Dschihadisten-Kriegsverbrechen: Massengräber in Ost Aleppo gefunden

Hier im Bild IS Kämpfer die seinerzeit Soldaten im irakischen Tikrit gefangen genommen und ermordet hatten.

UN: "Regelrechte Hinrichtungen" Russland entdeckt Massengräber in Aleppo

Russland meldet den Fund mehrer Massengräber im Osten der syrischen Stadt Aleppo. Unter den Toten seien auch Kinder und Frauen. Die Vereinten Nationen sprechen von regelrechten Hinrichtungen.

In den ehemaligen Rebellenvierteln von Ost-Aleppo sind nach russischen Angaben "mehrere Massengräber mit dutzenden Leichen" entdeckt worden.

Die Menschen seien "grausam gefoltert und hingerichtet" worden, sagte der Sprecher des Verteidigungsministeriums, Igor Konaschenko.

Es müssten nun genaue Untersuchungen folgen. Diese würden aber mit Sicherheit dazu führen, dass der Westen "seine Verantwortung für die Grausamkeiten" der syrischen Rebellen anerkennen müsse.

Die amtliche syrische Nachrichtenagentur Sana berichtete ihrerseits, dass die Rebellen bei ihrem Rückzug aus Ost-Aleppo mindestens 21 Zivilisten getötet hätten. Die Leichen der Opfer, unter ihnen fünf Kinder und vier Frauen, seien in Gefängnissen der inzwischen vertriebenen "Terrorgruppen" entdeckt worden, zitierte Sana den leitenden Gerichtsmediziner in Aleppo. Sie seien "durch Schüsse aus sehr kurzer Distanz hingerichtet" worden.

Leichen auf Aleppos Straßen

Die einseitige oppositionsnahe  Ein-Mann-Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte  von Rahman aus London erklärte ihrerseits, dass angeblich  mehrere Leichen auf den Straßen Ost-Aleppos gefunden worden seien. Sie konnte aber keine Angaben darüber machen, wie die Menschen zu Tode kamen.

Die syrischen Regierungstruppen hatten am Donnerstag nach wochenlangen Kämpfen mit russischer Unterstützung die Rebellenviertel in Aleppo wieder komplett unter ihre Kontrolle gebracht. In einer groß angelegten Evakuierungsaktion verließen rund 35.000 Menschen den Osten der Stadt.

Die amtliche syrische Nachrichtenagentur Sana berichtete ihrerseits, dass die Rebellen bei ihrem Rückzug aus Ost-Aleppo mindestens 21 Zivilisten getötet hätten. Die Leichen der Opfer, unter ihnen fünf Kinder und vier Frauen, seien in Gefängnissen der inzwischen vertriebenen Terrorgruppen entdeckt worden, zitierte Sana den leitenden Gerichtsmediziner in Aleppo, Saher Hadscho. Sie seien "durch Schüsse aus sehr kurzer Distanz hingerichtet" worden.

Den meisten Opfern fehlen Körperteile. Vielen wurde in den Kopf geschossen. Dies ist allem Anschein nach auch nur der Anfang“, so Konaschenkow.

Alle Fakten würden als schwere Kriegsverbrechen der Terroristen fixiert, um diese dann öffentlich machen zu können, „damit europäische Beschützer der sogenannten Oppositionellen in London und Paris gut begreifen, wer tatsächlich ihre Schützlinge sind und damit sie ihre Verantwortlichkeit für die Gräueltaten der Opposition begreifen können“.
 
Nach erbitterten Gefechten hatte die syrische Armee am 13. Dezember die wichtige Großstadt Aleppo im Norden des Landes zu 98 Prozent unter ihre Kontrolle gebracht. Einen Tag davor war es der Terrormiliz Daesh (auch „Islamischer Staat“, IS) gelungen, die antike Oasenstadt Palmyra im zentralen Syrien wieder zu erobern.In Aleppo war die aus der  Al Kaida und der Nusafront  hervorgegangene  Gruppe  Jabhat al Sham die strärkste und federführende Dschihadistengruppe. Westliche Mainstreammedien hatten diese aus der Al Kaida hervorgegangenen Rebellen in Ost-Aleppo hofiert.

Zu Weihnachten feierten die Menschen die Befreiung der Stadt  und die Wiedervereinigung von Aleppo euphorisch. 

Schon Mitte 2016 hatten Medien von Massengrtäbern in vom IS kontrollierten Gebieten in Syrien und dem Irak  berichtet.

Laut AP konnten damals in Syrien 17 Massengräber entdeckt werden, wo Hunderte Menschen begraben sind. Zugleich könne die genaue Zahl der Toten in Dutzenden im Irak entdeckten Begräbnissen dieser Art praktisch nicht bestimmt werden: Sie befänden sich an zu gefährlichen Orten, um die Opfer auszugraben. Offiziellen Angaben zufolge könnten sich dort zwischen 5.200 und 15.000 Leichen befinden.

All Source Analysis, ein Unternehmen für Sichtaufklärung, hatte der Agentur außerdem exklusive Satellitenaufnahmen zur Verfügung gestellt, in denen ein weiteres Grab mit rund 600 Leichen nahe dem Gefängnis Badusch unweit der IS-Hochburg Mossul im Irak gezeigt wird.

Mehr: https://de.sputniknews.com/panorama/20160830312338885-daesh-syrien-irak-massengraeber/

Quelle: n-tv.de , lsc/AFP

 

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