Linksfraktionschefin Wagenknecht: Rot-Rot-Grün ist tot und die Killer sind SPD und Grüne 

Die Spitzenkandidatin der Linken, Sahra Wagenknecht, sieht kaum noch Chancen für ein rot-rot-grünes Bündnis nach der Bundestagswahl. Verantwortlich dafür seien SPD und Grüne, sagte Wagenknecht dem Berliner „Tagesspiegel“. Auf die Frage, ob Rot-Rot-Grün tot sei, antwortete sie: „Es sieht so aus, aber der Killer wurde nicht von der Linken beauftragt.“

Wagenknecht sagte, sie höre aus den Reihen von SPD und Grünen „nur Stimmen, die Rot-Rot-Grün ausschließen“. Im privaten wie im politischen Leben sei es nicht ratsam, jemanden als Partner zu umwerben, der erkennbar gar kein Interesse zeige. „Stalking ist nicht meine Sache“, sagte sie.

Schulz scheint wie Gabriel in erster Linie auf eine Neuauflage der Großen Koalition zu schielen. Schulz wird so von vielen Linken und auch Sozis als Steigbügelhalter einer neuen Merkel - Kanzlerschaft betrachtet.   

Zugleich warf Wagenknecht der SPD und ihrem Kanzlerkandidaten Martin Schulz vor, lediglich von sozialer Gerechtigkeit zu reden. Die Sozialdemokraten hätten ein „mutloses Wahlprogramm“ vorgelegt, das selbst hinter den Forderungen aus dem Wahlkampf von 2013 zurückbleibe.

Schulz habe zunächst „die Hoffnung geweckt, er würde die SPD wieder zu einem sozialeren Kurs führen. Das fanden wir gut“. Aber nach kurzer Zeit sei er wieder eingeknickt. „Seither lässt sich die SPD von der Union treiben und springt über jedes Stöckchen, das ihr hingehalten wird“, sagte Wagenknecht.

Zuletzt hat Wagenknecht die Privatisierungspläne der Groko stark bekämpft und der SPD Verrat und Lüge vorgeworfen, weil die SPD die Menschen über den Charakter des Gesetzespakets zum Bund-Länder-Finanzausgleich udn der Privatisierung des Autobahnbaus durch die ÖPP-Hintertür massiv getäuscht hatte. 

Selbst Bundesländer mit Linken-Regierungsbeteiligung hatten dem Gesetzespaket zugestimmt. Auch das wird Wagenknecht intern als No Go für eine weitere Zusammenarbeit mit der verräterischen SPD auf Bundesebene interpretiert haben. 

 

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