Trump leistet dem Islamischen Terror-Staat IS in Syrien Militärhilfe 

Vorgegaukelter Kampf": USA schirmen IS-Milizen vor russischen Jets in Abu Kamal ab

Nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums hat die von den USA angeführte Koalition die russischen Luftstreitkräfte daran gehindert, die aus der letzten IS-Hochburg Abu Kemal flüchtende Terroristen anzugreifen. In einem Bericht spricht die russische Behörde von einer "direkten Unterstützung" des IS durch die USA.

Mit Wissen der USA gelang wohl mehreren hundert Kämpfern des IS die Flucht aus ihrer einstigen Hochburg Rakka. Nun könnten sie in ihre europäische Heimat zurückkehren - und Anschläge verüben, schreibt auch der Berliner "Tagesspiegel.

Ein Geheimabkommen hat offenbar mit Wissen der Vereinigten Staaten mehreren hundert Kämpfern des „Islamischen Staates“ (IS) die Flucht aus der nordsyrischen Stadt Rakka ermöglicht. Unter den Dschihadisten, denen das Verlassen ihrer damaligen Hochburg erlaubt wurde, gehörten nach einem Bericht der britischen BBC einige ranghohe IS-Vertreter sowie Extremisten aus europäischen Ländern, die jetzt in ihre Heimat zurückkehren könnten.

Das Bekanntwerden des Geheimdeals erschüttert die US-Strategie gegen die Terrormiliz und lässt in der Türkei das Misstrauen gegen die Amerikaner und die syrischen Kurden weiter wachsen. Premier Binali Yildirim sprach von einer „Schande“ und warnte, der Abzug der Kämpfer lasse neue IS-Anschläge in der Türkei und im Westen wahrscheinlicher werden. In dem Bericht der BBC war von einem „schmutzigen Geheimnis“ der Schlacht um Rakka die Rede.

 

Der Bericht über diese Absprache wurde jetzt von einem US-Regierungssprecher bestätigt.Die in der vergangenen Woche von den syrischen Regierungskräften zur Befreiung der Stadt Abu Kemal durchgeführte Operation, die mit Unterstützung der russischen Luftstreitkräfte stattfand, hat Fakten ans Licht gebracht, die von einer direkten Kooperation und Unterstützung der IS-Terroristen durch die von den USA angeführten internationalen Koalition zeugen", heißt es in der Stellungnahme.

Demnach hätten sich die USA geweigert, Luftschläge gegen eine Kolonne von Terroristen, die aus der Stadt zurückgewichen sei, zu führen.

"Die Amerikaner weigerten sich strikt dagegen, Luftangriffe gegen die Terroristen des Islamischen Staates zu führen", heißt es weiter.

Dabei hätten sich die US-Militärs auf das Genfer Abkommen berufen, das den Status von Kriegsgefangenen und Kombattanten regelt. Die Milizen hätten sich nach US-Angaben "freiwillig ergeben", und seien deshalb wie Kriegsgefangene zu behandeln.

Außerdem seien in dem besagten Gebiet unweit der Stadt, berichtet das russische Verteidigungsamt weiter, Jets der Koalition in die Luft gestiegen. Diese hätten den Abzug der IS-Kolonne gesichert und russische Kampfjets daran gehindert, die Terroristen unter Beschuss zu nehmen. Davor sei aber vereinbart worden, dass die Koalition Flüge über dieser Flugzone meiden werde.

"Diese Fakten sind ein eindeutiger Beleg dafür, dass die Vereinigten Staaten, die der Weltgemeinschaft einen unversöhnlichen Kampf gegen den internationalen Terrorismus vorgaukeln, in Wirklichkeit die Abschirmung kampffähiger Einheiten des IS gewährleisten, um deren Kampffähigkeit wiederherzustellen, sie neu zu formieren und für die Förderung der US-Interessen im Nahen Osten auszunutzen", so das russische Außenamt.

Auch sei eine Operation unter falscher Flagge geplant gewesen. So sollten in der nun befreiten Stadt nach US-Plänen zu einem bestimmten Zeitpunkt "pro-amerikanische" Kräfte zum Vorschein kommen. Dabei sollten das nicht tatsächliche Mitglieder der Demokratischen Kräfte Syriens, sondern schlicht dieselben IS-Terroristen werden, die die Stadt besetzt hatten. Die IS-Milizen hätten Flaggen dieses von den USA unterstützten Militärbündnisses hinterlassen.

 

 
 

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