Jakobs: 500 Groß-Investoren gehört  die ganze Welt

Allein BlackRock und Larry Fink bewegen 5 Billionen Dollar. An vielen Unternehmen ist BlackRock beteiligt. Auch an vielen Global Playern aus Deutschland. 

9 Fonds dieser Gruppe besitzen 11 % der deutschen DAX Unternehmen - also die Perlen der deutschen Top Wirtschaft.

Der erste umfassende Report über die Machtverhältnisse im globalen Kapitalismus erscheint jetzt in seinem neuen Buch.

Sie heißen Larry Fink, Stephen Schwarzman oder Abdullah bin Mohammed bin Saud Al-Thani. Die meisten Kapitaloligarchen sind US Bürger.

Mit ihren Billionen schweren Fonds legen Blackrock, Blackstone oder Qatar Investment mehr Geld an als Deutschland erwirtschaftet.

Sie dominieren längst die zentralen Felder der Weltwirtschaft und konzentrieren Geld und Einfluss wie nie zuvor. Doch wer sie wirklich sind und welche Ziele sie verfolgen, wusste bisher niemand.

Die 200 mächtigsten Akteure des Weltfinanzwesens, die hier im Porträt vorgestellt werden, versammeln zusammen mehr als 40 Billionen US-Dollar – das sind 60 Prozent des Buttoinlandsprodukts der Welt oder fast das Dreifache der Wirtschaftsleistung der EU.
Das Gesamtbild dieses neuen Kapitalismus ist bedrohlich: Denn die nächste große Krise wird vom »grauen« Kapitalmarkt und den »Schattenbanken« ausgehen, die in der Gier nach Renditen ungeregelt und ungezügelt wachsen.

Jakobs hat die Strippenzieher des Weltfinanzwesens in den Blick genommen. Mit „Wem gehört die Welt?“ (Knaus Verlag) hat er nicht nur eine spannende Frage gestellt, er hat in seinem großen Report dann auch kenntnisreiche und in ihrer zahlenträchtigen Detailschärfe auch äußerst beeindruckende und zugleich beängstigende Antworten geliefert.

Auf 680 Seiten beschreibt Jakobs unter Mitwirkung von 20 Auslandskorrespondenten und 30 Fachredakteuren des Handelsblatts sowie der Hilfe von Mitarbeitern des von Bert Rürup geleiteten Handelsblatt Research Instituts, wer die zentralen Felder der Weltwirtschaft dominiert und welche Geldmassen dabei im Spiel sind.

Die Politik, so scheint es, spielt in dem Werk eine Nebenrolle. In Wahrheit ist sie aber geforderter denn je. In einer Zeit, in der Trump zum US-Präsident gewählt werde, die Briten sich für den Brexit entschieden und rechtspopulistische Tendenzen in Europa zunähmen, sei es „höchste Zeit“, so Jakobs, „soziale Verpflichtungen von Eigentum und Kapital nicht nur einzufordern, sondern zu garantieren“.

Die Schwierigkeiten, vor der die Politik in dieser Hinsicht steht, klingen in der Diskussion zum Buch an.

So stellt Wolfgang Herles, der Moderator der Runde mit Jakobs und Steffen Kampeter, dem Hauptgeschäftsführer der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) und ehemalige Staatssekretär im Bundesministerium der Finanzen in einer entsprechernden Podiumsdiskussion zur Buchpräsentation, die naheliegende Frage, ob Trump als Präsident womöglich die Marionette von Larry Fink sein wird.

Gegen dieses  wahre Establishment wird wohl auch ein Donald Trump nicht regierenm

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