Trump schließt sogenannte Lügenmedien von Pressekonferenz aus - Nazi-Medien und Rechtsausleger-Medien erhalten aber Zugang - Aktion gegen Fake-News

Nachdem Donald Trump schon CNN als Lügenmedium das Fragerrecht verweigert hatte, wurde auf einer neuen Presskonferenz des US  Präsidenten eine ganze Reihe von Mainstreammedien als Lügenmedien von der Veranstaltung ausgeladen und der Zugang verweigert.

Das Presse-Meeting des Präsidenten leitete diesmal  Sean Spicer.

Ausgeladen und der Zutritt wurde namentlich u.a. Medien wie New York Times, Buzfeed, Politico und L.A. Times verwehrt.

Das rechtspopulistisch- rasiistische Medium Breitbart News erhielt hingegen zugang zu der Veranstalrung.

Der Kopf von Breitbart  News namens Steve Bannon  gilt als Rassist und als  Chefideologe von Donald Trump. Er soll auch das umstrittene Muslim-Ban-Gesetz ausgearbeitet haben. 

New York Times twittert, dass sowas der Zeitung in der Geschichte des Weißen Hauses noch nie geschehen sei. Der Chefredakteur des Blattes protestierte scharf.

Präsidialamtssprecher Sean Spicer hatte die übliche, direkt im Fernsehen übertragene Pressekonferenz durch ein Gespräch ohne Kameras - im amerikanischen Journalistenjargon als "gaggle" bezeichnet - ersetzt und auf eine kleine Fragerunde begrenzt. Diese Form eines Pressetermins ist an sich in den USA nicht ungewöhnlich. Allerdings waren eben diesmal mehrere Vertreter von renommierten Medien ausgeschlossen.

Etwa zehn andere Konzern-Medien und Nachrichtenagenturen, darunter die Nachrichtenagentur Reuters sowie NBC, ABC, Fox, CBS wurden hingegen zugelassen.

Das deutet  allerdings daraufhin, dass er auch die  vermuteten Restriktinen gegen Mainstreammedien lockert - sind sie nur rechtsradikal genug wie Fox News.

Die Presseagentur AP und das "Time"-Magazin boykottierten die Veranstaltung mit Sprecher Spicer aus Solidarität mit den ausgeschlossen Kollegen. "Wir finden, die Öffentlichkeit sollte so viel Zugang zum Präsidenten haben wie möglich", sagte Lauren Easton, AP-Direktor für Medienbeziehungen, in einem Statement. CNN teilte mit: "Dies ist eine inakzeptable Entwicklung seitens des Weißen Hauses unter dem Rechtspopulisten Trump.

Kurz zuvor hatte Trump auf einem Konservativen-Treffen seine Rede für einen neuen scharfen Angriff auf die Medien genutzt. Trump unterstellte ihnen, sie würden Nachrichten erfinden. "Sie haben keine Quellen, sie denken sie sich aus", sagte Trump auf der CPAC-Konferenz in Washington.

Der Präsident ging auch frontal einen Grundsatz der Pressefreiheit an, den Quellenschutz. "Es sollte ihnen nicht mehr erlaubt sein, Quellen zu benutzen, wenn sie nicht den Namen von jemandem nennen."

Trump sagte, er habe nicht etwas gegen alle Journalisten, nur gegen die "Fake News Presse". "Ich bin gegen die Leute, die Geschichten erfinden und sich Quellen ausdenken", erklärte er. Dem Vorwurf "Fake News Presse" sind immer wieder Medien ausgesetzt, die kritisch über Trump berichtet haben. Unter den Kritisierten sind mit Publikationen wie der "New York Times" oder der BBC international hoch angesehen Medien, die sich selbst höchste Berichterstattungs-Standards setzen.

 

 

 

 

 

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