Massaker an 116 Kinder und Zivilisten, die zu Assad flüchten wollten - Konzernmedien schweigen weitgehend - bis zu 5000 Menschen waren im Konvoi

Am Wochenende tötet ein Dschihadisten- Selbstmordattentäter in einer konzertierten Aktion mehr als 120 Menschen in einem Flüchtlingskonvoi bei Aleppo. Die Welt ist schockiert. Durch ein ikonenhaftes Foto erhält das Grauen ein Gesicht: Ein Kriegsreporter trägt ein verletztes Kind zu einem Rettungswagen.

Eine Verurteilung der Medien durch Mainstreammedien oder politischer Klasse findet nicht statt. Eine Ausnahme bildet der "Stern" - auch wenn er verzerrt berichtet.

Der getroffene Konvoi war Teil des sogenannten "Vier-Städte-Abkommens", einer zwischen Dschihadisten  und Regierung ausgehandelten Einigung.

Im Süden Syriens werden die Dschihadisten-Orte Zabadani und Madaya von der legitien Assad-Regierung gerade zurückerkämpft, während im Norden die shiitischen Städte Kafriya und Al-Fu'ah, welche die souveräne Regierung unterstützen, von Al Kaida nahen Dschihadistengruppen belagert werden. Zwei spiegelverkehrte Situationen also. 

Zuletzt einigte man sich darauf, Zivilisten aus allen vier Städten in jeweils sichere Gebiete zu bringen. Die Menschen aus Kafriya und Al-Fu'ah sollten ins von der Regierung kontrollierte Aleppo gebracht werden und die Sympathisanten der Dschihadisten vom Süden in die Stadt Idlib. Ein Tausch, der viele Menschenleben retten würde - soweit der Plan.

Doch dann folgte der , in einem Vorort von Aleppo.

Angegriffen wurden schiitische Zivilisten, also die Menschen, die Assad nahestehen und vor den Angriffen der Rebellen flüchteten. Laut Medienberichten fuhr der Selbstmordattentäter mit einem Bus an den Konvoi heran und täuschte vor, Lebensmittel verteilen zu wollen. Dann zündete er die Bombe - an einer Tankstelle noch dazu, vermutlich für zusätzliche Sprengkraft.

Das sagt viel über den Charakter der pro-westlichen Dschihadisten in Syrien aus. 

Massaker  prowestlicher Dschihadisten paßt nicht  in das Bild der Staatsmedien und Konzernmedien im Lande. Deshalb verschweigt man im kern dieses Massaker lieber ganz.

Nachdem der Giftgasanschlag nur unter Verwendung von Lügen und von Fake News Assad in die Schuhe geschoben wrden konnte, verzichtete man bei diesem aktuellen Gemetzel in der Regel lieber ganz auf die Berichterstattung, weil vom Westen unterstützte Dschihadisten wohl die Täter waren, die aus den von Al Kaida und anderen Dschihadisten kontriollierten Gebieten weg und in Gebiete gelangen wollten, die von der Assad Regierung kontrolliert werden.

Aber das passt Lügenmedien grundsätzlich nicht  ins Weltbild - so verschweigen viele Medien dieses Attentat lieber ganz.

Die syrische Beobachterstelle für Menschenrechte gab an, dass etwa 5000 Menschen in dem Konvoi unterwegs waren. Der Vorsitzende der Organisation sagte außerdem, er glaube nicht, dass das Regime verantwortlich sei. Warum sollte es seine eigenen Unterstützer angreifen? 

Syrien: Terroranschlag tötet laut lokaler Quellen 116 Kinder - Westen schweigt

 

 
Syrien: Terroranschlag tötet laut lokaler Quellen 116 Kinder - Westen schweigt
 
 
Nach dem Bombenanschlag am Samstag auf Busse, die in der syrischen Provinz Aleppo Zivilisten evakuierten, kletterte die Zahl der getöteten Kinder auf 116 so Quellen vor Ort zur Journalistin Vanessa Beeley.
 
Laut Augenzeugen durften einzig die Kinder die Busse verlassen und wurden mit Chipstüten angelockt. Dann erfolgte die Explosion.

Die Journalistin Vanessa Beeley sprach mit Zeugen. Sie nannte die Ermordung der unschuldigen Menschen ein abscheuliches Verbrechen.

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