UN fordert Al Kaida zum Verlassen von Ost-Aleppo auf

Der UN-Sondergesandte für Syrien, Staffan de Mistura, hat die Kämpfer der Terrorgruppierung Al-Nusra-Front aufgefordert, die östlichen Viertel von Aleppo zu verlassen.
 
Aus kosmetischen Gründen firmiert die Gruppe seit geraumer Zeit unter dem Namen Jabat Fatah al-Sham. Hunderttausende Bürger von Ost-Aeppo werden von den Dschihadisten als menschliche Schutzschilde in Geiselhaft genommen und mit Waffengewalt an der Flucht aus Aleppo gehindert. Mittlerweile gelang einigen Zivilisten die Flucht.
 
"Ich wende mich an die Al-Nusra-Front: Geht, bleibt nicht in Aleppo", sagte der UN-Beamte am Samstag in Rom. Staffan de Mistura zufolge befänden sich in der Stadt 1000 Dschihadisten der Terrororganisation. "Sie sollten den Mut an den Tag legen, um die Stadt zu verlassen", sagte der UN-Sondergesandte für Syrien.

Zuvor hatten die Außenminister Russlands und der USA in Rom verhandelt. Unter anderem besprachen Sergei Lawrow und John Kerry die Situation im syrischen Aleppo. "Wenn nun die Gründung der Armee Aleppos angekündigt wird, dann schließe ich nicht aus, dass man dadurch erneut versucht, ein Rebranding  bzw. eine Umettikettierung der ‚Al-Nusra-Front‘ durchzuführen, so dass sie unter dem neuen Namen der verdienten Vergeltung entkommt", erklärte Lawrow.

Während die syrischen Regierungstruppen weitere Stadtteile Ost-Aleppos zurückerobern, befinden sich tausende Zivilisten auf der Flucht. Militante Einheiten versuchen die Menschen an der Flucht zu hindern. Extremisten horten auch Hilfslieferungen und vergrößern dadurch das Leid der Zivilisten.

Die PKK Tochterpartei YPG hat mit Selbstverteidigungseinheiten unterdessen Assad  und syrsche Regierungstruppen im Kampf um Ost-Aleppo  geholfen und Militärhilfe geleistet. Hinter der YPG steht ein breites Bündnis von Widerstandsparteien in Syrien.

 

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