D-Day und die Heuchelei der Westmächte 

Den größten Blutzoll im Krieg gegen den Hitlerfaschismus leistete die Sowjetunion mit mehr als 20 Mio. Opfern. 

Die Westmächte hatten schon 1936 der Machtausweitung der Hitlerfaschisten zugeschaut als Hitler den Putsch des Faschisten und Obristen General Franco gegen die spanische Republik mit der Legion Kondor militärisch zum Sieg verhalf und die Westmächte schauten nur zu .

Danach trieben sie es  in den dreissiger Jahren auf die Spitze als die Westmächte die Besetzung des tschechischen Sudetenlandes durch Hitler im Münchener Abkommen sogar noch vertraglich absicherten.

Erst als die Sowjetunion den Hitlerfaschismus in Stalingrad militärisch besiegte und in Richtung Berlin vorrückte, erwogen die Westmächte Mitte 1944 kurz vor Toresschluß eine zweite Westfront gegen Hitlerdeutschland zu eröffnen . Da waren schon weit mehr als 15 Mio. Russen im Krieg gegen Hitler ermordet und die Wende im Krieg eingeleitet worden.

Die Hauptlast an der Befreiung der Menschheit hatte glasklar die Sowjetunion geleistet und sie besiegte Hitlerdeutschland erstmals in offener Feldschlacht.

Entsprechend thematisiert das  auch Andreas Schlüter in seinem Blog "Wikipoli".

D-Day: Meilenstein in der Befreiung vom Faschismus und Instrument der Heuchelei

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d-day

Heute, am 6. Juni, vor siebzig Jahren landeten die westlichen Allierten in der Normandie und es begann der letzte Akt der Befreiung Europas vom Nazi-Horror. Wahrlich ein Tag, der zum Gedenken auffordert!

Aber, man sollte sich der ganzen Geschichte erinnern: Ein Teil der US-Macht- und Wirtschaftselite hatte viel getan, um die Nazi-Bande an die Macht zu bringen und sogar durch den zweiten Weltkrieg hindurch mit den Nazi-Mördern kolaboriert (http://tinyurl.com/bqqdwmv). Diese waren ihnen nützlich dabei, die Sowjetunion nahezu in den Abgrund zu bomben und den Hauptkonkurrenten Großbritannien aus dem „globalen Spiel“ zu kicken. Ohne dass dies historische deutsche Schuld schmälert, klebt auch an diesen us-amerikanischen Kräften Mitschuld an sechs Millionen ermordeter europäischer Juden, an über zwanzig Millionen toter Zivilisten in der Sowjetunion, an Millionen von Opfern in anderen Ländern und Abermillionen toter Soldaten. Es wäre also eine naive Illusion, die USA als „Mutterland des Antifaschismus´“ zu sehen (http://tinyurl.com/6798tjr).

Verneigen muss man sich aber vor den vielen allierten Soldaten, die in der Normandie ins Feuer liefen, um dem Nazi-Spuk ein Ende zu bereiten, und dann mit der Roten Armee (die die „Hauptlast“ trug) den Nazis den Todesstoß versetzten. Ganz besonders muss man sich vor den Afroamerikanischen Soldaten verneigen, die in ihrem eigenen Land immer noch vielerorts mit einer Rassengesetzgebung konfrontiert waren, die einen Vergleich mit den Nürnberger Rassegesetzen „nicht zu scheuen brauchte“, auch, wenn es für sie keine Todeslager (von den Gefängnissen mit ihren „Chain-Gangs“ abgesehen), sondern nur den „Volkssport“ des Lynchens gab. Auch den westlichen Truppen aus den Kolonien ist von daher ihr Einsatz besonders hoch anzurechnen, da sie selbst mit Rassismus und Chauvinismus konfrontiert waren.

Ein neues „Festival der Heuchelei“?

Dass dieser Teil der Geschichte bei den Feierlichkeiten zum D-Day nicht zur Sprache kommt, ist Routine und nicht weiter bemerkenswert. Aber diese Veranstaltung droht zusätzlich vor Heuchelei „überzulaufen“, denn man sitzt ja nun über Putin „zu Gericht“, der die Frechheit besitzt, sich den dreisten Ausdehnungsversuchen der NATO an den „Pelz des russischen Bären“ zu widersetzen. Dass der Westen dabei keine Probleme hat, sich mit ukrainischen Faschisten gemein zu machen, kann zwar eigentlich nicht mehr verwundern, aber ist gerade an diesem Tag von besonderer Pikanterie. Nicht weniger pikant ist übrigens die olivgrüne Komplizenschaft in diesem Spiel (http://www.jungewelt.de/2014/06-06/034.php) sowie die opportunistische Haltung aus der Führung der LINKEn gegen Genossinnen, die dieses anprangern (http://tinyurl.com/qc7kchk ).

Wieder ist festzustellen: wer nicht aus der Geschichte lernen will, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen (http://tinyurl.com/lebr9uc)! Und die Europäer der EU begreifen in großer Zahl offenbar nicht, dass sie diesmal dabei sind, sich durch TTIP (Transatlantisches Freihandelsabkommenendgültig dem Faschismus, nämlich dem US Unternehmensfaschismus, auszuliefern!

Andreas Schlüter

http://wipokuli.wordpress.com/2014/06/06/d-day-meilenstein-in-der-befreiung-vom-faschismus-und-instrument-der-heuchelei/

http://www.jungewelt.de/index.php