Trump kündigt Pariser Klimaschutzabkommen  - Wallstreet Aktienkurse steigen daraufhin

Trumps Nazi Berater Steve Bannon war bei dieser Exit-Initiative federführend. 

Trump kündigt das Pariser Klimaschutzabkommen .Er will angeblich neue Verhandlungen und einen fairen Deal für die USA. In Wahreit dürfte das Klimaabkommen ohne die USA weitergeführt werden.  

In dem Abkommen hatten sich 195 Länder in der Nachfolge des Kyoto-Prozesses zum gemeinsamen Kampf gegen den Klimawandel verpflichtet.

Die Pariser Vereinbarung gilt als Meilenstein im Kampf gegen die Klimaerwärmung. Darin verpflichteten sich 195 Staaten dazu, die Erderwärmung auf ein beherrschbares Maß von "deutlich unter zwei Grad" im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter zu begrenzen. 

Obwohl sich einige Global Player der USA vorher kritsch über einen Ausstieg geäussert hatten,  stiegen die Wallstreetkurse im Dow Jones Industrial nach der Ankündigung weiter an und erreichten so beinahe neue Langzeit- Höchststände.

Neben einer drastischen Reduzierung der Treibhausgase sehen die Abkommen Ausgleichszahlungen an Länder der Dritten Welt in Milliardenhöhe vor, die Trump ebenfalls nicht anteilig tragen will.

Die Weltkonzerne werden so weiter  von der Regulierung entbunden, die im Falle des Verbleibs in dem Abkommen ab 2020 noch konkretere Formen angenommen hätte. Kohle etwa und andere fossile Energioeträger werden so in den USA wohl länger gefördert und verarbeitet werden. 

„Als jemand, dem die Umwelt sehr am Herzen liegt, kann ich nicht guten Gewissens einen Deal unterstützen, der die USA abstraft“, so Trump weiter. Außerdem widerspräche das Abkommen seiner Vorstellung von Umweltschutz, da zum Beispiel China und Indien ihre Emissionen in den nächsten 13 Jahren weiter steigern könnten. Indien und China dürften viele weitere Kohleminen eröffnen, während die USA ihre schließen müssten. Es gehe also nicht darum, das Klima zu schützen - es gehe vielmehr um Industriepolitik und die weltweite Verschiebung von Jobs. Das werde er nicht zulassen, so Trump.

Nach den Planungen sollen die Industriestaaten ärmeren Ländern ab dem Jahr 2020 jährlich hundert Milliarden Dollar (90 Milliarden Euro) für Klimaschutz und Anpassung an Klimafolgen zur Verfügung stellen. Bis 2025 soll ein neuer, höherer Betrag vereinbart werden. Viele Entwicklungsländer fordern zudem Zahlungen der Industriestaaten als Entschädigung für bereits eingetretene Klimaschäden.

Außerdem kann man den unterenwickelten Ländern der Dritten Welt keine Industrialisierung verbieten, die auch Europa und USA in die Moderne geführt hatte.  

Trump schloss seine Ausführungen mit den Worten: "It's time to make America great again." Im Anschluss an den Präsidenten sprach Scott Pruitt, Chef der nationalen Umweltschutzbehörde EPA. Er dankte Trump dafür, dass dieser ein weiteres seiner Wahlkampfversprechen umsetze. Pruitt lobte Trump für seinen Mut, diese Entscheidung zu treffen.

Wenn die USA das Abkommen kündigen, wird ihr Austritt frühestens im Jahr 2020 gültig.    

Allerdings ist dieser Vertrag eine  freiwillge Selbstverpflichtung der Staaten. Sanktionen gegen Länder, die sich nicht ausreichend an den Klimaschutzbemühungen beteiligen, sind in dem Abkommen allerdings nicht vorgesehen. 

Halten sich die USA nicht mehr an ihre Zusagen, den Ausstoß von Treibhausgasen deutlich einzudämmen, könnten sich Luft und Meere um 0,3 Grad mehr erwärmen, als wenn die Ziele eingehalten würden, haben Klimaforscher errechnet.

Viele Folgen der Erwärmung sind ungewiss; sicher ist aber: Der Meeresspiegel steigt, Hitzewellen werden häufiger, Gletscher tauen, Dürrezonen verlagern sich, Extremwetter droht sich zu verstärken. Sollten andere Länder dem Beispiel der USA folgen, würde die Erwärmung umso schneller steigen.

Doch wichtige Trends scheinen in die andere Richtung zu laufen: Der CO2-Ausstoß in den USA stagniert seit Jahren, und die Nummer 1 und Nummer 3 in der Abgas-Rangliste, China und Indien, entwickeln sich abgasfreundlicher als erwartet. 

 

Der Austritt der USA reißt ein gewaltiges Loch in die Finanzierung von Klimaschutz-Projekten. 

Bescheidene 55 Millionen Dollar für das Uno-Klimasekretariat steuern USA bei und versprochene Milliarden für Uno-Hilfsfonds.

 

 

 

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