Groß-Agrar- Konzerne  wollen, dass wir mit Läusegift verseuchte Eier verzehren

 

In den Niederlanden und  in Belgien sind 180 Betriebe gesperrt worden , weil in den dort produzierten Eiern giftige Insektizide bzw. Läusegifte gefunden wurde. Der Ursprung des Lebensmittelskandals liegt jedoch offenbar in Belgien. Auch Brandenburg ist betroffen, Berlin dagegen bislang nicht.

Diese Gifte gelangten im Rahmen der Massentierhaltung in dier Eier der Tiere. 

Auch in  Berlin - Brandenburg sind verseuchte Eier aus den Niederlanden gefunden worden.  Beispielsweise verkaufte " Kaufland" diese Eier, dass zur Schwarz-Gruppe gehört.

Das sagte ein Sprecher des Brandenburger Verbraucherschutzministeriums am Donnerstag dem rbb bzw dem ARD Groko-Funk.-Ableger . Die Eier seien zur Untersuchung an das Landeslabor eingereicht worden. 

Der Lebensmittelskandal um mit Insektengift kontaminierte Eier hat seinen Ursprung nach Angaben von Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) in Belgien.

Dort sei offenbar ein für die Nutztierhaltung zugelassenes rein pflanzliches Desinfektionsmittel mit dem für die Nutztierhaltung verbotenen Insektizid Fipronil "gepanscht" worden, sagte Schmidt am Donnerstag in Berlin.

Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit hat eine Liste im Internet entsprechend aktualisiert [lebensmittelwarnung.de].

Wo überall sonst noch genau die Eier gefunden wurden, ist noch unbekannt. Nach Informationen des Brandenburger Verbraucherschutzministeriums hat eine große Handelskette ihre Filialen in Brandenburg mit belasteten Eiern beliefert, die mit dem Insektizid Fipronil belastet sind. Das sagte der Sprecher dem rbb.

Das Lebensmittelüberwachungsamt überprüfe momentan den Sachverhalt, sagte er Antenne Brandenburg. Die Handelskette " Kaufland" habe vorsorglich bereits gestern einen Rückruf der betreffenden Eier gestartet. Auch alle anderen großen Handelsketten nähmen Eier mit NL-Printnummern aus den Regalen.

Chargennummern auf Eiern checken

Verbraucherschutzsenator Behrendt empfahl den Konsumenten, Chargennummern von gekauften Eiern mit denen auf lebensmittelwarnung.de zu vergleichen.

Das Läusemittel Fipronil könne in höheren Dosen bei Menschen Haut und Augen reizen. Weitere gesundheitliche Risiken werden nicht öcffentlich kommunuiziert.

Das ist Verbraucherschurtz wie in der Steinzeit. 

 Wer nicht mehr als drei Eier pro Woche esse, wie es die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfehle, sei  angeblich nicht gefährdet - wer es glaubt wird seelig.

Annett Reinke von der Verbraucherzentrale Brandenburg fasst zusammen, wie betroffene Eier identifiziert werden können: "Auf jedem in Deutschland vertriebenen Ei ist ein gestempelter Erzeugercode zu finden, der die Herkunft des Eis verrät. Dabei steht das Herkunftsland an erster Stelle, es folgt die Angabe zur Haltungsform – Bio (0), Freiland (1) oder Bodenhaltung (2) und dann ein Zahlencode, aus dem sich das Bundesland, die Betriebs- und die Stallnummer erkennen lässt." Die ersten beiden Ziffern dieser Nummer stehen in Deutschland für das Bundesland aus dem das Ei stammt (beispielsweise 03 für Niedersachsen).

Wer eine Packung mit verdächtigen Eiern zuhause hat, solle sie am besten zum Händler zurückbringen, rät die Verbraucherschützerin. Dort erhalte man Ersatz oder bekomme das Geld erstattet.

Bislang Funde in zwölf Bundesländern

Mindestens drei Millionen mit dem Insektizid Fipronil kontaminierte Eier sind aus den Niederlanden nach Deutschland geliefert worden, so das Bundeslandwirtschaftsministeriums. Ein großer Teil davon sei in den Handel gelangt, teilte das Ministerium am Donnerstag auf seiner Internetseite mit.

Bisher sind in insgesamt zwölf Bundesländern belastete Eier gefunden worden, so Bundesernährungsminister Christian Schmidt. Eine "Schlüsselrolle" nähmen dabei Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen ein, wo die in Deutschland mit dem Insektizid belasteten Eier ihren Ursprung hätten oder in den Verkehr gebracht worden seien. Die Warenströme würden derzeit "mit Hochdruck" untersucht. Man gehe derzeit davon aus, dass eine akute gesundheitliche Gefährdung praktisch ausgeschlossen sei, sagte der Minister.

In den Niederlanden sind derzeit 180 Betriebe gesperrt, weil in den dort produzierten Eiern das giftige Insektenvernichtungsmittel Fipronil nachgewiesen wurde. Nach Angaben des Umweltministeriums in Niedersachsen ist es auch in mindestens fünf deutschen Betrieben verwendet worden.

Die EU-Kommission will die Verbraucher unterdessen beruhigen: Die Situation sei unter Kontrolle, sagte eine Sprecherin der Brüsseler Behörde. Die betroffenen Höfe seien identifiziert und verseuchte Eier vom Markt genommen worden. Unklar ist, ob auch Lebensmittel betroffen sind, in denen Eier verarbeitet wurden. Niederländische Behörden kontrollieren bereits Produkte wie Nudeln oder Kuchen.

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