Lobgesang auf die Kriegs-Nato: Merkel ist jetzt wieder Trump-Versteherin

Sahra Wagenknecht kommentiert diese neue Trump-Liebe von Angela Merkel

Merkel telefoniert mit Trump – und schon ist alles wieder in Butter: einig ist man sich insbesondere über die ‚fundamentale Bedeutung‘ der NATO und schwört sich gemeinsam auf die Fortsetzung der gewohnten transatlantischen Beziehungen ein ... Ich erinnere daran: als ich vor einigen Wochen im Bundestag Trumps angekündigtes Investitionsprogramm als wirtschaftspolitisch richtig bezeichnete (wovon ich natürlich auch heute noch überzeugt bin), da ging ein Aufschrei der Empörung durch die Reihen des Establishments. Wie konnte man nur irgendwas richtig finden, was ein Donald Trump macht... Nach dem Telefonat wird deutlich, was tatsächlich hinter dieser Empörung steckte: die Politikerriege auf der Regierungsbank hatte Angst, dass ihre transatlantische ‚westliche Wertegemeinschaft‘, deren angeblich humanen Werte angesichts völkerrechtswidriger Kriege, Drohnenmorde und extremer sozialer Ungleichheit seit langem nur noch verlogene Fassade sind, plötzlich obsolet werden könnte und dass man ernsthaft einen eigenen Weg einschlagen muss: mit mehr Diplomatie statt Aufrüstung, mit Entspannung in Richtung Russland statt Konfrontation und mit mehr Souveränität statt US-Gefolgsamkeit im Rahmen der NATO. Für das Establishment in Deutschland ist das offenbar eine Horror-Vorstellung. Wie gut, dass Trump ihnen stattdessen wieder die gewohnten Routinen verspricht. Dafür sieht Merkel dann auch großzügig über Trumps jüngste Maßnahmen hinweg und sichert höhere Rüstungsausgaben für die NATO zu ... Wir als Linke bleiben dabei: Militärausgaben senken - mehr Geld für zivile Konfliktbearbeitung! Für eine souveräne Außenpolitik statt US-Hörigkeit! Ich wette, es braucht nicht mehr lange und wir werden dafür wieder als anti-amerikanisch beschimpft, schreibt Sahra Wagenknecht auf ihrer Facebookseite.

Schon gegenüber der britischen Prmierministerin  Theresa May hatte Trump gesagt, dass er  100  % hinter der Nato steht.

Damit könnte ein weiteres Wahlversprechen gebrochen worden sein - zumal er noch  vor Tagen die Nato als obsolet  bezeichnet hatte,.

Schon Obama hatte immer mehr Kriegskosten der Nato auf die Europäer abgewälzt. Trump reicht das nicht - er will das die Europäer noch weit mehr  Kosten für Kriegskosten übernimmt.

Anderereseits deutet er damit an, dass er die Kriegspolitik von Obama und Merkel weiterführen wird.

Wie ich von Anfang an sagte, muss man Trump an seinen Taten und nicht an seinen Worten messen.

Der Nato Freund Mattis wurde vorher schon als neuer Kriegsminister der USA bestellt.

Auch die ersten Drohnenmorde unter Trump  fanden im Jemen bereits statt. Muslimen wird die Einreise in die USA auf  Zeit verwehrt.

 

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