Armenhaus Deutschland:  Dank Groko inzwischen 2,7 Mio. 7,4 Mio insgesamt- Nebenjobber - Nie wieder CDU und SPD- Herrschaft 

Immer mehr Menschen in Deutschland gehen laut dpa-Meldung zusätzlich zu ihrem Hauptberuf einem Nebenjob oder einer geringfügigen Beschäftigung nach.

Laut Beschäftigungsstatistik der Bundesagentur für Arbeit waren dies im Dezember 2016 insgesamt fast 2,7 Millionen  sogenannt Arbeitnehmer also abhängig Beschäftigte.

Laut Focus gab es schon 2012 7,4 Mio. Nebenjobber. Sie verdrängen immer mehr reguläre Tätigkeit. 

Nach Ansicht des DGB-Bundesvorstandsmitglieds Annelie Buntenbach zeigt die IAB-Studie, „dass in einzelnen Branchen die Verwerfungen durch Minijobs gravierend sind und sozialversicherungspflichtige Arbeit verdrängt wird.“ Vor allem die Arbeitgeber profitierten von Minijobs durch niedrige Kosten und die Aufsplittung von Arbeitsverhältnissen, erklärte sie seinerzeit.

Rund 7,4 Millionen Menschen in Deutschland arbeiten demnach in sogenannten 400-Euro-Jobs – Tendenz steigend. Doch in kleinen Betrieben verdrängen sie reguläre Stellen. Und das ist nicht das einzige Problem.

Mehr als die Hälfte der angestellten Nebenjobber übt den Minijob zusätzlich zur Vollzeitbeschäftigung aus.

Als Denkfabrik der Bundesagentur für Arbeit sieht das IAB die Minijobs dennoch kritisch. Zum einen schwächen sie nach Auffassung der IAB-Experten die Sozialkassen und damit das deutsche Sozialsystem. Vor allem für Beschäftigte, die einen Minijob in Vollzeit ausübten, drohe damit später Altersarmut, weil sie nur eine geringe Rente zu erwarten hätten. Mini-Jobs seien in aller Regel auch schlechter bezahlt als reguläre Stellen. Minijobber erhielten oft auch nicht den sonst üblichen  Urlaub und müssten häufig auf betriebliche Sonderzahlungen und Zuschläge verzichten.

In den vergangenen Jahren habe es einen starken Anstieg bei Nebenjobbern gegeben, sagt der Forscher Enzo Weber vom Institut für Arbeitsmarkt und Berufsforschung (IAB):

Seit den Hartz-Reformen hat sich die Zahl mehr als verdoppelt", sagte Weber der Deutschen Presse-Agentur. Noch im Jahre 2003 gingen lediglich 1,2 Millionen Menschen im Nebenberuf einem Minijob nach.

Vor allem Menschen mit einem unterdurchschnittlichen Verdienst im Hauptjob hätten einen zusätzlichen Minijob, meint der Forscher. Doch nicht immer sei die finanzielle Not der Grund. Viele empfänden die geringen Abgaben auch als praktisch, denn "brutto ist wie netto".

Geringfügige Nebenbeschäftigungen auf 450-Euro-Basis wurden durch die Hartz-Reformen begünstigt: Minijobber zahlen mit Ausnahme der Rentenversicherung keine Sozialabgaben - von der Rentenversicherung kann man sich allerdings befreien lassen - "und das tun auch die meisten", sagt Weber. Was heute aus finanzieller Sicht hilfreich sei, könne für die Zukunft allerdings kritisch sein, meint er. Bei der Rente könne es dann ein böses Erwachen geben.

Die meisten Nebenjobs gibt es im Einzelhandel und Gastgewerbe, in anderen wirtschaftlichen Dienstleistungen und im Gesundheits- und Sozialwesen. Ihre Hauptjobs haben die Nebenjobber zum Teil in den gleichen Branchen. Am häufigsten arbeiten sie laut der Analyse jedoch hauptberuflich im verarbeitenden Gewerbe.

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