Zement-Mafia: Zwischen Trumps Mexiko-Mauerbau und Förderung des IS

Der neue US Präsident Donald Trump hat als Immobilienmogul der USA gute Kontakte zur Zementwirtschaft, an der er zum Teil auch beteiligt ist.

Nicht nur wegen dem geplanten Mauerbau von Trump explodieren die Kurse des Dow Jones an der Wallstreet und besonders Zementfirmen wittern seitdem das große Geschäft.

Dazu gehören neben US Zementfirmen auch europäische Firmen wie Lafarge Holcim, die sich schon für den Mauerbau an der Grenze zu Mexiko  wohl erfolgreich beworben haben.

Sie scheint auch gute Karten bei der US Regierung Trump zu haben.

Aber auch der Islamische Staat  profitierte in Syrien von einer Kooperation mit der Zement-Mafia. Dier Fa. Lafarge mußte auch hier Kooperationen mit dem IS einräumen. Zudem gilt der Islamische Staat ja als US Geheimdienstkonstrukt. wie entsprechende Papiere belegen. Trump hatte trotz Establishment-Bashing angekündigt, dass er  auch zukünftig insbesondere mit dem Kriegsministerium un dem CIA in den USA kooperieren will. Die Rüstungskosten der USA  sollen auf 650 Milliarden Dollar um ca 10 % gesteigert werden.

Der Zementkonzern LafargeHolcim hat nach einer internen Untersuchung jetzt in einer offiziellen Stellungnahme erhebliche "Fehler" in seinem Werk in Nordsyrien eingestanden, wie Schweizer Medien berichten. Die Fabrik soll dort mit bewaffneten Dschihadisten-Gruppierungen der Region Deals geschlossen haben.

„Aus heutiger Sicht kann festgestellt werden, dass die für den weiteren Betrieb des Werks erforderlichen Maßnahmen nicht akzeptierbar waren“, heißt es im Communiqué.

Damit reagiert der Konzern auf Meldungen, wonach Mitarbeiter im Jahr 2013 Deals mit gewissen bewaffneten Gruppierungen und sanktionierten Parteien geschlossen hätten, bis das Werk im September 2014 wegen der politischen Lage in Syrien evakuiert wurde.

​Die französische Tageszeitung „Le Monde“ hatte dem schweizerisch-französischen Zementkonzern in einem Artikel sogar vorgeworfen, „zweifelhafte Arrangements“ mit der Terrormiliz Daesh (auch „Islamischer Staat“, IS) eingegangen zu sein.

Nun hat das Unternehmen zugegeben, dass verschiedene bewaffnete Gruppierungen zeitweise die Umgebung des Werks kontrolliert hatten.

Das lokale Werk soll Geld an Dritte gezahlt haben, damit Vereinbarungen „mit bewaffneten Gruppen, einschließlich sanktionierter Parteien“ geschlossen werden konnten, um den Betrieb weiterzuführen und den Mitarbeitern und den Waren einen sicheren Zugang zur Fabrik zu gewährleisten.

Auch so wurde also der IS finanziert.

Dieses Instrumentalisieren von Dritten ist die  gleiche Vorgehensweise, wie sie auch US Geheimdienste immer wieder an den Tag legen.

Es war der Chef des Bauchemiekonzerns Sika, der das Thema in der Schweiz lancierte: «Wenn Trump die Mauer tatsächlich baut – in welcher Form auch immer –, dann sind wir auch beteiligt», sagte Jan Jenisch bei der Präsentation der Jahreszahlen in Zürich.

Die Rede ist vom kontroversen Ausbau der Befestigung an der Grenze zwischen den USA und Mexiko. Der neue US-Präsident Donald Trump  hatte «The Wall» zu einem zentralen Versprechen seines Wahlkampfs gemacht.

Während die Baufirme Sika von künftigen Möglichkeiten spricht, ist ein anderes Schweizer Unternehmen einen Schritt weiter: Der Zementkonzern LafargeHolcim hat sich in einer anlaufenden Ausschreibung für einen Prototypen der Mauererweiterung als Interessent eintragen lassen. Das zeigen US-Vergabedokumente.

Die Pläne der Trump-Regierung konkretisieren sich in rasantem Tempo. Am 24. Februar hat das Homeland-Ministerium für Innere Sicherheit  ( auch US Stasi-Ministerium genannt) auf der regierungseigenen Vergabeplattform FBO.gov eine Anzeige aufgeschaltet.

Darin kündigt es an, am 6. März einen Mauerauftrag auszuschreiben.

Konkret geht es um «Design und Konstruktion von mehreren prototypischen Mauerstrukturen in der Nähe der US-mexikanischen Grenze». Bereits am 10. März müssen Interessenten ein erstes Konzept ihrer Prototypen einreichen. Danach werden aus den Anbietern Finalisten ausgewählt, und schon Mitte April will die Regierung die ersten Aufträge vergeben.

Seit letzter Woche können sich Unternehmen in einer Liste als «interessierte Lieferanten» für den Auftrag eintragen lassen. Das Echo ist enorm – nach dem Stand von vorgestern Dienstag haben sich bereits 220 Firmen angemeldet. Mit dabei sind Dutzende amerikanische KMU, aber auch Milliardenrüstungskonzerne wie Raytheon.

Noch ist die Eintragungsphase nicht abgeschlossen, weitere Unternehmen werden hinzukommen. LafargeHolcim ist bislang der einzige Schweizer Name, der darauf auftaucht. Der weltgrösste Zementkonzern mit Hauptsitz in Jona SG entstand 2015 aus der Fusion des französischen Zementanbieters Lafarge mit dem Schweizer Konkurrenten Holcim. Involviert ist die US-Filiale des Konglomerats, Lafarge North America.

Zuschlag nur indirekt

Auf Anfrage erklärt Lafarge-Sprecher Eike Christian Meuter, wie der Eintrag in der Liste zustande kommt: Die US-Regierung sei ein bestehender Kunde von ­LafargeHolcim. Das Marketingteam habe das Unternehmen routinemässig in die Liste eintragen lassen wie bei anderen öffentlichen Infrastrukturprojekten auch.

Bislang sei das Unternehmen aber von niemandem kontaktiert worden, der am Projekt arbeite.

LafargeHolcim kann nicht direkt an den Auftrag gelangen, wie Sprecher Meuter weiterschreibt. Der Konzern würde als Baustoffhersteller nicht als Bieter gelten, da solche Projekte von Bauunternehmen gemanagt würden. Erst in einem zweiten Schritt wäre es möglich, dass ein ausführendes Bauunternehmen auf einen Hersteller von Zement und Zuschlagstoffen wie ­La­farge­Holcim zugehe. Der eigentliche Auftrag käme dann von der Baufirma.

Wichtigster Einzelaktionär von ­LafargeHolcim ist der Schweizer Milliardär Thomas Schmidheiny, der aktuell 12 Prozent der Aktien hält. Er lässt via seinen Sprecher ausrichten, dass er auf Fragen zur Beteiligung des Konzerns am Mauerprojekt keine Stellung beziehe.

Schmidheiny hat laut Forbes ein Vermögen von 4,9 Mrd. Dollar.

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