Blackwater will Afganistan mit Privatsöldnerarmee und einem US Vizekönig neu kolonialisieren 

General Mc Arthur leitet 1950 mit US Präsident Truman eine Intervention in Nordkorea aus  Brigadier General Courtney Whitney, government section, Far East Command; General Douglas MacArthur, Commander-in-Chief, United Nations Command, and Major General Edward Almond (at right, pointing), Commanding General, X Corps in Korea, observe the shelling of Incheon from the USS Mount McKinley

Vom britischen Kolonialismus  lernen und einen USA-Vizekönig einsetzen 

Seit 2001 führen die USA und Willige einen nicht gewinnbaren Krieg gegen Afghanistan udn gegen die einst regierenden Taliban. Dabei kamen nebenvielen afghanischen Zivilisten auch über 2000 US Soldaten ums Leben. 

Der Krieg kostet den USA jährlich 40 Milliarden Dollar.

Der Chef von Blackwater namens Prince, dessen Organisation muttlerweie " Academie" heisst, machte Trump jetzt einen Vorschlag Afghanistan preisgünstiger  zu kolonialisieren.

Der Militärisch-Industrielle Komplex der USA hat bisher auch den von Trump angekündigten Truppenabzug von etwa 9000 US Soldaten verhindert.

Andererseits hat man Trump nämlich sicherlich erklärt, dass dir Kolonialisierung Afghanistans auch deshalb nach 16 Jahren weitergeführt werden soll, weil man so auch den Weltdrogenhandel mit Heroin auf dem Welötmarkt steuert udn so Milliardenvermögen schwaruz vorbei an der Steiuer gewonnen werden können, mit denen man illegale Milizen und beispielsweise den IS und andere illegale Militäroperationen der USA  mitfinanziert. 

Auch deshalb lanciert der Chef von  "Academi" diesen Vorschlag ausgerechnet jetzt.

Tausende private Söldner, ein US-Vizekönig und die Ausbeutung von Bodenschätzen sollen die Kriegswende bringen.

Schon im Titel klingen Effizienz und Machtanspruch durch: “A Strategic Economy of Force” heißt der Plan, den Eric Prince nun den US-Regierungsbeamten präsentierte. Darin definiert er neu, wie in Afghanistan regiert, gekämpft und gespart werden kann. Vielleicht ist es ein Plan für einen Krieg ohne Ende. 

Ale ehemaliger Angehöriger der Navy SEAL gründete Prince das Söldnerunternehmen Blackwater ( Academi), das durch begangene Kriegsverbrechen während des Einsatzes im Irak nach dem Einmarsch der USA im Jahr 2003 berühmt und berüchtigt wurde. 

Im Juli kam es im Weißen Haus zu lautstarken Auseinandersetzungen über das weitere Vorgehen in dem nunmehr 16-Jahre andauernden Krieg in Afghanistan, den die USA nach Einschätzung von Präsident Donald Trump nicht gewinnen können.

Die USA könnten es sich aber auch nicht leisten, den Konflikt zu verlieren. Präsident Trump erwog in diesem Zusammenhang, die rund 8.800 US-Soldaten abzuziehen, doch rieten ihm sein militaristischer Kriegsminister James Mattis sowie sein Sicherheitsberater Herbert Raymond McMaster davon ab.

Unfriede im Weißen Haus über Afghanistan - Trump: "Wir gewinnen nicht“

Mattis und dessen NATO-Kollegen befürworten stattdessen ein stärkeres militärisches Engagement und die Aufstockung der Truppen, wie es auch der US-General in Afghanistan, John Nicholson, forderte. Sie wollen immer mehr Krieg.

Doch bereits jetzt ist die Bilanzfür Mann und Material katastrophal - mehr als 2.000 US-Soldaten kamen ums Leben und mehr als 20.000 sind bei Kämpfen verwundet worden. Der Einsatz kostete die US-amerikanischen Steuerzahler bereits 828 Milliarden US-Dollar, hinzu addieren sich die Gesundheitskosten für Veteranen. Als Lösung sollen die Vorschläge von Eric Prince gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe schlagen.

Königlich sparen am Hindukusch

Eine private Armee aus 5.000 Söldnern soll in die afghanischen Streitkräfte eingebettet werden. Außerdem soll eine private Luftwaffe von rund 90 Flugzeugen unter US-Befehlsgewalt den Sieg gegen die Taliban erringen.

Bereits Ende Mai beschrieb Prince in einem Artikel im Wall Street Journal das von ihm vorgesehene MacArthur Modell als Lösung für das Afghanistan-Desaster.

Mit Blick auf die koloniale Geschichte führt er den Erfolg der britischen Ostindien-Kompanie in der Region als beispielhaftes Modell an.

Am Hindukusch soll ein USA-Vizekönig  als Kolonialstatthalter mit weitreichender Kontrolle ausgestattet werden.

So soll auch am Hindukusch ein amerikanischer "Vizekönig" ("viceroy") installiert werden, der sämtliche Befehlsgewalt in einer Person vereinigt und mehrere Militäreinheiten in der Region kontrolliert. Der "Verwalter“ soll die US-Politik in Afghanistan und Pakistan überwachen, ausgestattet mit Weisungsbefugnis gegenüber den Militärkommandanten und den US-Botschaftern. Weiterhin soll dieser Treuhänder über jegliche Einsätze der afghanischen Armee entscheiden. Zudem ist dieser "Vizekönig" für Ausgaben und Verträge zuständig.  

Und das Ganze zu einem Preis, der Politikern und Geschäftsmännern ohne Scheu vor kolonialem Gebaren zusagen könnte. Abgesehen von der Schonung der zumeist jungen, unerfahrenen US-Soldaten, könnten mit dem Einsatz internationaler Söldner massiv Steuergelder eingespart werden, verspricht Prince.

Gegenüber der Financial Times behauptete der Ex-Blackwater-Chef, der Einsatz seiner Militärdienstleister würde die Vereinigten Staaten statt bisher 40 Milliarden nur 10 Milliarden US-Dollar pro Jahr kosten.

Quasi ein Schnäppchen. Und zudem würden diese Söldner im Gegensatz zu US-Soldaten, die einem Turnus unterliegen, beständig vor Ort präsent sein. Deren Tagessatz veranschlagt Prince auf 500 bis 600 US-Dollar pro Mann.

Kompetenz eines Kriegsprofiteurs

Der Söldnerunternehmer Eric Prince ist als umtriebiger Geschäftsmann mit besten Verbindungen in die Machtetagen Washingtons bekannt. Er ist zudem der Bruder der US- Bildungsministerin Betsy DeVos. Neben Blackwater unterhielt er eine Reihe von Firmen.

So sollen seine Unternehmen im Auftrag der CIA nach dem 11. September 2001 auch in Afghanistan und Pakistan Jagd auf Taliban- und Al-Kaida Anführer gemacht, Ziele für Drohnen-Angriffe ausgespäht und diese mit scharfer Munition ausgestattet haben.

Blackwater geriet trotz seiner als geheim eingestuften Missionen in die Schlagzeilen. Bei einem Einsatz im Irak im Jahr 2007 töteten Mitarbeiter mindestens 14 Zivilisten. Auch solchen Aktionen ist es zu verdanken, dass bis heute junge Iraker sowie andere arabische Jugendliche die USA als Hauptfeind betrachten. Dennoch hob ein US-Berufungsgericht in diesem Monat die Haftstrafen gegen ehemalige Mitarbeiter der privaten Sicherheitsfirma auf, die für den Tod von Zivilisten im Irak verantwortlich waren. Im Jahr 2004 drückten Aufständische in der irakischen Stadt Falludscha ihren Hass aus, indem sie vier Angestellte des Unternehmens überfielen, erschossen, ihre Körper verstümmelten und in Brand setzten, bevor sie die Leichen an einer Brücke über dem Euphrat aufhängten. 

Auch den Vereinigten Arabischen Emiraten soll der Krisenprofiteur Prince mit einer seiner diversen Firmen im Rahmen des verheerenden Krieges gegen den Jemen bereits zu Diensten gewesen sein. Medien berichteten zudem über Einsätze im Sudan und Irak, nicht alle sind bisher in vollem Umfang belegt.

Mehr zum Thema:  US-Militärunternehmen Blackwater zieht Söldner nach hohen Verlusten und Niederlagen aus Jemen ab

Prince hat unter anderem im Jahr 2014 zusammen mit der chinesischen Citic Group die Firma Frontier Services Group gegründet. Das Logistikunternehmen bietet Lufttransporte von Mineralien, Charterflüge für hochrangige Führungskräfte und auch medizinische Rettungseinsätze an. Diese Erfahrung im Flugsektor möchte sich Prince wohl auch in Afghanistan nutzbar machen.

Denn im Rahmen seiner Strategie befürwortet er die Idee, durch Ausbeutung der afghanischen Bodenschätze die Kosten zu decken oder gar Profite zu machen:

Es gibt dort Werte in Höhe von einer Billion Dollar im Boden, wertvolle Rohstoffe und dazu noch Erdgas- und Ölvorkommen im Wert von einer weiteren Billion.“

Trotz der Image-Überarbeitung und der Firmenumbenennung wird der Name Blackwater - und damit Eric Prince - am Hindukusch vorrangig mit Grausamkeit, auch gegenüber unschuldigen Zivilisten, in Verbindung gebracht.

Wie der afghanische General Atiqullah Amarhel dem Nachrichtenmagazin Ria Novosti mitteilte, geht der Widerstand der Bevölkerung auf das Töten und Foltern von Zivilisten zurück. Er warnte, dass weitere militärische Einsätze„kolossale Zerstörungen“ zurfolge hätten, stattdessen sollte die USA auf „sanfte Strategien“ setzen.

 

 

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