aufsteher/innen nehmen aber auch die von Sahra und Oskar mehrfach medial geäußerten Versprechen an alle Aufsteher/innen sehr ernst und auch sehr wörtlich, dass also Aufstehen einmalig sein wird, indem bei Aufstehen – im Gegensatz zu allen Parteien - nur rein nach demokratischen Gesichtspunkten, also von unten nach oben gesteuert ablaufen wird! Das heißt dann aber auch, dass alle Entscheidungen, für Organisation, insbesondere alle Personalien – auch für ehrenamtliche Positionen, jeglicher Art, die für das bundesweite Aufstehen, aber auch für Aufstehen in den jeweiligen Bundesländern von Belang sind ausschließlich und nur von allen Aufsteher/innen nach Basis – demokratischen Grundsätzen abzuhalten, bzw. zu wählen sind!
Somit lehnen wir jegliche elitäre Vorgehensweisen, die einem Diktat von oben nach unten gleichzusetzen sind kategorisch ab!
Dass wir durch die Saarbrücker Zeitung vom 29.11.2018, mit dem Titel:
Sammelbewegung
Wie sich Lafontaine bei „Aufstehen“ im Land Einfluss sichert https://www.saarbruecker-zeitung.de/…/wie-sich-lafontaine-b…
bezüglich dieses bereits installierten „Lenkungsteam“ durch Oskar Lafontaine somit vor vollendete Tatsachen gestellt wurden, entspricht dem krassen Gegenteil dessen, was uns in Aufstehen wie unter Nummer 1 und 2 deutlich hervorgehoben Oskar, aber auch von seiner Frau Sahra Wagenknecht und weiteren Gründungsmitgliedern mehrfach unmissverständlich zugesichert wurde!
Hier wurde von Oskar unter völliger Missachtung genau diese demokratischen Grundsätze und ohne auch nur den Versuch einer demokratischen Wahl unter allen anwesenden
Aufsteher/innen bei der Gründungsveranstaltung in Saarbücken – Burbach im Saarland durchzuführen, elitär, also von oben nach unten dieses „Lenkungsteam“ installiert! Dieses „Lenkungsteam“ besteht zudem aus 2/3 von Personen, die der Linksfraktion Saar angehören und somit direkt unter Oskar Lafontaine als der amtierende Fraktionsvorsitzende stehen! Auf die Thematisierung zu der so entstandenen persönlichen Machtabsicherung für Oskar Lafontaine hierzu durch die SZ wollen wir hier aktuell nicht näher Bezug nehmen!
Wir alle erwarten und fordern Oskar Lafontaine auf, zum Wohl und dem künftig gewünschten Erfolg für Aufstehen insgesamt, öffentlich zu erklären, dass dieses hier jetzt elitär zustande gekommene „Lenkungsteam“ von Oskar nur als ein vorübergehend - provisorisches Lenkungsteam installiert wurde, damit dieses seine einzige Aufgabe darin sieht, kurzfristig eine Wahlveranstaltung zu organisieren, bei dieser dann Basis – demokratisch das zukünftige „Lenkungsteam“ von allen anwesenden Aufsteher/innen demokratisch gewählt werden wird!
Darüber hinaus bitten wir Oskar Lafontaine, dafür zu sorgen, dass zu einer diesbezüglichen Wahlveranstaltung – unter Einbeziehung aller Aufsteher/innen im Saarland – auch wirklich sehr kurzfristig eingeladen wird, damit sich zunächst aus dem Kreise aller dann anwesenden Aufsteher/innen JEDER/JEDE auch selbst zur Wahl stellen kann, sodass dann direkt im Anschluss auch von allen Aufsteher/innen in den jeweiligen Wahlgängen gewählt werden kann!
Wir als Aufsteher/innen wünschen auch für alle künftig anstehenden Entscheidungen, jeglicher Art, dass mit dementsprechender zeitlicher Vorankündigungen alle diese dann zur Abstimmung, bzw. zu dementsprechenden Wahlen eingeladen wird! Es ist nicht hinzunehmen, dass einige Wenige über die Köpfe aller Aufsteher/innen hinweg Entscheidungen getroffen werden! Nur Basis – demokratische Verhaltensregeln innerhalb von Aufstehen führen uns zum gemeinsamen Erfolg!
Nur so erhalten wir ein Aufstehen, mit dem sich dann auch alle Aufsteher/innen identifizieren können und sich auch jede einzelne Person unter uns angekommen und mitgenommen fühlen kann!
Jedenfalls als reine Mehrheitsbeschaffer – egal für welchen Zweck – haben wir uns Aufstehen nicht angeschlossen und möchten auch nicht als solche instrumentalisiert werden!
Entweder gibt es ein gemeinsames Aufstehen für alle, wo alle Mitglieder/innen von Aufstehen gleichberechtigt sind, oder Aufstehen wird sich letztlich als Flop erweisen, was wir uns alle nicht wünschen!
Abschließend noch ein sehr treffender Leserbrief der SZ vom 02.11.2018 von Stefan Rixecker St. Ingbert:
https://www.saarbruecker-zeitung.de/lafontaine-konterkarier
Hier die Unterschriften aller Personen, die sich dieser Resolution hier anschließen!
Vorname:

 
Ja, ich bin für die Resolution
Stimmen für diese Option
 
 
Nein, ich bin gegen die Resolution
Stimmen für diese Option
 

   

 

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