Israel tötet wieder Palästinenser in Gaza

4 Tote - 700 Verletzte - Tag des  Zorns geht weiter 

Nachdem US Präsident mit der Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt Israels die Lunte in  Nahost erneut legte, die faktisch die Zweistaatenlösung als Forderung der Weltgemeinschaft ad acta legt, hat Israel nach wirkungslosem Kassam-Beschuß durch Palästinenser, die niemanden verletzt hatte, mit modernsten High Tech Waffenaus den USA feige aus der Luft Palästinensersiedlumgen beschossen udn dabei mindestens 4 Palästinenser getötet.  

Zudem wurden 700 Palästinenser überwiegend durch Schußwaffen verletzt. 

Bei einer Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrats verurteilen die übrigen Mitglieder des Gremiums die Entscheidung von US-Präsident Donald Trump, Jerusalem als Hauptstadt Israels anzuerkennen.

Bei israelischen Luftangriffen im Gaza-Gebiet sind laut palästinensischem Gesundheitsministerium zwei weitere Menschen getötet und 15 verletzt worden. Die Getöteten gehörten den Kassam-Brigaden an, also dem bewaffneten Arm der Hamas, wie die radikalislamische Organisation bestätigte. Insgesamt forderten die jüngsten Unruhen in der Region damit bereits vier Todesopfer.

Von den drei zuvor auf Israel gerichtete Raketen schlug eine noch im Gazastreifen ein, eine weitere wurde vom Raketenabwehrsystem Iron Dome abgefangen. Die dritte erreichte die 20 000-Einwohner-Stadt Sderot. Mehrere parkende Fahrzeuge wurden beschädigt. Bereits die zweite Nacht in Folge wurde im Süden Israels Raketenalarm ausgelöst. Der seit 2014 mehr oder weniger gültige Waffenstillstand scheint damit aufgekündigt.

Die von Palästinensergruppen ausgerufenen "Tage des Zorns" sollten am Freitag enden, aber am Samstag gingen sie mit großer Heftigkeit weiter. Die Menschen auf den Straße riefen einen weiteren "Tag des Zorns" aus. Insbesondere in Bethlehem und Ostjerusalem kam es zu Zusammenstößen. In Bethlehem warfen Palästinenser beim "Grab der Rachel" Steine, die israelischen Soldaten antworteten mit Hartgummigeschossen und schmissen Tränengas in die Menge.

In Ostjerusalem versuchten Demonstranten eine Straße zu blockieren, berittene Polizei trieb die Menge auseinander, dann kam es zu Straßenschlachten. Nach Angaben der israelischen Streitkräfte nahmen gut 600 Palästinenser an Protestaktionen an etwa 20 Orten im Westjordanland teil.

Im Gazastreifen waren mehrere hundert Menschen zum Begräbnis eines am Tag zuvor bei einer Demonstration getöteten Palästinensers gekommen, Rufe nach Rache wurden laut. Zuvor hatte Hamas-Chef Hanija seinen Aufruf nach einer erneuten Intifada erneuert: "Der Funke ist gezündet, jetzt wird ein Feuer daraus."

Tausende Palästinenser waren bereits nach den Freitagsgebeten in Jerusalem und den Palästinensergebieten auf die Straße gegangen. Es kam zu massiven Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und israelischer Armee.
 
Nach der Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt Israels durch US-Präsident Trump hatten Palästinensergruppen "Tage des Zorns" ausgerufen.

Nach Angaben des palästinensischen Gesundheitsministeriums wurden am Freitag an der Grenze zwischen dem Gazastreifen und Israel zwei Palästinenser getötet. Ein weiterer schwebt demnach nach einem Kopfschuss in Lebensgefahr. Die israelische Armee bestätigte, dass zwei Menschen an der Grenze durch Schüsse getroffen worden waren. Dabei habe es sich um die "Hauptanstifter" gewalttätiger Unruhen gehandelt.

Insgesamt sind damit inzwischen mehr als 700 Menschen bei den Unruhen verletzt worden. Etwa 260 davon erlitten Schusswunden, die Mehrheit wurde durch Gummimantelgeschosse verletzt, teilte der palästinensische Rettungsdienst Roter Halbmond am Freitag mit.

Der israelischen Armee zufolge demonstrierten etwa 4500 Palästinenser angeblicjh gewaltsam an sechs Orten entlang der Grenze des Gazastreifens. Die Truppen hätten auf Dutzende Menschen geschossen. In der Ost-Jerusalemer  Altstadt drängten 50 Polizisten etwa 200 Demonstranten zurück. Zusammenstöße gab es auch in Hebron, Bethlehem und rund um Nablus.

Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrats

Bei einer Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrats mussten die USA am Freitag massive Kritik aller 14 anderen Mitglieder des Gremiums einstecken. Die Entscheidung, Jerusalem als Hauptstadt Israels anzuerkennen, stelle einen "gefährlichen Präzedenzfall" dar, sagte Ägyptens UN-Botschafter Amr Abdellatif Aboulatta in New York.

Die Botschafter der beiden UN-Vetomächte Frankreich und Großbritannien sowie Deutschlands, Italiens und Schwedens erklärten nach der Sitzung, dass Trumps Entscheidung "nicht mit den Resolutionen des UN-Sicherheitsrats übereinstimmt" und die "Friedensperspektive in der Region nicht fördert".

 Die USA hätten mit der einseitigen Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt Israels "alle roten Linien überschritten", sagte Abbas' diplomatischer Berater Madschdi al-Chalidi der Nachrichtenagentur AFP in Ramallah.

Ein führender Vertreter von Abbas' Fatah-Partei, Dschibril Radschub, sagte, der US-Vizepräsident sei "in Palästina nicht willkommen". Pence plant noch vor Weihnachten einen Besuch in Israel, auch eine Visite in den Palästinensergebieten war zunächst geplant.

Die Palästinenser beanspruchen den Ostteil als künftige Hauptstadt ihres angestrebten eigenen Staates.  Mehr als 100 Staten erkennen diesen Staat  bereits an. Die in Gaza gewählte udn dort regierende  Hamas hat nach der Entscheidung Trumps zu einem neuen Volksaufstand der Palästinenser, einer dritten Intifada aufgerufen.

Die Palästinenser hatten vorher auch eine Einheitsregierung aus Fatah udn Hamas gebildet uidn sio auch die Hamas weiter legitimiert. 

Die für Sonntag angekündigte Übergabe der Kontrolle des Gazastreifens an die vereinigte  Palästinenserbehörde könnte sich weiter verzögern.

Am Samstag gab es von der Autonomiebehörde keine Informationen über einen möglichen Zeitplan. Die noch im Gazastreifen herrschende Hamas nannte erneut Sonntag als geplanten Tag der Übergabe, gab aber keine weiteren Details bekannt.

Die beiden größten Palästinenserorganisationen, die Fatah von Präsident Mahmud Abbas sowie die Hamas, hatten nach mehr als zehnjährigem Bruderzwist am 12. Oktober in Kairo ein Versöhnungsabkommen unterzeichnet.

Im Zuge der Jerusalem-Krise hatten beide Seiten ihre Absicht bekräftigt, die innerpalästinensische Spaltung zu überwinden.

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