Querfront gegen den Islam formiert sich . Das Schicksal von Juden lässt grüßen   

Alice Schwarzer sendete Grußwort - Pseudolinks-antideutscher Wertmüller von "Bahama" sprach - Rechtsradikaler Wild war ebenso dabei 

Ausgerechnet im Fall Anis Amri dessen Attentat sich am Berliner Breitscheidplatz jährte, formiert  sich eine Querfront von links bis rechts gegen den Islam - obwohl ausgerechnet der Fall Anis Amri auch eine  säkulare Verwicklung und gar Steuerung von Behörden und Geheimdiensten in den Terroranaschlag verkörpern und darstellen konnte.  

Das hindert die Veranstalter einer Demo  in Berlin aber  nicht daran, den Islam pauschal unter generalverdacht zu stellen - ganz im Sinne von AfD Rechtspopulisten und Rassisten, die sich an dieser Demo beteiligten.

Die Veranstalter kritisieren die Berichterstattung über den Fall. aber nicht in der Form, dass die Zusammenarbeit von Behörden und Geheimdiensten nicht ausreichend herausgearbeitet wurde sondern weil angeblich " der islamische Charakter des Attentates verschwinde".

Diese eindeutig AfD und rechtspopulistisch gedrehte Kritik hinderte  bestimmte prozionistische  und antideutsche " Linke" nicht daran im Stile von Querfrontfans sich an dieser  pro-rassistischen Veranstaltung zu beteiligen. 

Ähnlich wie beim Antisemitismus der Hitlerfaschisten gegen Juden versteckt sich  der Rassismus der Rechtspopulisten ( auch von links) hinter Religionskritik und Religionsbashing. 

Die notwendige Debatte über die ideologischen Motive des Täters wird weiterhin mit einem Tabu belegt“, hieß es im Aufruf; mit dem offiziellen Mahnmal werde „die islamistische Ideologie des Täters zum Verschwinden gebracht“.  

Mehrere Abgeordnete der Partei hatten sich in die vorderen Reihen der wenigen Hundert Leute großen Kundgebung gemischt, darunter Landesschatzmeister Frank-Christian Hansel, Martin Trefzer aus Treptow-Köpenick und der Pankower Herbert Mohr. Auch der im Sommer aus der Abgeordnetenhausfraktion ausgeschlossene Rechtsaußen Andreas Wild zählte zu den Gästen, dazu zahlreiche weniger bekannte AfDlerInnen aus verschiedenen Kreisverbänden.

Der AfD-Politiker Andreas Wild bleibt vorerst aus der Fraktion seiner Partei im Berliner Abgeordnetenhaus ausgeschlossen. Der Verfassungsgerichtshof des Landes wies einen Antrag Wilds auf einstweilige Anordnung ab, wie das Gericht später mitteilte.

Damit wollte der Abgeordnete erreichen, dass er vorläufig wieder zur Mitarbeit in der AfD-Fraktion zugelassen wird - bis grundsätzlich über seinen Antrag auf Wiederaufnahme entschieden ist. Dieses Hauptsacheverfahren (VerfGH 130/17) sei noch anhängig, so das höchste Berliner Gericht.

Rechtsextremist Wild provozierte wiederholt udn er war selbst der AfD zu rechtsradikal.  Bevor er AfD Mitglied wurde war er CDU Mitglied. 

Wild ist bekennender Unterstützer des thüringischen AfD-Landessprechers Björn Höcke, der dem völkischenSpektrum der AfD zugeordnet wird.[8] Nach dessen Rede im Ball- und Brauhaus Watzke im Januar 2017, die von Wissenschaftlern und Journalisten mit den Reden der Nationalsozialisten verglichen wird, erklärte Wild, er habe Höckes Rede „klasse“ gefunden. Nicht nur die Zeit des Nationalsozialismus, auch die Kaiserzeit und Martin Luther gehörten zur deutschen Geschichte, die zu wenig beachtet werde. Das Problem sei der „Schuldkult der Deutschen“.[9]

Wilds Staatsbürgerschaftsverständnis basiert auf dem Abstammungsprinzip: Deutsch sei, „wer deutsche Eltern hat“. Gegenden wie der Berliner Bezirk Neukölln sollten „wieder deutsch“ werden.[10] Wild sieht die AfD als „Pegida-Partei“, die eine „Zeitenwende“ in Deutschland herbeiführen solle.[1]

Bundesweit bekannt wurde Wild durch eine Rede in Erfurt im Mai 2016.[2] Darin plädierte er unter anderem dafür, Flüchtlinge in „Lagern aus Bauholz“ in „entlegenen Gegenden“ unterzubringen, rumänische Roma sollten auf eine „griechische Insel“ verbannt werden.[1] Weiter äußerte er, Menschen, die nicht lesen und schreiben könnten, in den Arbeitsmarkt integrieren zu wollen, sei „als ob ein Migrant bei Ihnen einbricht und sich an Ihrem Sofa festkrallt“ und verglich das muslimische Gebet mit öffentlichem Urinieren. Der Berliner AfD-Vorsitzende, Georg Pazderski, distanzierte sich von Wilds Wortwahl. Vier Tage später relativierte Wild einige seiner Aussagen.[11]

Im November 2016 äußerte Wild, Bundeskanzlerin Angela Merkel gehe es darum, Deutschland „umzuvolken“, sie begehe „Verrat am eigenen Volk“; außerdem erklärte er auf Facebook, er wolle sich „nicht länger von verantwortungslosen Unfruchtbaren regieren lassen“. Der Parteisprecher Ronald Gläser distanzierte sich zwar auf Nachfrage von dieser Wortwahl, bezeichnete es jedoch als „zugespitzte Formulierung“. Wild selbst strich daraufhin in seinem Text das Wort „Unfruchtbaren“.[12] Wikipedia 

Die AfD-Fraktion hatte Wild, der als Rechtsaußen gilt und wiederholt mit provozierenden Äußerungen gegen Flüchtlinge, Ausländer und Andersdenkende aufgefallen war, am 18. Juli ausgeschlossen.

Die Kundgebung wurde laut Veranstaltern von einer „Gruppe Berliner Bürger und Bürgerinnen aus vielfältigen Milieus“ organisiert. 

Als Redner trat unter anderem Justus Wertmüller auf, Redakteur der vielen als antideutsch geltenden Zeitschrift Bahamas.

Wertmüller gilt wie Jürgen Elsässer als Gründervater der pseudolinks- "linksextremen" antideutschen Bewegung, die sich als israelfreundlich und deshalb auch als islamophob definiert. Hier schliesst sich der Kreis hin zu  AfD-Rechtspopulisten udn Hardcore- Rassisten. Das ist der Kern dieser neuen Querfront  von Linken und Rechten. 

Alice Schwarzer sandte ein Grußwort, Judith Sevinç Basad von der Initiative Liberaler Feminismus wetterte in ihrer Rede gegen queerfeministische und postkoloniale Ansätze, zwischen Islam und Islamismus wurde kaum differenziert – alles in allem wäre es wohl auch ohne AfDler eine krude Veranstaltung gewesen.  

Lediglich eine allgemein gehaltene Aufforderung, auf Parteifahnen zu verzichten, wurde am Anfang verlesen. Selbst mehrere Mitglieder der eindeutig rechtsradikalen Identitären Bewegung, die der Kundgebung zu Beginn beiwohnten, wurden nicht wahrnehmbar zum Gehen aufgefordert. Für eine Stellungnahme waren die Veranstalter am Mittwoch nicht zu erreichen.

100 Meter weiter demonstrierte zeitgleich die NPD mit gleicher islamophober Stoßrichtung.  Hier hatten sich weniger Menschen versammelt, immerhin aber noch rund 50 Neonazis – mehr, als dieses Spektrum zuletzt auf die Straße bekommen hatte. Der NPD-Bundesvorsitzende Frank Franz war ebenso anwesend wie der ehemalige Berliner Landeschef Sebastian Schmidtke, der als Organisator auftrat, der umtriebige Rechtsextremist Stephan Böhlke und zahlreiche Kameradschaftsmitglieder.

Die Neonazis hatten einen Sarg auf der Straße aufgebaut, der besonders zu Beginn, als die Kundgebung noch kaum von Polizei umstellt war, die Aufmerksamkeit vieler PassantInnen auf sich zog. Menschen, die aus Polizeisicht wie potenzielle GegendemonstrantInnen aussahen, wurden nicht in die Nähe der Kundgebung gelassen.

Schon zu Ende gegangen war zu diesem Zeitpunkt eine antirassistische Kundgebung auf der anderen Seite des Breitscheidplatzes, zu der unter anderem die Interventionistische Linke und das Berliner Bündnis gegen Abschiebungen nach Afghanistan aufgerufen hatten. „Solidarität statt Hass“, lautete dort das Motto, rund 150 Menschen nahmen daran teil.

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