Wahlbetrug?: Berliner Linken Chef Lederer wird jetzt BER -Aufsichtsratsmitglied - mit 6 stelligem Zusatz-Gehalt?

Rot-Rot - Grün leistet sich nach Holm einen neuen Knaller

Im Wahlkampf zur Berliner Landesregierung hatten sich Linke und Grüne noch dafür eingesetzt, das Kungel-Politiker auf keinen Fall in den Aufsichtsrat des Berliner  Flughafenprojekts BER kommen sollen.

Man setzte sich für Fachleute im Bauwesen statt für Politiker ein.

Und auch SPD Bürgermeister Müller (SPD) hatte angekündigt sich und damit die Politik aus dem Aufsichtsrat abzuziehen .

Jetzt passiert bei Bruch von linken Wahlversprechen das genaue Gegenteil.

Der linke Landeschef und Kutursenator Klaus Lederer und der grüne Justizminister Behrendt werden genauso Mitglied des BER Aufsichtsrates genauso wie SPD Bürgermeister Müller.

Nach Recherchen von Wirtschaftsmagazinen beträgt das durchschnittliche Gehalt  von Aufsichtsratsmitgliedern  250 000 bis 330 000 €uro. Einfache Aufsichtsratsmitglieder erhalten demnach im Schnitt 115 000 €uro. Dies geht aus einer aktuellen Studie der internationalen Unternehmensberatung Hay Group hervor, in die Daten von 390 Unternehmen aus zwölf europäischen Ländern eingeflossen sind.

Es wäre schön, wenn diese Regelung für die Baustelle BER und deren Betreibergesellschaft nicht gelten würde.  Die Summe kommt  dann wohl auch  zu den Ministergehältern dazu.

Das ist der Basis nicht mehr vermittelbar, zumal die Aufsichtratsmitglieder seit Jahren fürs Nichtstun und für das Versagen horrende Tantiemen erhalten. 

Zuvor hatte Müller einen Rückzug erwogen, weil die Koalitionspartner statt Senatoren nur Staatssekretäre entsenden wollten. Der rot-rot-grüne Senat entschied am Dienstag nach wochenlangem Streit aber überraschend, die freien Plätze mit zwei weiteren Senatoren zu besetzen.

Für die anderen zwei Gesellschafter, Brandenburg und den Bund, sitzen Staatssekretäre im Aufsichtsrat. Brandenburg will das auch nach der Berliner Entscheidung nicht ändern. Regierungschef Dietmar Woidke (SPD) will nicht in das Kontrollgremium. Man sei sich sicher, dass der eigene Weg richtig sei, und habe erst vor Kurzem eine weitere Fachfrau für den Aufsichtsrat gewinnen können, sagte er in Potsdam. Die künftige Vorständin der Landesinvestitionsbank, Kerstin Jöntgen, soll die Flughafengesellschaft mit kontrollieren.

Zudem erhalten die Arbeitnehmer mehr Einfluss, weil ihre Zahl über 2000 gestiegen ist. Sie dürfen deshalb die Hälfte statt einem Drittel der Mitglieder stellen. Die vakanten Posten sollen am Dienstag offiziell besetzt werden.

Aus der Opposition kam Kritik an der rot-rot-grünen Lösung. „Ein enttäuschendes Ergebnis eines Koalitions-Basars ohne Sinn und Verstand“, erklärte CDU-Generalsekretär Stefan Evers. Auch die fachliche Qualifikation der Politiker wird angezweifelt.

 

 

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