Kruzifixe: CSU Rechtspopulisten wollen Kruzifixe in allen Schulen - Versteckter CSU Rassismus benachteiligt Muslime weiter 

Die CSU Rechtspopulisten, die auch den Bundesinnenminister stellen, wollen Kruzifixe in allen bayrischen Behörden und Schulen im Eingangsbereich aufstellen. Gleichzeitig haben CSU Rechtspopulisten  das Kopftuch als religiöses Symbol der Muslime im öffentlichen Raum immer wieder abgelehnt. 

"Der Islam gehört nicht zu Deutschland" - mit diesem Satz hatten in den vergangenen Wochen immer wieder bayerisch-rechtspopulistische Politiker provoziert. Allen voran CSU-Chef Horst Seehofer  und sein Nachfolger als Ministerpräsident, Markus Söder. Deutschland sei durch das Christentum geprägt, hieß es. Dabeio leben bis zu 5 Mio. Muslime in Deutschland. 

Damit es daran auch keine Zweifel gibt, sollen ab Juni in allen bayerischen Behörden Kreuze hängen. Das hat das Landeskabinett beschlossen. "Im Eingangsbereich eines jeden Dienstgebäudes im Freistaat ist als Ausdruck der geschichtlichen und kulturellen Prägung Bayerns deutlich wahrnehmbar ein Kreuz als sichtbares Bekenntnis zu den Grundwerten der Rechts- und Gesellschaftsordnung in Bayern und Deutschland anzubringen", teilte die Staatskanzlei nach einer Kabinettssitzung mit. Die allgemeine Geschäftsordnung sei entsprechend geändert worden.

"Das Kreuz ist das grundlegende Symbol der kulturellen Identität christlich-abendländischer Prägung", hieß es weiter. Die Neuerung gilt "für alle Behörden des Freistaats Bayern ab dem 1. Juni 2018". Den Kommunen, Landkreisen und Bezirken werde empfohlen, "entsprechend zu verfahren".

Heftige Kritik an der Entscheidung kam aus der FDP. Deren Parteichef Christian Lindner schrieb auf Twitter, wie die CSU "Religionen permanent für die Parteipolitik instrumentalisieren", erinnere ihn "geradezu an Erdogan".

Nachdem jahrelang die politische Klasse der USA, die durch Christenfundamentalisten stark beeinflußt ist, mit der Erfindung der Al Kaida durch den CIA und später mit der klammheimlichen Unterstützung des IS in Syrien, den Islam als terroristisch und  als böse diffamierte um das Christentum wieder  eine  Sinnhaftigkeit zu geben, glauben jetzt auch Rechtspopulisten wie Söder und Seehofer in Deutschland und Europa das Christentum  in den öffentzlichen Raum re-installieren zu müssen - obwohl laut  Grundgesetz  der Grundsatz von Staat und Religion gilt. Die Verfassungsfeindlichkeit der CSU ist auch deshalb zu überprüfen. 

Heute haben Rechtspopulisten oftmals nicht mehr den Juden als Feind.. Selbst Nazis wie Le Pen in Frankreich oder die AfD in Deutschland verabschieden sich vom Antisemitismus und bauen stattdessen auf die Islamfeindlichkeit. 

So versuchen sie wie schon Hitler im 3. Reich ihren Rassismus so zu verstecken, dass er auch Menschen in der " Mitte der Gesellschaft" erreicht. 

Während in den  30 er Jahre Konservative und Nazis das Feindbild " Jude" schürten, befeuern heute immer mehr  Erzkonservative, Rechtspopulisten und Neonazis hinter  versteckter Religionskritik das Feindbild " Islam und Muslime". 

Auch Hitler hatte sich nicht als "Negerhasser" oder Feind von "Schlitzaugen" rassistisch öffentlich geäussert sondern als Judenfeind also als Religionskritiker.  So hatte schon Adolf Hitler seine Rassismus versteckt und  religionskritisch  verpackt. 

Vielmehr hat Hitler mit Japaneren sogar kooperiert - genauso übrigens wie mit  dem Papsttum, mit dem er einen Konkordatsvertrag schloß. 

Selbst der Zentralrat der Juden bezeichnet die Aufstellung  der Kruzefixe in Schulen als sinnlos und fragwürdig. Offensichtlich geht es um Rassismus, der sich hinter Religionskritik versteckt.   

Rechtsprofessoren sehen die religiös-politische Neutralität des Staates  beschädigt. Das Land soll  wohl so  auch als christlich-abendländisch definiert  und geprägt werden, während man gleichzeitig Muslime ausgrenzt.

Die Islamfeindlichkeit wird immer mehr zum Antisemitismus des 21. Jh. 

Gleichzeitig predigen CDU- und CSU- Rechtspopulisten unter dem  Deckmantel des islamophoben Rassismus einen Anti-Antisemitismus, der in Wahrheit ebenfalls dem Schüren der Islamfeindlichkeit als verdeckten Rassismus dient.

So fordern CSU-Rechtspopulisten immer wieder ein Kopftuchverbot  also eines Religionssymbols für Muslime.

Unionspolitiker haben ein Kopftuchverbot für Mädchen unter 14 Jahren gefordert. Bundesinnenminister und CSU-Chef Horst Seehofer sagte am Montag in München, er hielte dies prinzipiell für sinnvoll. Auch Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet sowie CDU-Vize Julia Klöckner schlossen sich in Berlin der Forderung des nordrhein-westfälischen Integrationsministers Joachim Stamp (FDP) und der Integrationsbeauftragten in NRW, Serap Güler (CDU), an.

Der Vorsitzende des Islamrats für die Bundesrepublik Deutschland, Burhan Kesici, kritisierte hingegen am Wochenende: »Kopftuchzwang und Kopftuchverbot schlagen in dieselbe Kerbe: Beide entmündigen Musliminnen.« Auslöser der Debatte ist die Ankündigung der österreichischen Regierung von vergangener Woche, Kindern das Tragen von Kopftüchern in Kindergärten und Grundschulen verbieten zu wollen.  

Wehret den Anfängen. 

Es ist durchsichtig. CDU Demagogen und Medien predigen  und schüren unter dem Deckmantel des islamophoben Rassismus scheinheilig Anti-Antisemitismus. Auch dieses Verhalten dient in Wahrheit dem Schüren vom mehr Islamfeindlichkeit. 

 

  

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