Putin hält Genfer Abkommen für gescheitert

Die russische Regierung hat den Angriff der ukrainischen Armee auf ukrainische Rebellen in den ostukrainischen Städten Slawjansk und Kramatorsk scharf kritisiert.

Präsident Wladimir Putin ließt durch seinen Sprecher mitteilen, die Offensive sei ein Verstoß gegen das Genfer Abkommen, das Mitte April zwischen Russland, der Ukraine, der EU und den USA geschlossen worden war, um den Konflikt zu entschärfen.

 

Putin  warf der Führung in Kiew vor, mit ihrem Vormarsch die "letzte Hoffnung" auf eine Umsetzung des Abkommens zu zerstören. Kiew habe in den Kampfmodus geschaltet und greife friedliche Siedlungen an, sagte Präsidentensprecher Dmitri Peskow nach Angaben russischer Agenturen. Es handele sich um eine "Strafaktion" der Regierungstruppen. Das Außenministerium in Moskau erklärte, der Einsatz der ukrainischen Armee gegen das eigene Volk führe das Land in eine "Katastrophe", berichtet die ARD  Tagesschau.

Die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa, OSZE, solle Maßnahmen ergreifen, "um diesen Vergeltungsangriff zu beenden", verlangte der russische OSZE-Botschafter Andrej Kelin laut der Nachrichtenagentur Itar-Tass.

Inzwischen wuden durch einen Mordanschlag des faschistischen Rechten Sektors und von Hooligans in Odessa in einem Gewerkschafshaus ca 50 Antifaschisten nach einem Brandanschlag getoetet, wodurch die Darstellung des russichen  Praesidenten Putin noch weiter unterstrichen wurde. Die Friedensvereinbarung von Genf ist damit endgueltig Makulatur.

Die faschistisch gefuehrte ukrainische Armee hat unterdessen mit einem Angriff gegen die Städte Slawjansk und Kramatorsk begonnen, die seit Tagen von ukrainischen Rebellen beherrscht werden. 

 Nach unbestätigten Angaben der russischen Agentur Ria Nowosti soll es in Kramatorsk jetzt auch Tote und Verletzte geben. Kramatorsk liegt im Gebiet Donezk, etwa 20 Kilometer südlich von Slawjansk.

 

 

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