Antisemitismus: BILD-Redakteur bejubelt Reiseverbot für Jüdin nach Kiew 

BILD-Redakteur jubelt: Ukraine verweigert jüdisch-russischer Journalistin Einreise zu OSZE-Konferenz

 
 
BILD-Redakteur jubelt: Ukraine verweigert jüdischer RT-Journalistin Einreise zu OSZE-Konferenz
 
Selfie von jüdisch-russischer Journalistin Paula Slier kurz vor ihrer Abschiebung durch ukrainische Grenzbeamte, 26. Juni 2018.
 
Die Ukraine hat der jüdischer Nahost-Korrespondentin Paula Slier und Rossija-24-Moderator Jewgeni Primakow die Einreise verweigert. Beide Journalisten wollten zur OSZE-Medienkonferenz über Pressefreiheit in Kiew. Die OSZE kritisiert, BILD bejubelt die Entscheidung.

Die Einreisen der RT-Journalistin und des Moderators von Rossija 24 sollen laut Darlegung der Kiewer Regierung eine "Bedrohung für die Sicherheit der Ukraine" darstellen.


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My deportation papers - saying that in accordance with law regarding border control, the State of decided to ban my entrance.

RT-Chefredakteurin Margarita Simonjan kommentierte via Twitter, dass der RT-Korrespondentin in Israel, Paula Slier, die Einreise in die "europäische" Ukraine verwehrt worden sei, "wo sie auf einer OSZE-Konferenz über die Presse- und Medienfreiheit sprechen wollte […]".
 

Нашего израильского собкора Полу Слиер не пустили в Цеевропу, куда она ехала выступать на конференции ОБСЕ по свободе прессы и СМИ.

Дорогое ОБСЕ! Вы б еще марш в поддержку евреев догадались в Киеве провести.

Der OSZE-Beauftragte für Medienfreiheit, Harlem Desir, erklärte, er bedauere, dass den beiden Journalisten Jewgeni Primakow und Paula Slier, die für russische Medien arbeiten, die Einreise in die Ukraine verweigert worden sei:

Ich betone, dass alle OSZE-Teilnehmerstaaten auf die Freizügigkeit für Journalisten innerhalb der Region setzen sollten.

 

I regret that journalists working for Russian media - Evgeny Primakov & @PaulaSlier_RT - were reportedly denied entry to Ukraine. I reiterate that all OSCE p.States should facilitate free travel for journalists across the region. See previous communique: http://www.osce.org/fom/117092 

 
BILD-Redakteur Julian Röpcke bejubelte wiederum die Entscheidung der ukrainischen Regierung und legte zugleich dar, was er von Meinungsfreiheit wirklich hält:
Zuvor hatte das Außenministerium in Moskau die Mitgliedsländer der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) und des Europarates dazu aufgerufen, die Entscheidung Kiews zu verurteilen.

Die Verwaltung des Hohen Kommissars der Vereinten Nationen für Menschenrechte hatte bereits im Dezember 2017 auf die "beunruhigende Tendenz" zur Ausweisung ausländischer Journalisten aus der Ukraine aufmerksam gemacht und dazu aufgerufen, Beschränkungsmaßnahmen sorgfältiger zu prüfen.

Allein im Jahr 2015 entzog Kiew 115 russischen Medienschaffenden, darunter auch einer Reporterin von RT Deutsch, die Akkreditierung bei ukrainischen Behörden. Ebenso verbot die Ukraine die Ausstrahlung der größten russischen TV-Sender.

 Nachgefragt: Warum schweigt „Die Linke“ zu den inhaftierten Journalisten in der Ukraine?

Das russische Außenministerium bezeichnete die Handlungen Kiews als Verletzung der Medienfreiheit und rief die OSZE, die EU und die USA dazu auf, Eingriffe in die Pressefreiheit durch die ukrainische Regierung zu verurteilen. Zudem verwies das Ministerium auf die doppelten Standards des Westens gegenüber der Ukraine und deren eklatanten Verstößen gegen die Pressefreiheit. Die NGO "Reporter ohne Grenzen" hat sich bisher nicht zu dem Vorfall geäußert

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